Hitziges Duell in Frankfurt und eine „richtige Watschn“ für Landshut
Hessen gleichen gegen Bremerhaven aus - Miller drei Spiele gesperrt / Bietigheim bestraft EVL
Zwischen Meister Fischtown Pinguins und Aufsteiger Löwen Frankfurt zeichnet sich ein Kampf auf Biegen und Brechen ab. Beim 4:1 der Hessen gegen Bremerhaven und dem Ausgleich in der Serie ging es auf dem Eis hoch her, in den Zweikämpfen wurde es zuweilen recht hart. Pinguins-Stürmer Tim Miller erhielt für einen unerlaubten Check nachträglich eine Sperre von drei Spielen. Die Schiedsrichter sprachen zudem fünf Spieldauerdisziplinarstrafen und zwei Matchstrafen aus.
Frankfurt nutzte im Schlussdrittel die Nachlässigkeiten der Pinguine konsequent aus. Der zweimalige Torschütze Richard Mueller und Kyle Ostrow trafen in Unterzahl, was letztendlich den Unterschied ausmachte. Bremerhaven machte mit dem 4:0 aus Spiel 1 im Rücken in den ersten beiden Dritteln optisch einen souveränen Eindruck. Aber Das führte in den letzten 20 Minuten zu Nachlässigkeiten und den Gegentoren. Es dürfte eine spannende Serie werden.
Davon sind der EV Landshut und die Bietigheim Steelers noch weit entfernt, weil der Hauptrundenmeister am Ostersamstag mit dem 6:0 im Stadion am Gutenbergweg in der Serie mit 2:0 in Führung ging. Alles spricht derzeit für die Steelers, wenig für den im Viertelfinale gegen den Vorrundendritten Kassel noch so starken EVL. „Das war eine richtige Watschn“, sagte Landshuts Chefcoach Toni Krinner. „Das 0:3 war für uns eine zu große Hypothek. Aber wir werden alles daran setzen, sie in den nächsten Spielen zu knacken. Wer hinfällt, muss auch wieder aufstehen. Nur so kann man im Leben etwas erreichen“, sagte Krinner weiter. Sein Team machte sich erneut durch Strafzeiten einiges kaputt. Zwei davon nutzten die Steelers am Ende des ersten Dritteln zu einer beruhigenden 3:0-Führung. Es folgen dann noch drei Tore von Justin Kelly.
Im Kampf um den Klassenerhalt beendete der ESV Kaufbeuren eine Berg- und Talfahrt erfolgreich. Die Joker führten bereits nach etwas mehr als neun Minuten gegen Heilbronn mit 4:1, nach 40 Minuten stand es plötzlich 4:4. „Wir sind wieder in alte Muster verfallen und hatten zu viele Scheibenverluste“, sagte ESVK-Trainer Juha Nokelainen. Aber man habe sich dann in der zweiten Pause vorgenommen, ruhiger zu agieren, erklärte der Finne weiter. Am Ende stand es 6:4 in der gut gefüllten Sparkassen-Arena, die Serie wird am Ostermontag beim Stand von 1:1 in Heilbronn fortgesetzt.