Toni Krinner hinterlässt Lücke beim SCR
Trainer verlässt Garmischer aus persönlichen Gründen - Freitag kommt Bietigheim / Meister Fischtown will Auswärtsmisere beenden
Am Sonntagabend sind bereits drei Viertel der Saison in der DEL2 gespielt. Die Zeit seit dem Auftakt der Spielzeit am 12. September 2014 verging wie im Flug. Die 14 DEL2-Clubs hatten nach dem Marathon rund um Weihnachten und Neujahr mit einem Zwei-Tage-Rhythmus etwas mehr Zeit zum Durchschnaufen.
Dennoch tat sich eine Menge unter der Woche. Vor allem der plötzliche Abgang von Trainer Toni Krinner (Foto: City-Press) beim SC Riessersee war ein Paukenschlag. Nach zwei Jahren ließ sich Krinner auf persönlichem Wunsch von seinen Aufgaben entbinden. Somit rückt das ohnehin schon spannende Heimspiel der Garmischer gegen Tabellenführer Bietigheim Steelers am Freitag noch mehr in den Blickpunkt.
Spannung ist aber generell garantiert. Vor den verbleibenden 15 Spieltagen trennen den Tabellenelften EC Bad Nauheim und den Dritten Löwen Frankfurt gerade acht Punkte.
Löwen Frankfurt – Starbulls Rosenheim (19.30 Uhr)
Der Aufsteiger muss an diesem Wochenende nicht auf Reisen. Trotzdem wird den Spielern von Tim Kehler alles abverlangt. Am Freitag gastieren die Starbulls Rosenheim in der Bankenmetropole, am Sonntag kommt es zum Duell mit Meister Fischtown Pinguins. "Nachdem wir drei der vergangenen vier Spiele verloren haben, müssen wir wieder in unsere Topverfassung zurückkommen, um die kommenden Aufgaben erfolgreich zu bewältigen“, sagte Tim Kehler. Vor allem die vergangenen beiden Heimspiele gegen Crimmitschau (5:6) und Bietigheim (3:4) gingen verloren. Dennoch liegt der Aufsteiger noch auf einem hervorragenden dritten Platz. „Gegen Rosenheim haben wir bisher zweimal sehr gut ausgesehen und deutlich gewonnen. Aber die Starbulls haben in Bietigheim gewonnen und sind in einer guten Verfassung“, sagte Kehler weiter. Die Löwen müssen weiter auf David Elsner (Sperre) sowie Torhüter Bryan Hogan, Verteidiger Thomas Ziolkowski und Stürmer Kyle Ostrow (alle verletzt) verzichten. Dafür gibt Neuzugang David Hajek sein Debüt. Für Rosenheim endete mit dem 1:2 gegen Ravensburg die Erfolgsserie von zuvor fünf Siegen in Folge. In den beiden bisherigen Spielen gegen Frankfurt hatten die Starbulls wenig zu melden. „Es gibt keine Angstgegner. Es gibt nur Mannschaften, für die man noch keine richtige Lösung gefunden hat“, sagte Steer. Aufpassen müssen die Rosenheimer bei Unterzahl. Mit 26,39 Prozent stellen die Hessen im Moment das beste Powerplay der Liga.
Bisher:
19.10.2014: Frankfurt – Rosenheim 5:1
07.12.2014: Rosenheim – Frankfurt 0:5
EV Landshut – Fischtown Pinguins (19.30)
Das Duell zwischen den Tabellennachbarn dürfte eine interessante Auseinandersetzung werden. Die Landshuter feierten sechs Siege in den vergangenen acht Spielen und liegen als Tabellensiebter mit zwei Punkten vor dem Meister, den vor allem die zehn Heimsiege in Serie in Playoff-Regionen gespült haben. Aber auswärts hapert es derzeit für den Continental-Cup-Zweiten, der die letzten sechs Gastspiele verlor. "Mit den letzten Ergebnissen können wir sehr zufrieden sein. Aber wir wissen auch, dass noch nicht alles gut war. Mit Bremerhaven kommt der amtierende Meister, der zuletzt im Continental Cup sehr stark gespielt hat. Da wird es sicher nicht einfach zu gewinnen", meinte Trainer Ewald Steiger, der aller Voraussicht nach für das Wochenende wieder mit Elia Ostwald und Cody Thornton planen kann. Beide konnten nach ihren Verletzungen am Mittwoch ohne Probleme trainieren.
Bisher:
21.09.2014: Pinguins – Landshut 1:4
05.12.2014: Pinguins – Landshut 3:0
EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau (19.30)
Für beide Mannschaft ist dieses Spiel wichtig. Der Tabellenelfte EC Bad Nauheim braucht jede Punkt, um an den Playoff-Plätzen dranzubleiben. Mit zuletzt zwei Siegen in Folge hat sich die Mannschaft von Trainer Petri Kujala, die wie andere Teams auch durch viele Verletzungen und Krankheiten geschwächt war, wieder in Position gebracht. Den Eispiraten helfen ebenfalls nur noch Siege, um vielleicht doch noch auf den Playoff-Zug aufzuspringen. 13 Punkte beträgt die Lücke für die Eispiraten zum zehnten Rang. Die Bilanz von fünf Siegen in den vergangenen acht Spielen liest sich nicht schlecht. Stark waren für Crimmitschau die Auswärtsspiele in Frankfurt (6:5) und Bietigheim (5:3).
Bisher:
24.10.2014: Crimmitschau – Bad Nauheim 4:1
05.12.2014: Crimmitschau – Bad Nauheim 2:3
Kassel Huskies – Dresdner Eislöwen (19.30)
Die Woche begann für die Huskies mit einer guten Nachricht. Goalie Jeff Frazee, der nach der Verletzung von Mika Järvinen geholt wurde, wird nun bis Saisonende bleiben. Für den Aufsteiger ist ein gestandener Goalie wie der US-Amerikaner mit Blick auf den Rest der Saison ein wichtiger Faktor. Kassel hat sich nach zuletzt drei Siegen in Folge abgesetzt und liegt als Zweiter nun neun Punkte vor Frankfurt und Ravensburg. Die Dresdner Eislöwen brauchen ebenfalls jeden Punkt. Zuletzt gab es nur drei Siege in neun Spielen. Als Zehnter hat die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch nur drei Punkte Luft auf den EC Bad Nauheim. Personell ist die Lage angespannt. Für Stürmer Bruce Becker ist die Saison nach einem Kreuzbandriss beendet. „Bruce hat in unserem Team eine verantwortungsvolle Rolle übernommen. Sein Ausfall wiegt entsprechend schwer“, sagt Popiesch. Und Jonas Schlenker ist nach einem Check gegen den Kopf im Spiel gegen Kaufbeuren (9:0) für zwei Spiele gesperrt worden.
Bisher:
28.09.2014: Kassel – Dresden 4:3 SO
12.12.2014: Dresden – Kassel 3:2 OT
Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse (20.00)
Vielleicht war der 2:1-Sieg bei den Starbulls Rosenheim ein Signal für die Towerstars. Bislang hielt sich die Mannschaft von Trainer Daniel Naud vor allem durch ihre Heimstärke auf den Aufstiegsplätzen. Vor allem mit einer sehr disziplinierten Vorstellung und konsequenter Defensive verdienten sich die Towerstars in Rosenheim die drei wichtigen Punkte. Und Doppeltorschütze Fabio Carciola scheint die erhoffte Verstärkung zu sein. Bei den Lausitzer Füchsen lief es zuletzt nicht so recht. Vier Niederlagen in den vergangenen fünf Spielen gab es für die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach. Die dünne Personaldecke machte den Füchsen das Leben schwer – die Lage entspannt sich aber. Vier Spieler haben sich für Ravensburg zurückgemeldet. Jonathan Boutin, Dennis Swinnen und Stefan Reiter sind wieder fit. Außerdem wird Lukas Pozivil zu einigen Kurzeinsätzen kommen. Für das Sonntag-Heimspiel gegen den SC Riessersee steht außerdem der zuletzt gesperrte Maxime Legault wieder zur Verfügung. Dafür fehlt Sean Fischer, der für fünf Spiele gesperrt wurde.
Bisher:
02.10.2014: Ravensburg – Füchse 5:2
12.12.2014: Füchse – Towerstars 2:3 SO
SC Riessersee – Bietigheim Steelers (20.00)
Toni Krinner sorgte für einen Paukenschlag. Der Trainer bat nach dem Derby beim EV Landshut (3:4) um die sofortige Beendigung seiner Tätigkeit und gab dafür persönliche Gründe an. Vor allem für die Spieler ist dies eine schwierige Situation, weil sie die Arbeit des E-Profis sehr schätzten. Zwei Jahre hatte Krinner in der Verantwortung gestanden und trotz begrenzter finanzieller Mittel stets eine wettbewerbsfähige Mannschaft zusammengestellt. Das Training am Mittwoch leitete Kapitän Tim Regan, der auch den Freitags-Gegner Bietigheim analysierte. Wer hinter der Bande in den Spielen gegen die Steelers und in Weißwasser stehen wird, ist noch nicht bekannt. Nicht mehr dabei sein wird Center David Brine. Der Verein zog eine vertragliche Option zur Beendigung des Vertragsverhältnisses. Für die Garmischer ist die Situation angesichts der jüngsten Bilanz von drei Niederlagen in Folge schwierig. Derartigen Wirbel kennt man in Bietigheim nur auf dem Eis. Bei den Steelers läuft es sportlich. Der Vorsprung des souveränen Spitzenreiters, der zuletzt fünf Siege in sechs Spielen feierte, auf Rang zwei beträgt immer noch 16 Punkte.
Bisher:
02.10.2014: Bietigheim – Riessersee 4:2
30.11.2014: Bietigheim – Riessersee 5:3
Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren (20.00)
Der Vorletzte trifft auf den Letzten: Beide Mannschaft versuchen derzeit, die richtige Mischung für die Playdowns zu finden. Der Zug nach oben ist für beide Mannschaften angesichts des Saisonverlaufes abgefahren. Es mag sich kurios anhören: aber trotz der nur zwei Siege zeigt die Tendenz bei den Heilbronner Falken nach oben. Das Team von Trainer Gerd Wittmann deutete stets an, dass es zu sehr guten Leistungen in der Lage ist. Beim ESV Kaufbeuren findet derzeit der große Umbau statt. Bis zum Transferschluss am 31. Januar soll noch einiges passieren. Vom EC Bad Nauheim kam Anfang der Woche Daniel Oppolzer zurück zu seinem Stammverein. Für Brad Snetsinger, der wie Matt Waddell den Verein verlassen musste, wurde der kanadische Stürmer Jordan Knackstedt verpflichtet. Gehen musste dafür dessen Landsmann Matt Marquardt.
Bisher:
12.10.2014: Kaufbeuren – Heilbronn 2:3
02.11.2014: Heilbronn – Kaufbeuren 5:4
38. Spieltag (Freitag, 16. Januar 2015)
Löwen Frankfurt – Starbulls Rosenheim (19.30 Uhr)
EV Landshut – Fischtown Pinguins (19.30)
EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau (19.30)
Kassel Huskies – Dresdner Eislöwen (19.30)
Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse (20.00)
SC Riessersee – Bietigheim Steelers (20.00)
Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren (20.00)
39. Spieltag (Sonntag, 18. Januar 2015)
Dresdner Eislöwen – EV Landshut (16.00 Uhr)
Eispiraten Crimmitschau – Ravensburg Towerstars (17.00)
Bietigheim Steelers – EC Bad Nauheim (17.00)
Lausitzer Füchse – SC Riessersee (17.00)
Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken (17.00)
ESV Kaufbeuren – Kassel Huskies (18.30)
Löwen Frankfurt – Fischtown Pinguins (18.30)