Ravensburg fordert Bietigheim
Towerstars brennen auf Revanche für Demütigung. Meister muss ohne Wrigley auskommen. Rosenheim bittet zum bayrischen Derby gegen Kaufbeuren.
Die Ravensburg Towerstars brennen auf die Revanche gegen die Bietigheim Steelers. Dem Tabellenvierten ist die 1:7-Heimpleite zu Beginn der Saison noch schmerzhaft in Erinnerung. Mittlerweile hat sich die Mannschaft von Trainer Daniel Naud zu einem rechten Konkurrenten entwickelt. Der Meister hat mit Personalproblemen zu kämpfen, am Sonntag fehlt zudem der gesperrte Stürmerstar David Wrigley. Tabellenführer Fischtown Pinguins trifft auf die Lausitzer Füchse und kann den sechsten Sieg in Folge einfahren. Im Blickpunkt 20. Spieltags mit sechs Livestreams bei Sprade TV ist auch das bayrische Derby zwischen den Starbulls Rosenheim und dem ESV Kaufbeuren.
Bietigheim Steelers - Ravensburg Towerstars (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Die Vorzeichen für das Top-Spiel sind bei den Steelers nicht die besten. Am Freitag hatte Coach Kevin Gaudet nur 15 Feldspieler dabei. Und gegen Ravensburg wird nun auch Top-Stürmer David Wrigley wegen einer Sperre fehlen. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass der Meister Schwierigkeiten überwindet. Am Freitag hatte es aber in Kassel gereicht, nach zehn Siegen in Folge gab es die erste Niederlage. Ravensburg dürfte auf die Revanche gegen Bietigheim brennen, nachdem man zu Saisonbeginn in der heimischen Eissporthalle 1:7 verloren hatte. Ravensburg gehört neben dem nächsten Gegner und Tabellenführer Bremerhaven nach acht Siegen aus den vergangenen zehn Spielen zu den Taktgebern in der Liga.
Bisher:
18.09.2015: Ravensburg - Bietigheim 1:7
Fischtown Pinguins - Lausitzer Füchse (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Die Fischtown Pinguins haben das erste Mal seit längerem wieder etwas Luft auf den hartnäckigsten Verfolger aus Bietigheim. Der Vizemeisterscheint gerade unter Druck die besten Momente zu haben. So war es dann auch in einem schweren Spiel beim ESV Kaufbeuren. Radek Havel machte in der Overtime den Unterschied aus. Die Kunst des Trainers Ben Doucet wird es nun sein, die Spannung gegen die zuletzt arg gerupften Lausitzer Füchse aufzubauen. Die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach wurde nach dem 5:4 im Derby unter der Woche gegen Dresden wieder schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Trotz einer 2:0-Führung gab es gegen den SC Riessersee ein 4:6. „Das erste Drittel war gut. Im zweiten Abschnitt waren wir dann aber nicht mehr Herr der Lage. Der Abstand zum Gegner war zu groß. Zum Schluss haben wir viel versucht. Leider ohne Erfolg. Ich muss aber auch klar sagen, dass bei 25 Schüssen des Gegners, nicht fünf drin sein dürfen. So können wir nicht gewinnen“, sagte Rohrbach.
Bisher:
02.10.2015: Füchse - Pinguins 1:4
Eispiraten Crimmitschau - Kassel Huskies (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Die Euphorie nach dem Schützenfest gegen Riessersee war bei den Eispiraten schnell verflogen. In Frankfurt hatte die allerdings immer noch arg dezimierte Mannschaft von Trainer Chris keine Chance. Zwar war Ex-Nationalstürmer John Tripp wieder dabei, aber es fehlten der erkrankte Matt Foy und der verletzte Vincent Schlenker. Die Huskies zeigten hingegen am Freitag beim 2:0 gegen Bietigheim ihr wahres Vermögen. Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi geht wie schon vor fünf Wochen als Favoriten in das Spiel im Sahnpark. Damals war es für die Nordhessen allerdings auch sehr harte Arbeit.
Bisher:
11.10.2015: Crimmitschau - Kassel 4:5 SO
SC Riessersee - Dresdner Eislöwen (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Die Sachsen-Trilogie schließen die Garmischer mit dem Duell gegen einen der hochgehandelten Playoff-Kandidaten ab. Und dem hatte man vor einem Monat beim beeindruckenden 7:3 den Sprung an die Tabellenspitze verwehrt. Die Woche war sehr wechselhaft für die Garmischer. Am Mittwoch ging man in Crimmitschau unter (1:8), am Freitag folgte dann nach dem ersten Drittel in der Lausitz eine Standpauke durch den Trainer. „Wir haben im ersten Drittel viel Druck auf unser Tor bekommen. In der Pause haben wir uns dann geschworen, dass wir uns den Arsch aufreißen. Und das hat dann geklappt. Ab dem zweiten Drittel haben wir mehr Druck auf das Füchse-Tor gemacht“, sagte Tim Regan. Für Riessersee war es der vierte Sieg in den zurückliegenden fünf Spielen. Dresden hingegen feierte beim 7:4 gegen Heilbronn das erste Erfolgserlebnis nach zuvor drei Niederlagen. „Ich bin froh, dass wir das Spiel für uns entscheiden konnten, auch wenn wir zu viel zugelassen haben. Wir haben nach dem 4:0 nicht mehr konsequent und konzentriert genug gearbeitet. Wir müssen jetzt Schritt für Schritt weiter gehen. Der Erfolg war gerade auch aus mentaler Sicht wichtig für uns“, sagte Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch.
Bisher:
18.10.2015: Dresden - Riessersee 3:7
Starbulls Rosenheim - ESV Kaufbeuren (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Die Starbulls Rosenheim dürfen im Derby am Sonntag gegen den ESV Kaufbeuren erstmals in dieser Saison auf mehr als zwei Siege in Folge hoffen. Das hat sich die Mannschaft von Starbulls-Trainer Franz Steer mit dem ersten Auswärtsdreier beim 4:2 in Freiburg buchstäblich erarbeitet. „Wir hätten das Spiel viel früher entscheiden müssen. Und die beiden Gegentore waren unnötig, da waren wir hinten zu offen“, sagte Steer, der sichtlich erleichtert wirkte: „Zum Glück hat uns das Auslassen der vielen klaren Chancen diesmal nicht das Genick gebrochen. Wir haben das Spiel gewonnen und das zählt.“ Einen solchen sieg hätte der ESVK gerne auch gehabt. Angesichts der vielen Verletzten und Ausfälle wie Stefan Vajs, Michael Baindl und Max Schmidle lieferte die Mannschaft von Trainer Mike Muller gegen Tabellenführer Bremerhaven aber eine tolle Vorstellung und verdiente sich einen Punkt. „Das war die richtige Reaktion auf das Heimspiel zuvor“, sagte der Coach mit Blick auf das 2:6 im Derby gegen Riessersee.
Bisher:
11.10.2015: Rosenheim - Kaufbeuren 3:0
EC Bad Nauheim - EHC Freiburg (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)
Den EC Bad Nauheim darf man nie aus dem Blickfeld verlieren. Das zeigte die Mannschaft von Trainer Petri Kujala am Freitag wieder eindrucksvoll beim 2:3 nach Penaltyschießen in Ravensburg. Knapp vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit egalisierten Tim May und Andreas Pauli innerhalb von 45 Sekunden einen 0:2-Rückstand. "Ravensburg ist eine der heißesten Mannschaften in der DEL2. Sie sind offensiv stark und haben gegen uns auch das Schussverhältnis für sich gestalten können. Doch wir haben dagegen gehalten und bis zum Ende unser Spiel gespielt. Wir wurden mit dem einen Punkt belohnt, auch wenn das Penaltyschießen natürlich Glückssache ist. Unter dem Strich sind wir mit dem einem Zähler zufrieden", sagte Kujala. Dank dieser Beständigkeit haben sich die Roten Teufel vorerst als Playoff-Kandidat etabliert. Beim Aufsteiger sind Siege wie das 6:1 am vergangenen Wochenende gegen Crimmitschau weiter die Ausnahme, zumal Coach Leos Sulak auch mit Ausfällen zu kämpfen hat. Immerhin hat man gute Erinnerungen an das Colonel-Knight-Stadion, wo man am 2. Spieltag triumphierte.
Bisher:
13.09.2015: Bad Nauheim - Freiburg 3:5
Heilbronner Falken - Löwen Frankfurt (18.30 Uhr)
Die Heilbronner Falken wachen entweder zu spät auf oder verlieren am Ende die Aufmerksamkeit. Am vergangenen Wochenende verloren die Falken und den letzten drei Minuten das Spiel in Rosenheim, am Freitag lag die Mannschaft von Trainer Mannix Wolf nach 22 Minuten in Dresden fast uneinholbar zurück. „Der Sieg für Dresden ist verdient. Wenn man 0:4 zurückliegt, dann hat man keine Chance mehr zu gewinnen. Ich kann meinem Team aber dennoch ein kleines Lob dafür aussprechen, dass es nochmal alles gegeben hat, um wieder zurück ins Spiel zu kommen. Mit etwas Glück machen wir Dresden das Leben am Ende sogar noch schwer. Wir haben in dieser Saison noch viel Arbeit vor uns“, sagte Wolf. Zum Beispiel dürfte der körperliche Aufwand gegen die Löwen Frankfurt erheblich sein. Die feierten beim 7:2 gegen die Eispiraten Crimmitschau vor allem das Debüt von Neuzugang Kris Sparre, der wochenlang mit einer Thrombose zu tun hatte. Der einstige Dresdner Topscorer führte sich mit einem Tor direkt prächtig ein. Der Kader von Tim Kehler hat damit noch mehr Qualität.
Bisher:
27.09.2015: Heilbronn - Frankfurt 0:4
Der 20. Spieltag im Überblick:
Bietigheim Steelers - Ravensburg Towerstars (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Fischtown Pinguins - Lausitzer Füchse (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Eispiraten Crimmitschau - Kassel Huskies (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
SC Riessersee - Dresdner Eislöwen (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Starbulls Rosenheim - ESV Kaufbeuren (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
EC Bad Nauheim - EHC Freiburg (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)
Heilbronner Falken - Löwen Frankfurt (18.30 Uhr)