Startschuss im Kampf um den Einzug in die DEL2-Finalserie
Landshut fordert Bietigheim, Frankfurt Meister Bremerhaven / Kehler prophezeit „aufregende“ Serien / Sprade überträgt live
Ring frei für den Kampf um den Einzug in die DEL2-Finalserie: Um 20.00 Uhr fallen die Bullys zum Auftakt der Playoff-Halbfinals. Hauptrundenprimus und Vizemeister Bietigheim Steelers empfängt den EV Landshut, Titelverteidiger Fischtown Pinguins den starken Aufsteiger Löwen Frankfurt. Sprade TV ist sowohl in Bietigheim als auch in Bremerhaven live dabei. Die Fans dürfen sich auf spannende und spektakuläre Spiele freuen. Denn das Halbfinal-Quartett steht für tolles Offensivspiel, aber auch intelligente Defensivarbeit. Nicht zu vergessen ist natürlich der Kampf um den Klassenerhalt. Ebenfalls im 20.00 Uhr stehen sich die Heilbronner Falken und der ESV Kaufbeuren in der entscheidenden Playdown-Serie gegenüber.
Bietigheim Steelers - EV Landshut (20.00 Uhr, live bei Sprade TV) - Serie: 0:0
Der Blick ging wie immer zur schönsten Eishockey-Jahreszeit auch in Bietigheim über die laufende Saison hinaus. Und die Steelers vermeldeten zwei Tage vor dem ersten Duell mit Landshut die Vertragsverlängerungen mit den Stürmern René Schoofs und Robin Just sowie mit Verteidiger Markus Gleich. Mann hatte durch den Sweep gegen die Dresdner Eislöwen also auch die Zeit, die Kaderplanungen voranzutreiben. Die volle Konzentration richtete sich aber auf die Halbfinalserie mit dem EV Landshut. Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch fehlte in der Runde zuvor noch die harte, körperliche Komponente. Sowohl Bietigheim als auch Dresden hätten, so Schoch, eher spielerisch nach Lösungen gesucht. Gegen den EVL wird es auf jeden Fall physischer. „Wir müssen hart spielen“, sagte Geschäftsführer Christian Donbeck, der allerdings noch ein „aber diszipliniert“ hinterherschickte. Donbeck spielte auf die Qualitäten des Vizemeisters im Powerplay hin. Dort habe man in der Hauptrunde die vier Spiele gegen die Ausnahmemannschaft verloren. Sowohl Bietigheims Trainer Kevin Gaudet als auch EVL-Coach Toni Krinner können nach der Pause personell aus dem Vollen schöpfen.
Hauptrunde:
12.09.2014: Landshut – Bietigheim 4:6
28.11.2014: Landshut – Bietigheim 5:6 OT
06.01.2015: Bietigheim – Landshut 6:2
03.02.2015: Bietigheim – Landshut 4:3
Fischtown Pinguins - Löwen Frankfurt (20.00 Uhr, live bei Sprade TV) - Serie: 0:0
Die Spieler des Meisters wurden in der Vorbereitung auf die Serie gegen Frankfurt nochmals an ihre Grenzen gebracht. Trainer Mike Stewart wusste, warum. Die vier Spiele gegen den Aufsteiger waren kein Zuckerschlecken. „Eishockey ist harte Arbeit, und nur über harte Arbeit kommt man auch zum Erfolg“, erklärte Bremerhavens Kapitän Marian Dejdar. Sowohl Stewart als auch Frankfurts Trainer Tim Kehler verfolgen eine ähnliche Philosophie. Hohes Tempo, viel Bewegung und frühes Attackieren des Gegners. Vor allem die Stürmer sind in der Defensivarbeit gefragt, die Trainer verlangen ständiges „Backchecking“. Die Hauptrunden, in der jede Mannschaft je zweimal gewann und auch auf des Gegners Eis, zeigte, was die Fans erwartet. Spektakuläre, aber auch harte Spiele. „Playoff-Eishockey ist kein Kindergeburtstag. Wir haben eine starke Mannschaft, respektieren jeden Gegner und lassen uns von niemandem ins Boxhorn jagen“, sagte Bremerhavens Patrick Klöpper. Eine große Stärke der Frankfurter ist das gut strukturierte und gefährliche Überzahlspiel. In der Hauptrunde konnten die Hessen jedes vierte Powerplay in ein Tor ummünzen, was nicht zuletzt an den torgefährlichen Stürmern Nick Mazzolini und Richard Mueller liegt. Personell haben beide Trainer die Qual der Wahl. Bei Bremerhaven kehrt der zuletzt angeschlagene Jaroslav Hafenrichter zurück. Bei Frankfurt steht Stürmer Norman Martens wieder im Aufgebot. Aus Nürnberg kommen die Förderlizenzspieler Andreas Schwarz, David Elsner, Marco Pfleger und Marcus Weber wieder dazu. Die Löwen konnten zuletzt zwölfmal in Folge gewinnen (darunter sechs Auswärtssiege). Im Viertelfinale gegen Ravensburg glänzte das Kehler-Team zudem im Powerplay (27,78%) und im Penalty-Killing (94,74%). Bremerhaven gewann 19 der letzten 20 Spiele in der heimischen Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz. Die einzige Niederlage in dieser Zeitspanne war ein 3:5 – gegen Frankfurt.
Hauptrunde:
10.10.2014: Pinguins – Frankfurt 2:1 OT
18.01.2015: Frankfurt – Pinguins 2:1
23.01.2015: Frankfurt - Pinguins 2:3
24.02.2015: Pinguins – Frankfurt 3:5
Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren (20.00 Uhr) – Serie: 0:0
Im Duell des Hauptrunden-Vorletzten gegen das Schlusslicht geht es nun um den Klassenerhalt. Beide Teams hatten sich in der ersten Playdown-Runde teilweise mehr als respektabel geschlagen. Die Falken lieferten den Eispiraten Crimmitschau in vier der fünf Spiele einen sehr harten Fight. Letztlich war in den entscheidenden Momenten aber dann doch ein Unterschied zu den Westsachsen zu sehen. Gegen den ESV Kaufbeuren sah die Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann aber recht gut aus, drei der vier Hauptrundenspiele gewann man. Allerdings hatte eigentlich erst das letzte Duell am 13. Februar eine Aussagekraft, weil dort die jetzigen Besetzungen aufeinandertrafen. Und das gewann Kaufbeuren mit 3:2 nach Verlängerung. Die Allgäuer lebten in der sechs Spiele umfassenden Playdown-Serie mit dem EC Bad Nauheim vom frischen Wind, den die neuen Spieler wie Jordan Knackstedt oder Joshua Lunden in den Kader brachten. Und von einer gewissen Euphorie im Umfeld. "In unseren Heimspielen in der Serie gegen Bad Nauheim herrschte in der Sparkassen Arena diese unvergleichliche Stimmung, die unserer Mannschaft einen extra Schub verpasst hat“, sagte ESVK-Vorstand Thomas Schmidt. 13 Tore erzielten die Joker in den ersten beiden Spielen gegen Bad Nauheim. In Spiel 1 in Heilbronn werden auch mehrere hundert Fans aus Kaufbeuren erwartet. Ein Fragezeichen im Kader des Kaufbeurer Trainergespanns Juha Nokelainen und Stefan Mayer stand nur hinter dem grippegeschwächten Michael Schöppl.
Hauptrunde:
12.10.2014: Kaufbeuren – Heilbronn 2:3
02.11.2014: Heilbronn – Kaufbeuren 5:4
16.01.2015. Heilbronn – Kaufbeuren 8:2
13.02.2015: Kaufbeuren – Heilbronn 3:2 OT