„Demontage“: Weißwasser rutscht aus der Playoff-Zone
3:8 in Crimmitschau sechste Niederlage in Folge / Personalprobleme, fehlendes Glück, aber auch Unvermögen / Eispiraten verlängern mit Trainer Chris Lee
Das Schlussdrittel hätte für die Lausitzer Füchse am Sonntag im Sahnpark in Crimmitschau nicht besser beginnen können. Das Anschlusstor von Jens Heyer zum 3:4 fiel bereits nach 51 Sekunden. Doch mit einer Wende zum Guten für die sportlich gebeutelte Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach wurde es nichts. „Wir machen das 3:4 und haben moralisch wieder Auftrieb. Und dann bekommen wir diese zwei Konter, bei denen wir uns auch naiv verhalten haben“, sagte Rohrbach. Den Trainer frustrierten zwei Gegentore bei eigener Überzahl, mit denen die Gastgeber für eine Vorentscheidung sorgten. Dann füllte sich die Lausitzer Strafbank, und es gab noch zwei Tore in doppelter Unterzahl. Das 3:8 bei den Eispiraten war die sechste Niederlage nacheinander. Als Folge rutschten die Lausitzer Füchse, die in dieser Saison schon auf Rang drei waren, aus der Playoff-Zone. (Foto: Alexander Grimm)
Trainer Rohrbach sprach nach dem Sachsenderby mit Blick auf den Schlussabschnitt von einer „Demontage“. Verletzte, Pech und nun auch Unvermögen rissen die Lausitzer Füchse in den Strudel. Am Freitag hatte man das Derby gegen die Eislöwen Dresden trotz einer Führung nach knapp 55 Minuten noch mit 3:4 verloren. Selbst ein 3:3 vermochte man nicht in die Verlängerung zu retten. Die verhinderte Dresdens Shawn Weller mit dem Siegtor sechs Sekunden vor dem Ende. „Es ist schon ein bitteres Wochenende“, sagte Rohrbach. Personalprobleme spielten wie bei anderen Clubs auch in der Lausitz eine nicht unwesentliche Rolle. Am 30. Dezember des vergangenen Jahres verletzte sich zum Beispiel Team-Topscorer Jonas Johannsson und fehlte drei Wochen.
In den Sachsenderbys war der schwedische Flügelstürmer wieder dabei und auch produktiv. Aber der 30-Jährige kann Spiele nicht allein entscheiden. Im neuen Jahr gab es für die Füchse lediglich beim 5:3 gegen Heilbronn drei Punkte. Von den vergangenen neun Spielen verlor das Rohrbach-Team acht. Immerhin hat man noch Nachholspiele, leichter wird es in den verbleibenden 13 Begegnungen aber nicht. Rohrbach kündigte nach der Analyse des Spiels in Crimmitschau durch die Blume harte Arbeit an. Die kommt auf seine Spieler auf jeden Fall zu. Schon am Mittwoch steht das Gastspiel beim heimstarken Meister Fischtown Pinguins an, am kommenden Wochenende sind die Starbulls Rosenheim und Spitzenreiter Bietigheim Steelers die Gegner.
Ganz andere Gesichter sah man natürlich auf Crimmitschauer Seite. Die Eispiraten feierten ein 4:2 in Landshut und den Kantersieg gegen die Füchse. Die Lücke von elf Punkten auf die Playoff-Plätze ist immer noch groß. Siege und Hilfe der Konkurrenz bedarf es in den verbleibenden elf Spielen. Doch davon hängt offenbar niemandes Wohl und Wehe ab. Die Westsachsen verkündeten am Abend noch die vorzeitige Vertrags-Verlängerung mit Trainer Chris Lee um zwei Jahre. „Es ist eine sehr professionelle Zusammenarbeit, in der die klare Handschrift von ihm auf dem Eis zu erkennen ist“, sagte der sportliche Leiter Ronny Bauer. Und Lee, Sohn von Eisbären-Manager Peter John Lee, erklärte: "Wir wollen zusammen etwas aufbauen, und ich glaube, dass das ist möglich ist."
47. Spieltag (Nachholspiel, Mittwoch, 28. Januar 2015)
Fischtown Pinguins – Lausitzer Füchse (20.00 Uhr)
42. Spieltag (Freitag, 30. Januar 2015)
Dresdner Eislöwen – Kassel Huskies (19.30 Uhr)
Lausitzer Füchse – Starbulls Rosenheim (19:30)
ESV Kaufbeuren – Ravensburg Towerstars (19.30)
Löwen Frankfurt – EV Landshut (19:30)
EC Bad Nauheim – Bietigheim Steelers (19.30)
Fischtown Pinguins – SC Riessersee (20.00)
Eispiraten Crimmitschau – Heilbronner Falken (20.00)
43. Spieltag (Sonntag, 01. Februar 2015)
Starbulls Rosenheim - Dresdner Eislöwen (17.00 Uhr)
SC Riessersee – Eispiraten Crimmitschau (17.00)
EV Landshut – ESV Kaufbeuren (17.00)
Bietigheim Steelers – Lausitzer Füchse (17.00)
Heilbronner Falken - Löwen Frankfurt (18.30)
Ravensburg Towerstars – Kassel Huskies (18.30)
EC Bad Nauheim – Fischtown Pinguins (18.30)