SCR appelliert vor dem Derby gegen Landshut an die Fans
Trainer Krinner wird in Garmisch erneut nicht für Landshut an der Bande stehen / Bietigheim empfängt Meister Bremerhaven
Vor dem Derby gegen den EV Landshut hat Riessersees Geschäftsführer Ralph Bader nochmals ausdrücklich zu Besonnenheit aufgerufen. „Wir wollen auch zeigen, dass wir ein faires sachkundiges Publikum haben“, lautete der zentrale Satz in einer Pressemitteilung. Denn sechs Tage nach seiner außerordentlichen Kündigung kehrt Trainer Toni Krinner wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der 47-Jährige wird allerdings wie schon beim 2:4 der Landshuter am Freitag gegen Crimmitschau nicht an der Bande stehen dürfen. Im Vordergrund soll in Garmisch das Sportliche stehen, denn beide Clubs benötigen dringend Punkte für die Playoff-Qualifikation. Entsprechende Brisanz steckt aus dem gleichen Grund in den Derbys zwischen Crimmitschau und Weißwasser oder Kaufbeuren und Rosenheim. Schlagerspiele sind die Duelle zwischen Vize Bietigheim und Meister Bremerhaven sowie das Hessenderby Frankfurt-Kassel.
Dresdner Eislöwen – EC Bad Nauheim (17.00 Uhr)
Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch muss neben den Langzeitverletzten Sami Kaartinen, John Koslowski, Bruce Becker und Feodor Boiarchinov weiterhin auf den Einsatz von Sebastian Zauner verzichten. „Bad Nauheim ist ein direkter Konkurrent um die Playoff-Plätze. Wie schon in den bisherigen Partien rechnen wir mit einem eng umkämpften Spiel“, sagte Popiesch nach dem dramatischen Ende des Sachsenderby in Weißwasser. Dort hatte Neuzugang Shawn Weller sechs Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit für das umjubelte Siegtor zum 4:3 und den vierten Sieg in Folge gesorgt. Sieben Punkte weniger auf dem Konto als der Tabellensechste aus Dresden hat Bad Nauheim. Und die Mannschaft von Trainer Petri Kujala zeigte gegen Tabellenschlusslicht Kaufbeuren Nerven. Zwei Drittel verloren die Roten Teufel mit 0:2 und wurden erst durch das Overtime-Tor zum 6:5 von Dan Ringwald erlöst. "Wir waren grundlos viel zu nervös und verkrampft", sagte EC-Coach Kujala. „Die zwei Punkte sind am Ende wichtig, dennoch sind wir natürlich sauer über den verlorenen Zähler. Am Sonntag in Dresden müssen wir anders auftreten."
Bisher:
02.10.2014: Bad Nauheim – Dresden 7:4
19.11.2014: Dresden – Bad Nauheim 2:3 OT
07.12.2014: Bad Nauheim – Dresden 2:5
Bietigheim Steelers – Fischtown Pinguins (17.00)
Hin und wieder macht sich die Ausfallquote auch beim souveränen Spitzenreiter Bietigheim Steelers bemerkbar. Beim knappen 2:3 im Schlagerspiel bei den Kassel Huskies fehlten Trainer Kevin Gaudet die verletzten Justin Kelly, Adam Borzecki und Bastian Steingroß sowie der erkrankte Robin Just. Zudem standen nur vier etatmäßige Verteidiger zur Verfügung. Das kann gegen eine ausgeglichene Mannschaft wie Kassel dann den Unterschied ausmachen. Gegen Meister Fischtown Pinguins steht den Steelers der nächste große Brocken vor der Nase. Vielleicht spielt den Gastgebern in die Karten, dass der Kräfteverschleiß bei den Seestädtern angesichts der neun zusätzlichen Spiele im Continental Cup und des derzeit dichten Nachholprogramms irgendwann spürbar wird. Bemerkenswert war deshalb auch das 3:2 bei den Löwen Frankfurt, der zweite Sieg in den vergangenen drei Auswärtsspielen. Goalie Benjamin Meisner musste drei Minuten vor dem Ende vom Eis. Für Bremerhaven ist es das fünfte Spiel in den vergangenen neun Tagen. Wieder mit dabei sein wird Tim Miller.
Bisher:
12.10.2014: Pinguins – Bietigheim 0:5
02.11.2014: Bietigheim – Pinguins 3:4
23.12.2014: Pinguins – Bietigheim 3:2
Eispiraten Crimmitschau – Lausitzer Füchse (17.00)
Auswärtsleistungen wie die beim 4:2 in Landshut waren zu selten zu sehen bei den Eispiraten in der laufenden Saison. Nicht zuletzt deswegen beträgt der Rückstand zu den Playoff-Plätzen vor den letzten zwölf Spielen der Hauptrunde 14 Punkte. Der Mannschaft von Trainer Chris Lee helfen somit nur noch Siege, um vielleicht das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Dabei helfen wird auch weiter Eric Lampe, den die Westsachsen bis zum Saisonende banden. Crimmitschaus nächster Gegner Lausitzer Füchse jedenfalls ist angeschlagen durch die jüngsten Misserfolge. „Es ist sehr ärgerlich, wenn man so ein Derby verliert, in dem wir in der 55. Minute sogar in Führung gegangen sind. Aber wir müssen den Kopf oben behalten und weitermachen“, sagte Trainer Dirk Rohrbach nach dem 3:4 im Sachsenderby gegen Dresden, das man durch das Tor von Shawn Weller sechs Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit verlor. Hoffnungen macht der erste Auftritt von Jonas Johannsson . Im ersten Spiel nach dreiwöchiger Verletzungspause gelangen dem Team-Topscorer zwei Assists. Trotzdem verlor Weißwasser zum fünften Mal in Folge und sieben der vergangenen acht Spiele.
Bisher:
19.09.2014: Crimmitschau – Füchse 2:3
26.10.2014: Füchse – Crimmitschau 6:5
28.12.2014: Füchse – Crimmitschau 4:3
SC Riessersee – EV Landshut (17.00)
Für die bayrischen Traditionsclubs gab es am Freitag schmerzhafte Niederlagen. Der neue Trainer Maurizio Mansi musste bei seinem Einstand an der Bande mit dem 3:8 in Ravensburg die höchste Saisonniederlage des SC Riessersee mit ansehen. Die Garmischer leiden zwar immer noch unter der angespannten Personallage. Aber Mansi machte die zahlreichen individuellen Fehler für die deutliche Pleite verantwortlich. Nach fünf Niederlagen in den vergangenen sechs Spielen beträgt der Vorsprung der Garmischer auf Rang elf nur noch zwei Punkte. Gar nur die bessere Tordifferenz hielt den EV Landshut auf einem Playoff-Platz – trotz der bitteren 2:4-Niederlage gegen die Eispiraten Crimmitschau. Eine 2:0-Führung brachte nicht die nötige Sicherheit, um drei fest eingeplante Punkte daheim zu halten. "Wir haben im ersten Drittel trotz zu vieler Scheibenverluste eine 2:0-Führung herausgespielt und hätten dann eigentlich stabiler aus der Kabine kommen müssen. Nach dem 1:2 ist uns dann etwas das Selbstvertrauen verloren gegangen. Am Ende bekommen wir dann in Unterzahl das entscheidende Gegentor, das wir so auch nicht kassieren sollten", sagte Co-Trainer Ewald Steiger, der auch in Garmisch wieder an der Bande stehen wird. Der neue Trainer Toni Krinner ist weiter gesperrt.
Bisher:
17.10.2014: Landshut – Riessersee 3:1
16.11.2014: Riessersee – Landshut 2:1
11.01.2015: Landshut – Riessersee 4:3
Löwen Frankfurt – Kassel Huskies (18.30)
Die hessischen Überraschungsaufsteiger hatten am Freitag erstklassige Gegner. Dabei mussten sich die Löwen Frankfurt im zweiten Spiel gegen Meister Bremerhaven innerhalb von sechs Tagen 2:3 geschlagen geben. Dabei war nach der 2:1-Führung durch Marton Vas mehr drin für die Mannschaft von Trainer Tim Kehler, die nunmehr drei der zurückliegenden fünf Heimspiele verlor und damit auch Platz drei in der Tabelle. Und die Heimmannschaften waren im Derby in dieser Saison nie erfolgreich. Zweimal gewann Frankfurt in Kassel. Und die Huskies zeigten beim 4:1 in Frankfurt eine souveräne Leistung. Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi präsentierte sich am Freitag gegen Tabellenführer Bietigheim auf Augenhöhe und in allen Bereichen ausgeglichen besetzt. Fehlen wird in Frankfurt allerdings Peter Flache, der wegen seiner dritten Disziplinarstrafe automatisch gesperrt ist.
Bisher:
12.10.2014: Kassel – Frankfurt 1:2 OT
05.12.2014: Frankfurt – Kassel 1:4
30.12.2014: Kassel – Frankfurt 2:5
ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim (18.30)
Das „Go“ für den Stadionneubau und einige Neuzugänge haben dem ESV Kaufbeuren ordentlich Aufwind gegeben. Viel hätte am Freitag nicht zu einem äußerst seltenen Sieg gefehlt, am Ende musste sich die Mannschaft von Trainer Kari Rauhanen 5:6 bei den Overtime-Spezialisten aus Bad Nauheim beugen. "Wir haben seit sechs Wochen unser erstes gutes Spiel abgeliefert. Langsam kommen die Verletzten zurück, und wir wollen noch einen Ausländer verpflichten. Wir bereiten uns auf die Playdowns vor", sagte Rauhanen. Neuzugang Daniel Oppolzer traf, Jordan Knackstedt machte im dritten Spiel sein erstes Tor und die unter der Woche verpflichteten Pasi Häkkinen im Tor und Michael Schöppl gaben ihr Debüt. Zudem hatte Martin Heider nach langer Pause sein erstes Spiel 2015 und erzielte direkt ein Tor. Ein gutes und erfolgreiches Spiel absolvierten die Kaufbeurer Mitte Dezember auch gegen die Starbulls. Damals hatte die Mannschaft von Trainer Franz Steer aber eine Durststrecke. Gegenwärtig befindet sich der Traditionsclub nach sieben Siegen in den vergangenen neun Spielen wieder klar auf Playoff-Kurs.
Bisher:
24.10.2014: Rosenheim – Kaufbeuren 4:1
14.12.2014: Kaufbeuren – Rosenheim 4:3
06.01.2015: Rosenheim – Kaufbeuren 4:1
Heilbronner Falken – Ravensburg Towerstars (18.30)
Der Saisonstart ist für die Heilbronner Falken wie für die anderen Teams auch sehr weit weg. Dennoch zur Erinnerung: Am 12. September 2014 führten die Falken gegen Ravensburg bereits mit 2:0 und verloren das Spiel am Ende noch mit 2:5. Nach einem kurzen Zwischenhoch folgte für Heilbronn der Sturz an das Tabellenende. Mittlerweile konzentriert sich das Team auf die Playdowns und zeigte in den vergangenen Wochen immer häufiger, dass man im Kampf um den Klassenerhalt bestehen kann. Auf einem ganz anderen Niveau bewegt sich Ravensburg. Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud entwickelte nach dem Auftaktsieg zwar eine veritable Auswärtsschwäche, der eine überragende Heimbilanz gegenübersteht. Seit dem 1:8 in Bremerhaven haben die Towerstars aber den Schalter umgelegt und mit fünf Siegen in Folge – zwei davon auswärts – den Sprung auf den dritten Rang geschafft. Tendenziell erscheint noch mehr möglich, wie das 8:3 gegen Riessersee zeigte. Es war der 18. Sieg im 21. Heimspiel.
Bisher:
12.09.2014: Heilbronn – Ravensburg 2:5
26.10.2014: Ravensburg – Heilbronn 5:2
23.12.2014: Ravensburg – Heilbronn 6:4
41. Spieltag (Sonntag, 25. Januar 2015)
Dresdner Eislöwen – EC Bad Nauheim (17.00 Uhr)
Bietigheim Steelers – Fischtown Pinguins (17.00)
Eispiraten Crimmitschau – Lausitzer Füchse (17.00)
SC Riessersee – EV Landshut (17.00)
Löwen Frankfurt – Kassel Huskies (18.30)
ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim (18.30)
Heilbronner Falken – Ravensburg Towerstars (18.30)