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Text: DEL2

„Einfach brutal gut“ – Bietigheim nicht aufzuhalten

Vizemeister steht vor dritter Finalserie in Folge / 18 Tore in drei Spielen gegen Landshut / „Großer Sieg“ für Frankfurt

„Einfach brutal gut“ – Bietigheim nicht aufzuhalten
City Press

Drei Spiele, drei Kantersiege – die Bietigheim Steelers fliegen der dritten DEL2-Finalserie in Folge förmlich entgegen. "Wir spielen zurzeit einfach brutal gut und nutzen die Chancen eiskalt aus“, sagte Goalie Sinisa Martinovic nach dem 7:2 gegen den EV Landshut im Spiel 3 am Ostermontag. Bereits Mittwoch kann die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet am Gutenbergweg in Landshut alles klar machen und mit dem "Sweep" wieder in die Serie um die DEL2-Krone einziehen. Die Steelers unterstrichen in dieser Saison ihren Status als Liga-Schwergewicht, auch ein Ergebnis der kontinuierlichen Arbeit im Ellental.

2013 wurden die Steelers Meister, 2014 unterlag man in der Finalserie den Fischtown Pinguins und dieses Jahr läuft die Vergabe der Meistertrophäe ebenfalls nur über Bietigheim. Der Hauptrundenmeister gewann alle sieben Spiele in den diesjährigen Playoffs. Dabei hatte man im Viertelfinale mit den Eislöwen Dresden erheblich mehr Mühe – aber dreimal in der Verlängerung das bessere Ende für sich – auch das ist eine besondere Qualität.

Und im Halbfinale spielen die Steelers ihr ganzes Potenzial aus und nutzen die ganze Breite des Kader. „Man muss neidlos anerkennen, dass Bietigheim momentan sehr gut in Form ist und über drei herausragende Reihen verfügt. Sie haben die bisherigen Spiele absolut verdient gewonnen", sagte Landshuts Geschäftsführer Christian Donbeck. 18 Tore in drei Spielen sprechen Bände und entlarven den Gegner. Was beim EV Landshut in der Viertelfinalserie gegen den Vorrundendritten Kassel Huskies noch so vortrefflich funktionierte, gelang gegen Bietigheim von Beginn an nicht. Gegen Kassel verstanden es die Landshuter, das Spiel des Gegners effektiv zu stören und zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Gegen Bietigheim bekam der EVL nie die Zeit, überhaupt in diese Position zu kommen. Jeder Fehler wurde sofort bestraft.

Goalie Marco Eisenheut, der für Tyler Weiman zwischen den Pfosten stand, musste am Montag innerhalb von 92 Sekunden drei Gegentore hinnehmen. Da waren nicht ganz fünf Minuten gespielt. Zwar kam sein Team durch die Tore von Paul-John Fenton und Peter Abstreiter innerhalb von 39 Sekunden kurzfristig heran, doch dann füllte sich die Strafbank beim EVL wieder. Und das nutzten die Steelers. „Wenn wir mal ins Rollen kommen, ist es schwer, uns aufzuhalten", sagte Sinisa Martinovic treffend.

Eine längere Angelegenheit könnte die Serie zwischen Meister Fischtown Pinguins und den Löwen Frankfurt werden. Der Aufsteiger hat nach zwei Siegen und einer 2:1-Führung in der Serie derzeit die Nase vorn. Mit dem 4:2 am Montag dank dreier Tore von Förderlizenzspieler David Elsner in der ausverkauften Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz holten sich die Hessen zunächst einmal das Heimrecht. „Es war großer Sieg an einem besonders schweren Spielort“, sagte Frankfurts Coach Tim Kehler, der auf die Heimstärke der Pinguins anspielte. In den vergangenen 22 Heimspielen war es gerade die zweite Heimniederlage. Die beiden Spiele verlor das Team von Trainer Mike Stewart gegen Frankfurt. Insofern kann dies einen Ausschlag geben. Von Euphorie war beim Aufsteiger aber nichts zu spüren. „Wir nehmen das so mit nach Hause“, sagte Kehler trocken.

Nach den ersten beiden Spielen, insbesondere der ruppigen Auseinandersetzung in Spiel zwei, ging Bremerhaven mit der größeren Hypothek ins Spiel. Tim Miller, Jaroslav Hafenrichter und Felix Stokowski fehlten gesperrt. Mike Stewart war zufrieden mit dem Beginn seiner Mannschaft, die ihm vor allem läuferisch gefiel. Doch: „Wir haben unsere Powerplays nicht genutzt. Das hat Frankfurt einen Push gegeben“, sagte der Meister-Coach. Unter anderem konnte sein Team anders als in Spiel 2 nicht eine 5:3-Überzahl nutzen. Im zweiten Drittel schlugen die Gäste dann eiskalt zu. Stewart blieb aber gelassen. „Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir werden wieder besser spielen“, sagte er. Im vergangenen Jahr hatte Bremerhaven in der Halbfinalserie nach einem Sieg in Spiel 1 gegen Landshut die nächsten beiden verloren. Am Ende gewann Bremerhaven das entscheidende siebte Spiel – und wurde Meister.

In den Playdowns dominieren weiter die Heimteams. Die Heilbronner Falken gewannen Spiel 3 deutlich mit 4:0 und gehen mit einer 2:1-Führung am Mittwoch in das vierte Duell. Falken-Trainer Gerd Wittmann lobte vor allem die Laufarbeit seines Teams, das mit zwei 5:3-Powerplays im Schlussabschnitt das Spiel endgültig entschied.

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