Steelers contra Pinguins: Das Beste kommt zum Schluss
Das Beste hat sich die DEL2 bis zum Schluss aufgehoben: Wenn Meister Bietigheim Steelers Spitzenreiter Fischtown Pinguins empfängt, geht es um die komfortabelste Startposition für die Zwischenrunde. Denn nach dem 44. DEL2-Spieltag wird die Tabelle zweigeteilt: Die ungerade platzierten Teams spielen eine Runde mit Hin- und Rückspiel gegeneinander ebenso wie die gerade platzierten Mannschaften. Insgesamt sind also noch 30 weitere Zähler im Kampf um die Playoffs zu vergeben. Derweil Landshut (gegen Bad Nauheim) und Rosenheim (in Heilbronn) eine Top-4-Platzierung nicht mehr zu nehmen ist, könnte Riessersee im direkten Duell noch von den Ravensburg Towerstars von Platz fünf verdrängt werden. Während in Weißwasser der Sachsen-Kracher zwischen den Lausitzer Füchsen und den Dresdner Eislöwen steigt, geht es zwischen Kaufbeuren und Crimmitschau am Tabellenende vor allem ums Prestige. Eines steht schon jetzt fest: Die aktuelle DEL2-Hauptrunde wurde von den Fans gut angenommen: So wird zum Hauptrundenbeschluss die 600.000er-Zuschauermarke fallen. Bisher kamen 594.491 Fans in die Arenen. Das entspricht einem Schnitt von 2.304 Fans pro Partie und liegt leicht über den Schnitt der vergangenen Jahre.
SC Riessersee - Ravensburg Towerstars (17.00 Uhr)
Das hat durchaus Seltenheitswert: Nur wenige Teams in der DEL2 können von sich behaupten, eine positive Bilanz in diesem Jahr gegen den SC Riessersee zu haben. Die Towerstars gehören dazu! Jedoch: Die Siege gelangen immer in heimischen Gefilden. Und da sind die Towerstars erklärtermaßen eine Macht. 19mal gewannen die Oberschwaben vor eigenem Publikum insgesamt. Damit sind sie das heimstärkste Team der DEL2 – direkt vor dem SCR, mit 17 Erfolgen. Aber: Diesmal gilt es für die Towerstars, in der Fremde erfolgreich zu bestehen – und dies gelang in dieser Saison gerade sechs Mal: Zu wenig, für ein Spitzenteam! Nach dem begeisternden 9:2 zuletzt daheim gegen die Lausitzer Füchse, hofft Towerstars-Coach Petri Kujala darauf, nicht sein ganzes Wochenend-Pulver bereits verschossen zu haben: „Natürlich wäre es mir lieber, wir hätten uns drei, vier Tore für die Partie in Riessersee aufgehoben, aber das Leben ist eben kein Wunschkonzert.“ In jedem Fall wollen die Towerstars den Schwung vom Freitag auch nach Riessersee mit nehmen und so endlich ihre Auswärts-Misere endlich beenden.
Die bisherigen Ergebnisse:
04.10.: Riessersee – Towerstars 3:0
17.11.: Towerstars – Riessersee 2:1
22.12.: Towerstars – Riessersee 6:4
Lausitzer Füchse - Dresdner Eislöwen (17.00)
Derby kurios in der Lausitz: Noch nie gelang es in dieser Saison dem Heimteam, den Gästen einen Zähler abzunehmen. Diese Regel könnte, so scheint es, weiter Bestand haben. Denn die Eislöwen schwimmen nach dem 3:2-Penaltysieg zuletzt gegen Landshut auf der Euphorie-Welle, während den Füchsen eine depressive Grundhaltung nach dem 2:9 vom Freitag in Ravensburg wohl niemand verübeln könnte. Doch Zeit zum Nachdenken haben die Füchse nicht. Schließlich ist das Duell gegen die Mannschaft aus der Landeshauptstadt eines der wichtigsten des Jahres. Und eines, das es inder Saison nicht mehr geben wird. Denn in der Tabelle sind beide Teams Nachbarn – und daran wird sich mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nach Hauptrunden-Ende nichts mehr ändern. Unterstützt werden die Eislöwen von ca. 500 Fans, die den 100-km-Trip nach Ost-Sachsen mit machen. Am Ende soll der Dreier stehen. Trainer Thomas Popiesch: „Gerade bei den Heimspielen haben wir uns gut präsentiert, standen aber am Ende mit leeren Händen da. Die verlorenen Punkte wollen wir uns jetzt natürlich zurück holen.“
Die bisherigen Ergebnisse:
13.09.: Füchse – Eislöwen 1:4
22.10.: Eislöwen – Füchse 0:1
26.12.: Eislöwen – Füchse 2:3
EVL Landshut - EC Bad Nauheim (18.00)
Mit breiter Brust nach Niederbayern: Nach dem 6:5 im Penalty-Krimi gegen Meister Bietigheim fahren die Roten Teufel selbstbewusst in die Dreihelmenstadt. "Bad Nauheim spielt als Aufsteiger eine sehr starke Saison. Mit dem neuen Trainer Daniel Heinrizi praktizieren die Roten Teufel ein neues System und sind dadurch schwer auszurechnen“, sagt den auch Neu-Coach Andreas Brockmann, der bei seiner Heim-Premiere nur zu gern einen Sieg feiern würde. Brockmann weiter: „Ich habe meinen Jungs mit auf den Weg gegeben, den EC Bad Nauheim nicht auf die Leichte Schulter zu nehmen.“ Hauptaufgabe des Trainers ist es, das 10:1 vom 15. November aus den Köpfen seiner Spieler zu bekommen. „Das war kein Gradmesser. Wenn wir den Gegner unterschätzen, kann es einen unsanften Ausgang am morgigen Sonntag geben." Die Roten Teufel ihrerseits wollen keinesfalls als braver Punktelieferant wieder nach Hause fahren. „Wir wollen dort auch für eine Überraschung sorgen“, sagt EC-Coach Daniel Heinrizi, der den achten Platz noch lange nicht abgeschrieben hat.
Die bisherigen Ergebnisse:
27.09.: Bad Nauheim – Landshut 4:5
15.11.: Landshut – Bad Nauheim 10:1
06.12.: Bad Nauheim – Landshut 2:6
Bietigheim Steelers - Fischtown Pinguins (18.00)
Mit Sorgenfalten auf der Stirn, aber als Tabellenführer fahren die Fischtown Pinguins zum Meister nach Bietigheim. Da aus dem Fischtown-Lazarett keine Änderungsmeldungen eingetroffen sind, werden die Pinguine mit der zuletzt bewährten Aufstellung auch in der Bietigheimer Stahlschmiede versuchen, zumindest einen Punkt zu entführen. Unterstützt werden die Seestädter dabei von einer beachtlichen Menge an Fans, die auch den weiten Weg ins Schwabenland nicht scheuen, um ihrem Team in der Fremde den Rücken zu stärken. Trainer Mike Stewart: „Das wird heute eine ganz schwere Aufgabe, aber natürlich freuen wir uns auf diese Aufgabe und wollen alles tun um ein würdiger Partner in einem echten Spitzenspiel zu sein.“ Natürlich hat Stewart noch das dramatische 5:6 von vor Weihnachten daheim im Hinterkopf. Doch auch Bietigheim-Coach Kevin Gaudet wird – noch dazu vor ausverkaufter EgeTrans Arena – nicht klein beigeben wollen. Sein erklärtes Ziel: „Wir wollen als erster in die Zwischenrunde.“
Die bisherigen Ergebnisse:
13.10.: Pinguins – Steelers 2:4
24.11.: Steelers – Pinguins 2:3 (SO)
20.12.: Pinguins – Steelers 5:6 (OT)
ESV Kaufbeuren - Eispiraten Crimmitschau (18.00)
Daheim hui – in der Fremde pfui: Ein Prämisse, die sowohl auf Joker als auch Eispiraten zutrifft. Pech für die Westsachsen nur, dass sie diesmal auswärts dran sind. Das zieht sich übrigens auch wie ein roter Faden durch die bisherigen Partien beider Teams: Noch nicht mal einen Zähler konnten die jeweiligen Gäste ergattern. Und so geht das Schlusslicht aus Kaufbeuren durchaus optimistisch in das DEL2-Kellerduell. Wenn da nicht die Crimmitschauer Topscorer-Reihe mit Harrison Reed und Max Campbell wäre, die zuletzt beim glatten 5:0 gegen Riessersee wieder einmal beeindruckte. Beste Chancen, die Punkte aus dem Allgäu zu entführen, könnten sich für die Eispiraten im Powerplay bieten. Denn die Joker weisen in Unterzahl die schlechteste Liga-Bilanz auf. Und so bittet Neu-Coach Uli Egen trotz zuletzt guter Leistungen am Berliner Platz die ESVK-Anhänger um Geduld: „Wir werden alles dafür geben, den Klassenerhalt in der DEL2 zu schaffen. Dafür benötigen wir aber einen langen Atem.“
Die bisherigen Ergebnisse:
20.09.: Eispiraten – Kaufbeuren 5:2
27.10.: Kaufbeuren – Eispiraten 5:4
01.12.: Eispiraten – Kaufbeuren 6:0
Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim (18.30)
Angstgegner im Anflug in der Käthchenstadt: Diesmal sind es die Starbulls aus Rosenheim, die noch dazu einen Top-4-Platz sicher haben und ganz befreit aufspielen können. „Wir fahren da hin, um zu gewinnen und unser Spiel zu spielen“, sagt denn auch Starbulls-Trainer Franz Steer fast folgerichtig. Des einen Freud, des anderen Leid: Die Käthchenstädter sind ein ausgewiesener Lieblingsgegner der Oberbayern – und das nicht erst seit dieser Saison. Eindeutig daher auch die bisherige Bilanz beider Teams: 8:1 Punkte, bei 13:4 Toren zu Gunsten der Innstädter sprechen eine klare Sprache. Jedoch haben die Schwaben vor allem zuhause längst den Schalter umgelegt und präsentieren sich derzeit wesentlich stabiler als noch vor einem Monat. Erst am Freitag mussten sich die Falken knapp mit 2:4 bei Neu-Tabellenführer Bremerhaven geschlagen geben.
Die bisherigen Ergebnisse:
15.09.: Starbulls – Falken 5:2
27.10.: Falken – Starbulls 2:3 (OT)
20.12.: Starbulls – Falken 5:0
Der 44. DEL2-Spieltag im Überblick:
SC Riessersee - Ravensburg Towerstars (17.00 Uhr)
Lausitzer Füchse - Dresdner Eislöwen (17.00)
EVL Landshut - EC Bad Nauheim (18.00)
Bietigheim Steelers - Fischtown Pinguins (18.00)
ESV Kaufbeuren - Eispiraten Crimmitschau (18.00)
Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim (18.30)