Kollektiv Dresden und Landshuter Duo überragen
Eislöwen klettern nach Shutout gegen Fischtown auf Rang drei / Jarrett erzielt vier Tore und liegt mit Fenton in der Scorer-Tabelle vorn / Kelly: Zwei Tore und ein Zahn weniger
Die Dresdner Eislöwen basteln wie in der Vorsaison wieder an einer langen Erfolgsserie. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch feierte mit dem 4:0 gegen Meister Fischtown Pinguins (Foto) den siebten Sieg in Serie. Der Titelverteidiger auf der anderen Seite sucht den Weg zurück in die Spur, nur die Scheibe will nicht ins Tor. Das wiederum gelingt Patrick Jarrett derzeit ganz vortrefflich, mit vier Treffern führte der Stürmer den EV Landshut quasi im Alleingang zum 6:3 beim ESV Kaufbeuren. Bietigheims Justin Kelly traf beim 5:2 des Tabellenführers zweimal – dann wurde es schmerzhaft, als er einen Zahn verlor.
Vielleicht waren es die Erinnerungen an die vergangene Saison oder auch andere Schlüsselerlebnisse. Die Dresdner Eislöwen befinden sich jedenfalls fest in der Erfolgsspur. Das 4:0 gegen den schwächelnden Meister Fischtown Pinguins am Sonntag war der vorläufige Höhepunkt einer Serie von jetzt sieben Siegen in Folge. Auf Rang drei liegt die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch mittlerweile. „Wir konnten uns in den letzten Wochen defensiv wie läuferisch verbessern, lassen uns nicht mehr so schnell unterkriegen. Man muss allerdings auch klar sagen, dass Bremerhaven seine Torchancen ungenutzt gelassen hat“, sagte Popiesch.
Popiesch wie auch sein Bremerhavener Kollege Mike Stewart waren sich einig darüber, dass Goalie Peter Holmgren die Basis zum Erfolg der Gastgeber legte. Es war der erste Shutout der Saison für die Eislöwen, die derzeit auch in der Offensive immer einen Weg finden. „Jene Möglichkeiten, die wir in der Vergangenheit vielleicht liegenlassen haben, konnten wir am Ende endlich nutzen“, sagte Popiesch. In der vergangenen Saison gab es diese Phase auch, da gewannen die Sachsen vom 18. bis 28. Spieltag sogar elf Spiele in Folge.
Das ist im Moment in Bremerhaven kaum vorstellbar, man wäre zunächst wohl mit einem Erfolgserlebnis am Dienstag im Nachholspiel beim Schlusslicht Kaufbeuren zufrieden. „Bremerhaven ist nicht aufgetreten wie eine Mannschaft, die in der letzten Zeit mit sich gehadert hat. Die Pinguins haben von Beginn an viel Druck ausgeübt“, sagte Dresdens Coach Thomas Popiesch. Fischtown-Coach Mike Stewart konnte da nur beipflichten. „Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben alles gegeben“, sagte Stewart, der im gegnerischen Torhüter den Mann des Abends sah: „Holmgren war mit Abstand der beste Spieler auf dem Eis.“ Nur zwei Zähler aus den vergangenen sieben Spielen gab es für Fischtown. In Kaufbeuren trifft der Meister auf ein Team, dass eine noch längere Durststrecke hat. Die Mannschaft von Trainer Uli Egen musste am Sonntag mit dem 3:6 im Derby gegen Landshut die neunte Niederlage in Folge hinnehmen. Immerhin: eine Serie wird am Dienstag in jedem Fall enden.
Weitab vom Rest der Liga befindet sich Tabellenführer Bietigheim Steelers, der mit dem 5:2 beim starken Aufsteiger Kassel Huskies den Vorsprung an der Spitze auf zehn Punkte zu den Verfolgern Starbulls Rosenheim und Dresden ausbaute. „Meine Mannschaft hat nie aufgegeben“, sagte Steelers-Trainer Kevin Gaudet, dessen Team nach dem ersten Drittel mit 0:2 hinten lag. Doch der Vizemeister ist in dieser Saison momentan in der Lage, jede Situation zu meistern. Dank Spielern wie Justin Kelly. Der 33 Jahre alte Kanadier, der im Sommer aus Ravensburg kam, erzielte zunächst das 1:2 und dann die erstmalige Führung zum 3:2. Und sorgte Kelly für die Entscheidung – wenn auch unfreiwillig und mit schmerzhaften Folgen. „Die 5 + Spieldauer hat das Spiel entschieden. Die Entscheidung war aber korrekt, da Justin Kelly einen Zahn verloren hat“, sagte Gaudet. Der Stock von Kassels Sebastian Alt war zu hoch, dabei verlor Kelly einen Zahn. Und dafür gab es eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe und das vorzeitige Ende des Spiels für Alt. Die Steelers nutzten das lange Powerplay durch zwei Tore von David Wrigley.
Über derartige Glücksgriffe auf dem Transfermarkt verfügt auch der EV Landshut. Beim 6:3 nach 1:3-Rückstand sorgte Patrick Jarrett mit vier Toren fast im Alleingang für die Wende. Der ebenfalls im Sommer gekommene Paul-John Fenton war an drei Toren beteiligt. Das Duo Jarrett/Fenton führt damit die Scorer-Wertung an: Jarrett liegt mit 25 (12 Tore/13 Assists) Punkten einen Punkt vor Fenton (8/16).
Nachholspiel vom 12. Spieltag, Dienstag (28. Oktober):
ESV Kaufbeuren – Fischtown Pinguins (19.30Uhr)
Der 15. DEL2-Spieltag (31. Oktober 2014) im Überblick:
Dresdner Eislöwen Lausitzer Füchse (17.00 Uhr)
Kassel Huskies – EV Landshut (19.30)
EC Bad Nauheim – Bietigheim Steelers (19.30)
ESV Kaufbeuren – Ravensburg Towerstars (19.30)
Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken (19.30)
Fischtown Pinguins – Starbulls Rosenheim (20.00)
Eispiraten Crimmitschau - SC Riessersee (20.00)
Der 16. DEL2-Spieltag (2. November 2014) im Überblick:
Starbulls Rosenheim – Eispiraten Crimmitschau (17.00 Uhr)
EV Landshut – EC Bad Nauheim (17.00)
Bietigheim Steelers – Fischtown Pinguins (17.00)
Lausitzer Füchse – Löwen Frankfurt (17.00)
Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren (18.30)
Ravensburg Towerstars – Kassel Huskies (18.30)
SC Riessersee – Dresdner Eislöwen (18.30)