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Text: DEL2

Heilbronns Trainer Wolf: „Es ist ein Prozess“

Heilbronns Trainer Wolf: „Es ist ein Prozess“
MDakov

Manfred Wolf ist den Eishockey-Fans in Deutschland noch bestens in Erinnerung. Der ehemalige Stürmer gewann mit dem Mannheimer ERC und der Düsseldorfer EG die deutsche Meisterschaft. Mit der deutschen Nationalmannschaft nahm Wolf an den olympischen Turnieren 1984 und 1988 sowie an fünf Weltmeisterschaften teil. „Mannix“, wie ihn die Fans seinerzeit riefen, übernahm im Sommer den Trainerposten bei den Heilbronner Falken und sollte diese nach dem Abstieg wieder zurück in die DEL2 führen. Es ging aber alles viel schneller. Mit del-2.org sprach der 58-Jährige über seine Eindrücke nach den ersten zwölf Spielen.

Manfred Wolf, ein Viertel der Saison ist gelaufen. Die Heilbronner Falken sind Tabellenletzter. Wie sieht Ihr Zwischenfazit als neuer Trainer in Heilbronn abgesehen von den nackten Zahlen aus?

Selbstverständlich hätten wir gerne ein paar mehr Punkte auf dem Konto. Aber die DEL2 ist natürlich kein Wunschkonzert. Das Tabellenbild sieht nicht schön aus. Jedoch muss man sich immer die Voraussetzungen vor Augen halten, unter denen die Heilbronner Falken in diese Spielzeit gegangen sind. Wir haben den halben Sommer für die Oberliga geplant.

Die Falken waren der sportliche Absteiger. Dann hatte der Verein die Möglichkeit, weiter DEL2 zu spielen. Wie erinnern Sie diese Phase?

Wir hatten von Donnerstagabend bis Montagfrüh Zeit, der DEL2 alle notwendigen Unterlagen bereitzustellen. Das ist nicht viel. Wir haben alles durchgerechnet und der DEL2 dann Bescheid gegeben.

Hatten Sie Magendrücken?

Wenn man ehrlich ist, hatte man natürlich Zweifel. Die Entscheidung, die wir treffen mussten, war nicht leicht. Aber wir stehen letztendlich dazu. Die DEL2 hat uns dazu motiviert, unsere Sponsoren und die Clubführung wollten das auch.

Die Mannschaft hat angedeutet, dass sie durchaus die Qualität hat, mitzuspielen. Nur die Ergebnisse fehlen. Wie gehen Sie damit um?

Wie haben Spieler, die gutes Oberliga-Niveau haben oder sich leistungsmäßig an der Schwelle zur DEL2 bewegen. Dazu kommen die Kontingentspieler, die wir verpflichtet haben. Es gibt gute Ansätze. Die Mannschaft hat zum Beispiel in Weißwasser ein gutes Spiel gemacht (4:5 OT/Anm. d. Red.). Leider hat es nicht zum Sieg gereicht. Selbst beim 1:7 gegen Bremerhaven hatten wir gute Möglichkeiten, haben aber nicht die Tore gemacht. Beim Derby in Bietigheim präsentierte sich die Mannschaft ebenfalls ordentlich. An einem gewissen Punkt kommt dann auch das Selbstvertrauen als Wehwehchen dazu.

Wie wollen Sie das Selbstvertrauen stärken?

Selbstverständlich steigt das Selbstbewusstsein einer Mannschaft mit den Ergebnissen. Die sind unter dem Strich das Entscheidende im Sport. Ein Erfolg wie das 3:2 in Freiburg war nach einer langen Durststrecke allein deswegen wichtig, um zu sehen, dass die investierte Arbeit auch einen Ertrag hat. Aber vor allem auch das Verständnis und die Unterstützung durch Fans, Stadt, Clubführung und Sponsoren ist für jeden von uns im sportlichen Bereich Antrieb genug, weiter zu arbeiten und sich zu verbessern. Als Trainer bin ich besorgt, weil wir Ergebnisse präsentieren wollen. Aber alles ist ein Prozess. Wir müssen die Stärken eines jeden Gegners akzeptieren und respektieren.

Was ist Ihr Ziel für diese Saison?

Unsere Aufgabe ist es, in 52 Spielen plus Playdowns in der Liga zu bleiben.

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