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Starbulls blasen in Bad Nauheim zum Angriff auf die Spitze

Starbulls blasen in Bad Nauheim zum Angriff auf die Spitze
DEL2
Wunden lecken in Landshut: Ehrenberger fordert den Kampf / Eislöwen bei Bietigheims "Eisenmännern" unter Zugzwang / Ravensburg vs Riessersee: Duell der Selbstbewussten

Nachdem die Starbulls aus Rosenheim zur Spitze aufgeschlossen haben, soll zwei Tage vor Heilig Abend die alleinige Führung auf den Gabentisch. Voraussetzung ist ein Erfolg beim derzeit angeschlagenen Neuling Bad Nauheim (Foto: chuc.de), derweil Landshut mit den Fischtown Pinguins den wohl schwereren Brocken zu stemmen hat. Wollen die Dresdner Eislöwen auf Schlagdistanz zum bayerischen Führungs-Duo bleiben, muss beim fünfmal in Serie erfolgreichen Meister Bietigheim gepunktet werden. In Ravensburg hat sich Landshut-Schreck Riessersee angesagt, während die Lausitzer Füchse Crimmitschaus Eispiraten zum Sachsen-Krimi empfangen. Den letzten vorweihnachtlichen Spieltag rund macht die Partie der Heilbronner Falken gegen Schlusslicht Kaufbeuren.


EVL Landshut - Fischtown Pinguins (16.00 Uhr)

Wunden lecken in Landshut: 48 Stunden nach der bitteren 0:5-Pille von Riessersee appelliert Landshuts Chef-Coach Jiri Ehrenberger an seine Männer: "Wir müssen den Kampf um die Spitze endgültig annehmen. An Weihnachten und zum Jahreswechsel sind viele Punkte zu vergeben. Wir müssen in gewissen Situationen cleverer und kaltschnäuziger agieren. Bremerhaven wird es uns sicher nicht leicht machen. Es gilt, unsere absoluten Grenzen zu testen." An die werden die Niederbayern in der Tat gehen müssen, denn die Pinguine sind heiß bis in die Federspitzen - allzumal nach dem ebenso engen wie dramatischen 5:6 vom Freitag gegen Meister Bietigheim. "Gegen Landshut zu spielen ist immer eine Herausforderung", sagt Ober-Pinguin Mike Stewart. Ärgerlich für die Seestädter: Das Lazarett hat sich vor der Partie am Gutenbergweg nicht gelichtet. Dennoch, die Moral bei den Norddeutschen stimmt und, so Stewart: "Mit Willen soll man ja bekanntlich Berge versetzen können."

Lausitzer Füchse - Eispiraten Crimmitschau (17.00)

Lichtblick für die Lausitzer Füchse: Nach dem 4:0 zuletzt gegen Kaufbeuren verkürzten die Ostsachsen den Rückstand auf den achten Playoff-Platz wieder auf zwei Zähler. Mit einem Sieg im Sachsen-Derby soll ein weiterer Schritt in Richtung DEL2-Finalrunde gemacht werden. Dabei scheint das Heimrecht in diesem brisanten Duell eher von Nachteil zu sein: Während die Füchse das erste Duell in Crimmitschau mit 6:1 für sich entscheiden konnten, entführten die Eispiraten zuletzt durch ein 4:3 zwei Zähler aus der Lausitz. Die Fans freut`s: Denn erneut ist eine Partie im runderneuerten Fuchsbau ausverkauft. Bei den Füchsen gibt Pavel Brendl sein Debüt. Der ehemalige NHL-Stürmer wird in der ersten Reihe mit Christoffer Kjaergaard und Scott King auflaufen. Da auch der gesperrte Lukas Pozivil wieder dabei ist, müssen gleich zwei Ausländer auf die Tribüne ( Phillipp Pinter und Casey Pierro Zabotel). Im Tor steht Jonathan Boutin, der zuletzt einen Shutout feierte. Crimmitschau konnte erst am Freitag die Rote Laterne an Kaufbeuren weiter reichen und dürfte alles daran setzen, dass diese auch dort verbleibt.

Bietigheim Steelers - Dresdner Eislöwen (18.00)

Die "Eisenmänner" sind ins Rollen gekommen: Mit viel Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet, beängstigte Bietigheim nicht nur seine Fans lange durch seine Fieberkurven-Form. Das scheint nun der Vergangenheit anzugehören. Das dramatische 6:5 vom Freitag in Bremerhaven war bereits der fünfte Sieg in Folge - und zu den Geschlagenen gehören neben den Pinguinen immerhin Landshut, Riessersee und Ravensburg. Entsprechend motiviert geht das Team von Trainer Kevin Gaudet gegen den Tabellendritten Dresden, dessen Serie zuletzt daheim ein abruptes Ende nahm, zur Sache. Doch Vorsicht: Die beiden bisherigen Duelle wurden - wenn auch jeweils äußerst knapp mit 4:3 - jeweils eine Eislöwen-Beute. Wollen die Männer von Dresdens Trainer Thomas Popiesch den Anschluß an das bayerische Spitzen-Duo Landshut/Rosenheim nicht anwachsen lassen, muss - schwer genug - in Bietigheim gepunktet werden.

Heilbronner Falken - ESV Kaufbeuren (18.30)

Wenn die Heilbronner Falken endlich ihre Aufholjagd starten wollen, dann ist gegen Schlusslicht Kaufbeuren eine gute Gelegenheit dafür. Dabei reissen bei die Falken die Hiobsbotschaften derzeit nicht ab. Erst gestern trennten sich die Käthchenstädter von Verteidiger Mitch Versteeg. Entsprechend eng sieht es nun in der Defensive der Falken aus. Kurzfristig entscheiden wird sich, ob Pat Baum wie schon am Freitag passen muss. Nicht viel besser sieht es bei den Männern von Trainer Didi Hegen aus, die neben Stefan Vajs auch auf Stephen Schultz und möglicherweise auf den grippegeschwächten Daniel Pfaffengut verzichten müssen. Wie es ist, in der Käthchenstadt zu gewinnen, wissen die Joker jedenfalls: Im ersten Saisonvergleich setzte sich der ESVK auswärts deutlich mit 5:2 durch. Allerdings unterlagen die Allgäuer im Rückkampf wenn auch knapp mit 1:2.

EC Bad Nauheim - Starbulls Rosenheim (18.30)

Mit Respekt ins Duell gegen die Oberbayern: "Rosenheim ist das wohl am härtesten arbeitende Team der DEL2", sagt EC-Coach Frank Carnevale vor dem letzten Heimspiel der Hessen vor dem Fest. Dabei verzichten muss Carnevale (noch) auf Jan Guryca (Straubing) und Mitch Versteeg (Heilbronn), der gerade 24 Stunden zuvor seinen Auflösungsvertrag in Heilbronn unterschrieben hatte. Die Verpflichtungen waren nötig geworden, nachdem die Verletztenliste der Bad Nauheimer immer länger geworden ist. Damit kommt die Begegnung gegen den Tabellen-Zweiten in aktuell bestechender Form zum ungünstigsten Zeitpunkt. Erst am Freitag hatten die Starbulls die Heilbronner Falken gnadenlos mit 5:0 vom Himmel geholt und mit Spitzenreiter Landshut nach Punkten gleich gezogen. Vorsichtshalber verzichten wird Rosenheims Trainer Franz Steer auf den 26 Jahre alten Kanadier Tyler McNeely, dem ein Banden-Check aus dem Heilbronn-Spiel noch zu schaffen macht. Die Hessen wissen übrigens, wie es ist die Starbulls auf die Hörner zu nehmen: Der erste Vergleich im Colonel-Knight-Stadion ging mit 3:2 an das Carnevale-Team, im Rückspiel setzte es dann allerdings ein 0:2.

Ravensburg Towerstars - SC Riessersee (18.30)

Wenn Selbstvertrauen Spiele entscheidet, gibts zwischen den Towerstars und dem SCR ein Remis. Während die Schwaben die Serie des bisherigen Tabellen-Zweiten Dresdner Eislöwen in fremden Gefilden stoppten, machte Riessersee gar mit dem Tabellen-Primus Landshut kurzen Prozeß: 5:0 hieß es am Ende für die Garmischer. Damit haben die Männer von Trainer Toni Krinner das Wochenziel bereits vor dieser Partie erfüllt: Eitel Sonnenschein also unter der Zugspitze. Besonders bemerkenswert, dass der SCR elf Treffer in zwei Spielen markierte. Aber fast wichtiger: Dabei trugen sich immerhin fünf Akteure in die Torschützenliste ein. Ein Fakt, der die Ausgeglichenheit des SCR eindrucksvoll dokumentiert. Wer weiß: Vielleicht wird die Kadertiefe im Duell zweier tabellarisch fast gleichwertiger Gegner am Ende den Ausschlag geben. Während Riessersee den ersten Vergleich in der Fremde mit 3:0 für sich entscheiden konnte, setzten sich die Towerstars beim zweiten Aufeinandertreffen knapp mit 2:1 durch.

Der 30. DEL2-Spieltag im Überblick:

EVL Landshut Eishockey - Fischtown Pinguins (16.00 Uhr)
Lausitzer Füchse - Eispiraten Crimmitschau (17.00)
Bietigheim Steelers - Dresdner Eislöwen (18.00)
Heilbronner Falken - ESV Kaufbeuren (18.30)
EC Bad Nauheim - Starbulls Rosenheim  18.30
Ravensburg Towerstars - SC Riessersee (18.30)

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