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Vorteil Landshut im bayerischen Kopf-an-Kopf-Duell

Vorteil Landshut im bayerischen Kopf-an-Kopf-Duell
DEL2
Niederbayern daheim gegen Heilbronn / Rosenheim muss bei Meister Bietigheim ran / Spendenaktionen nach tragischem Unfall von Füchse-Fanbus

Vorteil Landshut im Kopf-an-Kopf-Duell um die Spitze: Während sich dem Tabellenführer aus der Dreihelmenstadt beim Einstieg ins neue Jahr mit den Heilbronner Falken ein scheinbar leichter Kontrahent in den Weg stellt, bekommen es die zwei Zähler hinter dem EVL rangierenden Starbulls in der Fremde mit Meister Bietigheim zu tun. Ein Duell, das ebenso Dramatik verspricht wie die Partie des Dritten aus Ravensburg gegen die Dresdner Eislöwen. Derweil die Fischtown Pinguins vier Tage nach dem 8:1 daheim gegen Crimmitschau gegen den gleichen Kontrahenten auswärts ran müssen, empfängt der SC Riessersee Neuling Bad Nauheim. Am Tabellenende versucht Kaufbeuren den Negativ-Trend gegen die Lausitzer Füchse zu stoppen. Der 34. DEL2-Spieltag steht ganz im Zeichen des tragischen Busunfalls vom Silvestertag, bei dem ein Füchse-Fan tödlich verunglückt ist. Demnach sind in allen DEL2-Arenen Hilfs- und Spendenaktionen geplant.


EVL Landshut – Heilbronner Falken (19.30 Uhr)

Bekanntlich ist im Sport ja so einiges möglich. Doch das dürfte schon der einzige Hoffnungsschimmer für die Heilbronner Falken vor dem Duell beim Tabellenführer sein. Zu deutlich ist der tabellarische Unterschied zwischen beiden Teams: Hier die Niederbayern auf Rang eins mit 66 Zählern, dort Falken auf Platz zehn mit gerade 37 Punkten. Nicht gerade motivationsfördernd für die Käthchenstädter kommt hinzu, dass alle drei Vergleiche gegen den EVL bislang verloren gingen. Am dichtesten war man noch am 1. Spieltag dran, als daheim ein 3:4 heraussprang. Danach setzte es deftige Schlappen. Ob die Falken ihren Landshut-Fluch ablegen können, erscheint auch deshalb fraglich, weil bei den Schützlingen von Trainer Jiri Ehrenberger bereits die Partie am Sonntag im Hinterkopf mitschwingt. Dann nämlich geht es gegen die Starbulls aus Rosenheim. Und in dieses Duell will man unbedingt mit einem kleinen Polster gehen.

ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse (19.30)

Nach fünf Siegen in Folge soll für die Füchse beim Schlusslicht Kaufbeuren nun der sechste Streich her. Die Voraussetzungen dafür scheinen günstig, schließlich stürzte Weißwasser zuletzt die Starbulls Rosenheim durch ein 5:1 in deren Heimstatt vom DEL2-Thron. Nun erfolgt im Allgäu die zweite „Bayern-Attacke“ in kurzer Folge. Dabei ist auch das bis dato letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams noch in bestens in Erinnerung. Unmittelbar vor Weihnachten erwies sich das Team aus dem Allgäu beim 0:4 in der eigenen Sparkassen-Arena als braver Punktelieferant. Nichts desto trotz dürften die Männer von Kaufbeurens Trainer Didi Hegen alles daran setzen, den Negativ-Trend mit fünf Niederlagen in Folge endlich zu stoppen. Hoffnungsträger ist dabei Top-Scorer Stephen Schultz, der am vergangenen Montag beim Auswärtsspiel in Ravensburg ein starkes Comeback feierte und dem Angriffsspiel der Joker wieder deutlich mehr Schwung und Durchschlagskraft verlieh. Bei den Füchsen ist nach überstandener Grippe Jonathan Boutin im Tor wieder mit von der Partie. Während es im ersten Vergleich beider Teams in der Lausitz ein 4:1 für die Joker gegeben hatte, revanchierten sich die Füchse anschließend mit einem 5:1.

Bietigheim Steelers - Starbulls Rosenheim (19.30)

Die erste gute Meldung des Jahres erreichte die Steelers bereits gestern. Weil Gegner Bad Nauheim am 28. Dezember in der Partie einen Spieler eingesetzt hatte, der nicht auf dem Spielberichtsbogen aufgetaucht war, wurden dem Meister im neuen Jahr bereits drei Zähler gut geschrieben. So leicht werden es die Starbulls ihrem Kontrahenten aber nicht machen. Schließlich vergeigten die Rosenheimer im letzten Spiel des Jahres die Tabellenführung daheim gegen ihren erklärten „Angstgegner“ aus Weißwasser und unterlagen mit 1:5. Für die Steelers scheinen indes die Starbulls eine Art Schreckgespenst zu sein: Alle drei bisherigen Vergleiche gingen an die Innstädter. Bietigheim geht mit klarem Aufwind ins Jahr 2014, während die Starbulls einmal mehr über Verletzungssorgen klagen. Wieder einmal hat es den Dänen Kim Staal erwischt, der sich zuletzt in herausragender Form präsentiert hatte. Erstmals wird es auch ein Wiedersehen mit dem mittlerweile für Bietigheim im Tor spielenden Frederic Cloutier geben, der zu Beginn der Saison 13 Spiele für die Oberbayern absolviert hatte.

Eispiraten Crimmitschau - Fischtown Pinguins (20.00)

Mit guten Vorsätzen im Kopf, aber einer bitteren 1:8-Pille nur vier Tage zuvor gegen den gleichen Kontrahenten im Rücken geben die Eispiraten ihr Sahnpark-Debüt im neuen Jahr. Zwar würde man in Westsachsen nur zu gern Revanche für diese Packung nehmen, doch noch immer fehlen den Eispiraten arrivierte Stammkräfte. So werden wohl die Stürmer Martin Heinisch, Cam Keith und Verteidiger Martin Heider sowie Torwart Peter Holmgren weiter ausfallen. Die Gäste kommen dagegen naturgemäß mit breiter Brust in den Sahnpark. Dennoch warnt Ober-Pinguin Mike Stewart. „Die Eispiraten werden alles versuchen, um die Niederlage in der letzten Partie gegen uns vergessen zu machen“, sagt Stewart, der weiß: „In Crimmitschau ist es immer schwer zu spielen und persönlich hoffe ich, dass die Kulisse laut sein wird und das Stadion hoffentlich aus allen Nähten platzt. Das motiviert nicht nur die Heimmannschaft!“ Auch bei den Pinguinen will sich das Lazarett nicht so recht lichten. Stewart: „ Langsam wäre es an der Zeit, dass der eine oder andere Spieler wieder zurückkommen kann, aber da müssen wir uns eben in Geduld üben – das wird schon!“ Die Pinguins hatten sowohl die erste Partie in Crimmitschau (4:2) gewonnen als auch ihre erste Heim-Partie (4:3) und führen damit in der Saisonwertung mit 3:0.

Ravensburg Towerstars - Dresdner Eislöwen (20.00)

Drei Versuche, drei Niederlagen: Bislang gab`s für die Dresdner Eislöwen gegen die Oberschwaben nix zu gewinnen. 3:4, 3:4 und 1:2 hieß es. Klar, dass die Sachsen wenigstens im letzten Saisonvergleich gegen die Towerstars den Dreier wollen. „Es waren sehr enge Spiele, die letztlich durch Kleinigkeiten entschieden wurden. Das Offensivspiel der Ravensburger ist immer gefährlich und der Kader gerade auch in der Breite stark. In den letzten Wochen hat nicht nur die Reihe um Justin Kelly kontinuierlich gescort“, sagt Gäste-Trainer Thomas Popiesch und beschreibt sein Erfolgsrezept: „Es wird darauf ankommen, vor dem gegnerischen Tor Überzahlsituationen zu kreieren, druckvoll nachzusetzen und in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.“ Weiterhin den Eislöwen nicht zur Verfügung steht Eisbären-Förderlizenzspieler Thomas Supis. Das Eistraining aufgenommen hat hingegen wieder Felix Thomas. „Er nutzt für seinen gebrochenen Daumen aktuell eine Manschette, ist aber noch nicht wieder zu 100 Prozent einsatzfähig. Wir werden ihn am Freitag aber mitnehmen, so dass er eventuell schon ein paar Kurzeinsätze fahren kann“, so Popiesch.

SC Riessersee - EC Bad Nauheim (20.00)

Nach beeindruckenden Auftritten in den bayern-internen Vergleichen gegen das Spitzen-Duo aus Landshut und Rosenheim soll nun auch der Neuling aus Mittelhessen die Heimstärke der Garmischer zu spüren bekommen. „Der Mannschaft ist die Bedeutung der Begegnung klar, denn mit einem Sieg können wir uns den nächsten Verfolger um die acht Playoff-Plätze vom Leib halten. Unsere Ausgangsposition ist sehr gut und mit unserem tollen Publikum im Rücken wird uns auch ein Sieg gelingen, denn wir stehen nicht nur defensiv sehr gut, sondern sind inzwischen auf offensiv schwer auszurechnen“, sagt SCR-Coach Toni Krinner. Auch wenn das 4:3 n.V. zuletzt bei Meister Bietigheim nachträglich wegen eines nichtgemeldeten Spielers als Niederlage gewertet wurde, hat man in Bad Nauheim neuen Mut geschöpft. „Wir haben ein paar kleine Veränderungen vorgenommen, die zuletzt gut gegriffen haben“, sagt Bad Nauheims Interims-Coach Daniel Heinrizi, der aber auch weiß: „Garmisch ist ein Gegner mit einer völlig anderen Spielweise, so dass wir anders auftreten müssen." Riessersee hat zudem noch den psychologischen Vorteil von drei Siegen in drei Vergleichen gegen Bad Nauheim auf seiner Seite.

Der 34. DEL2-Spieltag im Überblick:

EVL Landshut – Heilbronner Falken (19.30 Uhr)
ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse (19.30)
Bietigheim Steelers - Starbulls Rosenheim (19.30)
Eispiraten Crimmitschau - Fischtown Pinguins (20.00)
Ravensburg Towerstars - Dresdner Eislöwen (20.00)
SC Riessersee - EC Bad Nauheim (20.00)

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