Pinguins wollen Eispiraten-Serie den Garaus machen
Punkte und Pralinen darf wohl niemand am Valentins-Tag erwarten: Das gilt für Tabellenführer Fischtown Pinguins, der die Heimserie der Eispiraten mit sechs Siegen in Folge brechen will, ebenso, wie für Verfolger Rosenheim, der im bayerischen Kräftemessen bei Schlusslicht Kaufbeuren ran muss. Vage Hoffnung der Starbulls: Bei einem Patzer der Pinguins könnten die Oberbayern im Fall eines Sieges aufgrund des besseren Torverhältnisses an den Seestädtern vorbei ziehen. Derweil der EV Landshut gegen den SC Riessersee seinen ersten Heim-Erfolg unter seinem neuen Coach Andreas Brockmann anpeilt, empfängt Meister Bietigheim im BW-Derby die Ravensburg Towerstars. Zu interessanten Partien um Rang acht kommt es in Weißwasser, wo die Heilbronner Falken zum Landeanflug ansetzen und in Dresden, wo Neuling Bad Nauheim gastiert.
EVL Landshut - SC Riessersee (19.30 Uhr)
Der Prestigekampf in der Dreihelmenstadt steht für Landshuts Trainer Andreas Brockmann unter einem besonderen Stern: Noch wartet der EVL unter seinem neuen Coach auf einen Heim-Erfolg. Dieser soll nun ausgerechnet gegen die Werdenfelser her. Angesichts der bisherigen Saisonbilanz beider Teams ein ambitioniertes Unterfangen. Schließlich liegen die Gäste hier mit 3:1 vorn. Nicht gerade erleichternd für den EVL wirkt sich dabei aus, dass der SC Riessersee bis auf Torhüter Bryan Hogan und Sebastian Eickmann auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Dagegen schlagen sich die Niederbayern mit einigen Personalsorgen herum. „Landshut wird uns nicht ins Messer laufen, sondern sehr diszipliniert agieren. Wir werden unsere beste Leistung abrufen müssen, um siegreich vom Eis zu gehen“, sagt Riessersee-Coach Anton Krinner, der „endlich mal wieder auch auswärts für eine Überraschung sorgen“ will.
Die bisherigen Ergebnisse:
22.09.: Riessersee – Landshut 3:0
24.11.: Landshut – Riessersee 6:2
20.12.: Riessersee – Landshut 5:0
07.01.: Landshut – Riessersee 4:5
ESV Kaufbeuren - Starbulls Rosenheim (19.30)
Zuhause „hui“, in der Fremde „pfui“: Dies kennzeichnet derzeit wohl am treffendsten die Leistungen des Schlusslichts aus dem Allgäu. Sechs Mal konnten die Joker in Folge in der Sparkassen-Arena gewinnen. Und selbst die Starbulls machten bereits Bekanntschaft mit den Heim-Qualitäten der Joker: Unmittelbar vor Weihnachten zogen die Schützlinge von Trainer Franz Steer im Allgäu mit 2:3 den Kürzeren. Mit Rosenheim kommt jedoch ausgerechnet das auswärtsstärkste Team der DEL2 in die Sparkassen- Arena und so gehen die Starbulls sicher als klarer Favorit in das bayerische Derby. Um Tuchfühlung zu den Pinguins zu halten, benötigen die Oberbayern im Allgäu auf alle Fälle drei Zähler. Für den ESVK geht es dagegen darum, Selbstvertrauen für die Playdowns zu tanken. Wieder dabei bei den Gästen ist der dänische Nationalspieler Kim Staal, der am letzten Wochenende für seine Auswahl abgestellt worden war.
Die bisherigen Ergebnisse:
04.10.: Starbulls – Kaufbeuren 6:3
22.11.: Kaufbeuren – Starbulls 1:8
15.12.: Kaufbeuren – Starbulls 3:2 (OT)
31.01.: Starbulls – Kaufbeuren 3:1
Lausitzer Füchse - Heilbronner Falken (19.30)
Wenn die Falken im Rennen um den achten Playoff-Platz noch den Hauch einer Chance haben wollen, benötigen sie in der Lausitz drei Zähler. Ein Duell, das zusätzlich an Dramatik gewinnt, weil die Füchse als aktueller Achter bei 24 noch zu vergebenden Punkten noch längst nicht durch sind. Dabei sieht die Saisonbilanz die Füchse leicht mit 7:5 Punkten und 10:8 Toren vorn. Zwar gingen die beiden letzten Partien verloren, doch ist dies – im Gegensatz zu den Jahren zuvor, in denen sich die Falken die Mehrzahl aller Spiele krallten – ein deutlicher Aufwärtstrend. Während bei den Füchsen eine Reihe von Spielern wegen einer Grippewelle auszufallen drohen, ist bei den Falken Sinisa Martinovic wieder mit dabei.
Die bisherigen Ergebnisse:
18.10.: Füchse – Falken 2:3 (OT)
22.11.: Falken – Füchse 2:4
06.12.: Falken – Füchse 2:0
10.01.: Füchse – Falken 4:1
Bietigheim Steelers - Ravensburg Towerstars (19.30)
Die Playoffs sind sowohl dem Meister als auch den Towerstars wohl kaum noch zu nehmen. Und so geht’s im BW-Derby zwar ums Prestige, aber vor allem um eine gute Ausgangslage für das Saison-Finale. Wenn da nicht die Steelers auch noch mit einem Auge auf das Spitzen-Duo schauen würden. Denn fünf Zähler auf Rosenheim sind durchaus noch zu packen. Genau das sollte die Einstellung der Steelers sein, denn Landshut lauert direkt hinter den „Eisenmännern“, bei denen Verteidiger Chris Murray wieder im Aufgebot steht. Allerdings muss Trainer Kevin Gaudet im schlimmsten Fall auf drei wichtige Stürmer verzichten: St. Jacques und Just fallen definitiv aus, über den Einsatz von David Wrigley wird unmittelbar vor dem Spiel entschieden.
Die bisherigen Ergebnisse:
18.10.: Towerstars – Steelers 3:2 (SO)
15.11.: Steelers – Towerstars 3:0
08.12.: Steelers – Towerstars 4:3
10.01.: Towerstars – Steelers 0:3
Dresdner Eislöwen - EC Bad Nauheim (20.00)
Nach zwei knappen Niederlagen gegen zwei Topteams sollen wieder Punkte für die Roten Teufel her. Am besten gleich bei den Eislöwen – und damit einen direkten Kontrahenten um die Playoff-Plätze. Mit 20 Zählern scheinen die Sachsen für das Team aus der Wetterau zwar außer Reichweite, doch vom achten Rang, den die Lausitzer Füchse derzeit halten, trennen die Mittelhessen gerade sechs Zähler. „Wir benötigen die Punkte dringend", sagt denn auch EC-Coach Daniel Heinrizi, dessen Schützlinge in dieser Saison nur einen Vergleich gegen die Sachsen für sich entscheiden konnten. Damit scheinen die Rollen klar verteilt. Zumal aus dem Krankenlager kaum aufmunternde Neuigkeiten kommen: Dan Ringwald stand zwar in dieser Woche erstmals wieder auf dem Eis, ob es mit einem Einsatz klappt, ist jedoch fraglich. Dennis Reimer ist ebenso wie Taylor Carnevale noch angeschlagen, während die Saison für Chris Heid, Tim May und Thomas Ower ohnehin bereits beendet ist.
Die bisherigen Ergebnisse:
22.09.: Eislöwen – Bad Nauheim 3:2
02.11.: Bad Nauheim – Eislöwen 5:2
28.12.: Bad Nauheim – Eislöwen 1:3
24.01.: Eislöwen – Bad Nauheim 4:1
Eispiraten Crimmitschau - Fischtown Pinguins (20.00)
Die Euphorie kennt derzeit keine Grenzen: Sechs mal in Folge enterten Crimmitschaus Eispiraten die Koggen ihrer Kontrahenten. Doch nun kommt mit den Fischtown Pinguins der Tabellenführer – und damit das aktuell wohl härteste DEL2-Kaliber. Dabei dürfen sich die Hausherren auf eine kampfbetonte Begegnung einstellen, denn die Bremerhavener gelten als robustes, entschlossenes Team, das in der Fremde bereits 14 Siege einfahren konnte – soviel wie sonst nur Verfolger Rosenheim. Und so dürfte die Defensive der Westsachsen rund um Keeper Ryan Nie wohl im Fokus stehen. In der Offensive können die Crimmitschauer weiter auf ihr Trio Max Campbell, Scott Pitt und Harrison Reed bauen - die möglicherweise gefährlichste Angriffsreihe der DEL2. Wenngleich auch Ober-Pinguin Mike Stewart weiß, dass die Trauben im Sahnpark hoch hängen, wollen sich die Seestädter doch von ihrer besten Seite präsentieren und auch den fünften Saisonvergleich gegen Crimmitschau für sich entscheiden.
Die bisherigen Ergebnisse:
27.09.: Eispiraten – Pinguins 2:4
15.11.: Pinguins – Eispiraten 4:2
30.12.: Pinguins – Eispiraten 8:1
03.01.: Eispiraten - Pinguins 1:2
Der 3. DEL2-Zwischenrundenspieltag im Überblick:
EVL Landshut - SC Riessersee (19.30 Uhr)
ESV Kaufbeuren - Starbulls Rosenheim (19.30)
Lausitzer Füchse - Heilbronner Falken (19.30)
Bietigheim Steelers - Ravensburg Towerstars (19.30)
Dresdner Eislöwen - EC Bad Nauheim (20.00)
Eispiraten Crimmitschau - Fischtown Pinguins (20.00)