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Kann Frankfurt erneut die Festung Ravensburg nehmen?

Kann Frankfurt erneut die Festung Ravensburg nehmen?
DEL2

Löwen streben achten Sieg in Folge an / Kassel trifft auf Riessersee und die beste Defensive der Liga / Bad Nauheim beim heimstarken Meister gefordert

Der DEL2-Jahresauftakt am Freitag hatte viel Spannung und Dramatik. Und die Vorzeichen für den 34. Spieltag am Sonntag sind ähnlich. Im Mittelpunkt stehen auch wieder die Überraschungsaufsteiger aus Kassel und Frankfurt. Die Huskies wollen ihren zweiten Platz mit einem Sieg gegen den SC Riessersee behaupten. Aber die Garmischer halten sich trotz massivster Personalprobleme seit Wochen hartnäckig in der Spitzengruppe und verfügen nach wie vor über die beste Defensive. Die hat sich bei den Löwen Frankfurt im Verlauf der Saison auch stark verbessert, herausragend ist aber die Offensive. 132 Tore sind der zweitbeste Wert der Liga. Der Tabellendritte strebt den achten Sieg in Folge an - in der Festung Ravensburg. Da hat es Tabellenführer Bietigheim Steelers mit dem Gastspiel beim ESV Kaufbeuren scheinbar etwas einfacher. (Foto: Kim Enderle)


Fischtown Pinguins – EC Bad Nauheim (17.00 Uhr)

 Die Fans dürfen sich auf eine erneut enge Kiste einstellen. Schließlich sind die ersten beiden Auseinandersetzungen erst im Shootout entschieden worden. Bei den Pinguins wechseln sich derzeit Licht und Schatten ab. Daheim gewinnt man, auswärts nicht. Für die Mannschaft von Trainer Mike Stewart war das 2:3 nach Verlängerung bei den Starbulls Rosenheim die fünfte Auswärtsniederlage in Folge. In der Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz hingegen hat der Meister die letzten acht Spiele gewonnen. Mut macht Trainer Stewart auch die beherzte Leistung in Rosenheim, wo Andrew McPherson mit dem Ausgleich vier Sekunden vor dem Ende einen Punkt rettete. Ein Fragezeichen für das Spiel gegen Bad Nauheim steht hinter Jaroslav Hafenrichter, der in Rosenheim im letzten Drittel nicht mehr eingesetzt werden konnte. Die personelle Lage bei den Roten Teufeln ist auch nicht rosig. Nach einer 2:0-Führung im Derby gegen Kassel ging den Bad Nauheimer Cracks am Ende die Luft aus – 2:3 nach Verlängerung. "Das frühe 2:0 hat uns Flügel verliehen, doch mit zunehmender Spieldauer haben sich vor allem unsere krankheitsbedingt fehlenden Verteidiger bemerkbar gemacht. Dennoch hatten wir besonders im zweiten Drittel große Chancen, um mit einem 3:0, 4:0 oder gar 5:0 den Sack zuzumachen. Im letzten Drittel kam es dann, wie es so oft kommen muss, nachdem wir stehend K.O. waren", sagte EC-Coach Petri Kujala. Wegen grippaler Infekte fehlten in der Defensive Marco Schütz, Maik Blankart und Alexander Baum. Darüber hinaus liefen Harry Lange und Patrick Strauch mit Erkrankungen und nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte auf.

Bisher:

12.09.2014: Pinguins – Bad Nauheim 4:3 SO
12.12.2014: Bad Nauheim – Pinguins 4:3 SO

Dresdner Eislöwen – Starbulls Rosenheim (17.00)

Mit bodenständiger Arbeit und etwas Glück haben die Eislöwen ihre Durststrecke beendet mit dem 4:3 in Heilbronn den ersten Sieg nach zuvor drei Niederlagen in Folge gefeiert. Nach dem schmerzhaften Abgang von Topscorer Kris Sparre gab Shawn Weller sein Debüt in der Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch. Ersetzt werden musste neben Sami Kaartinen auch noch Powerplay-Spezialist Petr Macholda. „Heilbronn hat sich sehr kompakt präsentiert. Wir haben es dem Gegner durch Strafen und Scheibenverluste zu einfach gemacht. Letztlich sind wir froh, dass wir die drei Punkte mitnehmen können", sagte Popiesch. Gegen die Starbulls hatten die Sachsen allerdings in dieser Saison ihre Probleme. In Rosenheim wusste man nicht so recht, ob man sich nach einem glücklich verlaufenen sportlichen Drama gegen Fischtown freuen oder ärgern sollte. "So richtig freuen kann ich mich nicht, denn 30 Sekunden vor Schluss müssen wir das Tor machen. Aber da muss noch der Schläger des Verteidigers reinrutschen. Und genau das ist uns dann beim Gegentor nicht passiert, als Mario Trabucco halt eben nicht rankommt", sagte Starbulls-Trainer Franz Steer. Vier Sekunden vor dem Ende hatte Andrew McPherson die Gäste aus Bremerhaven mit dem Ausgleich in die Verlängerung gerettet, Tyler McNeely dann aber sechs Sekunden vor Ende der Overtime das Siegtor für Rosenheim erzielt. Unter dem Strich gab es für die Starbulls den dritten Sieg in den vergangenen vier Spielen.

Bisher:

21.09.2014: Rosenheim – Dresden 4:1
16.11.2014: Dresden – Rosenheim 1:3

Kassel Huskies – SC Riessersee (17.00)

Mit einer tollen Aufholjagd haben die Kassel Huskies die beiden schmerzhaften Niederlagen in Bremerhaven (4:6) und gegen Frankfurt (2:5) verdaut. Beim 3:2 nach Verlängerung im Derby in Bad Nauheim wachte die Mannschaft von Trainer Rico Rossi zwar spät auf – aber eben nicht zu spät. Der Lohn war weiter der zweite Tabellenplatz. Der nächste Gegner ist allerdings unangenehm. Trotz größter personeller Probleme in den vergangenen Wochen hat sich der SC Riessersee von der Konkurrenz nicht abkochen lassen und liegt weiter hervorragend im Rennen um die Playoff-Plätze. Als Fünfter hat die Mannschaft von Trainer Toni Krinner nach dem überzeugenden 6:3 gegen die Ravensburg Towerstars nur einen Rückstand von fünf Punkten auf Kassel. Gegen die Towerstars fehlten erneut fünf Stammspieler. Herausragend war Tim Regan mit zwei Toren. Der 40 Jahre alte US-Amerikaner knackte damit die Marke von 500 Scorerpunkten für die Garmischer.

Bisher:

26.09.2014: Riessersee – Kassel 2:0
21.11.2014: Riessersee – Kassel 5:3

EV Landshut – Eispiraten Crimmitschau (17.00)

Das 3:6 bei den Löwen Frankfurt war für den EV Landshut zweifelsohne ein Dämpfer. Nach zuvor drei Siegen in Folge – darunter das tolle Comeback bei den Lausitzer Füchsen (4:3 OT) – dürfte der Mannschaft von Trainer Ewald Steiger vor allem das erste Drittel bei den Löwen schwer im Magen gelegen haben. Als Neunter hat man im Kampf um die Playoffs weiter Bad Nauheim und den bayrischen Konkurrenten Rosenheim im Nacken. Die Eispiraten haben trotz des noch stattlichen Rückstands von acht Punkten auf Bad Nauheim die Playoffs noch nicht abgeschrieben. Nach zwei Heimsiegen in Folge muss die Mannschaft von Trainer Chris Lee nun aber auswärts zuverlässiger punkten. Dass die Eispiraten auch unangenehme Gäste sein können, zeigten sie zum Beispiel beim 5:3 in Bietigheim.

Bisher:

26.09.2014: Crimmitschau – Landshut 4:6
12.12.2014: Crimmitschau – Landshut 6:2

Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken (17.00)

Das erste Drittel in Bietigheim am Freitag will man bei den Füchsen schnell abhaken. Die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach rutschte durch das 3:4 gegen den EV Landshut und das 2:6 bei den Steelers auf den vierten Rang ab. Vor allem daheim taten sich die Lausitzer, denen Team-Topscorer Jonas Johannsson bis Ende Januar fehlt, zuletzt schwer. Vier der letzten fünf Spiele gingen verloren. Gegen Heilbronn zeigte man aber, dass man in dieser Saison die Mannschaft mit der größeren Qualität ist. Der Tabellenletzte war beim 3:4 gegen Dresden aber nah an einem Erfolgserlebnis. Die Falken verloren 17 ihrer vergangenen 18 Spiele.

Bisher:

24.10.2014: Heilbronn – Füchse 2:5
14.12.2014: Heilbronn – Füchse 1:4

ESV Kaufbeuren – Bietigheim Steelers (18.30)

Bei den Bietigheim Steelers hatte der ESV Kaufbeuren durch seine Momente. So ging die Mannschaft von Trainer Kari Rauhanen im zweiten Gastspiel sogar mit 2:0 in Führung – verlor am Ende aber mit 3:6. Zu schaffen macht dem ESVK derzeit auch die personelle Situation. Beim 2:4 in Crimmitschau fehlten Stefan Vajs, Michael Fröhlich, Manuel Wiederer, Stefan Loibl, Gregor Stein und Martin Heider. Die Personaldecke beim zuletzt durch Ausfälle gebeutelten Tabellenführer war beim 6:2 gegen die Lausitzer Füchse nicht optimal, aber wieder etwas besser. Vor allem Neuzugang Frederik Cabana erzielte in seinem ersten Einsatz für Bietigheim gleich die Führung zum 1:0 und legte den Grundstein zum zweiten Sieg in Folge.

Bisher:

17.10.2014: Bietigheim – Kaufbeuren 7:3
05.12.2014: Bietigheim – Kaufbeuren 6:3

Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt (18.30)

Das Duell könnte die Krönung des Spieltages sein. Frankfurt reitet auf einer Erfolgswelle und gewann die vergangenen sieben Spiele. Am Freitag wurde zunächst bekannt, dass Trainer Tim Kehler vorzeitig bis 2016 beim Aufsteiger verlängerte – dann gab es einen 6:3-Sieg gegen den EV Landshut. Damit haben die Löwen in den sieben Spielen 44 Treffer erzielt, also mehr als sechs im Durchschnitt. Die nunmehr zweitbeste Offensivmannschaft der Liga hatte den heimstarken Towerstars die erste Niederlage in der Eissporthalle beigebracht. Es war eine von nur drei Niederlagen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud gewann 14 der 17 Heimspiele und kompensierte damit stets die Auswärts-Auftritte. Am Freitag gab es ein 3:6 beim SC Riessersee. Es war die zwölfte Niederlage im 16. Auswärtsspiel

Bisher:

17.10.2014: Ravensburg – Frankfurt 2:5
28.11.2014: Frankfurt – Ravensburg 3:7

Der 34. Spieltag (Sonntag, 04. Januar 2015)

Fischtown Pinguins – EC Bad Nauheim (17.00 Uhr)
Dresdner Eislöwen – Starbulls Rosenheim (17.00)
Kassel Huskies – SC Riessersee (17.00)
EV Landshut – Eispiraten Crimmitschau (17.00)
Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken (17.00)
ESV Kaufbeuren – Bietigheim Steelers (18.30)
Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt (18.30)

Der 35. Spieltag (Dienstag, 06. Januar 2015)

Starbulls Rosenheim – ESV Kaufbeuren (17.00 Uhr)
Kassel Huskies – Lausitzer Füchse (19.30)
Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau (19.30)
Bietigheim Steelers – EV Landshut (19.30)
Fischtown Pinguins – Ravensburg Towerstars (20.00)
Heilbronner Falken – SC Riessersee (20.00)
Dresdner Eislöwen – EC Bad Nauheim 2:3 OT (Mittwoch, 19. November 2014/16.00)

Der 36. Spieltag (Freitag, 09. Januar 2015)

ESV Kaufbeuren – Löwen Frankfurt (19.30 Uhr)
Bietigheim Steelers – Starbulls Rosenheim (19.30)
Heilbronner Falken – EV Landshut (20.00)
Eispiraten Crimmitschau – Kassel Huskies (20.00)
Ravensburg Towerstars – Dresdner Eislöwen (20.00)
SC Riessersee – EC Bad Nauheim (20.00)

Der 37. Spieltag (Sonntag, 11. Januar 2015)

EC Bad Nauheim – Lausitzer Füchse (16.00 Uhr)
Starbulls Rosenheim – Ravensburg Towerstars (17.00)
Kassel Huskies – Heilbronner Falken (17.00)
Dresdner Eislöwen – ESV Kaufbeuren (17.00)
EV Landshut – SC Riessersee (17.00)
Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers (18.30)

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