Von Herzblut getragen. Im Eishockey zuhause.
Zuschauerstärkste 2. Eishockey-Liga Europas
Alle News
Text: DEL2

Meister Bremerhaven hat Lösungen für Bietigheim

Stewart: „Haben gesehen, wie wir sie schlagen können“ / Steelers weiß, wie man am Wilhelm-Kaisen-Platz gewinnt

Meister Bremerhaven hat Lösungen für Bietigheim
Sven Peter/Hansepixx

Schon am Samstag war Spiel 1 der DEL2-Final-Neuauflage aufgearbeitet. Nach dem 3:4 beim Hauptrundenmeister Bietigheim Steelers geht der Titelverteidiger zuversichtlich in Spiel 2 am Sonntagnachmittag in der Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz. Sprade TV überträgt ab 17.00 Uhr live.

Fischtown Pinguins - Bietigheim Steelers (17.00 Uhr, live bei Sprade TV) – Serie: 0:1

Bremerhavens Trainer Mike Stewart brachte die schlechte Anfangsphase in Bietigheim mit den drei vorentscheidenden Treffern innerhalb der ersten elf Minuten nicht um den Schlaf.
„Wir waren knapp dran, und wir haben gesehen, wie wir sie schlagen können“, sagte der Kanadier vor dem ersten Heimspiel der Pinguins in der laufenden Finalserie. Gleichwohl dürfen sich die Fehler, wie Stewart betonte, nicht wiederholen. „Um Bietigheim schlagen zu können, müssen wir 60 Minuten gut spielen“, sagte er.

Auch die Disziplin wird eine Rolle spielen. Joel Keussen und Steve Slaton erhielten unnötige Spieldauerdisziplinarstrafen, ihr Team musste lange Unterzahlspiele überstehen. Das kostet wertvolle Kräfte. Während die Steelers eine scheinbar lockere Halbfinalserie gegen den EV Landshut hatten, setzte sich Bremerhaven in einer physisch sehr beanspruchenden Serie in sechs Spielen gegen die Löwen Frankfurt durch.

Die Statistik spricht zumindest für die Pinguins. 20 der letzten 22 Spiele gewann das Stewart-Team in der heimischen Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz. Einmal siegten die Gastgeber dabei gegen die Steelers, denen seinerzeit jedoch wichtige Kräfte fehlten. Am 12. Oktober 2014 feierte Bietigheim ein 5:0 in Bremerhaven – allerdings in einer frühen Phase der Saison. Jüngst demonstrierte Aufsteiger Frankfurt, wie man an der See gewinnt: Mit einem 5:3 zum Ende der Hauptrunde und einem 4:2  in Spiel 3 der Halbfinalserie. In beiden Fällen nutzten die Hessen ihre Überzahlspiele effektiv und kamen auch über schnelle Konter zum Erfolg.

Die furiose Anfangsphase im Eröffnungsspiel dokumentierte einmal mehr eindrucksvoll, warum die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet die Hauptrunde mit 15 Punkten Vorsprung auf Bremerhaven abschloss und mit zwei Sweeps über Dresden und Landshut in die Finalserie einzog. Drei ausgeglichene Reihen mit guten, schnellen Schlittschuhläufern, die ständig in Bewegung sind – und eiskalt zuschlagen. Aber Mike Stewart erstarrt deswegen nicht in Ehrfurcht. „Das ist etwas was wir über die Jahre gelernt haben. Egal, wie es steht, wir konzentrieren uns nur auf den nächsten Wechsel. Dann gibt es immer eine Chance“, sagte er.

Bisher:

17.04.2015: Bietigheim – Pinguins 4:3

Artikel teilen