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Text: DEL2

Wird die Landshuter Tormaschine in der Lausitz gestoppt?

Wird die Landshuter Tormaschine in der Lausitz gestoppt?
DEL2
Steelers: Anschluss halten in Bad Nauheim / Starbulls: Nach vier Niederlagen muss ein Sieg her / Ravensburg oder Riessersee: Eine Serie geht zu Ende

Der nächste bitte: Auf der Suche nach einem Bezwinger reist Tabellen-Primus EV Landshut am 20. DEL2-Spieltag in die Lausitz (Foto: Georg Gerleigner). Die Füchse stürzten am vergangenen Freitag Rosenheim vom zweiten Rang und werden alles daran setzen, auch die Landshuter Torfabrik lahm zu legen. Mit vier Zählern Vorsprung auf Meister Bietigheim, der beim angeknockten Neuling Bad Nauheim ran muss, könnten sich die Niederbayern sogar eine Niederlage leisten. Auf einen Landshuter Ausrutscher lauern auch die mit den Steelers punktgleichen Verfolger Riessersee (in Ravensburg) und Bremerhaven (in Kaufbeuren). Während Rosenheim nach vier Misserfolgen in Serie einen Dreier bei Schlusslicht Crimmitschau benötigt, um nicht weiter an Boden auf die Spitze zu verlieren, hofft Heilbronn auf Revanche für die 2:7-Schlappe aus dem Hinspiel gegen die Dresdner Eislöwen.


Lausitzer Füchse - EVL Landshut (17.00)

Strohfeuer oder Initialzündung: Nach dem überraschenden Auswärtssieg beim bis dato Tabellenzweiten Rosenheim (4:3), wollen die Füchse nun auch Spitzenreiter Landshut einen gehörigen Schrecken einjagen. Obwohl sich das 10:1 vom Freitag gegen den EC Bad Nauheim für den Tabellen-Primus mental nicht gerade hinderlich auswirken dürfte, weiß EVL-Coach Jiri Ehrenberger, was ihn im Fuchsbau erwartet: „Durch den beachtlichen Auswärtserfolg der Füchse in Rosenheim sind wir gewarnt. Man hat schon im Hinspiel in Landshut gesehen, dass Weißwasser sehr schwer zu spielen ist.“ Da nämlich konnten sich die Niederbayern letztlich knapp mit 2:0 durchsetzen. Ein Ergebnis, das für ein Aufatmen bei den Dreihelmenstädtern sorgte, denn drei der vier Partien im letzten Jahr gingen an die Ostsachsen, die am Freitag ihre erste Reihe neu zusammen gestellt hatten. Casey Pierro-Zabotel rückte an die Stelle von Peter Boon: Drei der vier Tore wurde durch diese Formation erzielt. Während beim EVL weiterhin Verteidiger Stephan Daschner mit Knieschmerzen ausfällt, müssen die Füchse ohne Jonathan Boutin, Adam Domugalla und Felix Schümann auskommen. Besonders im Fokus der Füchse dürfte EVL- und auch Ligen-Topscorer Riley Armstrong (34/10/24) stehen.

Eispiraten Crimmitschau - Starbulls Rosenheim (17.00 Uhr)

Nach der erneuten Heimspiel-Niederlage der Rosenheimer Starbulls gegen „Angstgegner“ Weißwasser haben sich die Oberbayern vorerst einmal aus der Spitzengruppe verabschiedet. Unter diesen Voraussetzungen müssen die Mannen von Franz Steer nun beim Tabellenletzten in Crimmitschau ran. Zwar kann Rosenheim, nach langem Ausfall, wieder auf Kim Staal und Shawn Weller zurückgreifen, muss aber auf Fabian Zick, Florian Müller und Dominic Auger verzichten. Nach nun vier Niederlagen in Folge können sich die Starbulls ein weiteren Misserfolg nicht erlauben, will man in der Tabelle nicht weiter nach unten durchgereicht werden. Dies gilt natürlich noch umso mehr für die gastgebenden Eispiraten, die ihren Wochenendauftakt in Bremerhaven knapp mit 3:4 verloren. Eines scheint gewiss: Es ist sicher mit einem knapperen Resultat zu rechnen als noch im ersten Spiel, als die Starbulls in Westsachsen mit 6:1 die Oberhand behielten.

ESV Kaufbeuren - Fischtown Pinguins (18.00)

Bremerhaven – allein der Name verheißt für den ESVK nichts Gutes! Nicht nur, dass das Hinspiel mit 3:5 verloren ging – wegen mehrerer Buspannen und Staus auf den Autobahnen kamen die Joker nur verspätet in Bremerhaven an und mussten dann auch noch eine ungeplante Übernachtung in Kauf nehmen. Diesmal, so ganz ohne Reisestrapazen, wollen die Schützlinge von Trainer Didi Hegen das Ergebnis nur zu gern drehen. Mit einer geschlossen Mannschaftsleistung und der gewohnt lautstarken Unterstützung von den Rängen der Sparkassen Arena soll die eingespielte und technisch versierte Truppe von Pinguin-Dompteur Mike Stewart in die Knie gezwungen werden. Ein Wiedersehen gibt es dabei mit Andrew McPherson. Der ehemalige ESVK-Stürmer spielt nun schon seine zweite Spielzeit an der Waterkant und ist auch in der laufenden Saison wieder einer der Top-Scorer seines Teams. Die Norddeutschen sind auch in dieser Saison ein klarer Playoff-Kandidat und stellen dies mit derzeit 35 Punkten aus 19 Spielen unter Beweis. In der Tabelle stehen die Fischtowner auf dem vierten Tabellenplatz mit Tuchfühlung zur Spitze. Diese soll erhalten bleiben. Für den ESVK dagegen gilt es, den Abstand auf Platz acht nicht noch größer werden zu lassen.

EC Bad Nauheim - Bietigheim Steelers (18.30)

Das 1:10-Debakel in den Beinen, den Meister vor der Brust: 48 Stunden nach der Klatsche von Landshut will Neuling Bad Nauheim zu alten Tugenden zurück finden. Eine Herausforderung der besonderen Art, schließlich kommt mit den Steelers der erste Landshut-Verfolger in die Wetterau, der nach dem souveränen Erfolg gegen Ravensburg seinerseits das Sechs-Punkte-Wochenende nur zu gern perfekt machen würde. Zudem sitzt bei den Steelers noch der Stachel aus dem Hinspiel tief: Im ersten Aufeinandertreffen hatten die Roten Teufel nach Penaltyschiessen zwei Zähler mit nach Hause nehmen können. Das Wunden lecken fiel bei den Bad Nauheimern angesichts der neuerlichen Nagelprobe kurz aus. „Wir haben das letzte Drittel in Landshut hergeschenkt. Aber das Match war eh gelaufen, so dass wir uns nun voll auf die Partie gegen die Steelers konzentrieren müssen", sagte EC-Coach Frank Carnevale. Dies ist auch dringend nötig, will der aktuelle Tabellen-Achte den Anschluss an das Führungs-Septett nicht verlieren. Noch sind die Hessen im Soll und haben bei einem weniger absolvierten Match fünf Zähler Vorsprung auf Rang neun. Besonders daheim sind die Kurstädter eine Macht, denn sechs ihrer neun Saisonsiege wurden im heimischen Colonel-Knight-Stadion gefeiert. Darüber hinaus können die Roten Teufel erneut komplett mit vier Blöcken antreten und haben ihren siebten Mann - die großartigen Fans, die bislang so zahlreich in den Kurpark strömten - im Rücken: Die „Eisenmänner“ werden nicht leichtsinnig in die Partie gehen.

Ravensburg Towerstars - SC Riessersee (18.30)

Eine Serie geht in der Puzzlestadt in jedem Fall zu Ende: Entweder, die der Towerstars, die in neun Heimspielen hintereinander unbesiegt sind oder die der Garmischer, die seit acht DEL2-Partien ihren Meister suchen. Dennoch sieht sich der Tabellen-Dritte aus dem Werdenfelser Land in Oberschwaben in der Außenseiter-Rolle. Zumal auch die Schwaben einen Kader vorweisen können, der gespickt ist mit vielen guten Individualisten. In jedem Fall dürften die Weiß-Blauen aus Oberbayern befreit und ohne Druck aufspielen, denn mit 35 Punkten liegt die Mannschaft vom SCR weit über dem geplanten Soll und hat sich in der Spitzengruppe der DEL2 fest etabliert. Ein Umstand, der Riessersee-Coach Toni Krinner durchaus mit Stolz erfüllt.  „Wer hätte gedacht, dass der Name Riessersee im Zusammenhang mit Spitzenspielen erwähnt wird. Nun bestreiten wir in Ravensburg wieder eines und werden auch hier gegen den erwarteten Sturmlauf der Gastgeber gewappnet sein“, sagt ein selbstbewusster, aber keineswegs satter Toni Krinner. Personelle Veränderungen sind auf Ravensburger Seite nicht zu erwarteten. Allerdings stehen alle Sturmreihen nach der Nullnummer in Bietigheim unter Druck, zumal es mit Bryan Hogan auf Seiten der Gäste einen der besten Goalies der Liga zu bezwingen gilt. Einer der drei Shotouts Hogans resultiert übrigens aus dem Hinspiel, das der SCR mit 3:0 dominierte.

Heilbronner Falken - Dresdner Eislöwen (18.30)

Die Heilbronner Falken schienen gerade wieder in Richtung Vorderfeld aufzubrechen, da riss die Niederlage beim SCR die Käthchenstädter wieder auf den Boden der Realität zurück. Dabei haben die Falken mit den Eislöwen noch eine Rechnung offen: Beim ersten Aufeinandertreffen in Sachsens Landeshauptstadt fertigten die Dresdner Heilbronn ziemlich humorlos mit 7:2 ab. Dies war zugleich das Aus für Ken Latta hinter der Falken-Bande: Nur einen Tag darauf stand die Entlassung von Latta fest, Gerd Wittmann übernahm das Zepter, zunächst übergangsweise nun als Head-Coach. Die Sachsen kommen mit dem Selbstbewusstsein ins Schwäbische, gutes Powerplay bieten und im entscheidenden Moment Verantwortung übernehmen zu können. Nach dem 6:3 am Freitag gegen Kaufbeuren kann Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch mit Ausnahme von Marvin Tepper (Gehirnerschütterung) auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Feodor Boiarchinov kehrt nach seiner Innenbandverletzung und mehrwöchiger Pause wieder in den aktiven Spielbetrieb zurück. Weiterhin spielt Eisbären-Förderlizenzspieler Thomas Supis auch heute im Dresdner Dress. „Heilbronn agiert seit dem Trainerwechsel stabiler und erreicht jetzt die Ergebnisse, die man sich vielleicht schon zu Beginn der Saison versprochen hat“, sagt Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch ein und fügt an: „Wenn wir unser Laufspiel von Beginn an konsequent durchziehen, sollte ein gutes Ergebnis möglich sein.“

Der 20. DEL2-Spieltag im Überblick:

Lausitzer Füchse - EVL Landshut (17.00)
Eispiraten Crimmitschau - Starbulls Rosenheim (17.00 Uhr)
ESV Kaufbeuren - Fischtown Pinguins (18.00)
EC Bad Nauheim - Bietigheim Steelers (18.30)
Heilbronner Falken - Dresdner Eislöwen     (18.30)
Ravensburg Towerstars - SC Riessersee (18.30)

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