Steelers contra Starbulls: Es kann nur einen geben
Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitze: Wenn die Bietigheim Steelers die Starbulls aus Rosenheim empfangen, geht es um mehr als nur Prestige. Beide Teams wollen nach zuletzt dramatischen Misserfolgen in der Schlussphase unbedingt in die Erfolgsspur zurück. Aber - frei nach dem Highlander-Credo: Es kann nur einen geben! Dagegen scheint Tabellenführer Landshut daheim gegen Schlusslicht Heilbronn vor einer eher lösbaren Aufgabe. Derweil die Fischtown Pinguine gegen Bad Nauheim den dritten Overtime-Thriller in Folge nur zu gern vermeiden würden, will Kaufbeuren nach zwei Heim-Erfolgen nun bei den Towerstars in der Fremde punkten. Riessersee wird versuchen die Crimmitschauer Offensiv-Abteilung, zuletzt unglaubliche zehn Mal erfolgreich, zu neutralisieren und in Dresden empfangen die Eislöwen Weisswasser zum Ost-Derby.
EVL Landshut Eishockey - Heilbronner Falken (19.30 Uhr)
So sieht wohl Understatement aus:Unser erklärtes Ziel ist ein Playoff-Platz. Was das betrifft, sieht es aktuell schon sehr gut aus", sagt Landshuts Coach Jiri Ehrenberger und fügt an: "Auf unseren Lorbeeren dürfen wir uns jedoch nicht ausruhen. Die Heilbronner Falken sind, was den Kader und die Struktur innerhalb des Clubs betrifft, wahrlich kein Schlusslicht. Das wird kein Spaziergang." Noch zu gut dürfte sich Ehrenberger an das erste Aufeinandertreffen erinnern, das die Niederbayern knapp mit 4:3 gewinnen konnten. Für die Falken ist Landshut so etwas wie ein Auswärts-Angstgegner. Obwohl man im letzten Jahr den „Landshut-Fluch“ erstmals besiegen konnte, wird es ein ganz schweres Spiel für die Käthchenstädter. Verzichten müssen die Falken dabei auf Verteidiger David Danner und Angreifer Brady Leisenring. Beide verletzten sich am Sonntag im Spiel gegen Bad Nauheim und werden voraussichtlich länger ausfallen. Der EVL schöpft indes Motivation aus der Statistik: In sieben Heimspielen holte Landshut 20 von 21 möglichen Punkten.
Bietigheim Steelers- Starbulls Rosenheim (19.30)
Die Bietigheim Steelers haben ein klares Ziel: Sie wollen zurück an die Tabellenspitze! Schön und gut - aber das ist auch das Ziel der Starbulls aus Rosenheim. Beide Mannschaften haben eine klare Mission und beide Mannschaften liegen mit 25 Punkten nur einen Zähler hinter Spitzenreiter EV Landshut. Nachdem sich beide Mannschaften beim Punktesammeln zuletzt etwas schwer getan haben, soll jetzt beim direkten Konkurrenten der Befreiungsschlag gelingen. Beide Teams schwächelten zuletzt ein wenig. Während Rosenheim trotz starker Verletzungssorgen immerhin zuhause noch einen Punkt gegen Bremerhaven sichern konnte, blieben die Steelers auswärts beim ESV Kaufbeuren ohne Punkte. Auch in der EgeTrans-Arena wird SBR-Coach Franz Steer wieder auf einige Schlüsselspieler verzichten müssen. Kim Staal, Shawn Weller, Maxi Hofbauer, Florian Müller und Pasi Häkkinen fallen auch weiterhin aus. Das erste Aufeinandertreffen beider Protagonisten in dieser Saison gewannen die Starbulls knapp mit 2:1 n.V. In Anbetracht der Verletzungssorgen scheint jedoch Meister Bietigheim diesmal favorisiert.
SC Riessersee - Eispiraten Crimmitschau (20.00)
Beim SC Riessersee schlägt das Verletzungspech derzeit gnadenlos zu. Nach Benedikt Kastner, Marcus Eberhart und Sepp Staltmayr hat es nun auch Florian Thomas erwischt. Der Stürmer erlitt bereits am Donnerstag im Training einen Mittelfußbruch, seine Ausfalldauer ist ungewiss. Das kommt den Westsachsen entgegen, die mit einem fast sensationellen 10:4 gegen Ravensburg im Rücken nachOberbayern reisen. Indes: Der letzte Sieg der Westsachsen gegen Riessersee gelang am 07. April 2012 und liegt damit weit über ein Jahr zurück. Dies soll sich nun ändern. Im ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in dieser Saison gelang den Westsachsen ein umkämpftes 4:3 nach Penaltyschießen im Crimmitschauer Sahnpark: Das schreit geradezu nach Revanche.
Ravensburg Towerstars - ESV Kaufbeuren (20.00)
Gestärkt mit einem Sechs-Punkte-Wochenende kommt der ESV Kaufbeuren nach Ravensburg. In der Puzzlestadt ist man indes gar nicht einmal so unglücklich darüber, dass mit Kaufbeuren ein selbstbewusster Gegner zu Gast sein wird. Teil der Aufarbeitung der derben 4:10-Klatsche in Crimmitschau ist die Konzentration auf die eigenen Stärken. „Wir werden das Spiel sehr ernst nehmen“, sagt der kanadische Verteidiger Matt Kelly. Aus personeller Sicht müssen die Towerstars erneut auf Christopher Oravec verzichten. Ansonsten kann Trainer Petri Kujala wieder aus dem Vollen schöpfen. Auch er sieht mit Kaufbeuren eine anspruchsvolle Aufgabe auf sich zukommen. „Wir müssen in jeder Sekunde des Spiels hellwach sein und dürfen den Gegner erst gar nicht in Schwung kommen lassen.“ Erfahrungen zieht er hier nicht nur aus den letzten Ergebnissen, sondern auch aus dem Hinspiel. Hier konnten die Towerstars zwar mit 4:1 gewinnen, das Spiel hätte aber auch durchaus in die andere Richtung kippen können.
Fischtown Pinguins - EC Bad Nauheim (20.00)
Das Wochenende mit der Mammutreise nach Rosenheim steckt den Pinguinen noch in den Gliedern - und schon muss sich die Truppe von Trainer Mike Stewart der nächsten Herausforderung stellen. Die Roten Teufel aus Bad Nauheim haben die Seestädter in dieser Saison schon einmal unangenehm überrascht (5:3) und mit Sicherheit wird die Carnevale-Truppe auch bei Ihrem Auftritt in der Seestadt wenig Bereitschaft zeigen, Gastgeschenke zu verteilen. Hatten die Seestädter auf einen Einsatz von Ralf Rinke gehofft, müssen sie auch diesmal ohne den schnellen Außenstürmer planen, da dieser sich zeitgleich mit den Freezers gegen Düsseldorf auseinander setzt. Trotzdem vertraut Trainer Mike Stewart auch in dieser Partie auf die Heimstärke seiner Mannschaft und die wie immer grandiose Unterstützung der Fans. Bremerhavens Coach Stewart: "Wir werden nach momentanen Stand der Dinge erst nach der Länderspielpause wieder komplett sein. Bis dahin wird die Mannschaft das Fehlen der Stammkräfte durch kämpferischen Einsatz kompensieren. Ich habe vollstes Vertrauen in meine Jungs!“
Dresdner Eislöwen - Lausitzer Füchse (20.00)
Nach drei Niederlagen in Folge droht den Füchsen die rote Laterne. In Dresden hat Weißwasser traditionell einige Probleme. Die Spiele waren zwar immer knapp, aber meist setzten sich am Ende die Eislöwen durch. Der letzte Auswärtssieg der Füchse datiert vom 22. Februar 2009 (4:2). Nachdem bei den Gästen mit Fischer und Mieszkowski zwei Stürmer wieder einsatzfähig sind, fallen zwei Abwehrspieler aus: Lukas Pozivil (Adduktoren) und Markus Schmidt (Rücken). Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch muss seinerseits auf Stürmer Kaartinen verzichten. Der Finne laboriert an einer Entzündung im rechten Fuß und muss noch bis Donnerstag im Krankenhaus bleiben. David Hájek, der am Montag zum ersten Mal wieder auf dem Eis war, braucht für seine Rückkehr wahrscheinlich noch sieben bis zehn Tage. Verstärkung erhalten die Eislöwen mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Förderlizenz-Spieler von den Eisbären Berlin. Neben Verteidiger Thomas Supis stehen Stürmer Vincent Schlenker (20 Jahre) und Defensivkraft Henry Haase (20 Jahre) vor einem Einsatz in Dresden.
Der 13. DEL2-Spieltag im Überblick:
EVL Landshut Eishockey - Heilbronner Falken (19.30 Uhr)
Bietigheim Steelers- -Starbulls Rosenheim (19.30)
SC Riessersee - Eispiraten Crimmitschau (20.00)
Ravensburg Towerstars - ESV Kaufbeuren (20.00)
Fischtown Pinguins - EC Bad Nauheim (20.00)
Dresdner Eislöwen - Lausitzer Füchse (20.00)