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Liga-Primus Landshut erwartet Towerstars zum Gipfeltreffen

Liga-Primus Landshut erwartet Towerstars zum Gipfeltreffen
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Starbulls wollen gegen „Eisenmänner“ Anschluss halten / Pavlov in Heilbronn schon vor der Nagelprobe / Keller-Duell in Crimmitschau

Wer kann den Durchmarsch des EV Landshut stoppen? Zur Beantwortung dieser Frage tritt der Tabellen-Dritte Ravensburg in der Dreihelmenstadt an. Bereits über sieben Zähler Vorsprung verfügen die Niederbayern vor den Starbulls Rosenheim, die daheim gegen Meister Bietigheim ran müssen – und einen Sieg benötigen, soll der Landshuter Alleingang zumindest etwas gestört werden. Derweil sich die Dresdner Löwen ein klassisches Mittelfeld-Duell mit den Fischtown Pinguins liefern, wollen sich die Lausitzer Füchse gegen den SC Riessersee aus den Tabellen-Niederungen befreien und genau dorthin aufbrechen. In Heilbronn steht Neu-Coach Igor Pavlov mit seinen Falken, die in Bad Nauheim gastieren, bereits im dritten Spiel vor der Nagelprobe. Zum Keller-Duell erwartet Schlusslicht Crimmitschau den ESV Kaufbeuren.


Lausitzer Füchse - SC Riessersee (17.00 Uhr)

Bei den Lausitzern herrscht derzeit Ruhe im Fuchsbau: In fünf Spielen nach der Länderspielpause gab es vier Siege – drei davon in Folge. Erst am Freitag bekam Meister Bietigheim das neugewonnene Selbstvertrauen der Lausitzer zu spüren und zog daheim mit 3:4 den Kürzeren. Ein Erfolg, den Trainer Dirk Rohrbach vor allem an Torhüter Dustin Strahlmeier fest machte. „Seine Reflexe und unsere Effektivität vor dem Tor haben uns den Sieg gebracht“, sagt Rohrbach, der deshalb in unveränderter Formation gegen den SC Riessersee antreten will. Verantwortlich für den Aufschwung macht Rohrbach, dass „die Mannschaft immer besser zusammen wächst. So ein Spiel wie am Freitag hätten wir vor fünf Wochen noch verloren.“ Da Strahlmeier wieder zwischen den Pfosten steht, muss Stamm-Goalie Jonathan Boutin mit seinem Comeback noch bis nächsten Freitag warten. Von den Verletzten kehrt Markus Lehnigk zurück. Der Stürmer hatte sich unter der Woche leicht an der Hüfte verletzt. Den Gästen, bislang eine der großen Überraschungen der DEL2-Saison, kam eine Pause zuletzt ganz gelegen. Zudem verstärkten sich die Garmischer mit Jaroslav Kracik, der vom Tabellenführer EV Landshut gekommen ist. Gleich in seiner ersten Partie im SCR-Dress dürfte den Linksschützen ein heißer Tanz erwarten. „Bei den Füchsen zeigt die Formkurve nach oben. Aber wir werden uns nicht verstecken und unsere beste Leistung abrufen“, sagt SCR-Coach Toni Krinner. Das erste Saisonspiel in Weißwasser gewannen die Füchse mit 4:1, unter der Zugspitze triumphierten die Garmischer mit dem gleichen Ergebnis.

Eispiraten Crimmitschau - ESV Kaufbeuren (17.00)

Duell der Pech-Vögel in West-Sachsen: Sowohl die Eispiraten als auch der ESVK agierten in den letzten Partien eher unglücklich. Während Schlusslicht Crimmitschau nunmehr vier Negativ-Erlebnisse in Folge zu verarbeiten hat, verlor das Team von Didi Hegen drei Mal hintereinander. Und so kommt es, dass im Sahnpark der Träger der Roten Laterne mit dem Vorletzten konfrontiert wird. Dabei hatten sich die Bayern nach einem eher durchwachsenem Saisonstart bereits gefangen, ehe auch aktuell noch anhaltende Verletzungssorgen die Formkurve wieder abknicken ließen. Vor allem der Ausfall von Stammtorhüter Stefan Vajs hat dabei für große Sorgenfalten bei den Jokern gesorgt. Zumal Backup Johannes  Wiedemann bislang seiner Form noch hinterher läuft. Dennoch werden die Eispiraten ihren Kontrahenten sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Wir werden unser Schiff mit allem was wir haben verteidigen“, sagt Ober-Pirat Fabian Dahlem, der alte Tugenden einfordert: „Es sind Leidenschaft, Kampf und Einsatzbereitschaft gefragt.“ Mit der Unterstützung der sehnsüchtig auf den nächsten Heimsieg wartenden Eispiraten-Fans wollen die Westsachsen das  Spiel gewinnen und damit näher an  den  direkten Konkurrenten im Tabellenkeller heranrücken. Im ersten Duell setzte sich Crimmitschau mit 5:2 durch, die zweite Partie ging in Kaufbeuren an den ESVK mit 5:4.

EVL Landshut - Ravensburg Towerstars (18.00)

Der Liga-Primus gegen den Drittplatzierten: Mehr Spitzenspiel geht nicht - eigentlich. Wenn da nicht die geradezu unerklärliche Auswärtsschwäche der Towerstars wäre, die in der Fremde erst einen Dreier einfahren konnten – genau wie Schlusslicht Crimmitschau. Landshut dagegen ist der erklärte Heim-Champ der DEL2. Alle elf bisherigen Duelle am Gutenbergweg dominierten die Schützlinge von Trainer Jiri Ehrenberger – mehr oder minder: Gerade drei Teams nahmen wenigstens einen Zähler mit nach Hause – die Towerstars gehören dazu. Ehrenberger: "Ravensburg präsentiert sich in dieser Saison als der erwartet schwere Kontrahent. Wir wollen aus einer kompakten Defensive zum Erfolg kommen.“ Ähnlich hatte Ehrenberger vor der Partie gegen Heilbronn, die schließlich souverän mit 5:0 gewonnen wurde, geklungen. Und so stellt sich langsam aber sicher die Frage: Wer kann die Landshuter überhaupt stoppen? Rein statistisch gesehen, macht die Ravensburger Attacke Sinn. Denn vor dem 39. Duell beider Kontrahenten stehen 24 Siege bei nur 14 Niederlagen für die Towerstars zu Buche. Und dies bei einem Torverhältnis von 141:121. Damit sind die Schützlinge von Trainer Petri Kujala das einzige DEL2-Team, gegen das der EVL eine negative Bilanz vorweist. Zusätzliche Brisanz erhält die Partie durch das Duell der beiden Top-Scorer Riley Armstrong auf Seiten der Niederbayern und Justin Kelly bei den Oberschwaben. „Wir haben in den beiden vorangegangenen Spielen gegen Landshut gezeigt, dass wir uns gut einstellen können“, zeigt sich Towerstars Trainer Petri Kujala vorsichtig optimistisch: „Zu verschenken haben wir jedenfalls nichts.“

Dresdner Eislöwen- Fischtown Pinguins (18.00)

Nach fünf Siegen in Serie und Rang vier mit Tuchfühlung zur Spitze ist die Welt an der Elbe wieder in Ordnung. Nun kommt mit den Fischtown Pinguins ein Team in die sächsische Landeshauptstadt, das zwar einen Zähler und einen Platz hinter den Eislöwen rangiert, aber gegen das die Männer von Trainer Thomas Popiesch alle beiden bisherigen Duelle – wenngleich jeweils knapp mit 3:4 – verloren hatte. Ravanche ist also Pflicht! Dabei kennen sich beide Kontrahenten recht gut. „Die Grundstruktur ist uns nicht neu. Uns erwartet ein intensives Spiel und eine Mannschaft, die im Powerplay ihre Stärken hat“, weiß Popiesch und fügt hinzu: „Bremerhaven hat sich durch Neuverpflichtungen und Rückkehrer qualitativ weiter verstärkt. Wir müssen sehr konzentriert sein, dann ist ein gutes Ergebnis möglich.“ Auf ein intensives, dynamisches Duell sind auch die kampferprobten Pinguine eingestellt. "In Elbflorenz musst du bereit zu sein, alles zu geben, sonst brauchst du dort gar nicht erst anreisen“, sagt Pinguin-Coach Mike Stewart, dessen erklärtes Ziel es ist, „aus dem Wochenende mindestens drei Zähler“ zu holen. Heißt: Nach der Niederlage im Penaltyschießen daheim gegen Rosenheim, muss nun in jedem Fall ein Sieg her, um die Stewardschen Vorgaben zu erfüllen.

Starbulls Rosenheim - Bietigheim Steelers (18.00)

Nach 2.000 Bus-Kilometern gegen den Meister: 48 Stunden nach dem 3:2-Kraftakt im Penaltyschießen bei den Fischtown Pinguins genießen die Starbulls diesmal zwar Heimrecht, aber mit den Steelers hat sich immerhin der Vorjahres-Primus im Kathreinstadion angesagt. Ein Team, das allerdings noch nicht die Konstanz aus dem Meister-Jahr gefunden hat: Mit Platz sechs liegen die „Eisenmänner“ derzeit deutlich hinter den eigenen Ansprüchen. Einen neuerlichen Rückschlag mussten die Steelers am Freitag verkraften, als daheim eine Niederlage gegen die Lausitzer Füchse verbucht wurde. „Zumindest haben wir gezeigt, dass wir kämpfen können und niemals aufgeben. Leider fehlt uns derzeit aber das nötige Quäntchen Glück“, sagt Trainer Kevin Gaudet. Derweil die Starbulls ihren vierten Sieg in Folge einfahren konnten, ist die Defensive derzeit das Hauptproblem der Steelers. Bereits 74 Mal schlug das Spielgerät hinter Joey Vollmer ein: Eindeutig viel zu viel für einen Titel-Aspiranten. Trotz müder Beine und erneut fünf zu kompensierender Ausfälle, gehen die Starbulls zuversichtlich in die Partie. Für die Oberbayern spricht dabei, dass sie die beiden bisherigen Saison-Vergleiche gewinnen konnten (2:1, 4:2).

EC Bad Nauheim - Heilbronner Falken (18.30)

Nachladen mit Ansage: 48 Stunden nachdem die Roten Teufel zwei Zähler aus Kaufbeuren entführt haben, sollen daheim nun die Falken vom Himmel geholt werden. Dabei will EC-Coach Frank Carnevale die Heilbronner Null-Nummer zuletzt gegen Landshut nicht überbewerten. „Für die Heilbronner war es das zweite Spiel unter einem neuen Trainer – und dann gleich gegen den zur Zeit sehr souveränen und stabilen Spitzenreiter. Da kann alles passieren“, sagt Teufel-Trainer Carnevale, der weiß: „Für uns macht das die Sache nicht leichter, denn Heilbronn wird mit aller Macht versuchen, bei uns zu punkten, um nicht den Anschluss zu verlieren. Es wird ein sehr defensives Spiel werden, in dem wir viel Geduld aufbringen müssen. Ein Torfestival ist sicher weniger zu erwarten, aber spannend dürfte es allemal werden." Recht hat er. Denn nach dem 0:5 gegen Landshut sind die Falken auf Wiedergutmachung aus. Dafür allerdings müssen die Käthchenstädter deutlich effektiver vor dem gegnerischen Tor werden. „Trotz akzeptabler Leistung standen am Ende null Tore. Das muss sich ändern, wenn man Spiele gewinnen möchte“, sagt Pavlov, für den seine dritte Partie damit schon zu einer Art Nagelprobe gerät. Die beiden bisherigen Duelle hat das Team aus der Wetterau gegen die Schwaben jeweils mit 4:3 gewinnen können.

Der 24. DEL2-Spieltag im Überblick:

Lausitzer Füchse - SC Riessersee (17.00 Uhr)
Eispiraten Crimmitschau - ESV Kaufbeuren (17.00)
EVL Landshut - Ravensburg Towerstars (18.00)
Dresdner Eislöwen- Fischtown Pinguins (18.00)
Starbulls Rosenheim - Bietigheim Steelers (18.00)
EC Bad Nauheim - Heilbronner Falken (18.30)

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