Pinguins: Vorsicht vor Landshuter Powerplay-Falle
In den Duellen zwischen beinahe gleichwertigen Teams entscheiden Kleinigkeiten – oder die Powerplays. Wie zuletzt in Spiel zwei der Halbfinal-Serie zwischen dem EVL Landshut und den Fischtown Pinguins, als alle fünf Tore Überzahl-Situationen entsprangen. Entsprechend vorsichtig gehen die Pinguins ins dritte Duell gegen die Niederbayern, um keinesfalls wieder in die Powerplay-Falle der Dreihelmenstädter zu tappen - und in der Serie wieder vor zu legen. Gleiches gilt für die Starbulls aus Rosenheim, die sich gegen Bietigheim (Foto: Marc Daniel Nachtsheim) nur zu gern für eine eindrucksvolle 15 Minuten währende 0:5-Lernstunde revanchieren wollen.
Fischtown Pinguins – EVL Landshut (20.00 Uhr)
Wenn es einer wissen muss, dann ist es Ulfried Wallisch. „Die Pinguins-Profis sind vom Kopf her bereit“, sagt der Mentaltrainer aus Österreich, der seit Januar zum Pinguins-Personal zählt. Seither hat Wallisch intensive Einzelgespräche geführt und begutachtet während der Spiele die Körpersprache der Schützlinge von Trainer Mike Stewart. Direkt vor einer Partie oder in den Pausen hält sich Wallisch indes bedeckt: „Da erreicht man niemanden mehr.“ Beim 2:3 zuletzt in Landshut wäre das auch nicht nötig gewesen, denn auch ohne Mental-Betreuung kämpften sich die Pinguins nach einem 0:3-Rückstand wieder zurück ins Geschehen – ohne die Partie allerdings vollends drehen zu können. Dass dies in über 20 verbleibenden Minuten nicht gelang, war dem Können der Landshuter Cracks geschuldet. „Wir haben nach der 1-Tor-Führung sehr geschickt und clever agiert“, attestierte Trainer Andreas Brockmann seinen Männern, die die Grundlage für den 1:1-Serienausgleich – wieder einmal – im Powerplay legen konnten. Mit 38 Prozent Erfolgsquote sind die Landshuter Specialteams in dieser Wertung die absolute Messlatte. Gut möglich, dass Über- bzw. Unterzahlspiel auch in der Seestadt wieder den Ausschlag über Sieg oder Niederlage gibt.
Die bisherigen Vergleiche:
04.10.13: Landshut – Pinguins 5:1
31.10.13: Pinguins – Landshut 3:4 (OT)
22.12.13: Landshut – Pinguins 3:6
10.01.14: Pinguins – Landshut 4:3
28.03.14: Pinguins – Landshut 3:2
30.03.14: Landshut – Pinguins 3:2
Starbulls Rosenheim – Bietigheim Steelers (19.30)
Nach dem Serien-Ausgleich starten Starbulls und Steelers wieder bei Null. Beide Kontrahenten haben auf heimischen Eis Duftmarken gesetzt und die „Best of seven“-Serie kurzerhand auf eine „Best of five“-Serie reduziert. Damit scheint sich das Playoff-Halbfinale 2013/14 zwischen Rosenheim und Bietigheim – wie im vergangenen Jahr auch – zu einem Krimi zu entwickeln. Dabei sah es zuletzt in der Bietigheimer Ege Trans- Arena lange Zeit nach einem Break für Rosenheims Kufencracks aus. Denn bis zur 45. Minute führten die Innstädter beim amtierenden Meister mit 2:0. Innerhalb einer Viertelstunde kassierten Gottwald und Co. jedoch fünf Treffer gegen entfesselt aufspielende Steelers. Und daran wollen die Steelers natürlich in Spiel drei der Serie anknüpfen. Stürmer Greg Squires bringt die Stimmungslage auf den Punkt: „Wir wollen gewinnen und werden dafür kämpfen. Wir dürfen nicht so viele Strafen kassieren, dann haben wir eine gute Chance, in Rosenheim zu gewinnen.“ Nicht mit dabei sein wird bei den Bietigheimer Torhüter Joey Vollmer. Dass seinem Team ein hartes Stück Arbeit bevor steht, weiß auch Rosenheims Coach Franz Steer: „Wir stellen uns auf eine harte Auseinandersetzung ein und sind bereit, das hier bis zum Ende durch zu ziehen."
Die bisherigen Vergleiche:
29.09.13: Starbulls – Steelers 2:1 (OT)
22.10.13: Steelers – Starbulls 2:4
01.12.13: Starbulls – Steelers 4:3
03.01.14: Steelers – Starbulls 2:3
28.03.14: Starbulls – Steelers 5:2
30.03.14: Steelers – Starbulls 5:2