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Text: DEL2

Landshut nervenstark ins Halbfinale

EVL ringt Kassel nach 102:08 Minuten 3:2 nieder / Donbeck: „Stolz auf jeden Einzelnen“ / Dreifach-Morris gefeiert

Landshut nervenstark ins Halbfinale
Malte Diekmann

Happy End im Eishockey-Marathon für den EV Landshut: Mit unglaublicher Nervenstärke kämpften sich die Niederbayern gegen die Kassel Huskies ins Playoff-Halbfinale der DEL2. „Nur mit solchen Charakteren, wie wir sie in der Mannschaft haben, kann man solche Spiele gewinnen“, sagte der Landshuter Geschäftsführer Christian Donbeck. Der EVL darf nun im Playoff-Halbfinale den Hauptrundenmeister Bietigheim Steelers fordern und einen erneuten Anlauf auf die Finalserie nehmen. Im vergangenen Jahr war man in der Vorschlussrunde am späteren Meister Fischtown Pinguins gescheitert.

In fünf Spielen, die von der Intensität eigentlich sechs oder sieben waren, rangen die Bayern im Viertelfinale den starken Aufsteiger nieder. Drei Duelle gewann die Mannschaft von Trainer Toni Krinner jeweils mit 3:2 nach Verlängerung. Kassel zerbrach förmlich an dieser Nervenstärke. Spiel 5 am Sonntag toppte alles bisher Geschehene in dieser Serie. Landshut führte durch Ty Morris, lag dann nach Gegentoren von Austin Wycisk und Sven Valenti zurück, ehe erneut Morris sein Team in die Verlängerung rettete. Dann folgte ein Ausflug ins Nirvana. Vor der prächtigen Kulisse von über 4.300 Zuschauern  ging es zwei weitere Abschnitte über 20 Minuten hin und her. Die Goalies Jeff Frazee für Kassel und Tyler Weiman für Landshut holten das Beste aus sich heraus. Oder das Torgestänge ertönte.

Der Gipfel der Spannung wurde dann zu Beginn der dritten Verlängerung erreicht. Nach eineinhalb Minuten scheiterte Hauptrunden-Topscorer Mike Collins mit einem Penaltyshot an Weiman. In Spiel 4 hatte Collins noch verwandelt und eine Verlängerung erzwungen. 41 Sekunden nach der vergeben Chance der Huskies sorgte Morris mit Tor Nummer drei für das abrupte Ende und für große Enttäuschung bei den  Nordhessen.

Landshut hatte einen schwierigen Saisonverlauf. So konnte zum Beispiel Trainer Andreas Brockmann zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Saison aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr seinem Job nachgehen. Dafür kam in der Schlussphase Toni Krinner. Erst an den letzten beiden Hauptrunden-Wochenenden sprang das Team noch auf den sechsten Tabellenplatz und qualifizierte sich direkt für das Viertelfinale.

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