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Sekt oder Sommerurlaub: EVL will Playoff-Reise verlängern

Sekt oder Sommerurlaub: EVL will Playoff-Reise verlängern
DEL2

Dazu muss Heim-Sieg gegen Towerstars her / Auch Crimmitschau und Heilbronn wollen ihre Playdown-Duelle ausgleichen – und endlich in die Pause

Die einen wollen ihn, für die anderen wäre der frühzeitige Sommer-Urlaub das Ende aller Träume: Während der EVL Landshut im letzten noch offenen Playoff-Duell seine Viertelfinal-Reise gegen die Ravensburg Towerstars (Foto: Kim Enderle) unbedingt noch ein wenig verlängern möchte, würde der vierte Playdown-Sieg sowohl dem EC Bad Nauheim (in Crimmitschau) als auch dem ESV Kaufbeuren (in Heilbronn) den Klassenerhalt in der DEL2 und damit das Saisonende bescheren.  Falken und Eispiraten müssten für diesen Fall ab dem kommenden Freitag die Aufstiegsrunde zur zweithöchsten deutschen Spielklasse bestreiten. Indes steht der Gegner für den Sieger der Serie zwischen Landshut und Ravensburg schon fest: Mit Bremerhaven wartet ebenfalls ab dem 28. März kein geringerer als der Hauptrunden-Sieger im Halbfinale.

EVL Landshut – Ravensburg Towerstars (17.00) Serienstand: 2:3

Matchball Nummer zwei für die Towerstars, die mit Wehmut an die vertane Chance vom Freitag zurück denken. Ausgerechnet in Ravensburg schafften es die Niederbayern, die Serie noch einmal zu öffnen. Ein Umstand, der an ein kleines Wunder grenzt: Schließlich standen für den Hauptrunden-Vierten bis dahin gerade mal drei Heim-Niederlagen zu Buche. Ein Erfolg vor allem Dank hoher taktischer Disziplin der Landshuter, die mit einer effizienten Defensivleistung und klugen Forechecking glänzten. Einiges an Arbeit dürfte auch auf die Special Teams zukommen. Und so könnte einer geringeren Strafbank-Abstinenz eine hohe Bedeutung zukommen. Mindestens ebenso viel – nach den Erfahrungen vom Freitagabend vielleicht sogar einen Tick mehr – Relevanz misst Trainer Petri Kujala dem Powerplay zu. „Unser Powerplay war alles andere als gut, vor allem deshalb, weil das Unterzahlspiel der Landshuter gut funktioniert hat. Wir müssen unbedingt einen Weg finden, das zu ändern.“ Personell wird sich nichts ändern, Stefan Chaput war bereits am Freitagwieder dabei.

Die bisherigen Ergebnisse:
13.10.: Landshut – Towerstars 4:3 (SO)
05.11.: Towerstars – Landshut 4:2
01.12.: Landshut – Towerstars 3:4
17.01.: Towerstars – Landshut 4:3
12.03.: Towerstars – Landshut 5:1
14.03.: Landshut – Towerstars 5:3
16.03.: Towerstars – Landshut 3:2 (OT)
18.03.: Landshut – Towerstars 3:7
21.03.: Towerstars – Landshut 1:3

Eispiraten Crimmitschau – EC Bad Nauheim (17.00) Serienstand 2:3

Hoffnungsschimmer in Crimmitschau, Wunderlecken bei den Roten Teufeln: „Es ist vorbei, wenn das letzte Spiel gespielt ist“, sagt Eispiraten-Coach Frank Dahlem nach jenem 4:2 in der Serie „Best of seven“, das die West-Sachsen in der Addition aller Duelle auf 2:3 herankommen ließ. Ebenfalls leicht zurück liegen die Crimmitschau in der Gesamtbilanz aller elf Partien gegen das Team aus dem Taunus. Auch hier würde der erste Heim-Erfolg der Playdown-Serie im Sahnpark für Ausgeglichenheit sorgen. Noch führen die Gäste hier mit 6:5. Derweil trauern die Mittelhessen noch immer der vertanen Chance vom Freitag hinterher. Schließlich war alles für die große „Klassenerhalts-Party“ angerichtet. 3.500 Fans waren im Colonel Knight-Stadion in bester Feierlaune – und nach 60 Minuten ziemlich ernüchtert. „Meine Spieler waren in Gedanken schon im Urlaub. Ich hatte in den letzten Tagen immer wieder gewarnt und genau das ist am Ende eingetreten. Jetzt wissen die Jungs hoffentlich, was Sache ist, so dass wir mit dem entsprechenden Fokus ins Spiel Nummer sechs gehen", sagt EC-Coach Daniel Heinrizi, der aller Voraussicht nach wieder einen Wechsel auf den Ausländerpositionen vornehmen wird, nachdem Michael Dorr am Freitag für Taylor Carnevale zum Zuge kam: „Taylor war nach seiner Verletzung und drei Spielen in sechs Tagen ein wenig platt, so dass ich mich nach Rücksprache mit unserer Physio-Abteilung für diesen Wechsel entschlossen hatte.“ Da auf beiden Seiten alle Stammspieler an Bord sind, dürfen sich die Fans sicher wieder auf ebenso aufregendes wie spannendes Spiel freuen.

Die bisherigen Ergebnisse:
13.10.: Bad Nauheim – Eispiraten 0:3
05.11.: Eispiraten – Bad Nauheim 5:1
20.12.: Eispiraten – Bad Nauheim 5:4 (OT)
17.01.: Bad Nauheim – Eispiraten 4:2
16.02.: Bad Nauheim – Eispiraten 5:3
09.03.: Eispiraten – Bad Nauheim 3:4
12.03.: Bad Nauheim – Eispiraten 3:4 (OT)
14.03.: Eispiraten – Bad Nauheim 2:6
16.03.: Bad Nauheim – Eispiraten 4:1
18.03.: Eispiraten – Bad Nauheim 2:3
21.03.: Bad Nauheim – Eispiraten 2:4

Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren (18.30) Serienstand: 2:3

Die Falken werkeln munter weiter am Wunder: Trotz eines 0:3-Rückstandes gaben sich die Käthchenstädter nie auf und sind mit auf 2:3 dran. Der überragende Mann der Serie ist zweifelsohne Michael Hackert. Mit sieben Toren und vier Assists in fünf Spielen überzeugt der Rückkehrer auf ganzer Linie. Das Momentum, so die Hoffnung der Heilbronner, könnte auf Seiten der Falken liegen, die bislang zwei Matchpucks abwehren konnten und mit einem Sieg am Sonntag die Serie gar ausgleichen würden. Im Fall des vierten Auswärtssieges der Joker wäre der Sommer-Urlaub für das Team aus dem Allgäu indes perfekt. Nicht ganz zufrieden war Kaufbeurens Coach Uli Egen zuletzt mit der Einstellung seiner Männer: „Wenn wir die Serie zu unseren Gunsten entscheiden wollen, dann müssen wir es schaffen von der ersten bis zur letzten Sekunde voll konzentriert zu sein“, sagt Egen, der vor allem monierte: „Auch unsere Chancen-Verwertung muss besser werden.“ Gerade das aber werden die Falken auf alle Fälle verhindern wollen.

Die bisherigen Ergebnisse:
27.09.: Falken – Kaufbeuren 2:5
31.10.: Kaufbeuren – Falken 1:2
22.12.: Falken – Kaufbeuren 2:1
17.01.: Kaufbeuren – Falken 4:3
16.02.: Falken – Kaufbeuren 4:6
09.03.: Kaufbeuren – Falken 1:2
12.03.: Kaufbeuren – Falken 4:3
14.03.: Falken – Kaufbeuren 3:4 (OT)
16.03.: Kaufbeuren – Falken 5:4 (OT)
18.03.: Falken – Kaufbeuren 5:4 (OT)
21.03.: Kaufbeuren – Falken 2:4

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