Lausitzer Füchse beenden die Misere
5:2 gegen Rosenheim / Fischtown gegen Riessersee abgesagt / Spitzenreiter Bietigheim 4:2 in Bad Nauheim / Kassel 3:4 in Dresden
Nach sieben Niederlagen in Folge durften die Lausitzer Füchse endlich wieder jubeln. Die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach feierte an einem insgesamt turbulenten Freitagabend einen 5:2-Sieg gegen die Starbulls Rosenheim (Foto: Thomas Heide) und drei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs. Der 42. Spieltag war von der Absage der Begegnung zwischen Meister Fischtown Pinguins und dem SC Riessersee begleitet. Die Garmischer konnten nicht innerhalb der festgelegten, maximalen Wartezeit von 90 Minuten in Bremerhaven antreten. Vorbehaltlich einer Prüfung durch die Ligagesellschaft wird es kein Wiederholungsspiel geben, sondern das Spiel mit 3:0 Punkten und 5:0 Toren für den REV Bremerhaven gewertet. Mit Verspätung begann die Partie Dresden gegen Kassel. Die Eislöwen siegten 4:3 gegen den Tabellenzweiten, der nach dem 4:2 der Bietigheim Steelers in Bad Nauheim wieder 19 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter hat. Dritter bleiben die Ravensburg Towerstars nach einem harterkämpften 4:3 in Kaufbeuren. Der EV Landshut gewann zwei wichtige Punkte dank des 3:2 nach Verlängerung bei den Löwen Frankfurt. Und die Eispiraten Crimmitschau feierten beim 9:4 ein weiteres Schützenfest gegen die Heilbronner Falken.
Dresdner Eislöwen – Kassel Huskies 4:3 (1:1, 2:0, 1:2)
Die Wiedergutmachung für das 2:7 gegen den EC Bad Nauheim ist den Dresdner Eislöwen gelungen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch feierte gegen die zweitbeste Mannschaft der Liga dabei einen bemerkenswerten Erfolg und ist nach dem fünften Sieg in den vergangenen sechs Spielen weiter gut im Rennen um die Playoff-Plätze. Die Neuzugänge Marius Garten und Jakub Langhammer trugen in ihren ersten Einsätzen ihren Teil zum Erfolg bei. Für Kassel war Dresden in der Hauptrunde der unangenehmste Gegner, drei der vier Spiele gingen verloren. Am vergangenen Wochenende hatte die Mannschaft von Trainer Rico Rossi noch gegen Bietigheim (3:2) und in Frankfurt (1:0) gewonnen. Ob es diesmal an der verspäteten Anreise lag, bleibt offen. Daniel Schmölz machte es mit einem Doppelpack im Schlussdrittel noch einmal richtig spannend, doch die Gastgeber brachten das 4:3 über die Zeit.
Tore: 1:0 Florian Lüsch (8:56), 1:1 John Zeiler (11:03), 2:1 Petr Macholda (21:02/PP1), 3:1 Carsten Gosdeck (30:29), 3:2 Daniel Schmölz (43:50/SH1), 4:2 Jonas Schlenker (48:02), 4:3 Daniel Schmölz (50:24/PP1)
Zuschauer: 2.821
Lausitzer Füchse – Starbulls Rosenheim 5:2 (3:0, 1:2, 1:0)
Der Weg war lange und quälend. Doch die Zuversicht von Trainer Dirk Rohrbach war nicht unbegründet. Nach sieben Niederlagen in Folge und neun in den vergangenen zehn Spielen platzte bei den Lausitzer Füchsen endlich der Knoten. Gegen den Playoff-Mitkonkurrenten aus Rosenheim legten die Füchse im ersten Drittel den Grundstein zu drei eminent wichtigen Punkten. Team-Topscorer Jonas Johannsson brachte die Gastgeber mit seinem 18. Saisontor in Führung, etwas mehr als fünf Minuten später stand es bereits 3:0. Schon beim 2:3 in Bremerhaven am Mittwoch war das Rohrbach-Team, das wieder in die Playoff-Zone rückte, nah dran. Starbulls-Trainer Franz Steer hatte vor den Lausitzer Füchsen gewarnt. „Wenn Jonas Johansson, Scott King und Maxime Legault einen Lauf haben, dann können sie über Einzelaktionen ein Spiel entscheiden“, sagte Steer. Dennoch wurde seine Mannschaft im ersten Drittel mächtig überrumpelt, der Doppelschlag kurz vor dem Ende des zweiten Drittels reichte nicht. Rosenheim hatte zuvor drei Spiele in Folge gewonnen und insgesamt neun von zwölf.
Tore: 1:0 Jonas Johannsson (8:18/PP1), 2:0 Jörg Wartenberg (9:43), 3:0 Jens Heyer (14:36), 4:0 Greg Classen (29:11), 4:1 Mario Valery-Trabucco (38:37), 4:2 Stephen Schultz (39:31/PP1), 5:2 Dennis Palka (46:19)
Zuschauer: 1.752
ESV Kaufbeuren – Ravensburg Towerstars 3:4 (2:0, 0:2, 1:2)
Das 3:4 nach Penaltyschießen beim Vorletzten Heilbronner Falken steckte den Ravensburger Spielern offenbar noch in den Knochen. Doch nach einem unerfreulichen ersten Drittel legte sich die Mannschaft von Trainer Daniel Naud beim Tabellenletzten mächtig ins Zeug, feierte den sechsten Sieg in den vergangenen sieben Spielen und behauptete den dritten Tabellenplatz. In den ersten 20 Minuten sah es für das Kaufbeurer Trainer-Duo Juha Nokelainen und Stefan Mayr, das nach der Trennung von Coach Kari Rauhanen am Montag bis zum Saisonende die Verantwortung trägt, nach einem Einstand nach Maß aus. Noch nicht mit dabei war Neuzugang Matthias Bergmann, es fehlten zudem die Verletzten Jordan Knackstedt, Stefan Vajs, Michael Fröhlich Fröhlich und auf der gesperrte Gregor Stein. Kaufbeuren agierte trotzdem mit vier Reihen, weil das Nachwuchs-Trainerduo zahlreiche Spieler aus dem DNL-Team dabei hatte. Der ESVK bot dem Favoriten aber bis zum Schluss Paroli. Die 16. Niederlage in Serie konnte Kaufbeuren aber nicht mehr verhindern.
Tore: 1:0 Jonas Lautenbacher (9:10), 2:0 Daniel Menge (16:19), 2:1 Maury Edwards (25:16/PP1), 2:2 Alex Leavitt (31:58), 2:3 Alex Leavitt (42:00), 2:4 Brian Roloff (46:31), 3:4 Daniel Menge (55:56/PP1)
Zuschauer: 1.249
Löwen Frankfurt – EV Landshut 2:3 (1:1, 0:1, 1:0, 0:1) OT
Von der Situation um Toni Krinner ließen sich die Landshuter erneut nicht beeindrucken. Der EVL wurde wieder von Co-Trainer Ewald Steiger betreut und ließ dem 5:2 beim SC Riessersee eine weitere starke Vorstellung beim Aufsteiger folgen. Ty Morris bescherte den Gästen mit seinem Overtime-Treffer zwei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs. Die Löwen Frankfurt hingegen trüben das bislang gute Auftreten in dieser Saison vor allem vor eigenem Publikum ein wenig. Die Mannschaft von Trainer Tim Kehler musste die dritte Heimniederlage in Folge hinnehmen und verlor fünf der letzten sieben Spiele auf eigenem Eis.
Tore: 1:0 Dennis Reimer (4:20), 1:1 Paul-John Fenton (8:08), 1:2 Patrick Jarrett (20:54/PP1), 2:2 Nick Mazzolini (51:14), 2:3 Ty Morris (62:53/PP1)
Zuschauer: 3.517
EC Bad Nauheim – Bietigheim Steelers 2:4 (1:0, 1:1, 0:3)
Es war zweifelsohne das beste Spiel des EC Bad Nauheim in der Hauptrunde gegen die Bietigheim Steelers. Doch der Spitzenreiter hatte trotz eines zweimaligen Rückstands vor allem im Schlussabschnitt mehr zu bieten und gewann auch das vierte Spiel gegen die Roten Teufel. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet feierte den neunten Sieg in den vergangenen elf Spielen und ist weiter klar auf Kurs Hauptrunden-Meisterschaft. Bad Nauheim wird weiter bis zum Saisonende um die Playoffs kämpfen müssen, präsentiert sich in den vergangenen Wochen aber stark verbessert. Vergangenen Sonntag gewann die Mannschaft von Trainer Petri Kujala noch 7:2 in Dresden. Die beiden Niederlagen in den vergangenen sieben Spielen musste man gegen Primus Bietigheim hinnehmen.
Tore: 1:0 Dusan Frosch (18:05), 1:1 Marcus Sommerfeld (27:19), 2:1 Tim May (38:10/PP1), 2:2 Mark Heatley (45:21), 2:3 Jason Pinizzotto (48:59), 2:4 David Wrigley (59:01/EN)
Zuschauer: 2.106
Eispiraten Crimmitschau – Heilbronner Falken 9:4 (3:1, 3:0, 3:3)
Was eine Vertragsverlängerung so bewirken kann. Am vergangenen Sonntag hatte Trainer Chris Lee vorzeitig um weitere zwei Jahre verlängert, und seine Mannschaft ließ am Freitagabend ein weiteres Schützenfest gegen die Heilbronner Falken folgen. Erstmals in dieser Saison feierten die Eispiraten damit drei Siege in Folge. Sie Westsachsen tragen derzeit ihren Teil dazu bei, dass mit Blick auf die Playoffs vielleicht doch noch das Unmögliche möglich wird. Mit drei Toren innerhalb von 180 Sekunden legten die Gastgeber den Grundstein zum dritten Sieg im vierten Saisonspiel gegen die Falken. Insgesamt musste die Gastmannschaft von Trainer Gerd Wittmann in den beiden Spielen im Sahnpark 17 Gegentore hinnehmen und war weit von der Leistung beim 4:3 nach Penaltyschießen gegen Ravensburg entfernt.
Tore: 1:0 Matthew McKay (6:52), 2:0 Jamie MacQueen (8:05), 3:0 Mike Card (9:51/PP1), 3:1 T.J. Fast (18:26/PP1), 4:1 Jamie MacQueen (31:48), 5:1 Dominic Walsh (37:33), 6:1 Alexander Hutchings (39:03), 7:1 Jamie MacQueen (41:33), 8:1 André Schietzold (46:40/PP1), 8:2, Marcel Kurth (47:52), 8:3 Tobias Kircher 49:53), 8:4 Riley Armstrong (56:34), 9:4 Matthew MacKay (58:49)
Zuschauer: 1.697
Fischtown Pinguins – SC Riessersee abgesagt
Die Begegnung zwischen Bremerhaven und Riessersee wurde abgesagt, Die Gastmannschaft konnte am Freitag nicht innerhalb der festgelegten, maximalen Wartezeit von 90 Minuten zum Spiel antreten. Vorbehaltlich einer abschießenden Prüfung durch die Ligagesellschaft wird es kein Wiederholungsspiel geben, sondern das Spiel mit 3:0 Punkten und 5:0 Toren für den REV Bremerhaven gewertet. Die Verantwortlichen der Fischtown Pinguins teilten am Abend mit, dass die Zuschauer ihre Eintrittsgelder zurückerhalten. Der Modus der Rückerstattung werde Mitte nächster Woche über die Internetpräsenz des Clubs und die bekannten Medien veröffentlicht.
42. Spieltag (Freitag, 30. Januar 2015)
Dresdner Eislöwen – Kassel Huskies 4:3 (1:1, 2:0, 1:2)
Lausitzer Füchse – Starbulls Rosenheim 5:2 (3:0, 1:2, 1:0)
ESV Kaufbeuren – Ravensburg Towerstars 3:4 (2:0, 0:2, 1:2)
Löwen Frankfurt – EV Landshut 2:3 (1:1, 0:1, 1:0, 0:1) OT
EC Bad Nauheim – Bietigheim Steelers 2:4 (1:0, 1:1, 0:3)
Eispiraten Crimmitschau – Heilbronner Falken 9:4 (3:1, 3:0, 3:3)
Fischtown Pinguins – SC Riessersee abgesagt
43. Spieltag (Sonntag, 01. Februar 2015)
Starbulls Rosenheim - Dresdner Eislöwen (17.00 Uhr)
SC Riessersee – Eispiraten Crimmitschau (17.00)
EV Landshut – ESV Kaufbeuren (17.00)
Bietigheim Steelers – Lausitzer Füchse (17.00)
Heilbronner Falken - Löwen Frankfurt (18.30)
Ravensburg Towerstars – Kassel Huskies (18.30)
EC Bad Nauheim – Fischtown Pinguins (18.30)