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Ravensburg marschiert weiter – ESVK siegt an der Urne

Ravensburg marschiert weiter – ESVK siegt an der Urne
DEL2

Towerstars 5:2 in Crimmitschau / Bürger in Kaufbeuren stimmen für Stadionneubau – Joker verlieren aber gegen Kassel /  Frankfurt siegt gegen die Pinguins mit 2:1

Niederlage auf dem Eis, Sieg an der Urne: Zwar verlor DEL2-Schlusslicht ESV Kaufbeuren durch das 3:7 gegen den Zweiten Kassel Huskies zum 13. Mal in Folge. Aber jubeln durften die Club-Verantwortlichen, weil die Bürgerbefragung in Kaufbeuren am Sonntag eine Mehrheit für einen Stadionneubau ergeben hat. Im nun anstehenden letzten Viertel der Hauptrunde geht es für den ESVK darum, sich für die Playdowns und den Kampf um den Klassenerhalt einzuspielen. Für die große Mehrheit der 14 Clubs geht es aber um die Playoffs. Am 39. Spieltag versetzte der souveräne Spitzenreiter dem Tabellenelften EC Bad Nauheim mit dem 4:1 wieder einen kleinen Dämpfer. Die Niederlage der Hessen nutzten im dichten Feld der Playoff-Bewerber  die Eislöwen Dresden mit dem 5:2 gegen den EV Landshut, die Starbulls Rosenheim mit dem 4:0 gegen die Heilbronner Falken und der SC Riessersee mit dem 2:1 nach Penaltyschießen bei den Lausitzer Füchsen. Im Kampf um die Topplatzierungen nach der Hauptrunde feierten die Ravensburg Towerstars mit dem 5:2 bei den Eispiraten Crimmitschau (Foto: Alexander Grimm) den vierten Sieg in Folge und sind weiter punktgleich mit dem Dritten Löwen Frankfurt. Der Aufsteiger gewann das Spitzenspiel gegen Meister Fischtown Pinguins mit 2:1.


Dresdner Eislöwen – EV Landshut 5:2 (1:1, 3:1, 1:0)

Der 2:1-Erfolg bei den Kassel Huskies hat den Dresdner Eislöwen weiteren Wind gegeben. Trotz personeller Probleme feierte die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch im Kampf um die Playoffs am Sonntag gegen den EV Landshut den dritten Sieg in Folge. Mit einem starken zweiten Drittel und drei Toren innerhalb von sieben Minuten legten die Gastgeber vor einer guten Kulisse von über 3.000 Zuschauern den Grundstein. Thomas Popiesch fehlte neben den Langzeitverletzten Sami Kaartinen, John Koslowski und Bruce Becker auch Feodor Boiarchinov, der sich in Kassel eine Verletzung im rechten Knie zugezogen hatte. Der in Nordhessen starke Goalie Kevin Nastiuk erhielt eine Pause und wurde durch Mathias Niederberger gut vertreten. Wegen der Ausfälle von Max Englbrecht und Marco Eisenhut war bei den Landshutern der Regensburger Cody Brenner wieder Backup für Goalie Tyler Weiman. Die Mannschaft von Trainer Ewald Steiger steht nach den Niederlagen gegen die Fischtown Pinguins am Freitag (2:4) und in Dresden im Kampf um die Playoffs stark unter Druck. 
Tore: 1:0 Stefan Chaput (10:11/PP1), 1:1 Peter Abstreiter (15:59), 2:1 Dominik Grafenthin (22:06), 3:1 Stefan Chaput (23:08), 4:1 Arturs Kruminsch (28:43), 4:2 Bill Trew (42:34), 5:2 Joni Tuominen (58:28/EN)
Zuschauer: 3.132

Eispiraten Crimmitschau – Ravensburg Towerstars 2:5 (0:1, 1:3, 1:1)

Die Ravensburg Towerstars bauen an der längsten Siegesserie der Saison. In Crimmitschau feierte die Mannschaft von Trainer Daniel Naud den vierten Dreier in Folge und bleibt im Rennen um eine Topplatzierung und –ausgangspostition für die Playoffs. Das Powerplay-Tor von Stephan Vogt kurz vor Ende eines von beiden Teams verhalten geführten ersten Drittels hätte zu keinem günstigeren Zeitpunkt fallen können. Denn gleich zu Beginn des Mittelabschnitts legten die Gäste, bei denen Neuzugang Fabio Carciola auch im vierten Spiel punktete, nach. Für Crimmitschau sanken die Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme weiter. Seit dem 6:5 in Frankfurt musste die Mannschaft von Trainer Chris Lee drei Niederlagen in Folge hinnehmen. Der Rückstand auf die Playoff-Plätze wuchs für die Eispiraten auf 15 Punkte an. Auch bei einem Sieg am Mittwoch im Nachholspiel in Bremerhaven erscheint die im letzten Viertel der Hauptrunde zu schließende Lücke doch zu groß.
Tore: 0:1 Stephan Vogt (19:33/PP1), 0:2 Radek Krestan (21:12), 0:3 Brian Roloff (29:16/PP1), 0:4 Hans Detsch (33:43), 1:4 Jakub Körner (35:40), 1:5 Konstantin Schmidt (49:48), 2:5 Jamie MacQueen (56:04)
Zuschauer: 1.748

Bietigheim Steelers – EC Bad Nauheim 4:1 (2:1, 2:0, 0:0)

Keine Geschenke an die Konkurrenz: Spitzenreiter Bietigheim Steelers zieht sein Programm gnadenlos durch. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet stoppt den Lauf des EC Bad Nauheim und feierte den siebten Erfolg in den vergangenen acht Spielen. Im nun anstehenden letzten Saisonviertel  müsste schon viel passieren, sollte der Vizemeister doch nicht den Hauptrunden-Titel holen und als Nummer eins in die Playoffs gehen. Trotzdem nicht alle Mann an Bord waren und Sinisa Martinovic nach seinem Shutout beim 2:0 in Riessersee am Freitag eine Pause gegönnt wurde, gab es Punkte. Backup Andreas Mechel machte seine Sache gut. Und Liga-Topscorer David Wrigley, am Freitag nicht dabei, war wieder gewohnt effektiv. Bad Nauheim, das zuvor drei Siege in Folge gefeiert hatte, wird bis zum Hauptrunden-Ende im dicht gestaffelten Feld mit der direkten Konkurrenz um die Playoff-Plätze streiten.
Tore: 1:0 Frederik Cabana (1:58), 2:0 Robin Just (4:20), 2:1 Kyle Helms (9:14/PP1), 3:1 Robin Just (30:14), 4:1 David Wrigley (35:42)
Zuschauer: 2.663

Lausitzer Füchse – SC Riessersee 1:2 (1:1, 0:0, 0:0, 0:0, 0:1) SO

Florian Vollmer bescherte den Garmischern am Ende einer turbulenten Woche mit dem Rücktritt von Trainer Toni Krinner ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis. Nach zuvor vier Niederlagen in Folge konnte der SC Riessersee im Kampf um die Playoffs den Vorsprung auf den elften Platz auf vier Punkte ausdehnen und an den Füchsen aufgrund der besseren Tordifferenz vorbeiziehen. An der Bande stand wie beim 0:2 am Freitag gegen Bietigheim Geschäftsführer Paul Karl. Bei den Lausitzern hatte sich vor dem Spiel die Personallage zwar wieder verbessert. Bis auf den Team-Topscorer Jonas Johannsson standen Trainer Dirk Rohrbach alle Spieler zur Verfügung. Doch ein Erfolgserlebnis blieb seinem Team verwehrt. Die Füchse mussten die vierte Niederlage in Folge und die sechste in den vergangenen  sieben Spielen hinnehmen.
Tore: 0:1 Lubor Dibelka (3:07), 1:1 Markus Lehnigk (14:50/PP1), 1:2 Florian Vollmer (SO)
Zuschauer: 2.122

Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)

Die Starbulls haben nach zuletzt zwei Niederlagen mit einem Pflichtsieg wieder in die Spur gefunden. Die Mannschaft von Trainer Franz Steer gewann auch das dritte Spiel in dieser Saison gegen die Falken und kam zum sechsten Sieg in den vergangenen acht Spielen. Damit konnte der Abstand zum Elften Bad Nauheim wieder auf drei Punkte ausgebaut werden. Timo Herden machte eine blitzsaubere Partie und parierte einen Penaltyshot. Den Falken, die mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Klassenerhalt spielen werden, fehlte anders als beim 8:2 gegen Kaufbeuren diesmal die Durchschlagskraft in der Offensive.
Tore: 1:0 Maximilian Hofbauer (1:38), 2:0 Mario Valery-Trabucco (25:59), 3:0 Robert Schopf (36:09), 4:0 Sergio Somma (49:37/PP2)
Zuschauer: 1.676

ESV Kaufbeuren – Kassel Huskies 3:7 (1:1, 1:4, 1:2)

Der ESV Kaufbeuren feierte den bislang größten Erfolg in dieser Saison wohl an der Wahlurne. Die Bürgerbefragung zum Bau einer neuen Eis-Arena am Sonntag fiel positiv für die Allgäuer aus. Knapp 25 Prozent der Bürger votierten für einen Bau. Damit sind die Voraussetzungen für den dauerhaften Fortbestand des Profi-Eishockeys in Kaufbeuren geschaffen.  Sportlich verlief der Sonntag fast erwartungsgemäß. Die erneut dezimierten Joker, die sich in einem personellen Umbruch befinden,  mussten gegen Kassel die 13. Niederlage in Folge hinnehmen. Erfreulich war für Trainer Kari Rauhanen zu sehen, dass man mit dem Tabellenzweiten etwas mehr als ein Drittel mithalten und zweimal einen Rückstand ausgleichen konnte.  Aber die Huskies sorgten nach dem 2:2 innerhalb von dreieinhalb Minuten mit drei Toren für eine Vorentscheidung.  Da war Jens Meilleur schon nicht mehr auf dem Eis, weil er wegen eines Checks von hinten zu Beginn des zweiten Drittels eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhalten hatte. Goalie Mika Järvinen kam im zweiten Spiel nach langer Verletzungspause zum ersten Sieg. Am Freitag hatten die Huskies beim Comeback des Finnen 1:2 gegen Dresden verloren.
Tore: 0:1 Jens Meilleur (18:36), 1:1 Tim Richter (18:50), 1:2 Adriano Carciola (21:25), 2:2 Daniel Menge (25:04), 2:3 Manuel Klinge (26:05/PP1), 2:4 Matt Tomassoni (27:17), 2:5 Peter Flache (29:39), 2:6 Carter Proft (45:49), 2:7 Daniel Schmölz (46:11), 3:7 Florian Thomas (55:12)
Zuschauer: 1.567

Löwen Frankfurt – Fischtown Pinguins 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)

Die Löwen Frankfurt haben dem Druck der Ravensburg Towerstars standgehalten und im Spitzenspiel gegen Meister Fischtown Pinguins einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Das Duell hielt alles, was man erwarten konnte. Das beste Powerplay der DEL2 machte in diesem Spiel den Unterschied aus. Damit rangiert die Mannschaft von Trainer Tim Kehler weiter auf dem dritten Tabellenplatz vor den punktgleichen Towerstars. Schon am kommenden Freitag treffen die Löwen, die zuvor den zweiten Heimsieg in Folge feierten, erneut in eigener Halle auf die Pinguins. Bei den Seestädtern, die wegen der so erfolgreich verlaufenen Teilnahme am Continental Cup noch Nachholspiele haben, gibt es von den Ergebnissen her vor allem auswärts noch viel Luft nach oben. Am Freitag hatte man zwar 4:2 in Landshut gewonnen, aber unter dem Strich kassierte die Mannschaft von Trainer Mike Stewart in Frankfurt die siebte Niederlage in den vergangenen acht Auswärtsspielen. Am Mittwoch steht bereits die Nachholpartie gegen die Eispiraten Crimmitschau an. Der elfte Heimsieg in Folge ist angesichts der Tabellenkonstellation eigentlich ein Muss.
Tore: 0:1 Brendan Cook (10:01), 1:1 Richard Mueller (28:43), 2:1 Justin Kirsch (52:58/PP1)
Zuschauer: 4.112

39. Spieltag (Sonntag, 18. Januar 2015)

Dresdner Eislöwen – EV Landshut 5:2 (1:1, 3:1, 1:0)
Eispiraten Crimmitschau – Ravensburg Towerstars 2:5 (0:1, 1:3, 1:1)
Bietigheim Steelers – EC Bad Nauheim 4:1 (2:1, 2:0, 0:0)
Lausitzer Füchse – SC Riessersee 1:2 (1:1, 0:0, 0:0, 0:0, 0:1) SO
Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)
ESV Kaufbeuren – Kassel Huskies 3:7 (1:1, 1:4, 1:2)
Löwen Frankfurt – Fischtown Pinguins 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)

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