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Text: DEL2

Spitzentrio: Mit Heimvorteil Position verteidigen

Spitzentrio: Mit Heimvorteil Position verteidigen
DEL2
Kann sich das Spitzen-Trio weiter schadlos halten oder wird es gesprengt? Das ist die Frage vor dem dritten DEL2-Spieltag! Dabei dürfen sowohl Neuling Bad Nauheim (Heilbronner Falken) als auch die Starbulls aus Rosenheim (Ravensburg Towerstars) und der EVL Landshut (Dresdner Eislöwen) auf den Heimvorteil setzen. Ihre ersten Zähler einfahren wollen hingegen die Lausitzer Füchse (Bremerhaven) und der ESV Kaufbeuren (in Crimmitschau). Außenseiter scheint der SC Riessersee gegen Meister Bietigheim, der bis dato aber noch nicht recht in Schwung gekommen ist.


Lausitzer Füchse - Fischtown Pinguins (19.30 Uhr)

Auf das vergangene Null-Punkte-Wochenende hat das Team aus der Lausitz reagiert und den tschechischen Verteidiger Lukas Pozivil verpflichtet. Er gibt gegen Bremerhaven sein Debüt. Mit dabei sind wieder Peter Boon (Augenverletzung) und Phillip Pinter (fiebrige Erkältung), so dass die Füchse in Bestformation antreten können. Die wird auch nötig sein, denn die Seestädter sind nach der – aus ihrer Sicht – unnötigen Niederlage in Bad Nauheim hochmotiviert. Bremerhavens Coach Stewart: "Traditionell erwartet uns in der Lausitz ein heißer Tanz aber wir werden kühlen Kopf behalten und wollen unter keinen Umständen mit leeren Händen nach Hause fahren."

Starbulls Rosenheim - Ravensburg Towerstars (19.30)

Während die Starbulls nach dem Auftakt-Wochenende noch ohne Verlustpunkt da stehen und sich bereits in guter Frühform präsentierten, scheint bei den Towerstars noch etwas Sand im Getriebe. Zwar folgte der Auftaktniederlage daheim gegen Aufsteiger Bad Nauheim prompt ein Auswärtserfolg beim ESV Kaufbeuren, jedoch sieht Trainer Kujala noch einiges an Arbeit auf sein Team zu kommen. Ein dickes Fragezeichen steht noch hinter Dustin Cameron, der sich eine offene Wunde am Bein zugezogen hat, wohingegen bei den Starbulls die Langzeitverletzten Pasi Häkkinen, Florian Müller und Benjamin Zientek weiterhin ausfallen werden. Starbulls Coach Franz Steer möchte die Gunst der Stunde nutzen und die kleine Miniserie, vor heimischem Publikum, gegen den Gast aus Oberschwaben weiter ausbauen.

EVL Landshut Eishockey - Dresdner Eislöwen (19:30)

Mit dem Auswärtssieg bei den Heilbronner Falken und dem zu-Null-Erfolg gegen die Lausitzer Füchse feierten die Mannen von Headcoach Jiri Ehrenberger einen perfekten Saison-Einstand. Nun soll auch der Tabellenvierte aus Sachsen bezwungen werden. Dies könnte möglich sein, so ist gegen die Sachsen Stürmer Peter Abstreiter wieder mit von der Partie. Doch auch in Dresden ist man guter Dinge: Mit Ex-Eisbären Back-Up Kevin Nastiuk, dem DEL-erfahrenen Stürmer Marvin Tepper, Tomi Pöllänen, David Hajek sowie mit dem an der Isar bestens bekannten Arturs Kruminsch, der vergangene Saison noch für die Dreihelmenstädter auf Torejagd ging, hat man sich gezielt verstärkt. Dennoch warnt Eislöwen-Coach Thomas Popiesch: „Der EVL hat viel Qualität in drei Reihen und kommt mit hoher Geschwindigkeit von hinten ins gegnerische Drittel. Wir wollen mit unseren Stürmern das Tempo hoch halten und Druck erzeugen. Für uns ist es wichtig, den Landshuter Spielfluss möglichst schnell zu unterbrechen."

EC Bad Nauheim - Heilbronner Falken (19.30)

Als Tabellenführer geht der EC Bad Nauheim in das zweite DEL2-Wochenende. Doch obwohl die hochgehandelten Heilbronner Falken noch ohne Punkt dastehen, tritt EC-Coach Frank Carnevale auf die Euphoriebremse: "Das macht die Sache nicht unbedingt einfacher. Heilbronn wird alles tun, um diese Negativserie zu stoppen. Wir sind aber bereit und haben uns intensiv vorbereitet." Nachdem Torjäger Michael Dorr aus den USA zurück ist, kann Carnevale personell aus den Vollen schöpfen. Gleiches gilt für die Falken, die bei ihren beiden Niederlagen viel zu viele Strafzeiten nehmen mussten. Das wurde vom Gegner jeweils eiskalt bestraft. „Das ist für uns ein sehr wichtiges Spiel, nicht nur weil wir die beiden ersten Spiele verloren haben“, sagt „Ober-Falke“ Ken Latta, der offenbar noch nicht die optimalen Formationen gefunden hat und sich von der Begegnung diesbezüglich wichtige Aufschlüsse erhofft.

Eispiraten Crimmitschau - ESV Kaufbeuren (20.00)

Nach dem ersten Sieg am vergangenen Wochenende über den SC Riessersee wollen die Eispiraten möglichst weiter punkten. Dafür kommt der ESV Kaufbeuren gerade recht. Denn die Gäste aus dem Allgäu sind bislang ohne Punkt. Dennoch dürften die Eispiraten ihren Kontrahenten nicht unterschätzen, hat dieser doch mit Marcel Brandt einen der bislang besten Scorer der Liga in seinen Reihen. Beide Teams haben indes einige Parallelen: Sowohl in Crimmitschau als auch in Kaufbeuren setzt man gezielt auf die Jugend. So haben die Eispiraten mit einem Durchschnittalter von etwas über 24 Jahren hinter dem ESV Kaufbeuren das zweitjüngste Team der gesamten Liga. Auch die Pflichtspielbilanz zwischen beiden Teams ist (fast) ausgeglichen. In 43 Pflichtspielbegegnungen seit 2002 gewannen die Eispiraten 21 Mal, Kaufbeuren 22 Mal. Gute Gelegenheit für die Eispiraten diese Wertung endlich auszugleichen.

SC Riessersee - Bietigheim Steelers (20.00)

Heim-Wochenende mit „Hammer-Partien“: Während sich am Freitag Meister Bietigheim Steelers angesagt hat, empfängt der SC Riessersee nur zwei Tage darauf die niederbayerische Spitzenmannschaft aus Landshut. Zwar kann Trainer Toni Krinner in beiden Spielen bis auf den langzeitverletzten Beni Kastner auf sein komplettes Team zurückgreifen, dennoch weiß er: „Natürlich sind wir krasser Außenseiter, aber wir wollen an unsere gute Leistung vom vergangenen Wochenende anknüpfen.“ SCR-Geschäftsführer Ralph Bader baut indes auf den Fan-Faktor: „Unsere Zuschauer haben uns im ersten Heimspiel toll unterstützt, jetzt wird die Mannschaft versuchen etwas zurückzugeben.“ Die Statistik im Duell mit den Steelers, bei denen Co-Trainer Marc St. Jean seinen Einstand gibt, scheint jedoch gegen die Bayern zu sprechen: In allen Partien des Vorjahres gab es Auswärtssiege!

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