Quintett kämpft um die vier letzten Playoff-Plätze
Bad Nauheim braucht einen Sieg in Landshut / Riessersee im Derby gegen Rosenheim gefordert / Dresden und Füchse müssen auswärts ran
Ein Quintett kämpft um die vier Plätze für die Pre-Playoffs. Innerhalb von acht Tagen wird an den letzten drei Hauptrunden-Spieltagen das Feld für die entscheidende Saisonphase in der DEL2 komplettiert. Seit Freitag stehen vier Viertelfinalisten fest, dazukommen könnten schon am Sonntag die Starbulls Rosenheim und die Ravensburg Towerstars. Denn zwischen dem punktgleichen Duo Rosenheim/Ravensburg und dem Siebten EV Landshut beträgt der Abstand fünf Zähler. Somit führen noch fünf Teams einen harten Kampf um die vier Plätze für die Pre-Playoffs - und gegen den Absturz in die Playdowns. Landshut hat vier Zähler Vorsprung auf den nächsten Gegner, den EC Bad Nauheim. Die Hessen liegen auf dem elften Rang und können mit einem Sieg im Stadion am Gutenbergweg wieder das große Zittern beim EVL auslösen. Aber auch den SC Riessersee sowie die sächsischen Rivalen Lausitzer Füchse und Dresdner Eislöwen droht das bittere Los Playdowns. (Foto: Ludwig Schirmer)
SC Riessersee – Starbulls Rosenheim (17.00 Uhr)
Spannender könnte die Konstellation nicht sein. Das Oberbayern-Derby hat Playoff-Charakter. Nach fünf Siegen in Folge haben die Starbulls die vorzeitige Qualifikation für das Viertelfinale vor Augen. Dem Team von Trainer Franz Steer würde ein Sieg unter der Zugspitze und ein wenig Schützenhilfe des EC Bad Nauheim in Landshut reichen. Doch die Aufgabe in Garmisch wird schwer. Zwar unterlag der SC Riessersee am Freitag deutlich 1:6 in Kassel. Doch die Mannschaft von Maurizio Mansi gewann die jüngsten vier Heimspiele. „Wir haben nach wie vor die große Chance, Platz sieben und damit auch eine gute Ausgangsposition zu erreichen. Mit einem Sieg gegen Rosenheim können wir einen großen Schritt nach vorne machen“, sagte SCR-Geschäftsführer Ralph Bader. Zurückgreifen kann Coach Mansi wahrscheinlich wieder auf Lubor Dibelka, der am Freitag noch krankheitsbedingt fehlte.
Bisher:
10.10.2014: Riessersee – Rosenheim 2:4
14.11.2014: Rosenheim – Riessersee 1:4
30.12.2014: Rosenheim – Riessersee 3:2 SO
EV Landshut – EC Bad Nauheim (17.00)
Gottseidank bleibt nicht viel Zeit zum Nachdenken. Der EV Landshut musste am Freitag trotz einer engagierten Leistung eine 0:3-Niederlage in Rosenheim hinnehmen. „Leider haben uns zahlreiche Chancen nicht ausgereicht, um ein Tor zu erzielen", sagte Geschäftsführer Christian Donbeck. Bei einem Rückstand von fünf Punkten zum sechsten Rang sind damit die Chancen auf die direkte Qualifikation für das Viertelfinale eher klein. Vielmehr muss die Mannschaft des neuen Trainers Toni Krinner nun zusehen, mit der besten Ausgangsposition in die Pre-Playoffs zu gehen. Gegner ist am Sonntag der EC Bad Nauheim, der nach dem 1:5 am Freitag gegen die Löwen Frankfurt auf Rang elf abgerutscht ist. Die Mannschaft von Trainer Petri Kujala will die Playdowns unbedingt vermeiden. Nicht dabei ist Verteidiger Drew Paris, der gegen Frankfurt eine Gesichtsverletzung erlitt. Zwei von drei Begegnungen gewannen die Roten Teufel in dieser Saison. Das erste Heimspiel allerdings entschied der EVL knapp für sich. Überhaupt konnten die Landshuter die zurückliegenden vier Spiele im Stadion Gutenbergweg gewinnen.
Bisher:
12.10.2014: Bad Nauheim – Landshut 3:2
02.11.2014: Landshut – Bad Nauheim 5:4
21.12.2014: Bad Nauheim – Landshut 1:0
Eispiraten Crimmitschau – Kassel Huskies (17.00)
Für die Eispiraten Crimmitschau geht es um die richtige Form für die Playdowns. Die Mannschaft von Trainer Chris Lee lieferte am Freitag im Derby in Dresden eine starke Leistung ab, für einen Sieg allerdings reichte es nicht. Vier der letzten fünf Spiele verloren die Westsachsen. Ganz anders sieht es bei den Kassel Huskies aus. Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi qualifizierte sich mit dem 6:1 am Freitag gegen den SC Riessersee nicht nur vorzeitig für das Playoff-Viertelfinale, sondern hat dort auch gleichzeitig Heimrecht. Die Nordhessen wollen nach Möglichkeit aber mehr und den zweiten Rang hinter Hauptrunden-Meister Bietigheim Steelers behaupten. Kassel feierte zuletzt vier Siege in Folge.
Bisher:
19.10.2014: Kassel – Crimmitschau 4:3 OT
07.12.2014: Kassel - Crimmitschau 8:2
09.01.2015: Crimmitschau – Kassel 5:6
Fischtown Pinguins – ESV Kaufbeuren (17.00)
Am 31. Oktober 2014 verloren die Fischtown Pinguins mit dem 0:1 gegen Rosenheim zuletzt in der Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz. Seitdem verbuchte die Mannschaft von Trainer Mike Stewart 15 Heimsiege in Folge. Nur die Dresdner Eislöwen retteten in dieser Spanne einen Punkt in Bremerhaven. Schwer zu glauben, dass ausgerechnet der Tabellenletzte ESV Kaufbeuren diese Serie beendet. Doch die Joker lieferten im letzten Gastspiel an der See eine sehr ordentliche Partie ab und waren nah dran. Die vielen personellen Veränderungen bei den Allgäuern haben sich tendenziell positiv ausgewirkt. Dennoch sind die Pinguins haushoher Favorit. Am Freitag standen Coach Stewart gerade einmal acht Verteidiger und sieben Stürmer zur Verfügung, und dennoch sprang ein 3:2-Sieg in Ravensburg heraus. Neun der letzten zehn Spiele gewann der Meister.
Bisher:
28.10.2014: Kaufbeuren – Pinguins 2:5
07.12.2014: Kaufbeuren – Pinguins 4:1
30.12.2014: Pinguins – Kaufbeuren 4:3
Bietigheim Steelers – Ravensburg Towerstars (17.00)
Der Hauptrunden-Meister kann befreit aufspielen. Das tut die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet im Prinzip bereits die gesamte Saison. Denn das Team ist in der Breite ausgeglichen besetzt, Ausfälle konnten in der Regel kompensiert werden. Und wenn man mal verlor, dann auch nur knapp und mit nicht mehr als zwei Toren Differenz. Überhaupt gingen die Steelers in nur sieben der 49 Spiele leer aus. Nicht umsonst sammelte man bislang 111 Punkte. 120 könnten es nach Abschluss der Hauptrunde sein. Die Towerstars werden alles daransetzen, in Bietigheim zu gewinnen. Denn bei einem Erfolg und etwas Schützenhilfe winkt der Mannschaft von Trainer Daniel Naud die vorzeitige Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale. Die Towerstars verloren allerdings zuletzt drei Spiele in Serie und fünf der vergangenen sechs Begegnungen.
Bisher:
26.09.2014: Ravensburg – Bietigheim 6:4
14.11.2014: Bietigheim – Ravensburg 5:0
28.12.2014: Ravensburg – Bietigheim 3:2 OT
Heilbronner Falken – Dresdner Eislöwen (18.30)
Alles andere als ein Sieg in Heilbronn wäre für die Eislöwen eine riesige Enttäuschung und ein schwerer Dämpfer um Kampf um die Pre-Playoffs. Erst am Freitag beendete die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch mit dem 2:1 im Derby gegen Crimmitschau die Misere von zuvor sechs Niederlagen in Folge. Damit kletterten die Sachsen zugleich wieder auf den zehnten Platz. „Heilbronn bereitet sich schon seit einiger Zeit auf die Playdowns vor. Das Team hat auch nochmal Veränderungen am Kader vorgenommen, einige Langzeitverletzte sind wieder zurückgekehrt. Beim Spiel in Weißwasser hatten die Falken zuletzt lange Zeit die Möglichkeit auf einen Punktgewinn“, sagte Thomas Popiesch und ergänzte: „Wir sind uns bewusst, dass ein hartes Stück Arbeit vor uns liegt. Wenn wir von Beginn an konsequent arbeiten, haben wir aber eine reelle Siegchance.“ Die hatte Heilbronn in der Lausitz auch, am Ende hieß es allerdings 1:2. „Wir haben schlecht angefangen und sind nur durch unseren Torwart im Spiel geblieben. Im zweiten Drittel wurde es dann besser und zum Ende hätten wir den Ausgleich in 5-3 Überzahl noch schießen können. Leider fehlte etwas das Glück“, sagte Heilbronns Trainer Gerd Wittmann nach der achten Niederlage in Folge.
Bisher:
26.09.2014: Dresden – Heilbronn 5:1
14.11.2014: Dresden – Heilbronn 4:1
02.01.2015: Heilbronn – Dresden 3:4
Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse (18.30)
Am Freitag belohnten sich die Löwen Frankfurt nach einer tollen Saison mit der vorzeitigen Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale. Und würdiger hätte das Team von Trainer Tim Kehler diese Aufgabe nicht umsetzen können, 5:1 im Derby in Bad Nauheim hieß es. Mit dem vierten Sieg gegen die Lausitzer Füchse in dieser Hauptrunde und etwas Schützenhilfe könnten die Löwen am Sonntag Heimrecht perfekt machen. Das wollen die Gäste aus der Lausitz unbedingt vermeiden. Die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach kam beim 2:1 gegen die Heilbronner Falken zu dringend benötigten Punkten nach zuvor vier Niederlagen in Folge. „Das Beste am Spiel waren die drei Punkte und unser Unterzahlspiel. Ansonsten waren wir verunsichert und haben uns sehr schwer getan. Aber wir haben gewonnen, und nur das zählt“, sagte Rohrbach. Dessen Team hat nur zwei Zähler Vorsprung auf den undankbaren Rang elf.
Bisher:
26.09.2014: Frankfurt – Füchse 5:4
02.11.2014: Füchse – Frankfurt 3:6
19.12.2014: Füchse – Frankfurt 5:7
50. Spieltag (Sonntag, 22. Februar 2015)
SC Riessersee – Starbulls Rosenheim (17.00 Uhr)
EV Landshut – EC Bad Nauheim (17.00)
Eispiraten Crimmitschau – Kassel Huskies (17.00)
Fischtown Pinguins – ESV Kaufbeuren (17.00)
Bietigheim Steelers – Ravensburg Towerstars (17.00)
Heilbronner Falken – Dresdner Eislöwen (18.30)
Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse (18.30)