Spitzenreiter Bietigheim muss beißen – Meister Fischtown überragt
Steelers 3:2 gegen Frankfurt / Pinguins überrennen Riessersee im Schlussdrittel zu einem 6:3 / Kassel geht nach 6:2 gegen Bad Nauheim als Nummer zwei in die zweite Saisonhälfte
Die Bietigheim Steelers mussten am 26. Spieltag hart für den zehnten Sieg in Folge arbeiten. Am Sonntag gab es für den Spitzenreiter ein 3:2 gegen Aufsteiger Löwen Frankfurt. Damit gehen die Steelers mit einem Vorsprung von 19 Punkten auf die Kassel Huskies in die zweite Saisonhälfte. Die Huskies feierten einen souveränen 6:2-Erfolg im hessischen Derby gegen den EC Bad Nauheim. Dritter sind die Dresdner Eislöwen, die 5:2 beim EV Landshut gewannen. Dahinter folgen die Lausitzer Füchse nach einem 4:1 bei Schlusslicht Heilbronner Falken. Den Anschluss gefunden hat Meister Fischtown Pinguins, der nach zweimaligem Rückstand mit einem spektakulären Schlussdrittel zu einem 6:3 gegen den SC Riessersee kam (Foto: Hansepixx). Ein heißer Playoff-Kandidat bleiben auch die Ravensburg Towerstars, die mit dem 3:2 gegen die Eispiraten Crimmitschau auch das zweite Spiel des Wochenendes gewannen. Den zweiten Heimsieg in Folge feierte der ESV Kaufbeuren mit dem 4:3 im Derby gegen die Starbulls Rosenheim.
Fischtown Pinguins – SC Riessersee 6:3 (0:0, 2:1, 4:2)
Der Meister schöpft trotz einiger Durchhänger in der Liga immer wieder sein großes Potenzial aus. Am Sonntag lieferte sich die Mannschaft von Trainer Mike Stewart einen wahren Krimi mit dem SC Riessersee, lag zweimal zurück und drehte ein schon verloren geglaubtes Spiel innerhalb von neun Minuten. Maßgeblich beteiligt am vierten Heimsieg in Folge waren Viktor Beck mit einem Doppelpack und Björn Bombis mit einem Treffer und zwei Assists. Sechs Gegentore in einem Spiel hatten die Gäste aus Garmisch, die beste Defensivmannschaft der Liga, in dieser Saison noch nicht hinnehmen müssen. Aber Coach Toni Krinner hat wie viele seiner Kollegen immer wieder mit Personalproblemen zu kämpfen. In Bremerhaven fehlten dem SCR, der zuvor dreimal in Folge gewonnen hatte, Andreas Pauli, Mark Kosick und Laroslav Kracik.
Tore: 0:1 Tim Regan (24:14), 1:1 Brendan Cook (28:29/PP1), 2:1 Jaroslav Hafenrichter (33:14), 2:2 Tim Bender (40:35/PP1), 2:3 Thomas Merl (42:53), 3:3 Jan Kopecky (47:05), 4:3 Viktor Beck (50:44), 5:3 Viktor Beck (53:05), 6:3 Björn Bombis (55:14/PP1)
Zuschauer: 3.489
Bietigheim Steelers – Löwen Frankfurt 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)
Der zehnte Sieg in Serie war für die Bietigheim Steelers sicherlich einer der am härtesten erkämpfte. Beide Mannschaften schenkten sich vor einer prächtigen Kulisse von 3.307 Zuschauern, darunter 600 Fans aus Frankfurt, nichts. Zuweilen wurde es zu leidenschaftlich, Frankfurts Landon Gare erhielt eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Entscheidende Männer für Bietigheim waren Robin Just mit zwei Toren und David Wrigley mit drei Assists. Der Scoringleader der Steelers war damit auch im 13. Spiel in Folge produktiv. Als Halbzeitbilanz bleibt für den Vizemeister festzuhalten: 22 Siege in 26 Spielen, in 24 von 26 Spielen gab es Punkte. Der Vorsprung auf den Zweiten Kassel beträgt 19 Zähler. Aber auch der Aufsteiger aus Hessen hat in der ersten Saisonhälfte gezeigt, dass er höheren Ansprüchen genügt. Die Mannschaft von Trainer Tim Kehler steht in einem dicht gestaffelten Feld mit 37 Punkten alles andere als schlecht da.
Tore: 1:0 Robin Just (6:31/PP1), 2:0 Mark Heatley (36:29), 2:1 Richard Müller (38:27/SH1), 3:1 Robin Just (45:55), 3:2 Clarke Breitkreuz (57:57/PP1)
Zuschauer: 3.307
Kassel Huskies – EC Bad Nauheim 6:2 (1:0, 3:2, 2:0)
Home sweet Home: Dem 8:2 gegen Crimmitschau ließen die Huskies am Sonntag ein halbes Dutzend Tore im Hessenderby gegen Bad Nauheim folgen. Neuzugang Peter Flache, der am Freitag bei seinem Einstand ein Tor erzielte und damit beim 2:3 nach Verlängerung in Dresden für einen Punkt sorgte, traf auch gegen Bad Nauheim und gab damit die Richtung vor. Huskies-Coach Rico Rossi wird vor der Saison nicht im Traum daran gedacht haben, dass seine Mannschaft nach Halbzeit erster Verfolger des Spitzenreiters aus Bietigheim ist. Für die Roten Teufel war es die zweite Niederlage gegen Kassel und die erste auswärts nach zuvor vier Siegen in Folge. Mit 39 Zählern liegt die Mannschaft von Trainer Petri Kujala acht Zähler hinter Kassel, ist aber im Rennen um die Playoff-Plätze gut dabei.
Tore: 1:0 Mike Collins (8:04/PP1), 1:1 Vitalij Aab (24:45), 2:1 Conor Morrison (27:08), 3:1 Peter Flache (29:40/PP1), 4:1 Daniel Schmölz (32:15), 4:2 Kyle Helms (39:59), 5:2 Alexander Heinrich (47:51), 6:2 Mike Collins (54:51)
Zuschauer: 4.490
EV Landshut – Dresdner Eislöwen 2:5 (1:3, 1:1, 0:1)
Die Dresdner Eislöwen setzten ihren Lauf fort – und so auch Kris Sparre. Der Scoringleader führte die Sachsen mit zwei Toren und zwei Assists zum vierten Sieg in Folge. Die Tore Sparres, der sein Punktekonto auf 49 schraubte, legte Dresdens zweitbester Scorer Stefan Chaput auf. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch, der am Sonntag die angeschlagenen John Koslowski und Joni Tuominen fehlten, hat sich zur Halbzeit der Saison als Spitzenteam etabliert und belegt einen verdienten dritten Tabellenplatz. Diesen Anspruch hatte der EV Landshut auch. Aber das Team von Trainer Andreas Brockmann hat abgesehen von einer Serie mit vier Siegen in Folge noch nicht ihren Rhythmus gefunden. Dazu kamen auch immer wieder Ausfälle. Gegen Dresden standen die verletzten Tobias Draxinger, Brad Staubitz, Florian Müller und Ty Morris nicht zur Verfügung. Für Landshut war es ein Wochenende ohne Punkte und die sechste Heimniederlage.
Tore: 0:1 Kris Sparre (4:24), 0:2 Petr Macholda (6:59/PP1), 1:2 Peter Abstreiter (9:00), 1:3 Kris Sparre (9:26), 2:3 Paul-John Fenton (25:04), 2:4 Hugo Boisvert (33:41), 2:5 Jonas Schlenker (49:08)
Zuschauer: 2.339
Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse 1:4 (1:1, 0:1, 0:2)
Auch im zweiten Spiel unter Interimstrainer Gerd Wittmann verpassten die Falken eine Wende. Es begann zwar gut mit der Führung durch das erste Tor von Neuzugang Stefan Legein, doch dann drehten die Gäste den Spieß zu ihren Gunsten. Für die Falken war es die zehnte Niederlage in Folge ohne einen Punktgewinn. Wittmann sagte bereits vor dem Spiel, dass es für sein Team nun darum gehe, sich auf die Playdowns vorzubereiten. Die Wende schafften hingegen die Lausitzer Füchse, die zuvor drei Niederlagen in Folge hatten hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach verbesserte sich mit 44 Punkten wieder auf den vierten Tabellenplatz.
Tore: 1:0 Stefan Legein (3:11), 1:1 Scott King (9:33/PP1), 1:2 Mike Mieszkowski (38:28), 1:3 Dennis Palka (53:27), 1:4 Dominik Meisinger (55:44)
Zuschauer: 1.137
Ravensburg Towerstars – Eispiraten Crimmitschau 3:2 (3:0, 0:1, 0:1)
Mit einem starken ersten Drittel legten die Towerstars den Grundstein zum zehnten Heimsieg der Saison. Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud ist mit 41 Punkten gerüstet für die zweite Saisonhälfte, wenn es um die Teilnahme an den Playoffs geht. Für Ravensburg wurde es in einer intensiven Begegnung aber noch einmal eng. Die Gäste aus Crimmitschau, die vor einer Woche mit 2:8 in Kassel unterlagen kamen am Ende groß auf. Neuzugang Eric Lampe machte es richtig spannend. Die Mannschaft von Trainer Chris Lee zeigte, dass mit ihr in den verbleibenden 26 Spielen im Kampf um die Playoffs durchaus noch zu rechnen ist – auch wenn der Rückstand von acht Punkten auf die Konkurrenz noch recht groß ist.
Tore: 1:0 Brian Roloff (5:36/PP1), 2:0 Andreas Farny (7:46), 3:0 Philipp de Paly (15:51), 3:1 Jamie MacQueen (34:01), 3:2 Eric Lampe (52:42)
Zuschauer: 2.196
ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim 4:3 (1:2, 3:1, 0:0)
Am Freitag hatte Kaufbeuren in Frankfurt einen 1:3-Rückstand aufgeholt – und dann in den letzten 20 Sekunden 3:5 verloren. Diese Enttäuschung wiederholte sich am Sonntag nicht. Im Gegenteil: Die Mannschaft von Trainer Kari Rauhanen lag im Derby gegen Rosenheim nach dem ersten Durchgang zurück und drehte das Spiel mit drei Toren im Mittelabschnitt. Überragend dabei war Michael Fröhlich mit zwei Toren und einem Assist. Der ESVK kommt langsam in Schwung. Im sechsten Spiel unter Rauhanen war es der dritte Sieg und der zweite in Folge vor heimischer Kulisse. Den Gästen macht die dünne Personaldecke derzeit die größten Probleme. Zwar stand Verteidiger Beppo Frank nach Ablauf seiner Sperre wieder zur Verfügung, dennoch reichte es nicht zu einem Sieg. Rosenheim steht nach der vierten Niederlage in Folge zur Halbzeit nur auf dem neunten Tabellenplatz.
Tore: 1:0 Max Schmidle (29:42/PP1), 1:1 Stephen Schultz (15:28/PP1), 1:2 Andrej Strakhov (17:45), 2:2 Michael Fröhlich (20:45/PP1), 3:2 Michael Fröhlich (23:29), 4:2 Tim Richter (38:25), 4:3 Mario Valery-Trabucco (39:30)
Zuschauer: 1.564
Der 26. Spieltag (Sonntag, 14. Dezember 2014)
Fischtown Pinguins – SC Riessersee 6:3 (0:0, 2:1, 4:2)
Bietigheim Steelers – Löwen Frankfurt 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)
Kassel Huskies – EC Bad Nauheim 6:2 (1:0, 3:2, 2:0)
EV Landshut – Dresdner Eislöwen 2:5 (1:3, 1:1, 0:1)
Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse 1:4 (1:1, 0:1, 0:2)
Ravensburg Towerstars – Eispiraten Crimmitschau 3:2 (3:0, 0:1, 0:1)
ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim 4:3 (1:2, 3:1, 0:0)