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Text: DEL2

Ist die Halbzeit auch der Wendepunkt für die Außenseiter?

Heilbronn und Freiburg mischen ordentlich mit. Nach der Überraschung gegen Bietigheim fordern die Falken Kassel, Freiburg Spitzenreiter Bremerhaven.

Ist die Halbzeit auch der Wendepunkt für die Außenseiter?
City-Press

Am Sonntag ist der halbe Weg einer langen Hauptrunde in der DEL2 absolviert. Vor dem 26. Spieltag haben die bisherigen Außenseiter mächtig Wirbel verursacht. Die Heilbronner Falken scheinen sich so langsam zu finden. Das zeigte am Freitag das 5:0 im Derby gegen Meister Bietigheim Steelers. Nun will die Mannschaft von Trainer Mannix Wolf bei den Kassel Huskies nachlegen. Und Aufsteiger EHC Freiburg empfängt nach dem 2:1 nach Penaltyschießen in Dresden Spitzenreiter Fischtown Pinguins zum zweiten Mal in dieser Saison in der Franz-Siegel-Halle. Spannung ist in den sieben Spielen erneut garantiert, Sprade TV  bietet von fünf Partien einen Livestream an.

Bietigheim Steelers - Löwen Frankfurt (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV) 

Für den Meister war es ein wohl kaum erwartetes Erlebnis am Freitagabend. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet verlor erstmals seit knapp drei Jahren ein Derby bei den Heilbronner Falken. Die kuriosen Umstände – die zweite Pause dauerte wegen eines Feueralarms zehn Minuten länger – dürften kaum eine Rolle gespielt haben. Nun steht am Sonntag für die Steelers, die in den vergangenen sieben Spielen vier Niederlagen einstecken mussten, das Spitzenduell gegen den neuen Tabellendritten Löwen Frankfurt an. Die Mannschaft von Trainer Tim Kehler nutzte den Ausrutscher des Meisters mit dem 5:3 gegen den SC Riessersee durch die späten Tore von Nick Mazzolini und rückte bis auf zwei Zähler heran. „Uns erwartet eine große Herausforderung gegen den aktuellen Meister. Seitdem wir in der DEL2 sind, konnten wir in Bietigheim noch nicht gewinnen und müssen eine herausragende Leistung abrufen, um diesmal Punkte mit auf die Heimreise zu nehmen“, sagte Kehler

Bisher:

16.10.2015: Frankfurt - Bietigheim 2:4

EC Kassel Huskies - Heilbronner Falken (17.00 Uhr)

So ein Paukenschlag ist den Falken in der gesamten vergangenen Saison nicht gelungen. Das 5:0 im Derby gegen den Meister aus Bietigheim zeigte aber auch eines: Die Falken finden sich so langsam. Trainer Manfred  Wolf wies immer auf den großen Nachholbedarf hin, den sein Team durch die Neustrukturierung des Kaders durch die Lizenzerteilung für die DEL2 hatte. Offenbar hat sich das Team zur Halbzeit der Saison gefunden. Der Coup gegen Bietigheim war der vierte Sieg in den vergangenen fünf Spielen – also nicht unbedingt eine Eintagsfliege. Die Huskies sind für Heilbronn ein ähnlich schweres Kaliber wie Bietigheim. Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi punktet beständig, was die sieben Siege in den vergangenen neun Spielen zeigen. Aber die Erfolge fallen den Nordhessen nicht in den Schoß. Das zeigte der knappe Sieg gegen Heilbronn im ersten Spiel oder auch das 3:2 nach Penaltyschießen im letzten Heimspiel gegen Freiburg.

Bisher:

02.10.2015: Kassel - Heilbronn 6:4

ESV Kaufbeuren - Dresdner Eislöwen (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

So kann man sich auch aus einem kleinen Tal herausspielen. Dem ESV Kaufbeuren liegen in dieser Saison offenbar die Ravensburg Towerstars. Nach einem 0:2-Rückstand ließen es die Spieler von Trainer Mike Muller ordentlich rauschen und feierten mit dem 7:3 das zweite Schützenfest gegen Ravensburg nach dem 8:2. "Wir waren gewarnt, dass Ravensburg zur Zeit eine der besten Mannschaften der Liga ist. Aber wir hatten einen Plan, an den sich mein Team gehalten hat. Nach dem 2:0 für Ravensburg haben die Jungs gekämpft und sind nicht eingebrochen, sondern zurückgekommen und konnten den Rückstand aufholen", sagte Muller. Kaufbeuren zeigte in dieser ersten Saisonhälfte immer wieder, welches Potenzial im Kader steckt. Dabei hat der Coach zurzeit noch nicht einmal alle Spieler zur Verfügung. Davon kann auch Dresdens Coach Thomas Popiesch ein Liedchen singen. Aber sein stark eingeschätzter Kader rief bislang auch zu wenig ab. „Nach dem 1:0 verwerfen wir im Powerplay aber unseren Plan. In der Folge zeigen wir keine Konstanz und Geradlinigkeit mehr, fallen auseinander. Uns hat das Vertrauen gefehlt. Je länger das Spiel dauerte, desto ängstlicher sind wir geworden“, sagte Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch nach dem 1:2 nach Shootout gegen Aufsteiger Freiburg, der achten Niederlage in den vergangenen zehn Spielen.

Bisher:

11.09.2015: Kaufbeuren - Dresden 5:1

SC Riessersee - Eispiraten Crimmitschau (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Nicht einmal drei Minuten fehlten dem SC Riessersee am Freitag, um trotz schlechter Voraussetzungen aus dem Spiel bei den Löwen Frankfurt etwas mitzunehmen. Trotz eines Miniaufgebots glich die dezimierte Mannschaft von Trainer Tim Regan dreimal einen Rückstand aus – doch am Ende stand mit dem 3:5 die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Spielen. Trotzdem will man gegen Crimmitschau das 1:8 im Sahnpark vergessen machen. Bei den Eispiraten lief es beim 4:0 im Derby gegen die Lausitzer Füchse ungleich besser. Aber unter der Zugspitze gab es lange nichts zu gewinnen. Genau 1345 Tage ist es am Sonntag her, dass die Westsachsen letztmals einen Sieg im Olympia-Eissportzentrum bejubeln konnten. Im Rahmen der Abstiegsrunde der Saison 11/12 gewannen die Eispiraten 3:2 nach Verlängerung.

Bisher:

25.09.2015: Riessersee - Crimmitschau 4:2
18.11.2015: Crimmitschau - Riessersee 8:1

Lausitzer Füchse - Ravensburg Towerstars (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Auch im Derby in Crimmitschau konnten die Füchse nichts für das Selbstvertrauen tun. Trainer Dirk Rohrbach zeigte sich nach dem Ende des Spiels entsprechend verstimmt. "Ab dem zweiten Drittel haben wir die Linie verloren. Unsere Leistungsträger zerren nicht so an den Ketten, wie bei anderen Teams. Von der Erfahrung und vom Potential muss mehr kommen", sagte Rohrbach. Deutlicher kann man nicht werden. Somit ist die Aufforderung für das Heimspiel gegen Ravensburg klar. Die Aufgabe ist aber äußerst unangenehm, Rohrbachs Team verlor im ersten Vergleich 1:9. Für die in den letzten Wochen äußerst erfolgreichen Towerstars gab es aber am Freitag einen richtigen Dämpfer. Wie das 2:8 im Allgäu ging auch das erste Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren kapital daneben. 3:7 hieß es am Freitag – trotz einer 2:0-Führung. „Wir haben in unseren stärksten Phasen leider keine Tore geschossen, das größte Problem waren allerdings die drei schnellen Tore im zweiten Drittel“, sagte Towerstars-Coach Daniel Naud und ergänzte: „Solche Fehler habe ich bei meinen Jungs leider schon lange nicht mehr gesehen.“

Bisher:

23.10.2015: Füchse - Ravensburg 1:9

EC Bad Nauheim - Starbulls Rosenheim (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)

Den Roten Teufeln gelang an der Nordsee ein echter Coup – und das trotz großer personeller Probleme. "Wir haben mit einer Rumpftruppe clever gespielt und den Slot stets zugemacht. Letztendlich war es das Powerplay, das uns am Ende den Sieg gebracht hat - aber dass gerade wir die Siegesserie der Pinguine beenden, ist nur von Wert, wenn wir am Sonntag im Heimspiel gegen Rosenheim nachlegen", sagte ein sichtlich zufriedener Trainer Petri Kujala. Dank des dritten Sieges in Folge haben die Hessen, die in  Bremerhaven nur mit drei Reihen antreten konnten, nun 40 Punkte und liegen punktgleich mit dem Sechsten aus Dresden auf dem siebten Rang. Die Starbulls erlebten am Freitag ein ärgerliches 3:4 nach Penaltyschießen gegen die Kassel Huskies – trotz einer 3:1-Führung. Das Team von Trainer Franz Steer verlor damit das sechste Spiel gegen Kassel in Folge. Zu allem Überfluss zog sich Christian Neuert eine Knieverletzung zu.

Bisher:

04.10.2015: Rosenheim - Bad Nauheim 4:5 SO

EHC Freiburg - Fischtown Pinguins (18.30 Uhr)

Erstmals seit Wochen war Niko Linsenmaier wieder auf dem Eis, der bei einer Gewalttat schwer verletzt worden war. Und mit ihm gab es dann auch verdientermaßen einen Sieg in Dresden zu feiern. „Wir haben uns in der zurückliegenden Woche intensiv vorbereitet, unser erstes Spiel in Dresden analysiert. Meine Mannschaft hat alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Von daher gehen die zwei Punkte für uns absolut in Ordnung“, sagte Freiburgs Coach Leos Sulak. Der EHC holte in sieben der neun vergangenen Spiele Punkte und verbesserte sich vom vorletzten auf den drittletzten Platz. Für die erfolgsverwöhnten Pinguine endete am Freitag eine zehn Spiele währende Erfolgsserie mit dem 3:5 gegen den EC Bad Nauheim. „Wir haben viel Druck gemacht, wollten aber manchmal zu schön spielen. Da wäre mehr Zug zum Tor der bessere Weg gewesen. Aber die Mannschaft hat nicht so schlecht gespielt“, sagte Bremerhavens Coach Ben Doucet. 

Bisher:

27.09.2015: Freiburg - Pinguins 1:7

Der 26. Spieltag im Überblick:

Bietigheim Steelers - Löwen Frankfurt (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
EC Kassel Huskies - Heilbronner Falken (17.00 Uhr)
ESV Kaufbeuren - Dresdner Eislöwen (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
SC Riessersee - Eispiraten Crimmitschau (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Lausitzer Füchse - Ravensburg Towerstars (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
EC Bad Nauheim - Starbulls Rosenheim (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)
EHC Freiburg - Fischtown Pinguins (18.30 Uhr)


 

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