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Spitzen-Duo: Muskelspiel vor Heimkulisse

Spitzen-Duo: Muskelspiel vor Heimkulisse
DEL2
Verfolger-Duell in Ravensburg / Eispiraten beim Ost-Derby unter Druck / Falken hoffen auf den Durchbruch

Heimaufgaben für das Spitzen-Duo am 9. DEL2-Spieltag: Während die Bietigheim Steelers Neuling Bad Nauheim empfangen, müssen die Starbulls Rosenheim gegen Dresdens ambitionierte Eislöwen ran. Auf einen Patzer der Favoriten lauert Landshut, das Kaufbeuren empfängt. Derweil es in Ravensburg (gegen Bremerhaven) zum Aufeinandertreffen zweier unmittelbarer Verfolger kommt, steht Crimmitschau im Ost-Derby gegen die Lausitzer Füchse unter Hochdruck. Beim Schlusslicht Heilbronn sehnt man gegen Riessersee endlich den Durchbruch herbei.


Bietigheim Steelers - EC Bad Nauheim (19.30 Uhr)
Nomen est omen? Geht es nach den Begegnungen in der Vorbereitung zur aktuellen DEL2-Saison, dürfte das Duell in der EgeTrans Arena nur einen Sieger kennen: Die Schwaben. Denn in beiden Partien sah der Neuling aus Hessen gar nicht gut aus und kassierte deutliche Schlappen (1:5/0:6). Dies allerdings ist für Coach Frank Carnevale Schnee von gestern: "Das waren nur Testspiele. Zwar sind wir Außenseiter, aber wir gehen nicht chancenlos in diese Partie." Für die Roten Teufel gilt es, endlich die Negativ-Serie mit vier Niederlagen in Folge zu stoppen. Verzichten muss Carnevale bei diesem Unterfangen aller Voraussicht nach erneut auf seinen Kapitän Patrick Strauch. Dagegen kann Steelers-Coach Kevin Gaudet Entwarnung von der eigenen Verletzten-Front geben: Auch Stürmer Robin Just ist von seiner Beinverletzung genesen und kann gegen die Roten Teufel wieder für die Steelers stürmen.

Starbulls Rosenheim - Dresdner Eislöwen (19.30)
Mit einer gehörigen Portion Respekt reisen die sächsischen Eislöwen nach Oberbayern. "Rosenheim spielt mit hohem Tempo sehr kompakt. Mit vier Sturmreihen beschäftigen sie ihre Gegner und zwingen sie zu Strafzeiten", sagt Eislöwen-Dompteur Thomas Popiesch. Sein Rezept: "Wir müssen frühzeitig verhindern, dass sich die Stürmer bei uns festsetzen. In der neutralen Zone gilt es, Scheibenverluste zu vermeiden.“ Beim Tabellen-Zweiten müssen die Dresdner von der ersten Minute an hellwach sein. Die Rosenheimer fertigten zuletzt Crimmitschau mit 6:1 ab und haben es mit dem dritten Sachsen-Gegner in Folge zu tun. Starbulls gegen Dresden: das bedeutete in der Vergangenheit zumeist ein Spiel mit offenem Visier. Die Spielauffassung beider Mannschaften passt einfach gut zu einander und so ist auch dieses Mal wieder mit einem attraktiven Spiel zu rechnen. Drei der vier Aufeinandertreffen konnte Rosenheim in der letzten Saison für sich entscheiden und damit die Bilanz beider Teams eindeutig zu seinen Gunsten drehen.

EVL Landshut Eishockey - ESV Kaufbeuren (19.30)
Zwar ist der EVL von der Papierform her klarer Favorit, dennoch warnt Landshuts Chefcoach Jiri Ehrenberger vor den Buron Joker. „Nur wenn wir absolut konzentriert und engagiert zu Werke gehen, kann der ESV Kaufbeuren am morgigen Abend besiegt werden. In den letzten Spielen hat die Mannschaft von Trainer Didi Hegen starke Leistungen gezeigt und wird auch morgen keinesfalls leicht zu spielen sein. Das hat auch die Vergangenheit immer wieder gezeigt.“ Bei den Dreihelmenstädtern fehlt weiterhin Jung-Verteidiger Fabio Wagner (Riss des Innenmeniskus im Knie). Kapitän Mike Smazal ist nach überstandener Magen-Darm-Grippe wieder mit von der Partie. Bei den Gästen hat Didi Hegen nach dem 4:1 in der Lausitz „endlich Licht am Ende des Tunnels“ ausgemacht.

Ravensburg Towerstars - Fischtown Pinguins (20.00)
Wenn die Ravensburg Towerstars auf Bremerhavens Pinguine treffen, ist Dramatik pur und ein hoher Unterhaltungswert garantiert. Beispiel: Viertelfinal-Playoffs der letzten Saison! Damals hatten die Towerstars die Serie schon mit 3:0 angeführt, dennoch waren sieben Partien nötig, ehe Ravensburg in die Vorschluss-Runde einziehen konnte. Towerstars-Trainer Petri Kujala: „Das wird wieder ein offensives und kampfbetontes Spiel, irgendwie scheint Bremerhaven ja unser Lieblingsgegner zu sein.“ Während die Oberschwaben jedoch in Bestbesetzung antreten können, fehlen den Seestädtern mit Rinke, Cook, Bombis, Verelst, Langmann und Martinelli gleich sechs Stammkräfte. Bange machen gilt dennoch nicht – glaubt man den Worten von Trainer Mike Stewart: „Wir wollen an unsere Leistung vom vergangenen Sonntag anknüpfen, dann ist eine Überraschung drin.“

Eispiraten Crimmitschau - Lausitzer Füchse (20.00)
Showdown im Sahnpark: Im direkten Duell der beiden problemgeplagten Mannschaften aus Crimmitschau und Weißwasser geht es – will man den Gerüchten glauben – um nicht mehr oder weniger, als das Schicksal von Crimmitschaus Coach Fabian Dahlem. Doch auch die Gäste aus der Lausitz stehen nach einem verpatzten Saisonstart unter Zugzwang. Trotz nur zweier Siege in acht Begegnungen steht hier Trainer Dirk Rohrbach wohl nicht zur Debatte. Dies auch, weil die Verletztenliste nach wie vor lang ist: Aktuell sind noch sechs Akteure nicht einsatzfähig. Lediglich Verteidiger Jörg Wartenberg kehrt zurück. Die Füchse haben die letzten fünf Spiele gegen Crimmitschau immer gepunktet, davon drei Partien gewonnen. Zusätzliche Motivation: Beim letzten Auswärtsspiel im Sahnpark (28.12.2012) feierte Weißwasser mit einem 7:3 den höchsten Auswärtssieg der Derby-Geschichte.

Heilbronner Falken - SC Riessersee (20.00)
Nach vier Siegen in fünf Spielen fahren die Werdenfelser voller Selbstvertrauen nach Heilbronn. Dagegen haben die Falken einen klassischen Fehlstart hingelegt und wollen gegen den SCR endlich die Wende schaffen. „Im Umfeld von Heilbronn erwartet jeder einen Sieg gegen uns, doch wir wollen es unsererseits jedem Gegner schwer machen und versuchen natürlich auch in Heilbronn zu punkten“, so SCR-Coach Toni Krinner. Obwohl die Tabelle ein anderes Bild vermittelt, verfügen die Falken über einen qualitativ hochwertigen Kader, der nach der überraschenden Vertragsauflösung von Michael Hackert durch die Verpflichtung von Angreifer Frantisek Mrazek noch einmal verstärkt wurde.
 
Der 9. DEL2-Spieltag im Überblick:
Bietigheim Steelers - EC Bad Nauheim (19.30 Uhr)
Starbulls Rosenheim - Dresdner Eislöwen (19.30)
EVL Landshut Eishockey - ESV Kaufbeuren (19.30)
Ravensburg Towerstars - Fischtown Pinguins (20.00)
Eispiraten Crimmitschau - Lausitzer Füchse (20.00)
Heilbronner Falken - SC Riessersee (20.00)

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