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Tabellenspitze rückt zusammen

Bietigheim stolpert / Frankfurt nutzt Chance / Emotionsgeladenes Wochenende für Freiburg / Kaufbeuren Team der Stunde

Tabellenspitze rückt zusammen
Timo Raiser

Die Bietigheim Steelers bleiben auch nach dem 19. Spieltag der Tabellenführer in der DEL2: Doch zum ersten Mal in dieser Saison gab es keine Punkte für den Spitzenreiter. Die Steelers strauchelten gegen die Eispiraten Crimmitschau und den EHC Freiburg. Beim Spiel in Crimmitschau blieben die Schwaben sogar ohne eigenen Treffer – auch das zum ersten Mal in dieser Spielzeit. Die Verletzungssorgen bleiben derweil in Bietigheim bestehen. Lediglich 14 Feldspieler standen am Sonntag zur Verfügung. Zudem konnten die Steelers die zahlreichen Torchancen nicht nutzen. Steelers-Coach Kevin Gaudet: „Wir hatten kein gutes Wochenende. Gegen Crimmitschau hatten wir schon zahlreiche Scoringchancen und haben das Tor nicht gemacht. Genauso erging es uns am Sonntag gegen Freiburg, wobei der Freiburger Torwart auch sehr gut gehalten hat. Die Jungs wollten unbedingt gewinnen, aber manchmal gibt es solche Tage, wo nichts gelingt. Jetzt gilt es wieder nach vorne zu schauen und sich auf Kassel zu konzentrieren. Das wird kein einfaches Spiel, wenn man bedenkt, wie viele Spieler uns momentan fehlen.“

Die Löwen Frankfurt nutzten hingehen die Gunst der Stunde: Die Mannschaft von Trainer Paul Gardner kletterte einen Platz nach oben und rangiert nun auf Rang zwei. Vor dem Wochenende betrug der Abstand zum Tabellenersten neun Punkte. Durch das erfolgreiche Sechs-Punkte-Wochenende sind es nur noch drei Zähler. Allerdings kann sich dies bereits am Dienstag wieder ändern, denn Bietigheim und Kassel treffen im Nachholspiel aufeinander, so dass Kassel den hessischen Rivalen mit einem Sieg wieder von Platz zwei verdrängen kann. Eine besondere Ehrung wurde am Samstag Löwen-Spieler Richard Mueller zuteil. Der 34-jährige Stürmer wurde zum „Sportler des Jahres der Stadt Frankfurt“ ausgezeichnet. „Es ist eine große Ehre für mich, vor allem weil Frankfurt meine zweite Heimat geworden ist. Natürlich ist es auch eine schöne Wertschätzung meiner Leistung, die aber nur mit der Unterstützung des gesamten Löwen-Teams möglich ist. Daher möchte ich mich bei meinem Team-Kollegen und der gesamten Organisation bedanken und auch natürlich bei meiner Familie, die mir den Rücken freihält“, so der stolze Preisträger Mueller.

Kaufbeuren ist derweil das Team der Stunde: Die Joker feierten am Sonntag den fünften Sieg in Folge. In den vergangenen fünf Partien erzielten die Kaufbeurer 19 Tore und kassierten lediglich drei Gegentore. Für ESVK-Trainer Andreas Brockmann kein Grund zum Zurücklehnen: „Die Liga ist sehr ausgeglichen und auch nach hinten sehr eng. Wir dürfen uns nicht ausruhen und müssen uns auf die nächsten Spiele konzentrieren. Wir schauen von Spiel zu Spiel.“

Für den EHC Freiburg war es ein Wochenende voller Emotionen: Am Freitag gelang den Breisgauern ein Sieg in der Verlängerung gegen Ravensburg. Zudem bestritt Freiburgs-Eigengewächs Tobias Kunz sein 500. Pflichtspiel im Trikot der Freiburger – mit gerade einmal 27 Jahren. Am Sonntag rollte zudem ein Sonderzug nach Bietigheim. Insgesamt waren über 600 Anhänger des EHC vor Ort, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen. Viele hätten dies sicher nicht erwartet, doch der Sonderzug wurde zum Siegeszug, denn die Freiburger gewannen nach zuletzt zwölf erfolglosen Spielen in der EgeTrans Arena mit 3:2. Freiburg-Coach Leos Sulak: „Nach dem ersten Drittel konnten wir froh sein, dass wir nicht mit 1:4 hinten waren. Marco Wölfl hat sehr gut gehalten. Uns war klar, dass wir die Steelers wohl nie mehr in der jetzigen Verfassung mit so vielen Verletzten bekommen werden. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und unsere Chancen genutzt. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen.“

Die Spiele vom Wochenende zeigten einmal mehr, dass in der DEL2 wirklich jeder jeden schlagen kann.

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