Überraschungs-Team Riessersee will im bayerischen Derby Revanche
Die Verschnaufpause war nur kurz: Bereits seit dem Wochenende geht es beim SC Riessersee wieder zur Sache. Die Garmischer, so etwas wie das Team der Stunde in der DEL2, treffen zum Neu-Start nach der Deutschland Cup-Pause heute auf den ESV Kaufbeuren. Für die übrigen DEL-Teams wird es erst am kommenden Freitag ernst, wenn ein kompletter Spieltag auf dem Programm steht. Foto: Sven Wanke
SC Riessersee – ESV Kaufbeuren (20.00 Uhr)
Das Duell am Fuße der Zugspitze bezieht nicht nur aus seinem Derby-Charakter Brisanz. Deutlich mehr motivieren dürfte den SCR das bittere 1:5 vor vier Wochen im ersten Spiel an gleicher Stelle. Eine Partie, die zum heilsamen Schock für die Werdenfelser geriet: Seither ist das Team von Toni Krinner in sechs Partien hintereinander unbezwungen und setzte sich sicher in der oberen Tabellen-Hälfte fest – und das, mit einem Spiel weniger. Mit dem „siebten Streich“ könnten sich die Werdenfelser – zumindest rechnerisch – bis auf Rang drei vor katapultieren.
„Wir wollen wieder schnell in den Rhythmus kommen, den die Mannschaft vor der Pause gehabt hat, und Kaufbeuren auf dem eigenen Eis schlagen. Die Spieler haben gut trainiert und jeder weiß, dass da noch etwas richtig zu stellen ist“, macht Toni Krinner eine klare Ansage. Bis auf Marcus Eberhard, der noch immer an einer Handverletzung laboriert, hat Krinner alle Mann an Bord. Die braucht er auch, denn in den kommenden neun Tagen stehen gleich fünf Begegnungen an.
Die Joker ihrerseits sehen sich so gar nicht als brave Punktelieferanten. „Wir werden alles dafür geben, um erneut etwas Zählbares mit nach Kaufbeuren zu nehmen, um so im Playoff-Rennen zu bleiben. Sicher ist natürlich, dass das Spiel ein anderes wird, als das von vier Wochen", sagt ESVK Coach Didi Hegen.
Beim ESVK ist der in den letzten beiden Spielen schmerzlich vermisste Matti Näätänen nach überstandener Gehirnerschütterung wieder mit von der Partie. Fraglich ist allerdings noch der Einsatz von Torhüter Stefan Vajs, der sich erst unmittelbar vor dem Spiel entscheiden wird. Ob dem ESVK-Förderlizenspieler aus Straubing zur Verfügung stehen, wird sich auch erst kurzfristig entscheiden. Sicher nicht mehr zur Verfügung steht dem ESVK Förderlizenzspieler Bernhard Keil, der die Straubing Tigers Richtung DEL-Konkurrent EHC Red Bull München verlassen hat.