Treffen der Sportliche Leiter der DEL2 in Dresden
DEB und Schiedswesen zu Gast / DEL2-Clubs arbeiten an der Entwicklung der Liga
Die Sportlichen Leiter der DEL2-Clubs haben sich am Dienstag in Dresden zum Meinungsaustausch und zur Abstimmung getroffen. Hintergrund ist die gemeinsame Abstimmung und die Weiterentwicklung der Liga. Als Gäste waren Ernst Höfner (Sportdirektor des DEB), Gerhard Müller (Regelreferent des DEB) sowie Jörg von Ameln und Christopher Gudacker von der Deutschen Eishockey Liga eingeladen. Zentrale Themen waren die Regelauslegung durch die Schiedsrichter und den Disziplinarausschuss sowie die Entwicklung von jungen, deutschen, talentierten Spielern.
In der DEL2 sind über 200 Spieler unter 24 Jahre alt und für die Deutsche Eishockey Nationalmannschaft spielberechtigt. Das sind 48 Prozent aller Spieler. Dies ist ein sehr guter Wert, zumal die Eiszeiten der jungen Spieler deutlich zugenommen haben. Die Vertreter der Clubs wollen diesen Weg weiter beschreiten. Ernst Höfner, Sportdirektor des DEB, stellte passend dazu ein neues Konzept zur Nachwuchsförderung an den Standorten vor, das zusammen mit Ulrich Liebsch, Nachwuchskoordinator der Deutschen Eishockey Liga, derzeit erstellt wird.
Demnach steht zukünftig die Qualität der Nachwuchsarbeit in den Stammvereinen von unten nach oben im Vordergrund, als bisher nur der Blick vor allem auf die Quantität ganz oben. Ziel ist es, den Nachwuchs bereits früh zielgerichtet und Altersklassen gerecht auszubilden und dadurch mehr und bessere Spieler für die Nationalmannschaft und den Profibereich zu entwickeln. Das Konzept wurde von den DEL2-Clubs begrüßt und befürwortet.
Der zweite große Abschnitt des siebenstündigen Treffens war dem Schiedswesen gewidmet. DEB-Regelreferent Gerhard Müller erläuterte die Auslegung aktuell geltender Regeln und gemeinsam mit Jörg v. Ameln die Arbeitsweise des Disziplinarausschusses mit Videobeispielen aus der DEL2, DEL und auch NHL und diskutierte mit den Clubs beispielhafte Szenen. Ziel ist es, Verständnis für die Arbeitsweise des Disziplinarausschusses und für Entscheidungen der Schiedsrichter zu schaffen, aber auch das Verständnis für das richtige Auslegen geltender Regeln bei den Clubs anzugleichen. Im Vordergrund steht dabei immer der Sportler selbst, den man trotz eiöner intensiver Sportart vor gefährlichen und nicht erlaubten Angriffen und damit schwereren Verletzungsfolgen schützen will.
DEL-Geschäftsführer René Rudorisch sagte im Rahmen des Treffens: „Der Austausch mit den Sportlichen Leitern ist für uns einer der wichtigsten Termine. Hier bearbeiten wir unmittelbar den Sport und seine Erscheinung nach außen. Gleichzeitig hat es gezeigt, dass wir Verbesserungen nur in der Gemeinsamkeit mit allen Beteiligten herbeiführen können, weshalb wir auch zukünftig dieses Miteinander fördern und einfordern. Insgesamt war die Sitzung in jedem Fall sehr konstruktiv."