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Corey Mackin: Wenn harte Arbeit sich auszahlt

Düsseldorfs Neuzugang über Frühform, Ziele und lehrreiche Jahre.

Corey Mackin: Wenn harte Arbeit sich auszahlt
Birgit Häfner

Die Düsseldorfer EG ist als einzige Mannschaft nach sechs Spielen in der neuen DEL2-Saison noch ungeschlagen. EIn wichtiger Leistungsträger in der noch jungen Spielzeit ist Corey Mackin. Der Angreifer kam im Sommer aus Crimmitschau und hat sich offensichtlich schnell zurechtgefunden in seiner neuen Heimat. Im Interview spricht der Amerikaner über seine gute Frühform, über die Ziele mit der DEG und über die weniger goldigen Zeiten, und wie viel er daraus gelernt hat.

Corey, sieben Punkte aus den vergangenen fünf Spielen, das ist eine Hausnummer. Was läuft momentan besonders gut für dich?

Corey Mackin: „Vielen Dank. Natürlich freue ich mich über den guten Start. Ich werde auch weiterhin an mich und an meine Fähigkeiten glauben und die Arbeit leisten, die von mir erwartet wird. Natürlich beruht der Erfolg aber auf dem ganzen Team. Ich habe großartige Mitspieler um mich herum, die mich in sehr gute Positionen bringen, um erfolgreich zu spielen. Ich vertraue den Jungs um mich herum und muss weiterhin versuchen, mich in gute Positionen auf dem Eis zu bringen.“

Nach zwei Jahren in Crimmitschau bist du im Sommer zur Düsseldorfer EG gewechselt. Was hat dich an dieser neuen Herausforderung besonders gereizt?

Mackin: „Düsseldorf stellte einfach eine sehr gute Chance für mich dar. Der Club ist bestens aufgestellt und ausgerüstet und hier gibt es so viele Ressourcen, die es uns Spielern erlauben, bessere Profis zu sein. Es fällt mir einfach leichter, hier die richtigen Dinge zu machen. Es wird sehr gut auf uns Spieler geachtet und das wiederum gibt uns die Stärke und das Selbstvertrauen, jeden Tag besser werden zu wollen und hart an sich zu arbeiten.“

Was zeichnet die DEL2 aus deiner Sicht besonders aus?

Mackin: „Ich finde, dass die Liga wirklich stark ist. Als ich seinerzeit hierhergekommen bin, war ich nicht sehr vertraut mit der Liga. Ich bin ja damals erst im Januar nach Crimmitschau gekommen. Doch ich sah es als eine gute Chance für mich, denn ich wollte schon immer wissen, wie Eishockey in Deutschland gespielt wird. Von Anfang an war ich begeistert. Das hohe Niveau, auf dem hier gespielt wird, die starke Qualität der Spieler, die Tiefe der Kader – all das hat mich beeindruckt. Und seit ich in die Liga gekommen bin, sind alle Teams noch deutlich besser geworden, was meiner Meinung nach daran liegt, dass alle Teams entweder alles dafür tun, in der Liga bleiben zu können, oder aber alles daran setzen Meister zu werden.“

Du hast bereits früh als Führungsspieler Verantwortung in den Teams, in denen du gespielt hast, übernommen. Was bedeutet es für dich persönlich, ein Führungsspieler zu sein?

Mackin: „Für mich bedeutet es, dass ich ich selbst sein kann. Ich will nichts erzwingen oder jemand versuchen zu sein, der ich nicht bin. Mir geht es darum, dass mein Auftreten und meine Taten für sich selbst sprechen. Ich liebe die Tatsache, dass ich mit Eishockey meinen Lebensunterhalt bestreiten darf. Es gibt so viele Menschen, die gern ein solches Leben hätten und dieses Privilegs bin ich mir bewusst. Ich liebe es in der Eishalle zu sein und jeden Tag hart an mir zu arbeiten.“

Wenn du auf deine Karriere zurückblickst: Welche Station hat dich als Spieler und als Mensch am meisten geprägt - und warum?

Mackin: „Das ist eine wirklich gute Frage, über die ich erst einmal kurz nachdenken muss. Man lernt in jeder Saison etwas über sich und man wächst. Es wäre einfach, jetzt eine erfolgreiche Saison zu nennen. Doch eine sehr lehrreiche Saison war für mich mein letztes Jahr in Innsbruck. Die Saison war wirklich hart. Sportlich lief es nicht gut und auch für mich persönlich lief es nicht gut. Meine Zahlen waren nicht die, die ich mir vorgestellt hatte. Es ist einfach, dann frustriert zu sein und Selbstbewusstsein zu verlieren. Doch ich habe damals viel gelesen, viel über mich gelernt und nie aufgehört hart zu arbeiten, mich vorzubereiten und an mich zu glauben. Diese Zeit hatte definitiv den größten Einfluss auf mich und meine Karriere. Als ich dann mitten in der Saison nach Crimmitschau gewechselt bin, hat mir dieser Glaube an mich und meine Fähigkeiten geholfen, ein starkes Finish in der Saison hinzulegen.“

Du kennst die DEL2 inzwischen sehr gut und hast in der Liga bereits viel Erfahrung gesammelt. Was möchtest du mit der DEG in dieser Saison noch erreichen und was braucht es, um eure Ziele zu erreichen?

Mackin: „Es wäre einfach das zu sagen, was jeder erwartet. Doch es geht darum, jeden Tag an sich zu arbeiten und sich jeden Tag ein kleines Stück zu verbessern. Und genau das ist aktuell unser Ziel. Jeder Mensch, der für eine Sportorganisation arbeitet, geht in eine Saison und will am Ende Meister werden. Doch es sind die vielen kleinen Dinge, die am Ende den Unterschied machen. Und an denen muss man jeden Tag hart arbeiten. Wir haben hier in Düsseldorf eine großartige Organisation, großartige Coaches und Spieler und sie alle gehen tagtäglich mit dem nötigen Ernst und der richtigen Einstellung ran. Wenn diese harte Arbeit Früchte trägt, können wir am Ende hoffentlich weit kommen.“