Jetzt steht Bad Nauheim wieder unter Druck
Der verflixte elfte Platz ist ein Alptraum für die Playoff-Kandidaten in der DEL2. Fast jeden Spieltag ist ein anderer der Dumme. Seit Sonntag steht wieder der EC Bad Nauheim unter Zugzwang.
Denn die Mannschaft von Trainer Petri Kujala (Foto: City-Press) ging am Wochenende gegen Spitzenreiter Bietigheim (2:4) und Meister Fischtown Pinguins (1:3) leer aus. Um den elften Rang wieder verlassen zu können, ist damit ein Sieg in Heilbronn für die Roten Teufel Pflicht.
Um wichtige Punkte für die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale geht es in den Spitzenduellen zwischen den Löwen Frankfurt und den Ravensburg Towerstars sowie den Kassel Huskies und den Fischtown Pinguins.
ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse (19.30 Uhr)
Am Sonntag wurde die 200er-Marke beim ESV Kaufbeuren geknackt. Bei 205 Gegentoren stehen die Joker nach dem 2:9 in Landshut, der 17. Niederlage in Folge. Das Trainer-Duo Juha Nokelainen und Stefan Mayer muss mit den zahlreichen Neuverpflichtungen nun die richtige Mischung für die Playdowns finden. Für diesen Prozess bleibt recht wenig Zeit. Noch neun Spiele sind es, vor allem das Defensiv-Verhalten zu stabilisieren. Das gilt gemeinhin als Basis zum Erfolg. Ärgerlichste Szene in Landshut war die Verletzung des neuen Torhüters Pasi Häkkinen, der sich eine Prellung zuzog. Die Lausitzer Füchse haben am vergangenen Wochenende wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Das 5:2 gegen die Starbulls Rosenheim und das 4:3 nach Verlängerung bei Spitzenreiter Bietigheim Steelers sopllte der Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach den nötigen Wind für den Endspurt im Kampf um die Playoffs geben.
Bisher:
14.09.2014: Füchse – Kaufbeuren 3:4
16.11.2014: Füchse – Kaufbeuren 6:1
23.12.2014: Kaufbeuren – Füchse 2:6
Bietigheim Steelers – EV Landshut (19.30)
Gegen den EV Landshut kann der Spitzenreiter aus Bietigheim die Hundert vollmachen. Bei 99 Punkten blieb die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet am Sonntag stehen, weil die Lausitzer Füchse mit dem 4:3 nach Verlängerung das glückliche Ende hatten. Die Gastgeber nutzten ihre Chancen anders als beim 4:2 in Bad Nauheim nicht. Beim Stande von 3:2 scheiterte Archie Skalbeck mit einem Penaltyshot an Füchse-Keeper Jonathan Boutin. Trotz der fünften Heimniederlage vergrößerte sich der Abstand zum Zweiten Kassel auf 20 Punkte. Gegen den EV Landshut traf der beste Angriff der Liga in den drei erfolgreichen Vergleichen 18 Mal. Der EVL konnte sich mit zuletzt drei Siegen in Folge etwas freischwimmen, braucht aber für die Playoffs jeden Zähler. Besonders auffällig beim 9:2 gegen den ESV Kaufbeuren am Sonntag war das Powerplay. Vier von sechs Überzahlsituationen verwerteten die Landshuter. "Es macht sich wirklich bemerkbar, dass wir zuletzt immer mit vier Reihen trainiert haben. Wir haben am Wochenende fünf Punkte geholt. Das kann sich sehen lassen. Aber in Bietigheim ist schon wieder das nächste schwere Spiel", sagte Geschäftsführer Christian Donbeck.
Bisher:
12.09.2014: Landshut – Bietigheim 4:6
28.11.2014: Landshut – Bietigheim 5:6 OT
06.01.2015: Bietigheim – Landshut 6:2
Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars (19.30)
Die Löwen Frankfurt konnten nach dem 3:0 bei den Heilbronner Falken ein wenig aufatmen. Nach drei Heimniederlagen in Folge waren diese drei Punkte Pflicht für die Mannschaft von Trainer Tim Kehler, der auf Norman Martens, Kyle Ostrow, Bryan Hogan, Christian Wichert und Clarke Breitkreuz verzichten musste. Daheim lief es für die Hessen alles andere als prall, fünf der vergangenen sieben Spiele gingen verloren. Und nun gastiert mit dem Tabellendritten Ravensburg Towerstars das Team, das nun auch auswärts regelmäßig Punkte einfährt. Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud zeigte am Sonntag beim 5:3 gegen die Kassel Huskies nach 0:2-Rückstand, dass sie ein heißer Anwärter auf Rang zwei ist und in den Playoffs ein gehöriges Wörtchen mitreden kann. „Die Jungs haben sich vom Rückstand erneut nicht vom Weg abbringen lassen“, sagte Naud.
Bisher:
17.10.2014: Ravensburg – Frankfurt 2:5
28.11.2014: Frankfurt – Ravensburg 3:7
04.01.2015: Ravensburg – Frankfurt 4:0
Kassel Huskies – Fischtown Pinguins (19.30)
Die Gründe für ein Wochenende ohne Punkte waren für die Kassel Huskies schnell gefunden. Sowohl beim 3:4 in Dresden als auch beim 3:5 in Ravensburg mangelte es der Mannschaft von Trainer Rico Rossi ein wenig an der Kaltschnäuzigkeit. Die Torchancen wurden nicht wie gewohnt genutzt, die beste Defensive der Liga funktionierte nicht wie gewohnt. Die Niederlage bei den Towerstars war schon wegen der 2:0-Führung schmerzhaft. Nun steht mit dem letzten Hauptrunden-Duell gegen Meister Fischtown Pinguins der nächste schwere Brocken an. Die Mannschaft von Trainer Mike Stewart strotzt nach sechs Siegen in Folge vor Selbstvertrauen, zumal es auch auswärts wieder besser läuft. Drei der vergangenen fünf Auswärtsspiele gewann Bremerhaven.
Bisher:
24.10.2014: Pinguins – Kassel 1:3
16.11.2014: Kassel – Pinguins 2:3 SO
28.12.2014: Pinguins – Kassel 6:4
Heilbronner Falken – EC Bad Nauheim (20.00)
Dem 4:3 gegen die Ravensburg Towerstars ließen die Heilbronner eine Auszeit folgen. Am vergangenen Wochenende hatte die Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann ein 4:9 in Crimmitschau und ein 0:3 gegen Frankfurt hinnehmen müssen. Gegen den EC Bad Nauheim sah man in dieser Saison zuweilen nicht schlecht aus, verlor aber am Ende alle drei bisherigen Vergleiche. Ein Sieg im abschließenden Spiel ist für den EC Bad Nauheim fast schon Pflicht. Nach den Niederlagen gegen Spitzenreiter Bietigheim (2:4) und Meister Bremerhaven (1:3) rutschte die Mannschaft von Trainer Petri Kujala wieder auf den elften Platz ab. „Kompliment an meine Mannschaft, die am Wochenende fünf gute Drittel gezeigt hat. Mit dieser Arbeitsmoral wird es mir nicht bange im Kampf um die Playoffs. Gegen Bietigheim oder Bremerhaven muss halt alles passen, doch sie haben sich beide keine Blöße gegeben", sagte Kujala.
Bisher:
17.10.2014: Bad Nauheim – Heilbronn 4:2
30.11.2014: Heilbronn – Bad Nauheim 2:4
28.12.2014: Bad Nauheim – Heilbronn 5:2
SC Riessersee – Dresdner Eislöwen (20.00)
Für den SC Riessersee gibt es im Kampf um die Playoffs auf der Zielgeraden der Saison praktisch nur noch Endspiele. Trainer Maurizio Mansi feierte beim 4:3 nach Penaltyschießen gegen die Eispiraten Crimmitschau seinen ersten Sieg nach der Rückkehr nach Garmisch. Viel wichtiger war aber, dass sein Team nach zuvor sieben Niederlagen in acht Spielen wieder auf den zehnten Platz vorrückte. Damit wurde auch ein wenig der Frust über die Spielabsage in Bremerhaven am Freitagabend in den Hintergrund gedrängt. Der Gegner aus Dresden steht mit sechs Punkten mehr auf dem Konto etwas komfortabler da. Allerdings darf sich die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch nicht zurücklehnen. Jedes Spiel ist umkämpft. Am Freitag gewann man 4:3 gegen Kassel, am Sonntag dann folgte das spät zustande gekommene 1:3 bei den Starbulls Rosenheim. Thomas Popiesch muss neben den Langzeitverletzten weiterhin auf Stefan Chaput verzichten. „Es wird ein spannendes und enges Spiel. Der SC Riessersee ist ein direkter Konkurrent um die Playoff-Plätze. Nach dem Trainerwechsel hat das Team vielleicht nicht die Ergebnisse erreicht, die erhofft wurden. Jetzt scheint die Mannschaft sich aber gefunden zu haben“, sagte Popiesch vor dem zweiten von fünf Auswärtsspielen in Folge.
Bisher:
12.10.2014: Dresden – Riessersee 2:1
02.11.2014: Riessersee – Dresden 7:4
23.12.2014: Dresden – Riessersee 2:1
Eispiraten Crimmitschau – Starbulls Rosenheim (20.00)
Die Eispiraten Crimmitschau müssen in jedem Spiel nun Vollgas geben. Neun Punkte Rückstand auf Rang zehn sind es für die Mannschaft von Trainer Chris Lee bei noch verbleibenden neun Spielen. Da ist man auch auf Hilfe der Konkurrenz angewiesen, muss aber auch die eigenen Spiele gewinnen. Am Sonntag gab es nach zuvor drei Siegen in Folge beim 3:4 nach Penaltyschießen in Garmisch einen kleinen Dämpfer, zumal man zweimal in Führung lag. Gegen die Starbulls konnte man den bislang einzigen Heimauftritt gewinnen, in den zurückliegenden beiden Spielen sahen die Eispiraten-Fans im Sahnpark von ihrer Mannschaft 17 Tore. Die Starbulls Rosenheim gewannen am Sonntag 3:1 gegen Dresden und rückten an den Eislöwen vorbei auf Rang sechs vor. „Die sind sehr offensivstark, da müssen wir schauen, dass wir das auch noch ziehen und einen Schritt nach vorne kommen“, sagte Rosenheims Trainer Franz Steer, dessen Mannschaft zehn der letzten 14 Spiele gewann, vor dem Auftritt in Westsachsen.
Bisher:
12.09.2014: Rosenheim – Crimmitschau 4:1
02.11.2014: Rosenheim – Crimmitschau 4:3 SO
23.12.2014: Crimmitschau – Rosenheim 4:3 SO
44. Spieltag (Dienstag, 03. Februar 2015)
ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse (19.30 Uhr)
Bietigheim Steelers – EV Landshut (19.30)
Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars (19.30)
Kassel Huskies – Fischtown Pinguins (19.30)
Heilbronner Falken – EC Bad Nauheim (20.00)
SC Riessersee – Dresdner Eislöwen (20.00)
Eispiraten Crimmitschau – Starbulls Rosenheim (20.00)