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Text: DEL2

„Erleichterung“ in Bad Nauheim – Respekt vor Kaufbeuren

EC-Coach Kujala hatte eine „Reiserücktrittsversicherung“ / ESVK kämpft nun gegen Heilbronn um den Klassenerhalt

„Erleichterung“ in Bad Nauheim – Respekt vor Kaufbeuren
City Press

Man konnte die Steine beim EC Bad Nauheim poltern hören. „Erleichterung ist das richtige Wort, dass wir die Serie hier erfolgreich beenden konnten", sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Schlusspfiff. „Wir haben konzentriert begonnen und wollten den Sieg bis zum Ende“, erklärte der Finne. Mit dem 6:3 in Spiel 6 beim ESV Kaufbeuren und dem entscheidenden vierten Erfolg in der „Best-of-Seven“-Serie haben die Roten Teufel am Mittwochabend den Klassenerhalt perfekt gemacht. Nun steht noch die Saisonabschlussfeier in der Kurstadt an – und dann geht’s in den Urlaub.

Der Vorrunden-Elfte und das abgeschlagene Schlusslicht lieferten sich eine leidenschaftlich umkämpfte Serie. Erstaunlich war das Auftreten der Kaufbeurer, die ihren ersten beiden Heimspiele 6:3 und 7:4 gewannen und in Bad Nauheim ebenfalls ordentlich Paroli boten. Davon zog Petri Kujala seinen Hut. "Sie haben uns einen sehr respektablen Kampf geliefert, und ich hätte eine Reiserücktrittsversicherung gehabt, wenn es am Ende in ein siebtes Spiel gegangen wäre", sagte Kujala.

Es war der versöhnliche Abschluss einer Saison mit Höhen und Tiefen. Die Hessen kämpften lange Zeit sogar um die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale. Doch auf der Zielgeraden ging Bad Nauheim die Luft aus – und nicht einmal die Pre-Playoffs wurden erreicht. Mit dieser Enttäuschung in den Köpfen ging es in die Serie mit Kaufbeuren. Dass das keine leichte Aufgabe für Trainer und Spieler war, zeigte sich vor allem in den ersten Gastspielen in Kaufbeuren. Nach diesen Niederlagen hatte die Vereinsspitze die Spieler ins Gebet genommen. Es folgte eine sehr disziplinierte Leistung beim 1:0 im Colonel-Knight-Stadion am Sonntag und dann die Entscheidung am Mittwoch dank eines starken Mitteldrittels.

In Spiel 6 agierte der ESVK erstmals in dieser Serie verhaltener. Offenbar machte sich der Druck bei dem einen oder anderen Spieler doch bemerkbar. Dennoch hat sich im Lager der Joker einiges entwickelt nach der Erneuerung des Kaders im Januar und dank der Arbeit des Trainergespanns Juha Nokelainen und Stefan Mayer. Nokelainen monierte am Mittwochabend die „taktischen“ Undiszipliniertheiten, war aber unter dem Strich nicht unzufrieden: „Wir haben uns teuer verkauft.“

Nur das wird gegen Heilbronn nicht reichen. In der Serie geht es um den Klassenerhalt und um Ergebnisse. Auch die Heilbronner zeigten in der mit 1:4 verlorenen Serie gegen die Eispiraten Crimmitschau immer wieder ihr vorhandenes Potenzial und haben als Hauptrundenvorletzter Heimrecht. Spiel 1 ist am Gründonnerstag (2. April 2015/20.00 Uhr). „Dafür wünsche ich Kaufbeuren viel Glück“, sagte Petri Kujala zur Playdown-Serie und verabschiedete sich.

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