Jäger Kassel will auch wieder in Bremerhaven punkten
Tabellenzweiter gewann bereits beim Meister / Spitzenreiter Bietigheim in der Ravensburger Festung / Heißes Derby zwischen den Füchsen und Eispiraten
Bei den Kassel Huskies kann derzeit kommen wer will – die Mannschaft von Trainer Rico Rossi findet immer eine Lösung. Am Sonntag gastieren die Nordhessen zum zweiten Mal in dieser Saison bei Meister Fischtown Pinguins. Der erste Trip nach Bremerhaven war erfolgreich, die Huskies gewannen 3:1. Ganz anders sieht die Situation beim Spitzenreiter aus Bietigheim aus. Trainer Kevin Gaudet hat erstmals in dieser Saison die Schwierigkeit, die verletzten und angeschlagenen Leistungsträger zu kompensieren. Drei Niederlagen gab es zuletzt in Folge, nun steht am 31. Spieltag die Festung Ravensburg auf dem Programm. Beim ersten Auftritt verspielten die Steelers noch eine 4:1-Führung. Ein tolles Derby ist zwischen den Lausitzer Füchsen und den Crimmitschau zu erwarten – vor allem, weil die Eispiraten mit dem 5:3 in Bietigheim im Rücken anreisen. Und die Heilbronner Falken fahren endlich mal wieder als Sieger zu einem Liga-Spiel.
Fischtown Pinguins – Kassel Huskies (17.00 Uhr)
Die erhoffte Wende gab es für den Meister auswärts nicht. Im Gegenteil: die Enttäuschung nach dem 1:3 beim Tabellenletzten Heilbronn war die Ernüchterung im Lager der Fischtown Pinguins riesengroß. Dass, was das Team am Wilhelm-Kaisen-Platz vollbringt, will auswärts nicht gelingen. Fünf Niederlagen in Folge gab es für das Team von Trainer Mike Stewart mittlerweile in Folge, darunter auch ein 1:4 in Kaufbeuren. In der eigenen Arena ein ganz anderes Bild: sechs Siege in Folge brachten Bremerhaven immerhin wieder auf einen Playoff-Platz. Allerdings muss nun im Kampf um eine gute Vorrundenplatzierung gegen Kassel auch ein Sieg her. Die Huskies hingegen reiten gerade eine riesige Erfolgswelle. Am Freitag hatte Trainer Rico Rossi nur 16 Feldspieler zur Verfügung. Mika Järvinen, John Zeiler, Matthias Bergmann, Daniel Kunce und Michi Christ fehlten verletzt beziehungsweise krank, dazu fehlte der noch gesperrte Marco Habermann. Trotzdem feierten die Huskies einen 4:0-Shutout gegen Ravensburg. In den vergangenen elf Spielen gab es stets Punkte, neun gewann man gar. Beim ersten Auftritt in Bremerhaven gewann man souverän.
Bisher:
24.10.2014: Pinguins – Kassel 1:3
16.11.2014: Kassel – Pinguins 2:3 SO
EV Landshut – Starbulls Rosenheim (17.00)
Die ersten beiden Auseinandersetzungen hatte alles, was ein Derby ausmacht. Diese Spannung ist auch am Sonntag wieder zwischen den Landshutern und den Starbulls zu erwarten. Beide Mannschaften haben neuen Mut geschöpft. Der EVL brachte nach zuvor nur einem Sieg in fünf Spielen ein 3:2 beim ESV Kaufbeuren mit nach Hause, was allen Beteiligten nach unruhigen Tagen wieder etwas Entlastung brachte. Ewald Steiger vertrat wieder den bis auf weiteres krankgeschriebenen Trainer Andreas Brockmann. Groß war das Aufatmen auch bei den Starbulls Rosenheim nach dem verdienten 5:2 gegen den EC Bad Nauheim. “Wir hätten auch schon gegen Crimmitschau gewinnen können, aber das war jetzt wichtig”, sagte Starbulls-Trainer Franz Steer, dessen Team auch wegen der zahlreichen Ausfälle zuvor sechs Niederlagen in Folge hatte hinnehmen müssen.
Bisher:
02.10.2014: Landshut – Rosenheim 5:4
30.11.2014: Rosenheim – Landshut 3:4
Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau (17.00)
Bessere Voraussetzungen kann es eigentlich vor einem Derby nicht geben. Beide Mannschaften gehen mit großen Siegen im Rücken in das Spiel. Ganz besonders die Füchse stellten ihre derzeit überragende Form mit dem 7:2 in Dresden unter Beweis, feierten am Freitag den achten Sieg in den vergangenen neun Auswärtsspielen und kletterten wieder auf den dritten Tabellenplatz. „Dass wir aus den drei Auswärtsspielen drei Siege holen, war so nicht zu erwarten“, sagte Füchse-Trainer Dirk Rohrbach zur jüngsten Bilanz und warnte vor dem nächsten Gegner: „Wer aber denkt, dass jetzt die leichten Aufgaben kommen, der irrt sich. Crimmitschau ist für mich seit einigen Wochen in einer sehr guten Form, gerade offensiv geht immer was. Sie wurden aber oft unter Wert geschlagen. Der Sieg in Bietigheim hat gezeigt, auf was wir uns einstellen müssen.“ Die Eispiraten reisten als schlechtestes Auswärtsteam nach Bietigheim – und feierten den bislang wohl bemerkenswertesten Erfolg in dieser Saison. „Es war eine tolle Mannschaftsleistung, vor allem in der Defensive. Wir haben keine zweiten und dritten Möglichkeiten zugelassen. Und die Mannschaft hat ihre Chancen genutzt und die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Ich bin total zufrieden und freue mich auf Sonntag“, sagte Trainer Chris Lee.
Bisher:
19.09.2014: Crimmitschau – Füchse 2:3
26.10.2014: Füchse – Crimmitschau 6:5
SC Riessersee – ESV Kaufbeuren (18.30)
Die personelle Situation sieht beim SC Riessersee wieder etwas besser aus. Beim 2:4 gegen die derzeit sehr starken Löwen Frankfurt waren David Brine, Andreas Pauli und Mark Kosick wieder im Kader. Außerdem stand erstmals der kürzlich verpflichtete Slowake Thomas Tomek im Tor. Doch die Gäste aus Hessen waren an diesem Abend die effektivere und läuferisch bessere Mannschaft und reagierten auf den unverhofften Ausgleich der Gastgeber aus Garmisch durch zwei Tore innerhalb von 16 Sekunden sehr abgeklärt. Nach zuvor sieben Punkten aus drei Spielen ging die Mannschaft von SCR-Trainer Toni Krinner leer aus und musste die Löwen in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen. Für den ESV Kaufbeuren war es wieder ein enttäuschender Abend gegen den EV Landshut. Trainer Kari Rauhanen, der in seinem zehnten Spiel an der Bande die siebte Niederlage sah, sah ein gutes erstes Drittel seiner Mannschaft, vor allem in der Defensivarbeit. Der Mittelabschnitt machte dem ESVK ein mögliches Erfolgserlebnis kaputt. Immerhin: der letzte Auftritt in Garmisch war von Erfolg gekrönt, am 28. November beendeten die Kaufbeurer im ersten Spiel von Rauhanen mit dem 4:3 die lange Niederlagen-Serie.
Bisher:
28.09.2014: Kaufbeuren – Riessersee 1:6
28.11.2014: Riessersee – Kaufbeuren 3:4
EC Bad Nauheim – Heilbronner Falken (18.30)
Die Voraussetzungen waren für den EC Bad Nauheim vor dem Auftritt in Rosenheim eigentlich nicht schlecht. Trainer Petri Kujala hatte einen kompletten 22-Mann-Kader zur Verfügung. Einzig die Leistung reichte bei den Hessen nicht für Zählbares. "Wir haben Rosenheim sicherlich nicht unterschätzt. Sie haben uns aber vorgemacht, wie man einfaches Eishockey spielt. In den letzten beiden Partien hatten wir zusammen nur 31 Torschüsse, was der Durchschnitt eines einzigen Matches ist. Man muss ab und zu einfach mal die Brechstange rausholen, aber wir wollen oft zu schön spielen", erklärte Kujala zu den jüngsten Spielen in Rosenheim (2:5) und Frankfurt (3:6). Einfach war das Stichwort für die Heilbronner Falken. Die hatten eigentlich schon das Gefühl für Siege verloren. Im sechsten Spiel unter Interimstrainer Gerd Wittmann klappt es dann endlich, mit dem 3:1 gegen Meister Fischtown Pinguins endete eine Serie von zuvor 13 Niederlagen in Serie.
Bisher:
17.10.2014: Bad Nauheim – Heilbronn 4:2
30.11.2014: Heilbronn – Bad Nauheim 2:4
Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen (18.30)
Die Frankfurter sind in blendender Verfassung – der fünfte Platz ist der Beweis. Die Mannschaft von Tim Kehler gewann die vergangenen vier Spiele und erzielte in diesem Zeitraum 29 Tore. Gegen die Eislöwen passte es in dieser Saison aber noch nicht. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch bot in den beiden Duellen ihr volles Leistungsvermögen an, konnte dies aber gegen die Füchse nicht aus Eis bringen. „Solche einfachen Scheibenverluste wie gegen Weißwasser dürfen uns nicht passieren. Der zweite Knackpunkt war unser schwaches Powerplay und der Fakt, dass jeder Spieler zeitweise seinen eigenen Plan vom Spiel entwickelt hat. Wir hatten keinen Spieler im Team, der das Momentum auf unsere Seite holen konnte. Das ist ein schwerer Schlag, aber wir müssen den Blick auf das nächste Spiel in Frankfurt richten. Unser Team hat in dieser Saison schon bewiesen, dass es sich nach Rückschlägen aufrichten kann. Jetzt sind die Typen in unserer Mannschaft gefragt“, sagte Popiesch. Die Unterstützung ist dem Team, das sieben Siegen aus den vergangenen neun Spielen holte, sicher. 600 Eislöwen-Fans reisen per Sonderzug nach Frankfurt.
Bisher:
04.10.2014: Frankfurt – Dresden 4:6
30.11.2014: Dresden – Frankfurt 5:3
Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers (18.30)
Das nackte Ergebnis sagte nicht wirklich aus, warum die Towerstars die elfte Niederlage im 15. Auswärtsspiel hinnehmen musste. „Das war kein 4:0-Spiel“, sagte Trainer Daniel Naud nach dem 0:4 beim Tabellenzweiten Kassel Huskies. „Wir haben eigentlich sehr gut begonnen, aber unsere Chancen nicht konsequent genutzt“, ergänzte er. Naud bescheinigte dem Gegner „die gewisse Kaltschnäuzigkeit“, die seinem Team gefehlt habe. Die fehlte den Towerstars auch in der letzten Begegnung mit den Steelers, die seinerzeit 5:0 siegten. Aber daran werden sich die Ravensburger Spieler weniger erinnern als an das 6:4 im ersten Spiel daheim. Damals drehten die Towerstars die Begegnung nach einem 1:4-Rückstand. Vielleicht ist die Gelegenheit am Sonntag wieder günstig. Den Steelers machen derzeit die Ausfälle zu schaffen. Neben den Langzeitverletzten Adam Borzecki und Justin Kelly fehlt seit Dienstag auch Markus Gleich. Dennoch überraschte das 3:5 gegen die bislang auswärtsschwachen Eispiraten nach zweimaliger Führung. Es war die dritte Niederlage in Folge.
Bisher:
26.09.2014: Ravensburg – Bietigheim 6:4
14.11.2014: Bietigheim – Ravensburg 5:0
Der 31. Spieltag (Sonntag, 28. Dezember 2014)
Fischtown Pinguins – Kassel Huskies (17.00 Uhr)
EV Landshut – Starbulls Rosenheim (17.00)
Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau (17.00)
SC Riessersee – ESV Kaufbeuren (18.30)
EC Bad Nauheim – Heilbronner Falken (18.30)
Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen (18.30)
Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers (18.30)
Der 32. Spieltag (Dienstag, 30. Dezember 2014)
Dresdner Eislöwen – Bietigheim Steelers (19.30 Uhr)
Kassel Huskies – Löwen Frankfurt (19.30)
Lausitzer Füchse – EV Landshut (19.30)
Starbulls Rosenheim – SC Riessersee (19.30)
Eispiraten Crimmitschau – Heilbronner Falken (20.00)
Fischtown Pinguins – ESV Kaufbeuren (20.00)
Ravensburg Towerstars – EC Bad Nauheim (20.00)
Der 33. Spieltag (Freitag, 02. Januar 2015)
Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins (19.30 Uhr)
Bietigheim Steelers – Lausitzer Füchse (19.30)
EC Bad Nauheim – Kassel Huskies (19.30)
Löwen Frankfurt – EV Landshut (19.30)
Heilbronner Falken – Dresdner Eislöwen (20.00)
Eispiraten Crimmitschau – ESV Kaufbeuren (20.00)
SC Riessersee – Ravensburg Towerstars (20.00)