Unglückliche Verlierer wollen zurückschlagen
Dresden setzt in Spiel 2 gegen Bietigheim auf die Fans / Kassel: Mit besserer Chancenauswertung soll in Landshut erster Sieg her
Der spannungsgeladene Auftakt des Playoff-Viertelfinales am Freitagabend hinterließ glückliche Sieger und unglückliche Verlierer. Besonders interessant dürfte am Sonntag in den zweiten Spielen sein, wie die Dresdner Eislöwen, Starbulls Rosenheim und die Kassel Huskies auf die Overtime-Niederlagen reagieren. In den Duellen zwischen den Eislöwen und den Bietigheim Steelers, Starbulls und den Fischtown Pinguins sowie dem EV Landshut und den Huskies steckt eine Menge Brisanz. Nicht weniger reizvoll ist Spiel 2 zwischen der Heimmacht Ravensburg Towerstars und den Löwen Frankfurt.
Starbulls Rosenheim - Fischtown Pinguins (17.00 Uhr, live bei Sprade TV) – Serie: 0:1
Der knapp 900 Kilometer lange Rückweg von Bremerhaven nach Rosenheim in der Nacht von Freitag auf Samstag war alles andere als angenehm für die Starbulls. Nichts kann einem Team mehr den Zahn ziehen, als eine Overtime-Niederlage in den Playoffs. Bis zum Spiel 2 am Sonntag im Kathrein-Stadion blieb den Spielern von Trainer Franz Steer im Grunde kaum Zeit, über das plötzliche Spielende nachzudenken. Dennoch kann sich ein solches Erlebnis natürlich auch in die Köpfe fressen. Meister Bremerhaven kann das Erfolgserlebnis hingegen psychologisch einen Schub geben. Großes Selbstvertrauen verlieh zudem die Leistung im Spiel 1. „Ich glaube, dass wir diese Partie hoch verdient gewonnen haben“, sagte Trainer Mike Stewart. „Dies ist jedoch nur ein Sieg in einer langen Serie und jeder hat gesehen, dass wir gegen die Starbulls mit Sicherheit nichts geschenkt bekommen werden.“ Bei Bremerhaven wird weiterhin Maximilian Schaludek (Gehirnerschütterung) fehlen und auch Jaroslav Hafenrichter. Ryan Martinelli, der am Freitag nach acht Minuten eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhalten hatte, ist wieder dabei.
Bisher
13.03.2015, Spiel 1: Pinguins – Rosenheim 3:2 OT
Dresdner Eislöwen - Bietigheim Steelers (17.00 Uhr, live bei Sprade TV) - Serie: 0:1
Trotz der unglücklichen 1:2-Niederlage nach Verlängerung beim Hauptrundenmeister Bietigheim Steelers war von Niedergeschlagenheit bei den Dresdner Eislöwen kaum etwas zu spüren. "Wir haben uns am Freitag gut präsentiert und eine Leistung gezeigt, auf die es sich aufbauen lässt. Mit unseren Fans im Rücken wollen wir einen weiteren solchen Auftritt nachlegen und uns wieder eine Siegchance erarbeiten", sagte Trainer Thomas Popiesch. Zu verlieren hat der Außenseiter, der die Vorrunde als Zehnter abschloss und in den Pre-Playoffs den SC Riessersee ausschaltete, eigentlich nichts. Und Coach Popiesch erhält für Spiel 2 Qualität zurück, denn nach abgesessener Sperre wird Stürmer Stefan Chaput wieder dabei sein. Bei den Steelers ist man gewarnt. "Meine Spieler müssen sich bewusst sein, dass es in Dresden noch schwieriger wird", erklärte Trainer Kevin Gaudet, der auf alle Spieler zurückgreifen kann. Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch geht von „einer langen Serie“ aus. „Wir sind nicht mit der Illusion in die Serie gegangen, dass es ein Selbstläufer wird“, sagte Schoch.
Bisher
13.03.2015, Spiel 1: Bietigheim – Dresden 2:1 OT
EV Landshut - Kassel Huskies (17.00 Uhr) - Serie: 1:0
Den Freitagabend wollen die Kassel Huskies gerne vergessen machen. Ein Blick in die Annalen könnte Mut machen. In der Saison 2007/2008 verloren die Huskies ebenfalls Spiel 1 und das Heimrecht der Playoff-Serie gegen Landshut – entschieden das 5. Spiel dann in der Verlängerung aber für sich. Ob so ein Kunststück auch in der Gegenwart gelingt, wird sich zeigen. Die Auftaktpartie am Freitag hinterließ auf jeden Fall zahlreiche Gründe zum Grübeln: Eine verlängerte Drittelpause vor der Verlängerung, die dafür verhängten zwei Minuten wegen Spielverzögerung, die eiskalte Reaktion der Gäste und das Glück von Torschütze Patrick Jarrett, dessen Schuss von Kassels Sven Valenti abgefälscht wurde. „So viel Pech in einem Spiel werden wir ja wohl nicht noch einmal haben“, erklärte Valenti. „Wenn wir unsere wenigen Fehler noch weiter dezimieren und auch nicht wieder ins eigene Tor treffen, dann haben wir im zweiten Duell große Chancen, mit unserem ersten Sieg zum 1:1 auszugleichen und den Heimvorteil zurückzuholen.“ Auf der anderen Seite war der Auftakt so recht nach dem Geschmack der Landshuter, die in Tyler Weiman an diesem Abend einen überragenden Goalie hatten. "Das war echtes Playoff-Hockey. Es war ein hartes, aber auch ausgeglichenes Spiel. Das war der erste Schritt. Wir brauchen aber vier Siege zum Weiterkommen", sagte EVL-Geschäftsführer Christian Donbeck.
Bisher
13.03.2015, Spiel 1: Kassel – Landshut 2:3 OT
Ravensburg Towerstars - Löwen Frankfurt (18.30 Uhr) - Serie: 0:1
Spiel 1 am Freitag in der Eissporthalle in Frankfurt deutete schon an, dass es zwischen dem Vorrundenvierten Löwen und dem Fünften Ravensburg Towerstars eine enge Serie wird. Den Unterschied am Freitag machten die Frankfurter Special Teams aus. Zwei Powerplay-Tore durch Richard Mueller und David Elsner sowie der Unterzahltreffer von Nils Liesegang bescherten dem Aufsteiger einen Start nach Maß. Dennoch waren die Ravensburger nah dran. Die Auswärtsschwäche ist die Achillesferse der Mannschaft von Trainer Daniel Naud. Aber in der Eissporthalle feierten die Towerstars ein rauschendes Fest nach dem anderen – in der Hauptrunde.
13.03.2015, Spiel 1: Frankfurt – Ravensburg 4:2