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Text: DEL2

Weiteres Topduell für Spitzenreiter Frankfurt – Starbulls wollen Wende im Derby

Tabellendritter Dresdner Eislöwen gastiert bei den Löwen. Rosenheim trifft auf Kaufbeurens Torfabrik.

Weiteres Topduell für Spitzenreiter Frankfurt – Starbulls wollen Wende im Derby
Ronny Krause

Spitzenreiter Löwen Frankfurt steht der nächste Kraftakt ins Haus. Dem 0:1 nach Penaltyschießen am Freitag bei Vizemeister Fischtown Pinguins und einer langen Busfahrt von der Nordsee zurück nach Hessen folgt am Sonntag nun das Spitzenspiel gegen den Tabellendritten Dresdner Eislöwen. Weiteres Highlight des 10. DEL2-Spieltages ist das bayrische Derby zwischen Rosenheim und Kaufbeuren. Der ESVK ist schon an den schwächelnden Starbulls vorbeigezogen. Fünf der sieben Partien sind live bei Sprade TV zu sehen. Ein Volltreffer wird wohl auf jeden Fall dabei sein, am Freitag gab es in sechs Spielen 60 Tore (!).

Bietigheim Steelers - EC Bad Nauheim (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Zwei Gewinner stehen sich gegenüber. Besonders beim Meister ist am Freitag ordentlich durchgelüftet worden. Nach zuvor drei Niederlagen in Folge sowie 13 Gegentoren am vergangenen Wochenende feierte die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet ein gelungenes Comeback beim 6:2 bei den Kassel Huskies. Es wird für die Übermannschaft der vergangenen Saison wahrscheinlich mehr Wendepunkt als ein Intermezzo sein. Dennoch treffen die Steelers auf einen hochmotivierten Gegner, dem mit dem 5:4 gegen den SC Riessersee ein kleines Husarenstück gelang. Eine Sekunde vor dem Spielende erzielte Andreas Pauli das Siegtor, 57 Sekunden vor dem Ende hatte Dusan Frosch eine doppelte Überzahl zum Ausgleich genutzt. "Die Zähler nehmen wir gerne mit, sie geben uns ein gutes Gefühl für das Spiel in Bietigheim", sagte Coach Petri Kujala, Die Roten Teufel gewannen vier der vergangenen sechs Spiele.

Vergangene Saison

10.10.2014: Bietigheim - Bad Nauheim 5:2
31.10.2014: Bad Nauheim - Bietigheim 2:6
18.01.2015: Bietigheim - Bad Nauheim 4:1
30.01.2015: Bad Nauheim - Bietigheim 2:4

Eispiraten Crimmitschau - Kassel Huskies (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Auswärtsspiele sind für die Eispiraten auch in dieser Saison kein Spaß. Mit dem 4:5 nach Verlängerung bei den Ravensburg Towerstars kassierte die Mannschaft von Trainer Chris Lee die fünf Niederlage im fünften Spiel, konnte aber immerhin erstmals etwas mit nach Hause nehmen. Vergangene Saison platzte der Knoten erst am 21. November mit dem 3:0 bei den Heilbronner Falken. Daher sind die Ergebnisse im Sahnpark umso wichtiger für die Westsachsen. Gegner Kassel ist natürlich eine große Hürde, das waren die Bietigheim Steelers aber auch. Gegen den Meister feierte Crimmitschau ein 2:1, seitdem gab es drei Niederlagen. Die Nordhessen wurden am Freitag von den Steelers beim 2:6 erstmal ausgebremst. Dreimal hatte das Team von Trainer Rico Rossi zuvor gewonnen und vor allem unter der Zugspitze beim 5:2 gegen den SC Riessersee eine starke Vorstellung  abgeliefert.

Vergangene Saison

19.10.2014: Kassel - Crimmitschau 4:3 OT
07.12.2014: Kassel - Crimmitschau 8:2
09.01.2015: Crimmitschau - Kassel 5:6
22.02.2015: Crimmitschau - Kassel 5:7

Starbulls Rosenheim - ESV Kaufbeuren (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Starbulls-Coach Franz Steer sprach nach dem 2:8 in Dresden von „einem Tag zum Vergessen“ und kritisierte die insgesamt zu passive Spielweise seines Teams. „Wir haben vom ersten Moment an zu passiv agiert, einfach zu viele Abspielfehler gemacht. Zwischenzeitlich waren wir mit den Gegentoren sogar noch gut bedient. Nach dem 2:1 hatten wir kurz das Gefühl, dass noch was gehen kann. Aber insgesamt war es heute zu wenig Körperspiel, zu wenig Passspiel aus der Defensive“, sagte Franz Steer. Mund abputzen und weitermachen kann da nur die Devise lauten. Dennoch steht das Steer-Team nach drei Niederlagen in Folge nun im bayrischen Derby gegen den ESV Kaufbeuren unter Druck. Die Joker zogen dank eines 10:5-Schützenfestes gegen Aufsteiger EHC Freiburg mit der besseren Tordifferenz vorbei. „Wir hatten einen überragenden Start in Partie mit unseren schnellen drei Toren. Am Schluss hat bei uns die Konzentration aber etwas nachgelassen und Freiburg konnte noch ein paar Treffer erzielen. Grundsätzlich sollte uns das auch eine Warnung sein. Wir müssen die komplette Spielzeit über konzentriert bleiben. Für die Mannschaft sollte das auch ein Zeichen für die Partie am Sonntag in Rosenheim sein“, sagte Kaufbeurens Geschäftsführer Michael Kreitl zum Spannungsabfall nach dem 7:1. Bisher verlor der ESVK seine drei Auswärtsspiele, zeigte aber immer starke Leistungen.

Vergangene Saison

24.10.2014: Rosenheim - Kaufbeuren 4:1
14.12.2014: Kaufbeuren - Rosenheim 4:3
06.01.2015: Rosenheim - Kaufbeuren 4:1
25.01.2015: Kaufbeuren - Rosenheim 1:7

Löwen Frankfurt - Dresdner Eislöwen (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)

Die Löwen Frankfurt stellten am Freitag ein weiteres Mal unter Beweis, warum sie zur Zeit an der Spitze stehen. Die Mannschaft von Trainer Tim Kehler zeigte beim 0:1 nach Penaltyschießen bei Vizemeister Fischtown Pinguins, dass Defensive auch eine hohe Kunst sein kann und nicht zuletzt über eine Titelvergabe entscheiden kann. An der Nordsee lieferte sich zudem Goalie Antti Ore ein tolles Duell mit seinem Gegenüber Gerald Kuhn ein tolles Duell. „Frankfurt ist derzeit die kompakteste und stärkste Mannschaft der Liga, die Auftritte waren allesamt überzeugend“, sagte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch. „Ein Vorteil der Löwen ist sicher die Schnelligkeit. Ich denke da nur an Richard Müller, der für mich der schnellste Spieler der Liga ist. Wir müssen verhindern, dass diese Schnelligkeit zur Entfaltung kommen kann und früh die Zweikämpfe annehmen.“ Richard Mueller, mit 40 Treffern in der vergangenen Saison Torschützenkönig, hat in dieser Spielzeit bereits wieder achtmal getroffen. Die Chancen stehen allerdings nicht schlecht, dass den Fans eine spektakuläre Begegnung geboten wird. Denn die Sachsen reisen mit fünf Siegen in Folge, der zweitbesten Offensive und der drittbesten Defensive an.

Vergangene Saison

04.10.2014: Frankfurt - Dresden 4:6
30.11.2014: Dresden - Frankfurt 5:3
28.12.2014: Frankfurt - Dresden 4:2
15.02.2015: Dresden - Frankfurt 1:5

EHC Freiburg - Lausitzer Füchse (18.30 Uhr)

Die Ernüchterung für die Breisgauer war wenige Tage nach dem 7:3-Triumph gegen Meister Bietigheim schon groß. Denn schließlich hatte Trainer Leos Sulak darauf hingewiesen, dass solche außergewöhnlichen Ereignisse nicht der Realität entsprechen. In Kaufbeuren war nach 4:35 Minuten und einem 0:3 so gut wie alles gelaufen. Nach dem 1:7 kam der EHC immerhin nochmal in der Offensive zum Zug. Davor warnte dann auch Weißwassers Trainer Dirk Rohrbach. „Die Wölfe haben zwar zehn Tore kassiert, aber auch fünf geschossen. Wir müssen hellwach sein“, sagte Rohrbach. Sein Team liegt nach zwei Siegen gegen die Heilbronner Falken innerhalb von sechs Tagen auf Rang elf und benötigt im Rennen um die Playoff-Plätze vor allem gegen die Kontrahenten auf Augenhöhe die Punkte. Das 5:4 nach Verlängerung gegen die Falken zeigte erneut, wie schwer es ist. „Wir haben wie so oft in den letzten Wochen gut begonnen, und dann ging wieder nichts mehr. Durch den etwas glücklichen Anschlusstreffer haben wir wieder ins Spiel gefunden und dann gewonnen. Mit Darren Haydar war ich zufrieden. Er hat sich im Spiel kontinuierlich gesteigert und mehr und mehr das Spiel an sich gerissen“, sagte Rohrbach zum Neuzugang, der zum 4:3 traf und im ersten Spiel gleich sein erstes Tor erzielte.

Vergangene Saison

Fehlanzeige

Heilbronner Falken - Fischtown Pinguins (18.30 Uhr)

Immerhin: Nach zuvor sechs Niederlagen in Folge ohne Zählbares kam der Tabellenletzte zum dritten Punkt der Saison. Die Lücke zum Rest der Liga und vor allem zum zehnten Platz ist beträchtlich. Trainer Mannix Wolf war aber mit der Leistung in der Lausitz einverstanden, obwohl sein Team wie in Kassel einen Vorsprung aus der Hand gab. „Ich war mit dem Spiel meiner Mannschaft zufrieden. Wir haben gut begonnen und uns auch nach der Führung von Weißwasser nicht aufgegeben. Die Moral stimmt, wir kommen langsam besser in Fahrt. Der Sieg der Füchse war aber verdient“, sagte Wolf. Gegner ist nun Vizemeister Fischtown Pinguins. Dem machten die Falken in der vergangenen Saison richtig das Leben schwer und gewannen zwei der vier Spiele. Dennoch ist die Mannschaft von Trainer Ben Doucet der haushohe Favorit. Bremerhaven punktete im bisherigen Saisonverlauf, obwohl immer wieder Leistungsträger fehlten. Der Vizemeister zeigte 1:0 im Penaltyschießen gegen Spitzenreiter Frankfurt großartige Defensivarbeit.

Vergangene Saison

04.10.2014: Pinguins - Heilbronn 3:5
28.11.2014: Pinguins - Heilbronn 4:3
26.12.2014: Heilbronn - Pinguins 3:1
15.02.2015: Heilbronn - Pinguins 1:2

SC Riessersee - Ravensburg Towerstars (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)

Die Verantwortlichen beim SC Riessersee hatten stets betont, dass man Underdog sei. Auch nach der Serie von sechs Siegen in Folge. Dennoch war die zweite Niederlage innerhalb von sechs Tagen doch ernüchternd. 4:5 verloren die Garmischer am Freitagsabend in letzter Sekunde beim EC Bad Nauheim und durch zwei Tore in den letzten 57 Sekunden. „Das Spiel ist in den letzten zehn Minuten gekippt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen", sagte SCR-Coach Tim Regan lediglich. Die erste Auswärtsniederlage schmerzte dabei wohl weniger. Man hatte den Sieg eigentlich im Sack, gab ihn aber aus den Händen. Genauso eng ging es für Ravensburg zu. Aber immerhin bescherte Tyler Gron den Schwaben mit seinem Overtime-Winner einen 5:4-Heimsieg gegen die Eispiraten Crimmitschau nach zuvor drei Pleiten in der Eissporthalle. Rundum zufrieden war Towerstars-Coach Daniel Naud aber nicht. „Ich hatte den Eindruck, dass manche Spieler den Gegner unterschätzt haben. Und wenn man so ein Spiel gewinnen will, braucht man Krieger das ganze Spiel über“, sagte der Coach.

Vergangene Saison

24.10.2014: Riessersee - Ravensburg 2:0
07.12.2014: Ravensburg - Riessersee 3:4 SO
02.01.2015: Riessersee - Ravensburg 6:3
23.01.2015: Ravensburg - Riessersee 8:3

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