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Text: DEL2

Riessersee erstmals bei Sprade TV im Eissport—Zentrum zu sehen

Garmischer dürfen gegen Kassel sogar auf die Tabellenführung hoffen. Spitzenreiter Löwen Frankfurt tritt in Ravensburg an. 8. Spieltag beginnt bereits um 14.00 Uhr mit dem Derby Crimmitschau-Dresden.

Riessersee erstmals bei Sprade TV im Eissport—Zentrum zu sehen
SC Riessersee

Der SC Riessersee feiert seine TV-Premiere unter der Zugspitze. Und der Altmeister hätte mit dem 6:5-Sieg bei Meister Bietigheim Steelers am Freitag keine bessere Werbung machen können für den ersten Stream von Sprade TV vom Heimspiel gegen die Kassel Huskies. Mit einem Erfolg darf Riessersee sogar auf die Tabellenführung hoffen, sollte Spitzenreiter Löwen Frankfurt bei den Ravensburg Towerstars patzen. Den 8. Spieltag eröffnen die Eispiraten Crimmitschau und Dresdner Eislöwen bereits um 14.00 Uhr im Sahnpark.

Eispiraten Crimmitschau - Dresdner Eislöwen (14.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Die etwas ungewöhnliche Zeit für den Start des ersten Sachsenderbys in dieser Saison zwischen Crimmitschau und Dresden passt ein wenig zu dem, was sich fast genau vor einem Jahr am 17. Oktober 2014 im Sahnpark abspielte. Woran sich die Fans und Verantwortlichen mit Graus erinnern und diesen Tag wahrscheinlich am liebsten aus dem Kalender streichen würden, hat Dresdens Trainer Thomas Popiesch noch so in Erinnerung: "Es war ein verrücktes Spiel, über das im Nachgang viel gesprochen wurde.“ Allerdings. Der Spielfilm dieses damals ersten Sachsenduell der Saison war atemberaubend. 13 Tore fielen insgesamt, alleine neun im Schlussdrittel! Das Popiesch-Team lag zweimal scheinbar entscheidend in Rückstand, 1:3 – und 3:6 bis 3:21 Minuten vor dem Ende des Spiels. Dannn passierte das schier Unglaubliche: Die Gäste erzielten unfassbare vier Tore innerhalb von 172 Sekunden durch Sami Kaartinen, Kris Sparre, Joni Tuominen und Arturs Kruminsch. Die Eispiraten-Fans und auch der Rest der Zuschauer im Sahnpark trauten ihren Augen nicht angesichts dessen, was sich auf dem Eis abspielte. Am Ende stand für die Eislöwen seinerzeit der vierte Sieg in Folge – einer, an den man sich noch lange erinnern wird. Hier nochmals die Torfolge.

Tore: 1:0 Matthew Mac Kay (12:06), 1:1 Kris Sparre (19:30), 2:1 Mike Card (33:40/PP1), 3:1 Marvin Tepper (39:24), 3:2 Arturs Kruminsch (41:10/PP1), 3:3 Sami Kaartinen (41:27/PP1), 4:3 Matthias Forster (43:34), 5:3 Jakub Langhammer (47:59/PP2), 6:3 Jakub Langhammer (52:28/PP1), 6:4 Sami Kaartinen (56:39), 6:5 Kris Sparre (58:10), 6:6 Joni Tuominen (59:14/PP1), 6:7 Arturs Kruminsch (59:31)
Zuschauer: 3.073

„Am Sonntag können wir uns von diesem Erfolg allerdings nichts mehr kaufen“, sagte Popiesch mit Blick auf den 4. Oktober 2015. „Es steht wieder 0:0, und wir müssen von Beginn an mit Leidenschaft in das Derby gehen. Dann können wir auch das Nervenkostüm unserer Fans schonen. Ich denke, dass Crimmitschau derzeit zu den Mannschaften zählt, die am meisten unterschätzt werden. Der Kader hat eine sehr gute Qualität.“

Vergangene Saison

17.10.2014: Crimmitschau - Dresden 6:7
28.11.2014: Crimmitschau - Dresden 5:2   
19.12.2014: Dresden - Crimmitschau 6:4
20.02.2015: Dresden - Crimmitschau 2:1

Fischtown Pinguins - ESV Kaufbeuren (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Der Vizemeister holte in den vergangenen beiden Auswärtsspielen in Freiburg (7:1) und Weißwasser (4:1) nicht nur ergebnismäßig das Maximum heraus. Angesichts des Fehlens wichtiger Stammspieler half sich die Mannschaft von Trainer Ben Doucet mit bärenstarken ersten Dritteln selbst und konnte sowohl im Breisgau und auch in der Lausitz den Gegner in den verbleibenden 40 Minuten mit sicheren Führungen kontrollieren. „Meine Mannschaft hat ein wirklich starkes erstes Drittel gespielt“, sagte Doucet nach dem Spiel in der Lausitz. Das wurde von der schweren Gesichtsverletzung von Weißwassers Roberto Geiseler überschattet. Doucet: „Wir wünschen Roberto Geiseler gute Besserung.“ Für den Einsatz gegen Geiseler erhielt Maximilian Schaludek eine Matchstrafe und wird gegen Kaufbeuren fehlen. Im Hochgefühl des zweiten Saisonsieges bei der ersten Live-Übertragung durch Sprade TV aus der Arena am Berliner Platz reiste der ESVK an die Nordsee. „Meine Mannschaft hat über die komplette Spielzeit eine tolle kämpferische Leistung gezeigt. Auch unser Goalie Marc-Michael Henne hat Stefan Vajs sehr gut vertreten und ein super Spiel gemacht“, sagte ESVK-Trainer Mike Muller, dessen Team nun den ersten Auswärtssieg anstrebt. Torwart Henne musste für Vajs einspringen und war ein wichtiger Faktor in den kritischen Phasen des Spiels. „Wie die Fans mich nach dem Spiel gefeiert haben, war ein ganz besonderer Moment für mich. So etwas habe ich noch nie zuvor erlebt!", sagte Henne.

Vergangene Saison

28.10.2014: Kaufbeuren - Pinguins 2:5
07.12.2014: Kaufbeuren - Pinguins 4:1
30.12.2014: Pinguins - Kaufbeuren 4:3
22.02.2015: Pinguins - Kaufbeuren 3:0

Starbulls Rosenheim - EC Bad Nauheim (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Bei den Starbulls wird es im Oktober bunt. Der Verein wird im Spiel gegen Bad Nauheim erstmals Trikots mit Farbanteilen aus „Pink“ tragen. Hintergrund ist eine Charity Aktion, um auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen. Der „Pinktober“ und das Familienfest bilden den Rahmen für das vierte Heimspiel der Saison, für das Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre freien Eintritt haben. Rosenheim will sich nach der klaren Niederlage am Freitag in Frankfurt rehabilitieren. Im Kathrein-Stadion stimmten die Ergebnisse für die Mannschaft von Trainer Franz Steer – drei Spiele, drei Siege. Der EC Bad Nauheim verpasste am Freitag eine perfekte Premiere bei Sprade TV. Trotz der 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Ravensburg Towerstars zeigte sich Coach Petri Kujala nicht unzufrieden. "Wir haben stark begonnen und das Match lange Zeit im Griff gehabt. Ravensburg hat ganz einfach starke Offensivkräfte, die in den entscheidenden Momenten zur Stelle sind. Dennoch hat meine Mannschaft ein gutes Spiel gezeigt", sagte der Finne nach der zweiten knappen Niederlage in Folge. Der soll am besten der erste Auswärtssieg folgen.

Vergangene Saison

14.09.2014: Bad Nauheim - Rosenheim 3:4
26.10.2014: Bad Nauheim - Rosenheim 5:2
26.12.2014: Rosenheim - Bad Nauheim 5:2
15.02.2015: Rosenheim - Bad Nauheim 4:3 SO

EHC Freiburg - Bietigheim Steelers (18.30 Uhr)

Freiburgs Trainer Leos Sulak gibt sich vor dem Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers keinen Illusionen hin. "Bietigheim ist nicht umsonst Meister geworden. Sie haben eine sehr starke, eingespielte Truppe. Da muss bei uns wirklich alles passen, um eine Chance zu haben", sagte der Tscheche, dessen Team zuletzt der eisige Wind ins Gesicht blies. Dem Auftaktwochenende mit zwei Siegen folgten für den Aufsteiger fünf Niederlagen in Folge, darunter schon ein 1:7 daheim gegen Vizemeister Bremerhaven. Nun ist man auf dem vorletzten Tabellenplatz. Ungewöhnlich ist für die Steelers der Blick auf die Tabelle. An einen fünften Rang können sich die Meisterspieler und auch Trainer Kevin Gaudet in der vergangenen Saison nicht erinnern. Doch Gaudet hatte bereits vor der Saison gewarnt, dass es in dieser Spielzeit viel enger zugehen werde.

Vergangene Saison

Fehlanzeige

Heilbronner Falken - Lausitzer Füchse (18.30 Uhr)

In Kassel hatten die Heilbronner Falken das Momentum. Einen 0:2-Rückstand drehte das Team von Trainer Mannix Wolf in eine 3:2-Führung nach dem zweiten Dritten. Doch dann brach in den letzten 20 Minuten wieder die Defensive ein. Einziger Lichtblick an diesem Abend war Neuzugang Adam Brace, der zwei Tore erzielte und zwei weitere vorbereitete. Wenig Grund zur Freude hat man derzeit auch bei den Lausitzer Füchsen. Wie schon beim 3:4 nach Verlängerung gegen Rosenheim lief man am Freitagabend gegen Vizemeister Bremerhaven einem klaren Rückstand nach dem ersten Drittel hinterher. Aber nach einem 0:4 war an eine erfolgreiche Aufholjagd nicht zu denken.„Das war zu wenig. Sicherlich hat Bremerhaven eine starke Mannschaft, aber wir haben im Training deren schnelles Umschaltspiel angesprochen und im ersten Drittel trotzdem nicht daran gedacht. Wir können uns nur bei Torwart Fallon bedanken, dass wir nicht höher verloren haben“, sagte Trainer Dirk Rohrbach nach der vierten Niederlage in Folge. Roberto Geiseler erlitt zudem eine schwere Gesichtsverletzung.

Vergangene Saison

24.10.2014: Heilbronn - Füchse 2:5
14.12.2014: Heilbronn - Füchse 1:4
04.01.2015: Füchse - Heilbronn 5:3
20.02.2015: Füchse - Heilbronn 2:1

Ravensburg Towerstars - Löwen Frankfurt (18.30 Uhr)

Hinter den Ravensburg Towerstars lag am Samstag eine Knochentour. Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud geriet Tag zuvor auf dem Weg nach Bad Nauheim mächtig in den Wochenendverkehr auf den Autobahnen – und regelrecht ins Schwitzen. Gerade noch rechtzeitig und im Rahmen des DEL2-Reglements standen die Towerstars im Colonel-Knight-Stadion bereit zum ersten Bully. Die Busfahrt und Verspätung schüttelten die Ravensburger Spieler aber aus den Beinen und feierten den dritten Auswärtssieg in Folge. "Nach dem kurzen Warmup kamen wir zunächst nicht ins Spiel. Ab dem zweiten Drittel kamen wir langsam in Fahrt, wobei uns vor allem das starke Unterzahlspiel das Leben gerettet hat", sagte Danny Naud. Nun soll mit einem Sieg gegen Spitzenreiter Frankfurt in der Eissporthalle wieder der Faden der vergangenen Saison aufgenommen werden. Zuletzt gab es dort zwei Niederlagen. Und: im Playoff-Viertelfinale erlebte man gegen Frankfurt einen Albtraum und wurde in vier Spielen gnadenlos in den Urlaub geschickt. Bei den Frankfurtern läuft es derzeit wie aus einem Guss. Kein Wunder, dass die Mannschaft von Trainer Tim Kehler nach fünf Siegen in Folge von oben auf die Konkurrenz schaut.

Vergangene Saison

17.10.2014: Ravensburg - Frankfurt 2:5
28.11.2014: Frankfurt - Ravensburg 3:7
04.01.2015: Ravensburg - Frankfurt 4:0
03.02.2015: Frankfurt - Ravensburg 8:2

SC Riessersee - Kassel Huskies (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)

Selbst mit dem letzten Aufgebot läuft es derzeit beim SC Riessersee. Mit nur 16 Feldspielern, aber dem dreifachen Torschützen Louke Oakley und einem überragenden Youngster Ilja Scharipow im Tor feierte die Mannschaft des Trainer-Neulings Tim Regan einen 6:5-Sieg bei Meister Bietigheim. „Es gibt nichts Schöneres, als seinen ersten Sieg als Profi auswärts beim amtierenden Meister zu feiern“, sagte Scharipow. Nun steht die Premiere bei Sprade TV im Olympia-Eissport-Zentrum an. Dort feierte man in der vergangenen Saison zwei Siege gegen die Nordhessen. Bei einem erneuten Erfolg – dem siebten in dieser Saison in Folge – winkt sogar die Tabellenführung. Möglicherweise stehen die Chancen nicht schlecht. Zwar gewannen die Kassel Huskies vier der letzten fünf Spiele, waren wie beim jüngsten 6:4 gegen Heilbronn in bestimmten Phasen aber auch anfällig.

Vergangene Saison

26.09.2014: Riessersee - Kassel 2:0
21.11.2014: Riessersee - Kassel 5:3
04.01.2015: Kassel - Riessersee 0:1 SO
20.02.2015: Kassel - Riessersee 6:1

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