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Trainerkarussell sorgt für Brisanz

Trainerkarussell sorgt für Brisanz
DEL2

City-Press Mansi 20150122klKrinner kündigt beim SC Riessersee, heuert in Landshut an und soll am Sonntag in Garmisch beim EVL an der Bande stehen / SCR holt Maurizio Mansi zurück

Zu Wochenbeginn wurde es in der DEL2 so munter, wie sonst nur auf dem Eis. Zunächst hatten die Verantwortlichen beim SC Riessersee am Montagabend die außerordentliche Kündigung von Trainer Toni Krinner auf dem Tisch, der acht Tage zuvor sein Amt niedergelegt hatte. Am gleichen Abend unterschrieb Krinner dann beim EV Landshut, wo sein Freund Andreas Brockmann seinen Posten aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Dienstag verpflichtete der SCR dann Maurizio Mansi (Foto: City-Press) als neuen Coach. Der Italo-Kanadier war bereits 2009/2010 in Garmisch engagiert. Und, weil es das Skript so will, trifft Riessersee am Sonntag (17.00 Uhr) im Derby auf Landshut. Andernorts gibt es aber nicht weniger Brisanz. So tritt zum Beispiel der Spitzenreiter aus Bietigheim am Freitag zum Topduell in Kassel an und hat dann zwei Tage später Meister Fischtown zu Gast. Mit dem kommenden Wochenende wird das letzte Viertel der Hauptrunde eingeläutet. Im Kampf um die Playoffs ist da jedes Spiel von Bedeutung.


Löwen Frankfurt – Fischtown Pinguins (19.30 Uhr)

Das dritte Aufeinandertreffen der beiden Teams ist ein Nachholspiel vom 19. Spieltag. Am vergangenen Sonntag standen sich Frankfurt und Bremerhaven bereits gegenüber, die Hessen gewannen das intensive Duell mit 2:1. Weniger bekommen ist die Partie Clarke Breitkreuz, der eine Bauchmuskelverletzung erlitt und drei bis vier Wochen ausfällt. Für die Pinguins sind insbesondere die Auswärtsspiele von großer Bedeutung. Hier hat die Mannschaft von Trainer Mike Stewart in dieser Saison ihre Schwächen. Von den vergangenen acht Gastspielen gingen sieben verloren. Dafür lebt man von der Heimstärke: das 8:5 im Nachholspiel gegen die Eispiraten Crimmitschau am Mittwoch war der elfte Sieg in Folge, womit ein Sprung auf den fünften Rang gelang. Die jüngste Bilanz des Aufsteigers aus der Bankenmetropole von drei Siegen in vier Spielen kann sich durchaus sehen lassen. Das Team von Trainer Tim Kehler spielt bislang eine überragende Saison und liegt auf dem dritten Rang.

Bisher:

10.10.2014: Pinguins – Frankfurt 2:1 OT
18.01.2015: Frankfurt – Pinguins 2:1

Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken (19.30)

Innerhalb von sechs Tagen schließen die Starbulls und die Falken ihre Saisonserie ab. Dem 4:0 am vergangenen Sonntag will die Rosenheimer Mannschaft von Trainer Franz Steer nun den vierten Sieg gegen den Tabellenvorletzten feiern und damit weitere wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs sammeln. “Was soll ich denn nach einem 4:0 am Spielplan ändern? Der war doch erfolgreich”, sagte Steer mit einem Augenzwinkern. Er sei sich aber sicher, dass sich Gäste-Trainer Gerd Wittmann etwas anderes einfallen lassen werden. Aber am Ende “müssen wir auf uns und unser Spiel schauen. Wir können uns nicht immer nach dem Gegner richten, sondern das spielen, was wir können“. Die Starbulls haben sich in den vergangenen acht Spielen mit sechs Siegen wieder in die Playoff-Zone gespielt. Für die Falken geht es in erster Linie darum, für die Playdowns die richtige Mischung zu finden. Dass man dafür gerüstet sein kann, zeigten die Spiele gegen Kaufbeuren (8:2) und Riessersee (2:0).

Bisher:

28.09.2014: Heilbronn – Rosenheim 0:3
05.12.2014: Heilbronn – Rosenheim 2:3
18.01.2015: Rosenheim – Heilbronn 4:0

Kassel Huskies – Bietigheim Steelers (19:30)

Nummer 2 gegen Nummer 1 – besser geht es gemeinhin nicht. Im letzten Aufeinandertreffen durften die Huskies als Sieger vom Eis gehen. Die Fans können sich auf hochklassiges Eishockey freuen. Die Huskies verfügen über die zweibeste Defensive (100 Gegentore) nach dem SC Riessersee (95) und die drittbeste Offensive (147 Tore). Die ist das Prunkstück der Bietigheim Steelers, die 171 Mal trafen und damit durchschnittlich über vier Tore pro Spiel erzielen. Verzichten muss Trainer Kevin Gaudet, dessen Team 19 Punkte Vorsprung hat und sieben der letzten acht Spiele gewann, neben Adam Borzecki und Justin Kelly auf Bastian Steingroß verzichten. Für Steingroß ist die Saison nach einer Schulteroperation vorzeitig beendet. In Kassel hat Goalie Mika Järvinen nach längerer Verletzungspause hingegen wieder seine ersten beiden Spiele absolviert. Die Torhüter sind das große Plus der Nordhessen. Denn mit Jeff Frazee steht ein zweiter erstklassiger Mann zur Verfügung. Auch das Duell der Goalies wird interessant. Bietigheims Sinisa Martinovic konnte bereits fünf Shutouts feiern.

Bisher:

14.09.2014: Bietigheim – Kassel 5:3
26.10.2014: Kassel – Bietigheim 2:5
21.12.2014: Bietigheim – Kassel 2:3 SO

EC Bad Nauheim – ESV Kaufbeuren (19.30)

Klar gingen die Spiele zwischen Bad Nauheim und Kaufbeuren in dieser Saison nie aus. Aber die Mannschaft von Trainer Petri Kujala hatte stets die Nase vorn und gewann die bisherigen drei Duelle. Die Roten Teufel brauchen im Kampf um die Playoffs dringend diese Punkte. Vor dem 1:4 am vergangenen Sonntag in Bietigheim hatte sich Bad Nauheim mit drei Siegen in Folge wieder herangearbeitet. Der Rückstand auf den zehnten Platz beträgt zwei Punkte. Aber der ESVK ist ein gefährlicher Gegner. Denn im Allgäu herrscht nach dem positiven Votum der Bürger für ein neues Stadion Aufbruchsstimmung. Zudem war man jüngst ordentlich auf dem Transfermarkt tätig. Nacheinander wurden Jordan Knackstedt und Daniel Oppolzer, die bereits ihre ersten Einsätze hatten, sowie Verteidiger Michael Schöppl und der finnische Goalie Pasi Häkkinen verpflichtet. Trainer Kari Rauhanen steht damit am Wochenende ein nahezu kompletter Kader zur Verfügung, lediglich Torhüter Stefan Vajs und Michael Fröhlich werden noch fehlen. Ob dieser renovierte Kader schon das erste Erfolgserlebnis nach 13 Niederlagen in Folge feiern kann, muss sich zeigen.

Bisher:

26.09.2014: Bad Nauheim – Kaufbeuren 4:2
21.11.2014: Kaufbeuren – Bad Nauheim 1:2 OT
19.12.2014: Kaufbeuren – Bad Nauheim 3:4 OT

Lausitzer Füchse – Dresdner Eislöwen (19:30)

Die Sachsenderbys in dieser Saison waren ein Sache für die Gastmannschaften. Dresden musste in den beiden Duellen 13 Gegentore hinnehmen. Dafür will man sich natürlich revanchieren. Bei den Füchsen lief es in den vergangenen sieben Spielen alles andere als gut. Die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach verlor davon sechsmal und viermal in Folge. Damit haben die Füchse nur noch vier Punkte Luft auf den elften Tabellenplatz. Ein Heimsieg ist daher fast schon Pflicht, um im Rennen um die Playoffs nicht weiter in Bedrängnis zu kommen. Das Interesse ist auf jeden Fall riesengroß, wahrscheinlich wird die Eisarena Weißwasser ausverkauft sein. Dresden befindet sich nach drei Siegen in Folge wieder auf dem aufsteigenden Ast. Aber Trainer Thomas Popiesch muss neben den langzeitverletzten Sami Kaartinen, John Koslowski und Bruce Becker in den nächsten Wochen auf Feodor Boiarchinov verzichten. Der Stürmer zog sich beim 2:1 in Kassel einen Innenband-Teilriss im rechten Knie zu. ServusTV zeigt im Rahmen der Servus Hockey Night am Sonntag (17:30 Uhr) in der zweiten Drittelpause der Partie zwischen Ingolstadt und München eine Zusammenfassung des Sachsenderbys.

Bisher:

10.10.2014: Füchse – Dresden 2:4
31.10.2014: Dresden – Füchse 2:6
27.12.2014: Dresden – Füchse 2:7

EV Landshut – Eispiraten Crimmitschau (19.30)

Das vergangene Wochenende mit den Niederlagen gegen Meister Fischtown (2:4) und in Dresden (2:5) hat dem letztjährigen Playoff-Halbfinalisten wehgetan. Der EVL ist Zehnter und hat nur zwei Punkte Luft auf den EC Bad Nauheim. Aber die aktuelle Situation wurde durch den Wochenbeginn in den Hintergrund gerückt. Als neuen Cheftrainer verpflichtete LES-Geschäftsführer Christian Donbeck am Montag Toni Krinner, der am gleichen Tag seinen Vertrag beim SC Riessersee gekündigt hatte. Der 47-Jährige war vor acht Tage in Garmisch von seinem Amt zurückgetreten. Krinner tritt damit die Nachfolge seines Freundes Andreas Brockmann an, der den Job aufgrund einer Erkrankung nicht mehr ausüben kann. Krinner arbeitet bereits seit Dienstag mit der Mannschaft. „Ich lege großen Wert darauf, dass wir unseren Spielplan einhalten. Außerdem müssen wir deutlich disziplinierter auftreten, als in der Vergangenheit. Jeder bekommt jetzt eine neue Chance und fängt wieder bei null an“, sagte Krinner an seinem ersten Tag beim EVL. Ewald Steiger, der Brockmann vertreten hatte, wird wieder Co-Trainer. Ungewiss ist noch der Status von Kapitän Cody Thornton, der beim 2:5 in Dresden einen harten Check einstecken musste. Thornton hatte wegen einer Gehirnerschütterung bereits in dieser Saison pausieren müssen. Die Eispiraten haben anders als Landshut nur noch ganz vage Aussichten auf die Playoffs. Nach dem 5:8 im Nachholspiel bei Meister Fischtown Pinguins beträgt der Rückstand auf Rang zehn 15 Punkte.

Bisher:

26.09.2014: Crimmitschau – Landshut 4:6
12.12.2014: Crimmitschau – Landshut 6:2
04.01.2015: Landshut – Crimmitschau 4:1

Ravensburg Towerstars – SC Riessersee (20.00)

Die Garmischer brachten den Towerstars eine von nur drei Niederlagen in 20 Heimspielen bei. Da war die Welt beim SC Riessersee aber auch noch in allerbester Ordnung. Vom plötzlichen Rücktritt von Trainer Toni Krinner wurde man unter der Zugspitze einigermaßen kalt erwischt. Als der 47-Jährige dann am Montag auch noch kündigte und in Landshut anheuerte, musste man beim SCR reagieren. Geschäftsführer Ralph Bader holte den Italo-Kanadier Maurizio Mansi zurück, der den SC Riessersee bereits in der Saison 2009/2010 trainierte. Mansi war zuletzt als Co-Trainer in der DEL in München und Nürnberg tätig. Nach dem Spiel in Ravensburg steht dann für Riessersee das pikante Derby gegen den EV Landshut und Ex-Coach Krinner an. In Ravensburg war zuletzt alles in bester Ordnung. Mit vier Siegen in Folge rückte die Mannschaft von Trainer Daniel Naud auf den vierten Platz vor, punktgleich mit dem Dritten Frankfurt.

Bisher:

24.10.2014: Riessersee – Ravensburg 2:0
07.12.2014: Ravensburg – Riessersee 3:4 SO
02.01.2015: Riessersee – Ravensburg 6:3

19. Spieltag (Nachholspiel, Freitag, 23. Januar 2015)

Löwen Frankfurt – Fischtown Pinguins (19.30 Uhr)

40. Spieltag (Freitag, 23. Januar 2015)

Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken (19.30 Uhr)
Kassel Huskies – Bietigheim Steelers (19:30)
EC Bad Nauheim – ESV Kaufbeuren (19.30)
Lausitzer Füchse – Dresdner Eislöwen (19:30)
EV Landshut – Eispiraten Crimmitschau (19.30)
Ravensburg Towerstars – SC Riessersee (20.00)

41. Spieltag (Sonntag, 25. Januar 2015)

Dresdner Eislöwen – EC Bad Nauheim (17.00 Uhr)
Bietigheim Steelers – Fischtown Pinguins (17.00)
Eispiraten Crimmitschau – Lausitzer Füchse (17.00)
SC Riessersee – EV Landshut (17.00)
Löwen Frankfurt – Kassel Huskies (18.30)
ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim (18.30)
Heilbronner Falken – Ravensburg Towerstars (18.30)

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