„Siegen oder fliegen“ im Halbfinale
Landshut und Rosenheim zum Siegen verdammt / Pinguins und Steelers wollen das Finale eintüten / Spannung in der Qualifikation
Auf der Jagd nach dem Ausgleich in der Serie: Nur zwei Tage nach dem 6:2-Erfolg vor heimsicher Kulisse muss Rosenheim (Foto: Marc Daniel Nachtsheim) bei der Mission „Aufholjagd“ ab 20:00 Uhr bei Meister Bietigheim ran, der nur zu gern den Sack zumachen würden. Auch Bremerhaven will um 19:00 Uhr das Finalticket lösen, muss aber zuvor einen Sieg in Landshut einfahren. In der Qualifikation reist Freiburg nach Selb, das Spitzenduo aus Kassel und Crimmitschau trifft direkt aufeinander und Kaufbeuren wird in Frankfurt erwartet. Alle Qualifikations-Begegnungen beginnen um 19:30 Uhr.
EV Landshut Eishockey – Fischtown Pinguins / Serienstand: 2:3
Do or die: Nach der 1:4-Niederlage am Sonntag in Bremerhaven muss Landshut zwei Siege einfahren, um doch noch in das Finale einzuziehen. Der EVL kennt die Situation jedoch. Im Viertelfinale gegen Ravensburg lagen die Bayern scheinbar aussichtslos mit 1:3 hinten, zogen aber dennoch in die nächste Runde ein.
„Jetzt gibt es kein Wenn und Aber mehr. Wir denken nur noch an das Spiel am Dienstag und nicht daran was danach sein wird. Ich bin mir nicht sicher, ob die Spieler nochmal an die Duelle gegen Ravensburg denken aber in den Köpfen steckt sicher noch drin, dass wir so eine Situation schon mal gemeistert haben“, sagt EVL-Trainer Andi Brockmann, der in Bremerhaven besonders mit der Leistung seiner Mannschaft in der Anfangsphase sehr zufrieden war. „Wir haben wirklich hervorragend begonnen und hätten eigentlich höher führen müssen. Entscheidend ist jetzt, dass wir weniger Strafzeiten nehmen. Das ständige Unterzahlspiel kostet viel zu viel Kraft. Und die hat uns dann in Bremerhaven in der entscheidenden Phase gefehlt.“
Auf Seiten der Pinguins sagte Coach Mike Stewart im Vorfeld der Partie: „Playoff Spiele haben stets einen eigenen Charakter. Ich weiß nur eins – im Moment führen wir noch und ich werde alles versuchen, dass es bei diesem Zustand bleibt. Ob uns das jedoch gelingt wage ich nicht zu prognostizieren. Hier stehen sich zwei Top Teams gegenüber und es entscheidet die Tagesform.“
Bietigheim Steelers – Starbulls Rosenheim / Serienstand: 3:2
Die Starbulls sind zurück: Mit dem 6:2 Heimsieg am vergangenen Sonntag haben die Starbulls ein eindrucksvolles Lebenszeichen gesetzt und sich die heutige Chance auf den Serienausgleich somit redlich verdient. Nach drei Niederlagen am Stück legten die Bayern ein souveränes Spiel aufs Eis und gewannen absolut verdient. Jetzt gilt es, die Erkenntnisse aus der Partie mit nach Bietigheim zu nehmen, um den Ausgleich in der Serie zu schaffen.
Verzichten muss SBR-Coach Franz Steer heute Abend auf seinen Kapitän Stephan Gottwald, der wegen seiner zweiten Disziplinarstrafe in den Playoffs für ein Spiel gesperrt ist und frühestens am Freitag wieder eingesetzt werden kann. Aber auch ohne ihn sind die Grün- Weißen wild entschlossen die entstandene Chance zu nutzen und den heimischen Fans den Showdown am kommenden Freitag zu bescheren. „Wir wissen genau was zu tun ist, wir kennen die Stärken und Schwächen des Gegners und wir sind bereit", so Rosenheims Übungsleiter im Vorfeld dieser Auseinandersetzung.
Bietigheim wird unterdessen alles daran setzen einen Showdown im Kathrein Stadion zu vermeiden. Steeler Greg Squires: „Wir wollen unbedingt gewinnen, denn in Rosenheim bei so einem wichtigen Spiel zu gewinnen ist sehr, sehr schwer. Wir werden kämpfen und hoffen, dass wir am Freitag nicht in den Bus nach Rosenheim steigen müssen.“ Coach Kevin Gaudet, der auf den verletzten Chris Murray verzichten muss, ergänzte: „Das Spiel morgen wird für uns noch schwerer als das Spiel vom Sonntag.“
Der 5. Qualifikationsrunden-Spieltag:
Selber Wölfe – EHC Freiburg
Ein Sieg muss her: Will Selb noch einmal ins Aufstiegsrennen eingreifen, muss ein Sieg her. Nach vier Partien stehen die Wölfe ohne Punkte am Tabellenende. Vor ihnen tummeln sich jedoch gleich drei Clubs mit jeweils sechs Punkten auf dem Konto. Einer davon ist Freiburg und somit wird die Partie für Selb zu einem „Sechs-Punkte-Spiel“. Der EHC wird seinerseits den Erfolg suchen, denn Frankfurt und Kaufbeuren werden sich gegenseitig Punkte wegnehmen. Damit wäre bei einem Dreier der Sprung auf einen Aufstiegsplatz für die Breisgauer möglich.
EJ Kassel Huskies – Eispiraten Crimmitschau
Im Derby-Wochenende konnte Crimmitschau gegen Selb mächtig Selbstvertrauen tanken. Die Eispiraten fuhren mit sechs Zählern die komplette Ernte ein und belohnten sich selbst mit der Tabellenführung. Dahinter lauert jedoch schon das Rudel: Kassel liegt punkgleich auf Platz zwei und dann kommen auch schon drei Clubs mit jeweils sechs Zählern auf dem Konto. Ein weiterer Sieg gegen Kassel würde viele Sorgen der Sachsen vertreiben. Nicht anders sieht die Welt bei den Huskies aus, die ihrerseits gerne einen großen Schritt Richtung DEL2 machen würden.
Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren
Auf den Boden der Tatsachen geholt? Nach einer Oberliga-Saison ohne Niederlage musste Frankfurt in der Qualifikation zur DEL2 bereits zweimal Federn lassen. Aktuell stehen die Hessen noch auf einem Aufstiegsplatz, aber bei einer weiteren Niederlage könnte die Luft für die Löwen dünn werden. Die punktgleichen Joker feierten am Sonntag einen wichtigen 4:2-Erfolg in Freiburg und haben damit weiterhin alle Chancen auf den Klassenerhalt. Auch hier gilt: Punkte sind Pflicht!
Das Playoff-Halbfinale und die Qualifikation zur DEL2 im Überblick:
Playoffs:
EVL Landshut – Fischtown Pinguins
Bietigheim Steelers – Starbulls Rosenheim
Qualifikation:
Selber Wölfe – EHC Freiburg
EJ Kassel Huskies – Eispiraten Crimmitschau
Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren