Spitzenreiter besiegt Meister
Bietigheim 4:2 gegen Bremerhaven – Saisonserie 2:2 / Landshut gewinnt brisantes Derby in Riessersee 5:2 / Bad Nauheim 7:2 in Dresden / Heilbronn stoppt die Towerstars
Spitzenreiter Bietigheim Steelers behielt im vierten und letzten Hauptrunden-Duell die Oberhand gegen Meister Fischtown Pinguins. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet gewann am 41. DEL2-Spieltag mit 4:2 gegen Bremerhaven, womit die Playoff-Finalisten des vergangenen Jahres ihre Saisonserie mit 2:2 abschlossen. Bietigheim hat weiter einen Vorsprung von 16 Punkten auf die Kassel Huskies, die am Sonntag das Hessenderby bei den Löwen Frankfurt 1:0 gewannen und damit acht Punkte vor dem Dritten Ravensburg Towerstars liegt. Denn die Towerstars leisteten sich nach fünf Siegen in Folge eine 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen beim Vorletzten Heilbronner Falken. Weiter auf dem Vormarsch sind die Starbulls Rosenheim nach einem überzeugenden 7:1 beim Schusslicht ESV Kaufbeuren. Der EV Landshut gewann auch ohne den neuen Trainer Toni Krinner an der Bande das brisante Derby beim SC Riessersee mit 5:2 und zog an den Garmischern vorbei. Der EC Bad Nauheim feierte einen 7:2-Erfolg bei den Eislöwen Dresden (Foto: Robin Trettin) und sprang wieder auf die Playoff-Plätze, die Eispiraten Crimmitschau rissen die Lausitzer Füchse im Sachsenderby mit dem 8:3 noch tiefer in die Krise.
Dresdner Eislöwen – EC Bad Nauheim 2:7 (1:2, 1:4, 0:1)
Bad Nauheims Trainer Petri Kujala forderte nach dem 6:5 nach Verlängerung gegen den ESV Kaufbeuren von seiner Mannschaft ein anders Auftreten in Dresden. Und die Overtime-Spezialisten sorgten bei den Eislöwen tatsächlich schnell für klare Verhältnisse und rückten dank des fünften Sieges in den vergangenen sechs Spielen wieder auf die Playoff-Plätze. Für die Dresdner Eislöwen war diese Niederlage zwei Tage nach dem 4:3 im Sachsenderby in Weißwasser eine kalte Dusche. Ein Grund war vielleicht die personelle Lage. Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch musste neben den Langzeitverletzten Sami Kaartinen, John Koslowski, Bruce Becker und Feodor Boiarchinov weiterhin auf den Einsatz von Sebastian Zauner verzichten. Es war ein ruppiges Ende der Erfolgsserie der Dresdner, die zuvor viermal in Folge gewonnen hatten.
Tore: 0:1 Matt Beca (11:13), 0:2 Tim May (13:45), 1:2 Steven Rupprich (18:33/PP2), 1:3 Dusan Frosch (27:02), 1:4 Dan Ringwald (33:42), 1:5 Tim May (36:14), , 1:6 Yannik Baier (39:00), 2:6 Carsten Gosdeck (39:22), 2:7 Vitalij Aab (58:52)
Zuschauer: 2.883
Bietigheim Steelers – Fischtown Pinguins 4:2 (2:1, 1:1, 1:0)
Von einer Niederlage wie dem 2:3 beim ersten Verfolger Kassel Huskies lässt man sich in Bietigheim nicht beeindrucken. Und wenn der Meister zum Abschluss des Wochenendes zu Gast ist, legt man beim Vize noch ein Stück Extramotivation drauf. Die Steelers waren von Beginn an bei der Sache und steckten Rückschlage weg. Das 1:1 und 2:2 der Gäste aus Bremerhaven beantwortete die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet umgehend. Das 3:2 durch Topscorer David Wrigley stellte die Weichen zum achten Sieg in den vergangenen zehn Spielen. Wieder dabei war Robin Just, es fehlten aber noch Justin Kelly, Adam Borzecki und Bastian Steingroß. Die Saisonserie endete damit 2:2. Das 3:2 am Freitag in Frankfurt hatte den Meister offenbar Kräfte und Konzentration in den entscheidenden Situationen gekostet. Das Rennen um eine gute Playoff-Platzierung bleibt für die Mannschaft von Trainer Mike Stewart, die Rang fünf hielt, weiter eng. Am kommenden Mittwoch hat man die Gelegenheit, in einem vorgezogenen Spiel gegen die Lausitzer Füchse den zwölften Heimsieg in Folge zu feiern.
Tore: 1:0 Markus Gleich (0:47), 1:1 Marian Dejdar (3:15), 2:1 Jason Pinizzotto (11:42), 2:2 Björn Bombis (33:40), 3:2 David Wrigley (35:17), 4:2 Dominic Auger (44:14/PP1)
Zuschauer: 2.833
Eispiraten Crimmitschau – Lausitzer Füchse 8:3 (2:1, 2:1, 4:1)
Die Eispiraten Crimmitschau haben offenbar Blut geleckt. Dem Comeback zum 4:2 beim EV Landshut ließ die Mannschaft von Trainer Chris Lee im Derby gegen die angeschlagenen Lausitzer Füchse eine weitere zwingende Leistung folgen. Nun beträgt der Rückstand auf die Playoff-Plätze für die Westsachsen noch elf Punkte bei elf verbleibenden Spielen in der Hauptrunde. Natürlich ist man da auch auf kräftige Mithilfe der Konkurrenz angewiesen. Aber zumindest scheint man das Unmögliche möglich machen zu wollen. Die Lausitzer Füchse indessen stecken weiter in der sportlichen Krise. Schon am Freitag hatte die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach das Sachsenderby gegen Dresden 3:4 verloren. Am Sonntag kassierte man die sechste Niederlage in Folge und verlor damit acht der vergangenen neun Spiele. Und: Man musste zwei Unterzahl-Tore in Folge hinnehmen. Die Füchse rutschten auf den elften Platz ab.
Tore: 1:0 Eric Lampe (5:40/PP1), 1:1 Jonas Johannsson (12:20), 2:1 Matthew MacKay (19:26), 2:2 Kevin Lavallee (20:31), 3:2 Dominic Walsh (23:20) , 4:2 Jamie MacQueen (30:25/PP2), 4:3 Jens Heyer (40:51), 5:3 Dominic Walsh (42:07/SH1), 6:3
Jamie MacQueen (44:43), 7:3 Martin Heinisch (51:49/PP2), 8:3 Alexander Hutchings (53:14/PP2)
Zuschauer: 3.269
SC Riessersee – EV Landshut 2:5 (0:2, 1:2, 1:1)
Im brisanten Derby in Garmisch ließ der EV Landshut nie einen Zweifel aufkommen. Der Playoff-Halbfinalist der vergangenen Saison sorgte in nicht einmal 25 Minuten für klare Verhältnisse. Am Freitag hatte der EVL noch gegen die Eispiraten Crimmitschau eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben und eine schmerzhafte 2:4-Niederlage hinnehmen müssen. Im Kampf um die Playoffs zogen die Landshuter am SC Riessersee vorbei. Großes Thema in Garmisch war natürlich weiterhin das Thema Toni Krinner. Der 47-Jährige war auch für dieses Spiel gesperrt, weil noch eine Einigung mit dem SCR aussteht. Krinner hatte nach seiner Amtsniederlegung zu Wochenbeginn eine außerordentliche Kündigung eingereicht und beim EV Landshut einen Vertrag unterschrieben. Wie schon gegen Crimmitschau stand Co-Trainer Ewald Steiger an der Bande. Für den neuen SCR-Coach Maurizio Mansi waren die ersten beiden Spiele äußerst ernüchternd. Am Freitag schon hatte er ein 3:8 in Ravensburg mitansehen müssen. Für Riessersee war es die sechste Niederlage in den vergangenen sieben Spielen. Der Club rutschte auf den zehnten Tabellenplatz ab, punktgleich mit dem elften Lausitzer Füchse.
Tore: 0:1 Peter Abstreiter (0:28), 0:2 Patrick Jarrett (4:55/PP1), 0:3 Ty Morris (23:00), 0:4 Patrick Jarrett (24:15/PP1), 1:4 Michael Kolarz (32:49/PP1), 2:4 Andreas Pauli 54:41), 2:5 Kyle Doyle (59:14/EN)
Zuschauer: 2.623
Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)
Was für ein Wochenende! 3:2 gegen Spitzenreiter Bietigheim Steelers und 1:0 im hessischen Derby der Überraschungsaufsteiger bei den Löwen Frankfurt. Die Kassel Huskies konnten mit diesem perfekten Wochenende den zweiten Rang weiter festigen und haben nunmehr acht Punkte Vorsprung auf den Dritten Ravensburg. Goalie Mika Järvinen hatte mit seinen Leistungen maßgeblichen Anteil an diesen sechs Punkten, aber auch die disziplinierte Spielweise der Mannschaft von Trainer Rico Rossi. Järvinen feierte im vierten Spiel nach seiner Verletzungspause den dritten Sieg. Die Nordhessen werden wohl in den Playoffs ein ordentliches Wörtchen mitreden können. Die Löwen hingegen zogen in ihren Spitzenduellen zweimal knapp den Kürzeren. Am Freitag unterlag die Mannschaft von Trainer Tim Kehler 2:3 gegen Meister Fischtown Pinguins. Von den vergangenen sechs Heimspielen verlor Frankfurt vier.
Tor: 0:1 Daniel Schmölz (5:32/PP1)
Zuschauer: 6.518
ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim 1:7 (0:2, 0:1, 1:4)
Die Starbulls ließen sich gar nicht erst von der neuen Euphorie in Kaufbeuren irritieren. Rosenheim war im bayrischen Derby von Beginn an die klar tonangebende Mannschaft und hätte bereits nach dem ersten Drittel viel höher führen können. Mit dem achten Sieg in den vergangenen zehn Spielen rückte Rosenheim auf Rang sechs vor. In Kaufbeuren muss das neue Personal erst noch richtig zusammengestellt werden. Das 5:6 nach Verlängerung am Freitag in Bad Nauheim sind für Kaufbeuren momentan noch Einzelfälle. Bis zu den Playdowns bleiben Trainer Kari Rauhanen noch elf Spiele, um die richtige Mischung zu finden. Für Kaufbeuren war es die 15. Niederlage in Folge.
Tore: 0:1 Manuel Edfelder (3:21), 0:2 Mario Valery-Trabucco (11:05/SH1), 0:3 Robert Schopf (26:23), 0:4 Marcus Götz (44:49/PP1), 0:5 Benjamin Zientek (49:37), 0:6 Simon Fischhaber (55:11), 1:6 Jordan Knachstedt (55:52), 1:7 Raimund Hilger (59:28)
Zuschauer: 1.458
Heilbronner Falken – Ravensburg Towerstars 4:3 (2:0, 1:0, 0:3, 0:0, 1:0) SO
Heilbronn sorgte am Sonntag zweifelsohne für einen Paukenschlag und unterstrich einmal mehr, dass es in den Playdowns bestehen kann. Eine bemerkenswerte Leistung lieferte die Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann ab – zumindest über die ersten beiden Drittel. Nur in den Schlusssekunden verloren die Gastgeber den Faden und ließen sich zweimal überrumpeln. Immerhin wurde Heilbronn im Penaltyschießen für eine couragierte Leistung belohnt. Für die Towerstars war es ein unerwarteter Rückschlag nach zuvor fünf, teilweise überragend herausgespielten Siegen in Folge. Eine furiose Schlussphase bescherte der Mannschaft von Daniel Naud aber immerhin noch einen Zähler, womit man den Vorsprung zum Vierten auf vier Zähler ausbaute.
Tore: 1:0 Thomas Gödtel (11:35/PP1), 2:0 Kevin Maginot (12:41), 3:0 Riley Armstrong (36:34/PP1), 3:1 Alex Leavitt (43:04), 3:2 Austin Smith (57:58/EA), 3:3 Austin Smith (58:56/EA), 4:3 Dustin Cameron (SO)
Zuschauer: 1.658
41. Spieltag (Sonntag, 25. Januar 2015)
Dresdner Eislöwen – EC Bad Nauheim 2:7 (1:2, 1:4, 0:1)
Bietigheim Steelers – Fischtown Pinguins 4:2 (2:1, 1:1, 1:0)
Eispiraten Crimmitschau – Lausitzer Füchse 8:3 (2:1, 2:1, 4:1)
SC Riessersee – EV Landshut 2:5 (0:2, 1:2, 1:1)
Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)
ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim 1:7 (0:2, 0:1, 1:4)
Heilbronner Falken – Ravensburg Towerstars 4:3 (2:0, 1:0, 0:3, 0:0, 1:0) SO