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Text: DEL2

Teamcheck (I): Ein “Hangover” soll es in Bremerhaven nicht geben

Teamcheck (I): Ein “Hangover” soll es in Bremerhaven nicht geben
DEL2

Bremerhaven-kleinZweitliga-Meister will weiter kämpferisches und schnelles Eishockey bieten

Ausgeflippt ist man in Bremerhaven nicht. Doch die tiefe Zufriedenheit und der große Stolz sind beim Zweitliga-Meister Fischtown Pinguins deutlich spürbar. „Die Meisterschaft ist einer der größten Erfolge der Klubgeschichte, weil sie nicht geplant war“, erklärt Teammanager Alfred Prey. Der 60-Jährige hatte genauso wenig wie die Fans in Bremerhaven mit einem derartigen Saisonverlauf gerechnet. Als Vorrunden-Erster ging das Team von Trainer Mike Stewart in die Play-offs und krönte diese mit einem 4:1 in der Finalserie gegen die Bietigheim Steelers.


„Das Ziel waren die Play-offs. Das Team ist dann zusammengewachsen“, erklärte Prey. Und auch in der kommenden Saison dürfte von den Fischtown Pinguins etwas zu erwarten sein. Der Großteil des Kaders konnte zusammengehalten werden. Schmerzhaft freilich waren das Karriereende von Martin Walter und der Abgang von Verteidiger Dustin Friesen zum DEL-Meister ERC Ingolstadt. Aber einen „Meister-Bonus“ gebe es eben nicht, sagte Prey. Man sei aber optimistisch, dass Tomas Schmidt und Pawel Dronia die Lücken schließen. Zudem bewertet man die Kooperation mit dem DEL-Vorrundenmeister Hamburg Freezers und dem HSV als fruchtbar. Und, so Prey, mit „Iron Mike“ habe man schließlich den „besten Coach der Liga“.

Der Verlauf der vergangenen Saison und der Titel haben die Sportfans in Bremerhaven mobilisiert. In Elf der letzten 13 Spiele war die  schmucke und 4422 Zuschauern Platz bietende Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz ausverkauft, der Dauerkartenverkauf für die kommende Spielzeit ist gut angelaufen. Für Alfred Prey aber kein Wunder. "Eishockey in Bremerhaven ist keine Retorte", sagt der Bayer, der seit 40 Jahren im Norden lebt.

An der Philosophie und den Zielen für die kommende Saison soll sich nichts ändern. Ziel ist wie im Vorjahr die direkte Qualifikation für die Play-offs. Und das will man wieder mit kämpferischem und schnellem Eishockey erreichen. „Bremerhaven ist eine Arbeiterstadt, die Fans sind sachkundig und lassen sich nicht veralbern. Wichtig ist, dass wir kein Meisterschafts-Hangover haben“, sagt Prey. 2002 war Bremerhaven zuletzt Zweitliga-Meister – der Einzug in die DEL scheiterte aber an der fehlenden Infrastruktur. Den Platz erhielt dann Finalgegner Ingolstadt. „Im Zuge der Harmonisierung hoffen wir natürlich auch irgendwann mal auf die DEL“, sagte Prey mit Blick auf die jüngst beschlossene Angleichung der Richtlinien von DEL und zweiter Liga (DEL2).

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