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Text: DEL2

Steelers schlagen zurück: Serienausgleich durch 3:2 in der Überzeit

Steelers schlagen zurück: Serienausgleich durch 3:2 in der Überzeit
DEL2
Dramatischer Mittel-Abschnitt / Steelers mit dem glücklichen Ende für sich / Donnerstag geht’s in Bremerhaven weiter

Meister Bietigheim Steelers meldet sich zurück: In einer über weite Strecken hochdramatischen, von vielen Nickligkeiten geprägten Partie, triumphierten die „Eisenmänner“ in der Zusatzzeit mit 3:2 gegen die Fischtown Pinguins und glichen die Finalserie damit aus. Bereits am Donnerstag geht es in der Seestadt mit Spiel 3 der Serie „Best of seven“ weiter.




Bietigheim Steelers – Fischtown Pinguins 3:2 (1:0, 0:2, 1:0, 1:0) OT/Serie: 1:1

Vom Start weg begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und lieferten sich ein ausgeglichenes Duell, in dem echte Torchancen zunächst Mangelware blieben. Vor allem die Defensive der Steelers zeigte sich deutlich verbessert und unterband mit gutem Stellungsspiel wirkungsvoll die überfallartigen Angriffe der Pinguins. Aber plötzlich war es der Meister, der das Bremerhavener Gehäuse belagerte und mit Chancen durch Marcus Sommerfeld, Greg Squires und Matt McKnight den Führungstreffer auf der Kelle hatte. Pinguins Keeper Jaeger musste sein Team in dieser Phase mehrfach vor einem Rückstand bewahren.

Doch als Brendan Cook wegen Haltens auf die Strafbank musste, war auch Jaeger mit seinem Latein am Ende und die Steelers legten vor: Matt McKnight fing die Hartgummischeibe ab und schickte Alexej Dmitriev auf Reisen. Dieser verzögerte gekonnt und legte auf den mitgelaufenen Kapitän Marcus Sommerfeld ab, der die Scheibe mit Wucht ins Netz zimmerte. Eine Minute vor der Sirene hätten die Steelers sogar auf 2:0 davon ziehen können, doch Jaeger brachte bei einem Schuss von Greg Squires aus dem Slot gerade noch die Stockhand dazwischen.

Da sich Mark Kosick in Folge dieser Situation zu einem bösen Foul hinreißen ließ und wegen Hohen Stocks eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte, mussten die Gäste die ersten fünf Minuten im zweiten Durchgang in Unterzahl überstehen. Die Fischtowner verteidigten aber derart geschickt, dass diese Möglichkeit nahezu nutzlos verpuffte.

Das wurde postwendend bestraft, kaum, dass Bremerhaven wieder komplett war.  Steve Slaton traf zum 1:1-Ausgleich und ließ die Norddeutschen wieder hoffen. In einer nun immer hektischer werdenden Begegnung nutzte Brock Hooton die Gelegenheit, um sein Team noch vor dem Schlussabschnitt mit 2:1 in Führung zu schießen. Die Gäste waren nun vollends am Drücker und zogen auch physisch an, so dass die Steelers froh sein durften, nicht höher in Rückstand geraten zu sein.

Die Pause hatte den Bietigheimern sichtlich gut getan, denn Matt KcKnight brachte sein Team mit seinem Treffer zum 2:2 wieder ins Spiel - und in die Overtime. Hier war es Dmitriev, der die 3.220 Fans nach knapp neun Minuten in Jubelstürme versetzte und für den 1:1-Serienausgleich sorgte. Die dritte Partie um die DEL2-Meisterschaft steigt nun am Donnerstag in Bremerhaven.

Tore: 1:0 Marcus Sommerfeld (09:02), 1:1 Steve Slaton (24:41), 1:2 Brock Hooton (34:16), 2:2 Matt Knight (48:55/PP1), 3:2 Alexej Dmitriev (68:49)
Zuschauer: 3.220

Stimmen zum Spiel:

Mike Stewart: "Wir haben im ersten Drittel sehr gut begonnen. Bietigheim wollte pushen und hatte sehr gute Chancen, aber unsere Abwehr war heute sehr gut aufgelegt. Bietigheim hat dann die Chance zum 1:0 eiskalt ausgenutzt. Als wir fünf Minuten in Unterzahl waren, haben wir sehr gut gespielt und konnten dann auch mit zwei Toren zurückkommen. Im letzten Drittel hatten wir in den ersten zehn Minuten zwei dumme Strafen und das Momentum war auf Bietigheims Seite. Dann Overtime und zwei gute Mannschaften – leider ist das Tor nicht auf unserer Seite gefallen, aber ich bin sehr happy mit meiner Mannschaft, sie haben gut gekämpft."

Kevin Gaudet: "Wir haben zwei Topteams im Finale. Oft zählt das Momentum und das Glück. Wir hatten heute Chancen, mit 2:0 in Führung zu gehen. Wir haben dann immer wieder dumme Strafen bekommen, uns aber auf der anderen Seite auch viele Chancen erarbeitet. Ich bin sehr stolz auf meine Jungs, dass wir heute einen Weg gefunden haben, zu gewinnen."

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