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Ravensburg rückt auf Rang drei vor

Ravensburg rückt auf Rang drei vor
DEL2

Towerstars 8:3 gegen Riessersee und den neuen Trainer Mansi / Crimmitschau 4:2 in Landshut / Meister Bremerhaven 3:2 in Frankfurt / Eislöwen  gewinnen Sachsenderby

Die Ravensburg Towerstars sind die Mannschaft der Stunde in der DEL2. Das Team von Trainer Daniel Naud feierte am 40. Spieltag am Freitagabend ein 8:3 gegen den SC Riessersee und rückte auf den dritten Platz vor. Für Riessersees neuen Trainer Maurizio Mansi (Foto: Kim Enderle) war es ein unschöner Einstand. Ravensburg profitierte von der 2:3-Niederlage des Aufsteigers Löwen Frankfurt in der Nachholbegegnung vom 19. Spieltag gegen Meister Fischtown Pinguins. Das Schlagerspiel 2 gegen 1 entschied Mitaufsteiger  Kassel Huskies mit einem 3:2 über die Bietigheim Steelers für sich. Der Vorsprung des Vizemeisters auf die Nordhessen beträgt aber immer noch 16 Punkte. Weiter im Aufwärtstrend befinden sich die  Eislöwen Dresden nach dem 4:3 im Sachsenderby bei den Lausitzer Füchsen. Auch die Starbulls Rosenheim bleiben ein heißer Playoff-Anwärter dank des 5:2 gegen den Vorletzten Heilbronner Falken. Der EC Bad Nauheim konnte mit dem 6:5 gegen den ESV Kaufbeuren nach Verlängerung gerade eben noch eine Riesenenttäuschung vermeiden und zum Zehnten EV Landshut nach Punkten aufschließen. Der EVL erlebte beim 2:4 gegen die Eispiraten Crimmitschau einen Alptraum. Der neue Trainer Toni Krinner war wegen der noch zu klärenden Umstände seines Wechsels von  Riessersee nach Landshut am Freitag gesperrt und darf auch am Sonntag im Derby bei seinem alten Club nicht an der Bande stehen.


Löwen Frankfurt – Fischtown Pinguins 2:3 (0:1, 2:1, 0:1)

Die Fischtown Pinguins haben im zweiten Nachholspiel innerhalb von drei Tagen weitere Big Points gesammelt. Dabei bescherte Brendan Cook dem Meister, bei dem der gesperrte Tim Miller fehlte,  mit seinem zweiten Tor am Freitagabend einen Sieg bei den Löwen Frankfurt. Am vergangenen Sonntag hatten die Pinguins trotz einer Führung durch Cook noch 1:2 bei den Hessen verloren. Am Mittwoch reagierte die Mannschaft von Trainer Mike Stewart mit dem 8:5 gegen die Eispiraten Crimmitschau und dem elften Heimsieg in Folge. Nun hat Bremerhaven, das durch die so erfolgreiche Teilnahme am Continental Cup noch Nachholbedarf hat, immer noch drei Spiele weniger auf dem Konto als die Konkurrenz und rückte als Fünfter bis auf zwei Zähler an Frankfurt heran. Die Löwen kassierten die dritte Niederlage in den vergangenen fünf Heimspielen. Trainer Tim Kehler musste Clarke Breitkreuz (Bauchmuskelverletzung) ersetzen.
Tore: 0:1 Brendan Cook (11:18/SH1), 1:1 Nick Mazzolini (22:41), 2:1 Marton Vas (28:09/PP1), 2:2 Brock Hooton (39:50), 2:3 Brendan Cook (56:36)
Zuschauer: 4.019

Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken 6:2 (1:1, 2:1, 3:0)

Die Starbulls haben den Sweep in der Hauptrunde gegen die Heilbronner Falken vollendet und weitere wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs gemacht. Dennoch hatte die Mannschaft von Trainer Franz Steer im zweiten Duell mit den Falken innerhalb von sechs Tagen mehr Mühe als ihr lieb war. Über 40 Minuten boten die Gäste dem Favoriten ordentlich Paroli. Doch das zweite Tor von Tyler McNeely zu Beginn des Schlussdrittels stellte die Weichen auf den siebten Erfolg in den vergangenen neun Spielen. Der Tabellenvorletzte Heilbronn lieferte wie schon häufig in den vergangenen Wochen über weite Strecken des Spiels eine ordentliche Leistung ab. Trotzdem gab es die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Spielen.  
Tore: 1:0 Benjamin Zientek (8:18), 1:1 Alexander Ackermann (16:27), 2:1 Tyler McNeely (21:24), 2:2 Marcel Kurth (29:50), 3:2 Fabian Zick (35:04), 4:2 Tyler McNeely (40:49), 5:2 Andrej Strakhov (45:46), 6:2 Sergio Somma (57:28)
Zuschauer: 1.831

Kassel Huskies – Bietigheim Steelers 3:2 (1:1, 2:0, 0:1)

2:2 – so lautet die Hauptrundenbilanz zwischen den Kassel Huskies und dem souveränen Spitzenreiter Bietigheim Steelers. Der Aufsteiger aus Nordhessen zeigte am Freitagabend einmal mehr, dass er mit dem Vizemeister auf Augenhöhe sein kann. Trainer Rico Rossi hat offenbar eine Mannschaft zusammen, die in den Playoffs ein ordentliches Wörtchen mitreden könnte. Adriano Carciola war mit zwei Toren der Matchwinner für die Huskies, die wie Bietigheim in allen Mannschaftsteilen ausgeglichen besetzt sind. Besonders stark ist aber die Goalie-Besetzung. Mika Järvinen feierte in seinem dritten Spiel nach langer Verletzungspause den zweiten Sieg. Jeff Frazee hatte eine Pause, als Backup war gegen Bietigheim Kai Kristian im Kader. Die Steelers konnten diese Niederlage freilich verschmerzen, zumal die personelle Situation immer noch angespannt ist und einige Leistungsträger noch zurückkommen. Verzichten muss Trainer Kevin Gaudet, dessen Team die zweite Niederlage in den vergangenen neun Spielen hinnehmen musste, neben Adam Borzecki und Justin Kelly auf Bastian Steingroß. Für Steingroß ist die Saison nach einer Schulteroperation vorzeitig beendet.
Tore: 1:0 Adriano Carciola (5:01), 1:1 Marcus Sommerfeld (17:33/PP1), 2:1 Marco Müller 30:56), 3:1 Adriano Carciola (33:15), 3:2 René Schoofs (56:44)
Zuschauer: 3.526

EC Bad Nauheim – ESV Kaufbeuren 6:5 (0:2, 5:1, 0:2, 1:0) OT

Dan Ringwald bewahrte den EC Bad Nauheim vor einer großen Enttäuschung. Mit seinem zweiten Tor sorgte Ringwald in der Verlängerung wenigstens für den Pflichtsieg gegen erstaunliche Kaufbeurer, die erneut stark ersatzgeschwächt nach zwölf glatten Niederlagen den ersten Punkt erkämpften. Die Hessen hatten mit dem Tabellenletzten aus Kaufbeuren mehr Mühe als erwartet. Zwei schnelle Powerplay-Tore durch Patrick Strauch und Dusan Frosch zu Beginn des Mittelabschnitts leiteten zwischenzeitlich die Wende zugunsten der Gastgeber ein. Kaufbeuren lieferte getragen von der Euphorie von dem positiven Votum zum Stadionneubau ein blitzsauberes erstes Drittel ab und leistete insgesamt erstaunlichen Widerstand. Neuzugang Daniel Oppolzer hatte zwei Wochen nach seinem Wechsel zum ESVK ein Wiedersehen mit seinem alten Verein und traf, und Jordan Knackstedt machte im dritten Spiel sein erstes Tor. Die unter der Woche verpflichteten Pasi Häkkinen im Tor und Michael Schöppl gaben ihr Debüt, Martin Heider hatte nach langer Pause sein erstes Spiel 2015 und traf direkt. Wie schon in den vergangenen Wochen war auch am Freitag personelle Situation angespannt. Trainer Kari Rauhanen musste neben Goalie Stefan Vajs und Michael Fröhlich auch auf Torwart Maximilian Sigl, Tim Richter (beide angeschlagen) und Daniel Pfaffengut (krank) verzichten. Am Ende stand trotz großem Kampf die 14. Niederlage in Folge. Bad Nauheim zog durch den vierten  Sieg in den vergangenen fünf Spielen im Kampf um die Playoffs immerhin mit dem zehntplatzieren EV Landshut gleich.
Tore: 0:1 Jordan Knackstedt (7:02), 0:2 Daniel Menge (16:25/EA), 1:2 Patrick Strauch (20:35/PP2), 2:2 Dusan Frosch (26:12/PP1), 3:2 Dan Ringwald (27:08), 4:2 Tim May (36:44), 4:3 Martin Heider (37:45), 5:3 Matt Beca (39:27/EA), 5:4 Rob Kwiet (44:34), 5:5 Daniel Oppolzer (56:50), 6:5 Dan Ringwald (63:27)
Zuschauer: 2.172

Lausitzer Füchse – Dresdner Eislöwen 3:4 (1:0, 1:2, 1:2)

Die Sachsenderbys in dieser Saison waren bis Freitag ein Sache für die Gastmannschaften – und dabei blieb es auch. Und für Dresden hatte Neuzugang Shawn Weller dabei seinen ersten großen Auftritt seit seinem Wechsel zu Jahresbeginn von den Ravensburg Towerstars. Der Stürmer erzielte sechs Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit das Siegtor und sorgte für großen Jubel unter den Gästefans.  Für die Eislöwen geht es damit weiter bergauf, obwohl wichtige Spieler wie Sami Kaartinen, John Koslowski, Bruce Becker in und Feodor Boiarchinov fehlten. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch feierte den vierten Sieg in Folge und befindet sich damit klar auf Playoff-Kurs. Ganz anders sieht es bei den Lausitzer Füchsen aus. Zwar wirkte Jonas Johannsson wieder mit und lieferte direkt zwei Assists. Doch konnten die Gastgeber zwei Führungen nicht nutzen. Damit musste Weißwasser die fünfte Niederlage in Folge hinnehmen und verlor sieben der vergangenen acht Spiele. Auf den elften Rang haben die Füchse nur noch zwei Zähler Vorsprung.
Tore: 1:0 Maxime Legault (17:52), 1:1 Dominik Grafenthin (25:55/EA), 1:2 Hugo Boisvert (28:35/EA), 2:2 Thomas Götz (33:15), 3:2 Greg Classen (44:50), 3:3 Arturs Kruminsch (55:28), 3:4 Shawn Weller (59:54)
Zuschauer: 2.822

EV Landshut – Eispiraten Crimmitschau 2:4 (2:0, 0:2, 0:2)

Was wäre gewesen, wenn die Eispiraten Crimmitschau ihre Möglichkeiten in Auswärtsspielen so genutzt hätten wie in Landshut? Die Mannschaft von Trainer Chris Lee zeigte zwei Tage nach dem 5:8 in Bremerhaven ein starke Reaktion, die angesichts eines 0:2-Rückstandes umso höher zu bewerten ist. Die Aussichten auf die Playoff-Teilnahme sind trotz des sechsten Auswärtssieges angesichts der Lücke von immer noch 14 Punkten zu Platz zehn weiter äußerst trübe. Für den EV Landshut war diese Niederlage – es war die dritte in Folge - ganz besonders schmerzhaft, alleine schon wegen der 2:0-Führung. Als wenn die Unruhe im Verein nicht ohnehin schon groß genug wäre. An der Bande stand Co-Trainer Ewald Steiger. Toni Krinner ist für dieses Wochenende gesperrt, weil die Situation zwischen Riessersee und Landshut noch nicht geklärt ist. Krinner hatte vor knapp zwei Wochen in Riessersee seinen Posten aufgegeben, am vergangenen Montag dann gekündigt und danach in Landshut unterschrieben. Das Training hatte er in Landshut bereits geleitet.
Tore: 1:0 Patrick Jarrett (6:56), 2:0 Peter Abstreiter (13:06), 2:1 Marvin Tepper (24:13/PP1), 2:2 Eric Lampe (29:52), 2:3 Martin Heinisch (52:50/PP1), 2:4 Jamie MacQueen (59:05/EN)
Zuschauer: 2.841

Ravensburg Towerstars – SC Riessersee 8:3 (2:1, 2:1, 4:1)

Die Ravensburg Towerstars sind derzeit nicht zu stoppen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud feierte den 18. Sieg im 21. Heimspiel, den fünften in Folge und zog an den Löwen Frankfurt vorbei auf den dritten Tabellenplatz. Die Towerstars boten den eigenen Zuschauern einmal mehr Eishockey vom Feinsten und hatten nur etwas mehr als eine halbe Stunde Mühe mit Riessersee. Der neue Trainer Maurizio Mansi musste gleich in seinem ersten Spiel die höchste Saisonniederlage der Garmischer, die die ersten drei Spiele gegen Ravensburg noch gewonnen hatten, miterleben. Aber er übernahm bei seiner Rückkehr an die Zugspitze auch die derzeit angespannte personelle Situation. Es fehlten unter anderem Mark Kosick und Valentin Gmeissner. Nach fünf Niederlagen in den vergangenen sechs Spielen beträgt der Vorsprung der Garmischer auf Rang elf nur noch zwei Punkte. 
Tore: 0:1 Maximilian Kastner  (2:36), 1:1 Konstantin Schmidt (9:04), 2:1 Maximilian Brandl (11:31), 3:1 Maury Edwards (21:09/PP1), 3:2 Maximilian Kastner (29:37), 4:2 Fabio Carciola (35:39/PP1), 5:2 Alex Leavitt (41:55), 6:2 Konstantin Schmidt (43:33), 6:3 Jaroslav Kracik (44:18), 7:3 Austin Smith (57:44/EN), 8:3 Stephan Vogt (58:22)
Zuschauer: 2.555

19. Spieltag (Nachholspiel, Freitag, 23. Januar 2015)

Löwen Frankfurt – Fischtown Pinguins 2:3 (0:1, 2:1, 0:1)

40. Spieltag (Freitag, 23. Januar 2015)

Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken 6:2 (1:1, 2:1, 3:0)
Kassel Huskies – Bietigheim Steelers 3:2 (1:1, 2:0, 0:1)
EC Bad Nauheim – ESV Kaufbeuren 6:5 (0:2, 5:1, 0:2, 1:0) OT
Lausitzer Füchse – Dresdner Eislöwen 3:4 (1:0, 1:2, 1:2)
EV Landshut – Eispiraten Crimmitschau 2:4 (2:0, 0:2, 0:2)
Ravensburg Towerstars – SC Riessersee 8:3 (2:1, 2:1, 4:1)

41. Spieltag (Sonntag, 25. Januar 2015)

Dresdner Eislöwen – EC Bad Nauheim (17.00 Uhr)
Bietigheim Steelers – Fischtown Pinguins (17.00)
Eispiraten Crimmitschau – Lausitzer Füchse (17.00)
SC Riessersee – EV Landshut (17.00)
Löwen Frankfurt – Kassel Huskies (18.30)
ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim (18.30)
Heilbronner Falken – Ravensburg Towerstars (18.30)

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