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Text: DEL2

Meistercoach Mike Stewart: Ruhe, Glaube, mentale Stärke

Fischtown Pinguins von Rang elf auf Rang zwei nach der Hauptrunde / Seit 10. Dezember englische Wochen

Meistercoach Mike Stewart: Ruhe, Glaube, mentale Stärke
City-Press

Hinter Meister Fischtown Pinguins liegt bereits eine sehr anstrengende Saison in der DEL2. 52 Hauptrundenspiele und neun Partien im Continental Cup, dazu die vier engen Duelle im Playoff-Viertelfinale gegen die Starbulls Rosenheim - aber Bremerhaven kann offenbar nicht genug bekommen. "Die Playoffs sind komisch. Nach Abschluss der Hauptrunde hatten wir zwölf Tage Pause, dann das Viertelfinale, dann wieder zwölf Tage - das ist für uns abnormal", sagte Pinguins-Coach Mike Stewart im Interview mit DEL2.org.

Mike Stewart, wie würden Sie den bisherigen Saisonverlauf für die Pinguins beschreiben?

Wir hatten einen guten Start in die Saison und waren Zweiter. Dann kam ein schwieriger Oktober, in dem wir nur zwei von neun Spielen gewinnen konnten. Und dann begann der Continental Cup. Der hat uns gut getan, weil dieser bereits Playoff-Charakter hatte.

Bremerhaven rutschte zwischenzeitlich bis auf den elften Rang ab. Hatten Sie nicht die Befürchtung, dass der Europacup wertvolle Kräfte kostet und die Luft für die Aufholjagd fehlt?

Wir haben seit dem 10. Dezember englische Wochen. Die sind natürlich nicht spurlos an unser vorübergegangen. Aber die jungen Spieler konnten auf hohem Niveau sehr wertvolle Erfahrungen sammeln, die sich bislang ausgezahlt haben. Ich bin auch nie nervös geworden, weil unsere Spieler Qualität haben und in dieser Liga alles dicht beieinanderlag. Zwischen dem elften Rang und der Spitzengruppe betrug der Abstand nur sechs Punkte. Also konnte man mit einer Serie von drei oder vier Siegen die Lücke schnell schließen. Das ist uns ja auch gelungen. Deswegen sage ich auch, dass die Playoffs komisch sind. Nach Ende der Hauptrunde hatten wir zwölf Tage Pause bis zum Viertelfinale, danach wieder zwölf Tage bis zur Halbfinalserie. Für unseren Rhythmus war das abnormal. Der gute Aspekt war aber, dass sich die verletzten und angeschlagenen Spieler wieder erholen konnten.

Was zeichnet ihre Mannschaft aus?

Da ist zunächst einmal unsere Ruhe im Team zu nennen. Jeder weiß, was zu tun ist. Dazu kommt der Glaube an die eigenen Qualitäten und die mentale Stärke.

Ihr Gegner in der Halbfinalserie ist Aufsteiger Löwen Frankfurt. Sind sie überrascht vom Erfolg der Löwen?

Nein. In der Mannschaft steckt sehr viel Qualität. Kehler lässt einen ähnlichen spielen. Die Spieler müssen nicht wie Roboter agieren, sondern haben immer innerhalb des Game Plans die Freiheit, kreativ zu sein. Ich glaube, dass wir eine tolle Serie sehen werden.

Was hat sich gegenüber dem vergangenen Jahr geändert?

Stewart: Mike Babcock (Trainer Detroit Red Wings/Anm. d. Red.) hat einmal gesagt: 'Was im vergangenen Jahr funktionierte, muss nicht in diesem Jahr funktionieren'. Wir spielen kontrollierter als im vergangenen Jahr, als wir noch bedingungslos auf Attacke gesetzt hatten. In den Playoffs muss das Augenmerk auch zunächst auf einem stabilen Defensivverhalten liegen. Auch den Stürmern kommt da eine besondere Bedeutung zu. sie sollen früh stören. Dennoch soll die Aggressivität nach vorne erhalten bleiben.

Bremerhaven, Frankfurt, Bietigheim und Landshut stehen in der Runde der letzten Vier. Was erwarten Sie?

Es werden zwei lange Serien. Alle vier Mannschaften stehen absolut verdient im Playoff-Halbfinale. Bietigheim ist Offensive pur, aber auch mit der nötigen Routine ausgestattet. Sie waren Meister vor zwei Jahren, Zweiter im vergangenen Jahr und sind wieder im Halbfinale. Das spricht für sich. Landshut hat eine gute Mischung und ist schwer auszurechnen. Wir haben das vergangenes Jahr erfahren, als wir erst im Spiel 7 in der Verlängerung gewonnen haben. Und Frankfurt liebt die Offensive.

Worauf kommt es nun an?

Gesundheit, Glück, gutes Goaltending. Da haben wir die nötige Tiefe. Benjamin Meisner wird unser Starter sein. Aber es beruhigt mich sehr, in Brett Jaeger und Jonas Langmann zwei weitere hervorragende Goalies als Backups zu haben.

Wie groß ist die Bedeutung des Heimvorteils für ihr Team? Die Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz ist schließlich eine Festung...

Die Zuschauer sind unser 7. Mann. Auch, wenn es nicht so läuft, bleibt das Publikum optimistisch und peitscht uns nach vorne.

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