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Kompromisslose Pinguins wollen den ersten Match-Puck

Kompromisslose Pinguins wollen den ersten Match-Puck
DEL2
Starbulls nach erstem Saisonsieg gegen Eislöwen mit neuem Selbstbewusstsein / Füchse und Falken schon in Spiel drei schon unter Druck

Die Pinguins planen den Durchmarsch: Nach zwei souveränen Viertelfinal-Erfolgen gegen die Lausitzer Füchse können die Seestädter bereits im dritten Duell daheim den ersten Match-Puck einfahren. Derweil im Duell des Liga-Primus gegen die Ostsachsen alles andere eine Überraschung wäre, stehen die übrigen Playoff-Auseinandersetzungen Spitz auf Knopf. Denn in allen drei Partien gab es am Freitag den Serienausgleich. Am spektakulärsten gelang dies sicher ersatzgeschwächten Starbulls, die in Dresden mit 5:2 dominierten und damit das Heimrecht wieder nach Oberbayern holten. Während auch Bietigheim den Spiess in Riessersee in einer dramatischen Partie umdrehte und nun auf den ersten Heimerfolg hofft, muss Landshut nach dem 1:1-Ausgleich in der Dreihelmenstadt wieder zum "Heim-Monster" Ravensburg. In den Playdowns hat es Kaufbeuren bei den Falken in der Hand, die Vorentscheidung in Richtung Klassenerhalt zu erzwingen, während Bad Nauheim nach dem Triumph in Crimmitschau im Colonel Knight-Stadion in die Vorhand kommen möchte. (Foto: Kim Enderle)

Fischtown Pinguins – Lausitzer Füchse (17.00 Uhr/Serienstand: 2:0)

Der Primus lässt bisher nichts anbrennen: Zwei Spiele, zwei Siege, 10:1 Tore! Dennoch werden die Pinguins im Duell mit Weißwasser keinen Schlendrian einkehren lassen. Coach Michael Stewart: „Egal welches Ergebnis erzielt wurde, in den Playoffs gilt es nur den Blick nach vorn zu richten. Sieger ist der, der das letzte Spiel gewinnt und davon sind wir noch weit entfernt.“ Um genau zu sein fehlen Bremerhaven noch zwei Siege, um den Halbfinal-Einzug perfekt zu machen.

Auf dem Weg dahin müssen die Seestädter weiterhin auf zahlreiche Spieler verzichten. Für Stewart stellt das jedoch kein Problem dar: „Jeder meiner Spieler genießt zu 100% mein Vertrauen und ich weiß, dass ich mich auf jeden von Ihnen verlassen kann. Das haben die Jungs dieser Saison schon einige Male eindrucksvoll bewiesen - solange ich drei Reihen stellen kann, werden wir immer eine Chance haben." Mit einem Augenzwinkern ergänzt Stewart: "Im Übrigen spielen wir Dank unserer Zuschauer bei Heimspielen ohnehin immer mit einem Spieler mehr auf dem Eis."

Ohne „sechsten“ Mann müssen die Füchse beim Gastspiel am Sonntag auskommen. Zudem müssen sich die Lausitzer etwas einfallen lassen, wie gegen den Favoriten etwas zu holen ist. Trainer Dirk Rohrbach hat wohl taktische Änderungen geplant, was genau, wollte er jedoch nicht verraten.

Die bisherigen Ergebnisse:
20.09.: Füchse – Fischtown 1:4
25.10.: Fischtown – Füchse 3:1
15.12.: Füchse – Fischtown 4:6
24.01.: Fischtown – Füchse 3:5
12.03.: Fischtown – Füchse 5:1
14.03.: Füchse – Fischtown 0:5

Starbulls Rosenheim – Dresdner Eislöwen (18.30/1:1)

Nur zwei Tage nach der 2:3-Overtime-Niederlage auf eigenem Eis revanchierten sich die Starbulls mit einem 5:2 in Dresden und tankten mit ihrem ersten Saisonsieg gegen die Sachsen neues Selbstbewusstsein. Die Serie ist wieder ausgeglichen und viel wichtiger für Rosenheim: Der Heimvorteil ist zurück. Solang die Bayern ihre Heimspiele gewinnen, steht einem Einzug in die nächste Runde nichts im Weg.

Unterdessen analysierte Sachsen-Coach Thomas Popisch das Spiel vom Freitag: „Rosenheim hat heute zielstrebig nach vorn gespielt, viel Druck gemacht. Wir konnten uns über die gesamte Spielzeit nicht befreien, hatten mit vielen Scheibenverlusten zu kämpfen und sind nicht mit genug Energie ins gegnerische Drittel gekommen.“ Und: „Wir haben in dieser Saison oft genug eine Reaktion gezeigt. Die ist auch jetzt gefragt.“

Als Knackpunkt sah Popisch das doppelte Überzahlspiel im zweiten Abschnitt. Statt zu verkürzen, ließen die Sachsen zwei Alleingänge zu und auch wenn die Starbulls keinen Profit daraus schlagen konnte, attestiert der Eislöwen-Dompteur: „Danach war dann auch eine gewissen Verunsicherung zu erkennen.“

Die bisherigen Ergebnisse:
11.10.: Starbulls – Eislöwen 3:6
05.11.: Eislöwen – Starbulls 4:1
06.12.: Starbulls – Eislöwen 2:3
07.01.: Eislöwen – Starbulls 6:3
12.03.: Starbulls – Eislöwen 2:3 (OT)
14.03.: Eislöwen – Starbulls 2:5

Bietigheim Steelers – SC Riessersee (18.00/1:1)

Ein enges gaaaanz Ding liefern sich Bietigheim und Riessersee: Die ersten beiden Duell wurden jeweils erst in der Overtime entschieden. Einmal ging der Sieg nach rechts, das andere mal nach links. SCR-Trainer Toni Krinner will der Niederlage vom Freitag keine übermäßige Bedeutung beimessen: „Es ist nichts passiert. Jetzt ist es halt eine „Best of five“-Serie. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat toll gespielt.

Für die Steelers hatte die Partie naturgemäß gemäß einen ganz anderen Wert. Trainer Kevin Gaudet: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ausgleich in der Serie. Das war sehr wichtig!" Recht hat er. So geht es wieder bei Null los und seine "Eisenmänner" müssen keine zwei Niederlagen aufholen.

Auf Seiten des Teams von der Zugspitze sieht man Bietigheim dennoch unter Druck: „Wir zeigen, dass wir gegen ein Team, welches mit die höchste Qualität in der Liga hat, mithalten können. Das ist für den SCR sensationell. Wir werden weiter unseren Plan verfolgen und sind im Soll. Bietigheim steht nun unter Druck und muss sein Heimspiel gewinnen,“ so Geschäftsführer Ralph Bader.

Die bisherigen Ergebnisse:
20.09.: Riessersee – Steelers 1:4
25.10.: Steelers – Riessersee 0:5
13.12.: Riessersee – Steelers 3:5
26.01.: Steelers – Riessersee 4:3
12.03.: Steelers – Riessersee 2:3 (OT)
14.03.: Riessersee – Steelers 3:4 (OT)

Ravensburg Towerstars – EVL Landshut (18.30/1:1)

Im Spiel Fünf gegen Fünf liefert Ravensburg gegen Landshut eine starke Leistung ab. Lohn war der 5:1-Erfolg zum Auftakt der Viertelfinalserie. Am Freitag reagierten die Towerstars auf den Druck des EVL jedoch nicht besonnen genug. „Wir haben leider zu viele Strafzeiten kassiert und uns damit selbst in Bedrängnis gebracht", sagte Towerstars Coach Petri Kujala, der an die mentale Stärke seiner Schützlinge und die effektive Verarbeitung der etwas unglücklich entstandenen Niederlage glaubt.

Vor dem dritten Duell muss der Coach der Baden-Württemberger eine Umstellung vornehmen. Nach der Verletzung von Schlussmann Christian Rohde kurz vor dem Ende des zweiten Durchgangs wird auch am Sonntag Matthias Nemec zwischen den Pfosten übernehmen. Der 23-Jährige kenn die Situation jedoch. In der letzten Saison musste Nemec im entscheidenden siebten Viertelfinalspiel gegen Bremerhaven seinen ausgefallenen Kollegen vertreten - und behielt die Nerven! Wenn das kein Omen ist.

Die bisherigen Ergebnisse:
13.10.: Landshut – Towerstars 4:3 (SO)
05.11.: Towerstars – Landshut 4:2
01.12.: Landshut – Towerstars 3:4
17.01.: Towerstars – Landshut 4:3
12.03.: Towerstars – Landshut 5:1
14.03.: Landshut – Towerstars 5:3

EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau (18.30/1:1)

Wie gewonnen, so zerronnen: Spiel 1 konnte Crimmitschau dank einer starken Leistung in Bad Nauheim gewinnen, aber nur zwei Tage später folgte der Dämpfer. Nach 60 Minuten stand ein deutliches 2:6 auf der Anzeige und die Serie war wieder ausgeglichen. Während bei den Eispiraten die Wunden geleckt werden, herrscht bei den Roten Teufeln Zufriedenheit und Zuversicht.

„Wir haben im Sahnpark ein fast perfektes Spiel gezeigt. Ich habe gewusst, dass wir erfolgreich sein werden, wenn wir unser Spiel durchbringen. Das Team hat nun verstanden, wie wir agieren müssen und das wollen wir auch in Spiel drei zeigen", sagt EC-Coach Daniel Heinrizi, der aller Voraussicht nach wieder mit Taylor Carnevale für den leicht angeschlagenen Michael Dorr spielen lassen wird. „Er hat sich sehr gut eingefügt und eine starke Partie gezeigt. Es ist gut zu wissen, dass wir diese Qualität im Team haben", so Heinrizi.

Die bisherigen Ergebnisse:
13.10.: Bad Nauheim – Eispiraten 0:3
05.11.: Eispiraten – Bad Nauheim 5:1
20.12.: Eispiraten – Bad Nauheim 5:4 (OT)
17.01.: Bad Nauheim – Eispiraten 4:2
16.02.: Bad Nauheim – Eispiraten 5:3
09.03.: Eispiraten – Bad Nauheim 3:4
12.03.: Bad Nauheim – Eispiraten 3:4 (OT)
14.03.: Eispiraten – Bad Nauheim 2:6

ESV Kaufbeuren – Heilbronner Falken (18.00/2:0)

Nach der Niederlage am letzten Spieltag der Zwischenrunde hatte Joker-Coach Uli Egen eine Kaufbeurer Mannschaft versprochen, die in den Playdowns nichtwiederzukennen sei. Er sollte Recht behalten. Die Bayern legten zwei vor allem kämpferisch überzeugende Leistungen auf´s Eis und führen nach zwei Spielen mit 2:0. Am Freitag musste der ESVK jedoch zittern. Erst in der Verlängerung sicherte Maury Edwards den Sieg.

Egen vor dem dritten Duell: „Wir haben am Freitag, auch dank unserer tollen Moral, mit dem Sieg in Heilbronn den zweiten von vier nötigen Schritten für unser Ziel, die Klasse zu halten, erfolgreich gemeistert. Wir werden auch am Sonntag wieder gut auf das Spiel vorbereitet sein." Zurückgreifen kann der Kaufbeurer Coach nahezu auf den kompletten Kader. Einzig Handraschek wird fehlen.

Und Heilbronn? In beiden Spielen führten die Falken und verloren dennoch. Das Team von Coach Igor Pavlov muss sich dringend etwas einfallen lassen, um den Kampfgeist der Joker zu bremsen. Ein Weg könnte sein, das Trio Edwards, Kreitl, Ryhänen einzubremsen. Das dynamische Trio zeichnete allein für vier der acht Joker-Tore verantwortlich.

Die bisherigen Ergebnisse:
27.09.: Falken – Kaufbeuren 2:5
31.10.: Kaufbeuren – Falken 1:2
22.12.: Falken – Kaufbeuren 2:1
17.01.: Kaufbeuren – Falken 4:3
16.02.: Falken – Kaufbeuren 4:6
09.03.: Kaufbeuren – Falken 1:2
12.03.: Kaufbeuren – Falken 4:3
14.03.: Falken – Kaufbeuren 3:4 (OT)

Die Playoff-Viertelfinals der dritten Runde im Überblick:

Fischtown Pinguins – Lausitzer Füchse (17.00 Uhr)
Starbulls Rosenheim – Dresdner Eislöwen (18.30)
Bietigheim Steelers – SC Riessersee (18.00)
Ravensburg Towerstars – EVL Landshut (18.30)

Die Playdowns der dritten Runde im Überblick:

EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau (18.30)
ESV Kaufbeuren – Heilbronner Falken (18.00)

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