Meister Bremerhaven rettet Sieg gegen Bad Nauheim – Vize Bietigheim in Landshut erfolgreich
Ravensburg Tabellenführer nach 5:2 in Heilbronn / Rosenheim und Kaufbeuren feiern Heimsiege
Gerade noch mit einem Sieg gestartet: Meister Bremerhaven musste am ersten DEL2-Spieltag lange einem Rückstand hinterherlaufen, am Ende sicherten sich die Pinguins jedoch nach Penaltyschießen ein 4:3 gegen Bad Nauheim (Foto: Sven Peter). ServusTV zeigt die Höhepunkte der Partie am Sonntag im Rahmen der Servus Hockey Night (17:30 Uhr). Vize Bietigheim fuhr in Landshut ein 6:4 ein, während sich Ravensburg durch ein 5:2 in Heilbronn die Tabellenführung sicherte. Rosenheim schlägt Crimmitschau 4:1 und Kaufbeuren besiegt Dresden nach einem furiosen ersten Durchgang mit 4:2. Einen Dämpfer setzte es für die Aufsteiger. Frankfurt unterlag Riessersee 2:4 und Kassel musste sich gegen die Lausitzer Füchse mit einem 4:5 begnügen.
Starbulls Rosenheim – Eispiraten Crimmitschau 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)
Die Starbulls Rosenheim hatten auch am Freitagabend zum Saisonstart die Oberhand über ihren Lieblingsgegner, gegen den man in der vergangenen Spielzeit alle vier Partien gewonnen hatte. Dennoch hielten die Gäste insgesamt recht gut mit. Nur hatten die Gastgeber das nötige Glück und auch die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Vor allem die DEL-erfahrenen Neuzugänge Sergio Somma und Mario Valeri-Trabucco sowie Rückkehrer Patrick Ehelechner im Tor scheinen echte Verstärkungen zu sein, um eine noch erfolgreichere Saison zu spielen. Im vergangenen Jahr landete man bekanntlich auf dem zweiten Rang nach der Vorrunde. Die Starbulls gastieren am Sonntag in Bad Nauheim, die Crimmitschauer wollen gegen Aufsteiger Löwen Frankfurt punkten.
Tore: 1:0 Leopold Tausch (15:46), 2:0 Mario-Valeri Trabucco (31:49), 3:0 Sergio Somma (39:59), 4:0 Benjamin Zientek (45:48), 4:1 Marvin Tepper (57:39)
Zuschauer: 2.114
Löwen Frankfurt – SC Riessersee 2:4 (0:2, 2:1, 0:1)
Tim Regan mit einem Doppelpack, Thomas Merl und Morten Lie bescherten dem SC Riessersee einen Start nach Maß in die neue Saison. Nach den Toren von Regan zeigte der Aufsteiger allerdings, dass er in die Liga gehört und lieferte dem Altmeister einen harten Kampf. Die Entscheidung fiel nicht zuletzt deswegen erst 33 Sekunden durch den Schuss von Lie ins leere Tor. Über 4.000 Zuschauer sorgten für eine prächtige Atmosphäre. Die Frankfurter, die am Sonntag in Crimmitschau antreten, dürften eine Bereicherung für die Liga sein. Riessersee kann gegen Heilbronn nachlegen.
Tore: 0:1 Tim Regan (4:13), 0:2 Tim Regan (10:48/PP1), 1:2 Landon Gare (22:19/EA), 2:2 Marc Schaub (29:22/PP1), 2:3 Thomas Merl (35:04), 2:4 Morten Lie (59:27/EN)
Zuschauer: 4.035
EC Kassel Huskies – Lausitzer Füchse 4:5 (1:1, 1:2, 2:2)
Der erste Auftritt nach jahrelanger Abstinenz – und dann so ein Spektakel: Die Lausitzer Füchse behielten in einem pausenlosen Hin und Her die Oberhand in Nordhessen. Matchwinner für die Gäste sollte Kevin Lavallee mit seinen beiden Toren sein – das zweite davon zum richtungsweisenden 4:3. „Zunächst freue ich mich in Kassel zu sein, denn die Huskies werten die Liga enorm auf. Natürlich bin ich froh über die drei Punkte, es war das erwartet enge Spiel“, sagte Füchse-Coach Dirk Rohrbach. Kollege Rico Rossi von den Kassel Huskies meinte: „Positiv ist, dass unsere Einstellung gestimmt hat, allerdings waren wir oft viel zu hektisch und nicht präzise genug. Die Gegentore sind nach individuellen Fehlern gefallen, was einfach daran liegt, dass mein Team noch sehr jung ist.“ Kassel muss nun zum Vizemeister Bietigheim Steelers, die Füchse haben den ESV Kaufbeuren zu Gast.
Tore: 0:1 Kevin Lavallee (14:48), 1:1 Austin Wycisk (16:37), 2:1 Jens Meilleur (20:19), 2:2 Jonas Johannsson (25:45), 2:3 Thomas Supis (30:39/PP1), 3:3, Matt Tomassoni (43:51/PP1), 3:4 Kevin Lavallee (48:05), 3:5 Scott King (49:51/PP1), 4:5 Mike Collins (59:11/EA)
Zuschauer: 3.522
ESV Kaufbeuren – Dresdner Eislöwen 4:2 (3:0, 1:1, 0:1)
Der ESV Kaufbeuren hat den erhofften Wunschstart hingelegt. Gegen die Dresdner Eislöwen gelang der Mannschaft von Trainer Uli Egen ein deutlicher 4:2-Erfolg, der bereits nach dem ersten Drittel durch die Treffer von Roland Mayr, Michael Fröhlich sowie Matt Waddell feststand. In einem aber insgesamt ausgeglichenen zweiten Drittel ließ Kapitän Hugo Boisvert bei seiner Gelegenheit Schlussmann Stefan Vajs im ESV-Tor keine Chance und markierte den Anschlusstreffer, doch Florian Thomas stellte für den Gastgeber den alten Abstand wieder her. Im letzten Abschnitt traf Kris Sparre für Dresden zunächst das Lattenkreuz, wenig später dann aber bei einer weiteren Gelegenheit im Nachschuss das Tor zum 2:4-Endstand. "Unser klares Manko am heutigen Abend war die Chancenverwertung. Wir hatten unsere Möglichkeiten, aber der Gegner war konsequenter. Das Spiel hat gezeigt, dass keine Mannschaft in unserer Liga unterschätzt werden darf und Kleinigkeiten spielentscheidend sein können. Wir müssen vorne abgezockter werden und insgesamt unsere Fehler in der Vorwärtsbewegung minimieren", sagt Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch. Am Sonntagabend (18.30 Uhr) empfangen die Dresdner Eislöwen vor heimischer Kulisse die Fischtown Pinguins Bremerhaven, während Kaufbeuren zu den Lausitzer Füchsen reisen muss.
Tore: 1:0 Roland Mayr (6:20), 2:0 Michael Fröhlich (9:53), 3:0 Matt Waddell (12:09/PP1), 3:1 Hugo Boisvert (26:46), 4:1 Florian Thomas (33:57), 4:2 Stefan Chaput (51:29)
Zuschauer: 1.927
EV Landshut – Bietigheim Steelers 4:6 (2:2, 1:2, 1:2)
Zehn Tore – Eishockey-Herz, was will man mehr. Trainer Kevin Gaudet vom am Ende erfolgreichen Vizemeister Bietigheim Steelers hatte dazu sicherlich eine andere Meinung. Zweimal führte seine Mannschaft mit zwei Toren, zweimal kam der EV Landshut großartig zurück. Doch Marcus Sommerfeld war einfach zuviel für den einstigen deutschen Meister an diesem Freitagabend. Gleich drei Tore erzielte der Stürmer der Gäste – und darf sich zu Recht Matchwinner nennen. Schließlich erzielte Sommerfeld standesgemäß die Tore zum 5:4 und 6:4. Dass bei einem solchen Spielverlauf die Gemüter aufbrausen, ist nicht ungewöhnlich. Die Strafbänke auf beiden Seiten waren gut besucht. Für den EVL geht es nach der Enttäuschung am Sonntag zu den Ravensburg Towerstars, die Bietigheimer erwarten Aufsteiger Kassel.
Tore: 0:1 Marcus Sommerfeld (7:33/PP1), 0:2 Max Pommersberger (7:56), 1:2 Paul-John Fenton (12:00/PP2), 2:2 Paul-John Fenton (13:01/PP1), 2:3 Archie Skalbeck (20:38), 2:4 David Wrigley (24:30), 3:4 Peter Abstreiter (32:06), 4:4 Andreas Gawlik (45:14/PP1), 4:5 Marcus Sommerfeld (50:48/PP2), 4:6 Marcus Sommerfeld (59:01/EN)
Zuschauer: 2.895
Fischtown Pinguins – EC Bad Nauheim 4:3 (0:2, 2:0, 1:1, 0:0, 1:0) SO
Wie gut, dass man in Bremerhaven einen Jan Kopecky hat. Der Stürmer bescherte dem Meister nach einem harten Stück Arbeit einen 4:3-Sieg nach Penaltyschießen gegen den EC Bad Nauheim. In der vergangenen Saison konnte man gegen die Hessen zwar drei von vier Spielen gewinnen, hatte aber immer ordentlich Gegenwehr. Auch am Freitag gab es Kontra. Nach dem ersten Drittel guckte man an der Nordsee etwas dumm aus der Wäsche, nachdem die Gäste mit einem 2:0 in die Kabine gingen. Nach einer halben Stunde brach Kopecky mit seinem ersten Tor den Bann und ließ noch kurz vor dem Ende des Mitteldrittels den Ausgleich folgen. Die erneute Gäste-Führung durch Max Campbell glich Brendan Cook aus. Und natürlich verwandelte Kopecky dann auch noch seinen Penalty. Bei den Eislöwen Dresden dürfte es für den Meister auch nicht leichter werden. Bad Nauheim empfängt Rosenheim. Tore: 0:1 Kyle Helms (7:10/PP1), 0:2 Sven Gerbig (17:43), 1:2 Jan Kopecky (30:48), 2:2 Jan Kopecky (38:48/PP1), 2:3 Max Campell (41:21), 3:3 Brendan Cook (47:16), 4:3 Jan Kopecky (SO)
Zuschauer: 3.611
Heilbronner Falken – Ravensburg Towerstars 2:5 (1:0, 1:2, 0:3)
Alles neu bei den Ravensburg Towerstars – aber der neue Trainer Daniel Naud bekam von seiner Mannschaft gleich den ersten Sieg beschert. Die Towerstars, die mehr als die Hälfte der in der vergangenen Saison erfolgreichen Mannschaft austauschte, gewannen nach einem 0:2-Rückstand mit 5:2 bei den Heilbronner Falken. Da hatte man nach dem Klassenerhalt mit Ach und Krach auch alles auf den Prüfstand gestellt. Und nach dem 2:0 von Alexander Janzen sah es auch so aus, dass sich das auszahlen würde. Doch die Mannschaft von Igor Pavlov, die in der vergangenen Saison drei von vier Spielen gegen Ravensburg gewann, brach ein. Der Vierte der vergangenen Saison glich durch Maury Edwards und Shawn Weller, der 14 Sekunden vor der zweiten Sirene traf, aus. Und im Schlussabschnitt sorgten die Gäste durch einen Blitzstart mit Toren von Alex Leavitt und Maximilian Brandl schnell für klare Verhältnisse. Während Ravensburg am Sonntag den EV Landshut empfängt, muss Heilbronn in Riessersee antreten.Tore: 1:0 T.J. Fast (6:50), 2:0 Alexander Janzen (22:24), 2:1 Maury Edwards (31:30), 2:2 Shawn Wller (39:46), 2:3 Alex Leavitt (40:20), 2:4 Maximilian Brandl (43:58), 2:5 Andreas Farny (56:01)
Zuschauer: 1.415
Die Ergebnisse des 1. DEL2-Spieltags im Überblick:
Starbulls Rosenheim – Eispiraten Crimmitschau 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)
Löwen Frankfurt – SC Riessersee 2:4 (0:2, 2:1, 0:1)
EC Kassel Huskies – Lausitzer Füchse 4:5 (1:1, 1:2, 2:2)
ESV Kaufbeuren – Dresdner Eislöwen 4:2 (3:0, 1:1, 0:1)
EV Landshut – Bietigheim Steelers 4:6 (2:2, 1:2, 1:2)
Fischtown Pinguins – EC Bad Nauheim 4:3 (0:2, 2:0, 1:1, 0:0, 1:0) SO
Heilbronner Falken – Ravensburg Towerstars 2:5 (1:0, 1:2, 0:3)