Spektakulärer Abschluss des ersten Viertels macht Appetit auf mehr
Bisherige Bestmarke mit 20.346 Besuchern. 58 Tore in sieben Spielen. Die zweite Runde wird mit dem Topspiel Dresden-Frankfurt eröffnet.
Das erste Saisonviertel fand am Freitagabend einen spektakulären Abschluss und war beste Werbung für den weiteren Verlauf in der DEL2. 20.346 Zuschauer verfolgten die sieben Spiele mit dem 6:5 des Meisters Bietigheim Steelers gegen die Dresdner Eislöwen als Höhepunkt. Es war der bislang beste Besuch in dieser Saison. Aber die Fans bekamen neben gutem Sport auch unverhofft ein aufregendes Beiprogramm geboten. So musste in Bietigheim und Weißwasser die Feuerwehr anrücken, weil defekte Haushaltsgeräte Alarm auslösten. Am Sonntag soll in allen Arenen nun wieder der Sport dominieren. Höhepunkte eines spannenden Programms mit sechs Live-Spielen bei Sprade TV sind die Duelle Dresden-Frankfurt und Ravensburg-Bremerhaven.
Eispiraten Crimmitschau - Starbulls Rosenheim (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Beide Teams hatten bisher einen wechselhaften Saisonverlauf. Allerdings überwog trotz großer Personalnot sowohl in Crimmitschau als auch in Rosenheim das Positive in den vergangenen Tagen. Mit dem zweiten Auswärtssieg innerhalb einer Woche schafften die Eispiraten am Freitag den Anschluss an die Playoff-Zone und gehen punktgleich mit dem Zehnten Kaufbeuren in den 14. Spieltag. Beim 4:2 in Heilbronn hatte Trainer Chris Lee mit 16 Feldspielern erneut ein übersichtliches Aufgebot zur Verfügung, das aber den dritten Sieg in Folge sicherstellte. Der Spirit im Team stimmt ebenso wie bei den Starbulls Rosenheim, die mit dem überzeugenden 4:2 im bayrischen Klassiker gegen den SC Riessersee den zweiten Sieg in Folge feierten und weiteres Selbstvertrauen tankten. Trainer Franz Steer musste neben Simon Fischhaber und Peter Lindlbauer auch auf David Vallorani und Max Meirandres verzichten. Förderlizenzspieler Stefan Loibl stand ebenfalls nicht zur Verfügung.
Bisher
18.09.2015: Rosenheim - Crimmitschau 6:2
Dresdner Eislöwen - Löwen Frankfurt (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Vor zwei Wochen machten die Eislöwen im ersten Vergleich mit Frankfurt ihr wohl bestes Spiel der bisherigen Saison. Es war der sechste Streich einer Erfolgsserie von insgesamt sieben Siegen. Nun gab es allerdings innerhalb von sechs Tagen für die Mannschaft von Thomas Popiesch Niederlagen gegen den SC Riessersee (3:7) und bei Meister Bietigheim (5:6). Das Topspiel entwickelte sich nach einer Unterbrechung wegen eines Feueralarms zu einem offenen Schlagabtausch, in dem Dresden den Sieg aus den Händen gab. „Es ist ärgerlich, wenn man bei einer Top-Mannschaft wie Bietigheim fünf Tore schießt, aber am Ende ohne Punkte nach Hause fährt. Wenn man in Bietigheim etwas holen möchte, muss man genau diese Kleinigkeiten besser machen und darf dem Gegner nicht drei, vier Meter vor dem Tor viele Scheiben geben. Wir wissen, dass wir in der Defensive härter und aggressiver arbeiten müssen“, sagte Popiesch. Das wird nun auch gegen die Löwen Frankfurt dringend nötig sein. Die Hessen schossen sich nach vier Niederlagen in Folge mit nur vier erzielten Toren beim 10:3 gegen den ESV Kaufbeuren den Frust von der Seele. „Wenn wir fokussiert weiterarbeiten, werden wir wieder zum Torerfolg kommen“, hatte Trainer Tim Kehler unter der Woche gesagt.
Bisher
11.10.2015: Frankfurt - Dresden 2:4
Bietigheim Steelers - ESV Kaufbeuren (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Welch heilende Wirkung eine Niederlage haben kann, zeigt sich überdeutlich beim DEL2-Meister Bietigheim. Dem 3:7 in Freiburg ließ das Team von Trainer Kevin Gaudet am Freitag mit dem 6:5 im Topspiel gegen die Dresdner Eislöwen den fünften Sieg in Serie folgen. Selbst ein Feueralarm und eine Unterbrechung brachte die Steelers nur kurz aus dem Konzept. Das letzte Drittel gehörte den Hausherren, die damit Qualitäten aus der vergangenen Saison abriefen. Erstmals in dieser Saison regelrecht überfordert war der ESV Kaufbeuren beim 3:10 in Frankfurt. Aber das fürchterliche Ergebnis hatte auch seinen Grund. Trainer Mike Muller musste ohne die vier Stammspieler Mitch Versteeg, Martin Heider, Chris St. Jacques und Michael Baindl auskommen. Zudem saß der angeschlagene Torhüter Stefan Vajs auf der Bank. Für ihn spielte Backup Marc-Michael Henne. Für die ansonsten in dieser Saison sehr respektabel auftretenden Kaufbeurer war es die fünfte Niederlage im fünften Auswärtsspiel.
Bisher
25.09.2015: Kaufbeuren - Bietigheim 2:3 OT
SC Riessersee - Kassel Huskies (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Quasi mit dem letzten Aufgebot reisten die Garmischer zum bayrischen Klassiker nach Rosenheim. Und obwohl der Gegner ebenfalls mit großen personellen Problemen in das Spiel ging, konnte der SCR nicht die Leistung vom 7:3-Triumph in Dresden abrufen. Tim Regans Team deutete erst im Schlussabschnitt an, warum es so gut in die Saison startete. Da war es allerdings zu spät, die fünfte Niederlage in den vergangenen sechs Spielen zu verhindern. Nun hat der Altmeister am Sonntag die Chance, gegen die Huskies Revanche für das 2:5 im ersten Duell unter der Zugspitze zu nehmen. Allerdings geht es für die Kassel Huskies seit längerem nur bergauf. Das 5:1 gegen Freiburg war der siebte Sieg der Mannschaft von Trainer Rico Rossi in den vergangenen acht Spielen.
Bisher
04.10.2015: Riessersee - Kassel 2:5
EC Bad Nauheim - Lausitzer Füchse (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)
Bis zum Freitag blieb der EC Bad Nauheim in zehn Spielen nur einmal ohne Zählbares. Dann setzte es für die Roten Teufel ein deutliches 1:5 bei Tabellenführer Bremerhaven. "Wir waren das schlechtere Team. Bereits nach einer Minute war das gute Gefühl dahin, und wir haben alles das vermissen lassen, was uns gegen Frankfurt noch ausgezeichnet hatte. Trotzdem haben wir einige Chancen gehabt, aber wir waren nicht das Team, das wir normalerweise sind", sagte Trainer Petri Kujala auch mit Blick auf die starke Leistung beim Shutout Sieg gegen den hessischen Rivalen Löwen Frankfurt am vergangenen Sonntag. Im Colonel-Knight-Stadion hat Bad Nauheim zuletzt ohnehin gezeigt, wer Herr im Haus ist. Vier Siege in den vergangenen fünf Spielen gab es, darunter ein 3:1 gegen die Lausitzer Füchse. Für die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach ist die Partie eminent wichtig, um den Abstand zu den Playoff-Plätzen nicht zu groß werden zu lassen und neues Selbstbewusstsein zu tanken. Das 1:9 gegen die Ravensburg Towerstars war die dritte Niederlage in Folge. In dieser Spanne gab es 21 Gegentore.
Bisher
20.09.2015: Bad Nauheim - Füchse 3:1
EHC Freiburg - Heilbronner Falken (18.30 Uhr)
Wer beendet die quälende Durststrecke? Der EHC hat beste Erinnerungen an die Falken. Gegen Heilbronn feierte der Aufsteiger einen Start nach Maß in die Saison. Mittlerweile aber ist die Mannschaft von Trainer Leos Sulak auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Nach der dicken Überraschung mit dem 7:3 gegen Bietigheim gab es fünf Niederlagen in Folge. Noch schlechter sieht es bei Schlusslicht Heilbronn aus. Das 2:4 gegen Crimmitschau war die elfte Niederlage in Folge, da kann vor allem verlorenes Selbstvertrauen zum Hemmschuh werden.
Bisher:
11.09.2015: Freiburg - Heilbronn 3:2
Ravensburg Towerstars - Fischtown Pinguins (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)
Trotz erheblicher Personalprobleme untermauerten die Towerstars beim 9:1 in Weißwasser, bei dem Austin Smith mit einem Doppelpack einen tollen Saisoneinstand hatte, die Auswärtsstärke in der laufenden Saison. Fünf der sieben Gastspiele gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Naud in dieser Saison. Kurioserweise läuft es in der heimischen Eissporthalle nicht mehr so wie gewohnt. Drei Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber. Spitzenreiter Fischtown Pinguins gewann wie Ravensburg fünf von sieben Auswärtsspielen. Auch bei den Pinguins hatte ein Schlüsselspieler ein Comeback nach Maß. Kapitän Marian Dejdar war nach zehn Spielen Pause mit einem Doppelpack am 5:1 gegen Bad Nauheim beteiligt.
Bisher
25.09.2015: Pinguins - Ravensburg 2:5
Der 14. Spieltag im Überblick:
Eispiraten Crimmitschau - Starbulls Rosenheim (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Dresdner Eislöwen - Löwen Frankfurt (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Bietigheim Steelers - ESV Kaufbeuren (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
SC Riessersee - Kassel Huskies (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
EC Bad Nauheim - Lausitzer Füchse (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)
EHC Freiburg - Heilbronner Falken (18.30 Uhr)
Ravensburg Towerstars - Fischtown Pinguins (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)