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Text: DEL2

Landshut braucht eine 180-Grad-Wende gegen Bietigheim

Donbeck: „Wir müssen gewinnen – egal wie“ / Bremerhaven erwartet eine „harte Kiste“ in Frankfurt

Landshut braucht eine 180-Grad-Wende gegen Bietigheim
City Press

Hauptrundenmeister Bietigheim Steelers kann schon am Mittwoch den zweiten Sweep in den diesjährigen Playoffs und die dritte Finalserie in Folge perfekt machen. Doch Coach Kevin Gaudet kennt die ungeschriebenen Gesetze im Eishockey. „Der vierte Sieg ist immer der schwerste“, sagte Gaudet vor Spiel 4 in Landshut. Die Bayern stehen nach den drei klaren Niederlagen mit dem Rücken zur Wand und müssen gewinnen, um die Serie zu verlängern. Ein kritisches Auswärtsspiel steht den Fischtown Pinguins bevor. Bei einer Niederlage in Frankfurt hätte der Meister nur noch Endspiele, um die Final-Chancen aufrechtzuerhalten. In den Playdowns ist der ESV Kaufbeuren wieder unter Druck, die Joker liegen im Kampf um den Klassenerhalt vor dem zweiten Heimspiel gegen die Heilbronner Falken mit 1:2 zurück.

EV Landshut - Bietigheim Steelers (Mittwoch; 19.30 Uhr) - Serie: 0:3

Vier Tore, 18 Gegentore – die ersten drei Spiele der Playoff-Halbfinalserie gegen Hauptrundenmeister Bietigheim Steelers waren für den EV Landshut Enttäuschung pur. „Man muss die Klasse der Steelers unumwunden anerkennen. Aber dennoch müssen wir uns um 180 Grad drehen, aggressiver spielen und besser in der Defensive arbeiten“, sagte Geschäftsführer Christian Donbeck vor dem zweiten Spiel am Gutenbergweg. Die Qualitäten der Landshuter, die im Viertelfinale eine famose Serie gegen die Kassel Huskies spielten, blitzen nur in Spiel 1 und Spiel 3 kurzfristig auf. Ansonsten dominierten die Steelers. „Wir wissen, dass wir mit dem Rücken zur Wand stehen. So wollen wir uns nicht verabschieden. Wir müssen gewinnen – egal wie“, sagte Donbeck. In Bietigheim konnte man den bisherigen Verlauf auch nicht so ganz fassen, zumal man gegen Dresden im Viertelfinale trotz Sweep eine harte Serie hatte. „Ich bin etwas überrascht, weil wir in der Schlussphase der Hauptrunde überhaupt keinen Druck mehr hatten“, sagte Trainer Kevin Gaudet zum bisherigen Verlauf der Playoffs. „Der Schlüssel war bislang, dass wir immer sehr schnelle Tore erzielt haben. Das setzt den Gegner unter Druck.“ Offensive, Defensive und Special Teams funktionieren beim Vizemeister – teilweise wir aus einem Guss. Die Tiefe im Kader ist so groß, dass man auch eine Sperre wie die von Adam Borzecki verkraften kann. Der Kapitän ist nun wieder dabei. Aber Coach Gaudet warnte: „Ich bin seit 25 Jahren im Geschäft und weiß, dass der vierte Sieg immer der schwerste ist.“

Bisher:

02.04.2015: Bietigheim – Landshut 5:2
04.04.2015: Landshut – Bietigheim 0:6
06.04.2015: Bietigheim – Landshut 7:2

Löwen Frankfurt - Fischtown Pinguins (Mittwoch, 19.30 Uhr, live bei Sprade TV) - Serie: 2:1

Das Murmeltier grüßt beim Meister. Vergangenes Jahr hatte man wie nun gegen Frankfurt ebenfalls das erste Spiel der Serie gewonnen und die nächsten beiden verloren. Es folgte eine entsprechende Reaktion und ein am Ende dramatischer Einzug in die Finalserie. In der Eissporthalle muss Bremerhaven nun gewinnen, um das Heimrecht zurückzuholen und den Druck nicht noch größer werden zu lassen. „Wir müssen wieder zu dem Eishockey zurückkehren, was uns stark macht“, sagte Pinguins-Teammanager Alfred Prey. Trainer Mike Stewart muss erneut auf die noch gesperrten Tim Miller und Jaroslav Hafenrichter verzichten. Laut Prey zwei wichtige Spieler, die dem Team „Energie“ geben. Stewart gab sich aber recht gelassen nach der 2:4-Niederlage am Ostermontag. Der Kanadier erwartet zwar ein „hartes Stück Arbeit“, aber: „Ich glaube, dass wir das schaffen können.“ Die Frankfurter nutzten auf der anderen Seite in den Spielen 2 und 3 die sich bietenden Gelegenheiten. „Wir haben wichtige Tore im Powerplay erzielt. Und unserer Goalie Antti Ore war ein sicherer Rückhalt“, sagte Coach Tim Kehler. Von Euphorie ist man beim Aufsteiger aber weit entfernt. Den Zuschauern in Frankfurt wird man die aber nicht nehmen können.

Bisher:

02.04.2015: Pinguins – Frankfurt 4:0
04.04.2015: Frankfurt – Pinguins 4:1
06.04.2015: Pinguins – Frankfurt 2:4

ESV Kaufbeuren - Heilbronner Falken (Mittwoch, 19.30 Uhr) – Serie: 1:2

Der Druck liegt wieder auf dem ESV Kaufbeuren. Erneut funktionierte in Heilbronn die Offensive nicht, ein Tor in zwei Spielen war zu wenig. Trainer Juha Nokelainen hob die Cleverness des Gegners heraus. Von seinen Spielern muss nun erneut eine Reaktion kommen. Denn die Falken hatten auch beim 4:6 in Kaufbeuren in Spiel 2 starke Phasen. Die Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann hat zweifelsohne das Moment auf ihrer Seite. Zu Verfügung stehen wird nach seiner Sperre auch wieder T.J. Fast.

Bisher:

02.04.2015: Heilbronn – Kaufbeuren 4:1
04.04.2015: Kaufbeuren – Heilbronn 6:4
06.04.2015: Heilbronn – Kaufbeuren 4:0

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