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„Harmonisches Gebilde“ Bietigheim derzeit eine Klasse für sich

„Harmonisches Gebilde“ Bietigheim derzeit eine Klasse für sich
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BietigheimJustSteelers 5:0 beim Meister / Prey: „Eine Topmannschaft“ / Dresden und Heilbronn haben den Erfolgsweg eingeschlagen

Das größte Lob kam vom Meister selbst. „Das ist eine Topmannschaft, die ist nicht umsonst Tabellenführer“, sagte Alfred Prey, der Manager des DEL2-Titelträgers Fischtown Pinguins, nach dem 0:5 gegen Vizemeister Bietigheim Steelers am Sonntag. Knappe sechs Monate nach dem 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen Bietigheim zum Meisterschafts-Gewinn liegt der Fünfte Fischtown derzeit satte neun Punkte hinter der Spitze. Man könnte salopp sagen, dass es Welten sind oder die Steelers schlichtweg in einer eigenen Liga spielen. (Foto: Sven Peter)


Bietigheims Geschäftsführer Volker Schoch verwies aber darauf, dass gerade einmal zehn der 52 Spieltage absolviert seien. „Es gibt bei uns zwei Themen: Erstens den Sport, zweitens das Wirtschaftliche. In beiden Bereichen sind wir im Plan“, erklärte Schoch. „Unser Ziel ist ein Platz unter den ersten Sechs der Tabelle und damit die direkte Playoff-Qualifikation.“ Vorsicht ist also die Mutter der Porzellankiste in Bietigheim. Dennoch kam Schoch auch nicht an der Feststellung vorbei, dass vieles richtig läuft. „Wir sind ein harmonisches Gebilde. Wir haben die drittbeste Defensive und die beste Offensive. Die Neuzugänge erfüllen bislang die Erwartungen, und wir haben zurzeit keine Verletzten“, sagte Schoch.

Offensiv überzeugten bislang vor allem Justin Kelly, mit 15 Scorerpunkten direkt hinter Spitzenreiter Paul-John Fenton (18), und Archie Skalbeck (12). Auf dem schwierigen Weg der wirtschaftlichen Konsolidierung liegen die Steelers laut Schoch weiter auf Kurs. Die Sponsoren seien zufrieden, der Zuschauerzuspruch (durchschnittlich 2.338) liege über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Schochs Kollege Prey war auf der anderen Seite aber nicht unzufrieden mit der Leistung der Fischtown Pinguins. Schließlich habe die Mannschaft von Trainer Mike Stewart „fünfmal den Pfosten“ getroffen. Viel Zeit zum Nachdenken verbleibe ohnehin nicht. Denn am Mittwoch steht zunächst das vom 11. Spieltag vorgezogene Punktspiel bei den Lausitzer Füchsen an – und dann das Zweitrunden-Turnier im Continental Cup am kommenden Wochenende in Bremerhaven mit den Spielen gegen ZSKA Sofia, Tilburg Trappers und den Belfast Giants. Es ist der erste Höhepunkt einer langen DEL2-Saison mit insgesamt 52 Spielen. Die Tabelle habe derzeit eine gewisse Aussagekraft. Aber die bisherigen Ergebnisse sprechen nach Meinung von Alfred Prey auch bis zum letzten Spieltag für einen spannenden Verlauf der Hauptrunde. Prey: „Jeder ist in der Lage, jeden zu schlagen.“

Die aktuellsten Beispiele sind derzeit die Dresdner Eislöwen und die Heilbronner Falken. Beide Clubs hatten bereits die Rote Laterne des Tabellenletzten, beide feiern aber gerade Serien von jeweils drei Siegen in Folge. „Kompliment an meine Mannschaft, die einen tollen Teamgeist bewiesen hat. Wir standen wieder vor der Aufgabe, Ausfälle zu kompensieren. Es ist deshalb immer schwierig, einen Rhythmus zu finden und auf Tempo zu spielen. Aktuell geht es für uns darum, sich in jedes Spiel reinzuarbeiten.“, sagte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch nach dem 2:1 gegen den defensiv starken SC Riessersee. Und das gelingt mit Erfolg. Die Eislöwen liegen bereits auf Rang neun und damit direkt vor den punktgleichen Falken (beide 13), die ihren jüngsten Erfolgsweg mit einem 5:3 bei Meister Fischtown starteten.

Beim Blick auf die Tabelle sticht der Zweite Starbulls Rosenheim noch ins Auge, der bislang eine konstante Saison spielt und mit vier Punkten Rückstand schärfster Verfolger von Bietigheim ist. Trainer Franz Steer sieht aber Verbesserungsbedarf. “Wenn man bedenkt, dass wir derzeit Zweiter sind, dann darf ich mich eigentlich nicht beschweren. Ich bin mit den drei Punkten zufrieden, aber nicht mit der Spielweise. Unser Powerplay muss besser werden“, sagte Steer nach dem 5:3 der Starbulls gegen die Lausitzer Füchse – gestand aber auch ein, dass dies Klagen auf hohem Niveau sei. „Was sagen die anderen Mannschaften, deren Überzahlspiel bei über 20 Prozent liegt und die trotzdem hinter uns liegen?”


Der 11. DEL2-Spieltag im Überblick:

15. Oktober 2014:

Lausitzer Füchse – Fischtown Pinguins (19.30 Uhr)

17. Oktober 2014:

EC Bad Nauheim – Heilbronner Falken (19.30)
EV Landshut – SC Riessersee (19.30)
Bietigheim Steelers – ESV Kaufbeuren (19.30)
Starbulls Rosenheim – Kassel Huskies (19.30)
Eispiraten Crimmitschau – Dresdner Eislöwen (20.00)
Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt (20.00)

Der 12. DEL2-Spieltag (19. Oktober 2014) im Überblick:

Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers (17.00 Uhr)
Heilbronner Falken – EV Landshut (18.30)
Löwen Frankfurt – Starbulls Rosenheim (18.30)
SC Riessersee – EC Bad Nauheim (18.30)
Kassel Huskies – Eispiraten Crimmitschau (18.30)
Dresdner Eislöwen – Ravensburg Towerstars (18.30)
ESV Kaufbeuren – Fischtown Pinguins (28. Oktober 2014/19.30)

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